D a n e ck e r.
Danecker, (David). Von einem Augsbur-zischen Formschneider dieses Namens kennt manein armseliges Passionsblatt von 155?. vonSterten.
* — — oder Denneker, (Jobst oderJoas) , ebenfalls Formschneider zu Augsburg , gab,544. den Baseler - Todtentanz. von Srerren.Schon im Lexikon ist seiner unter dem Art. HansBock's gedacht.
Danecker. S. auch Danneckec.
* Danedi, (Johann Stephan und Joseph).
Auch Joseph war anfangs Morazzone's Schüler;dann veredelte er sich unter Guido, wie man ausseinem Kindermord und seiner Verkündigung in St.Sebastian zu Mailand sehen kann. Stephan, soviel man weiß, besuchte keine äussere Schulen;dennoch hielt auch Er sich nicht ganz an die Manierseines Meisters, sondern näherte sich ihm nur, gleichseinem Bruder, und malte mit Genauheit und mitmehr Liebe, als sonst zu seiner Zeit üblich war. Soz. B. in seinem Martyrthum der H. Justins zu St.Maria de Pedone, ebenfalls zu Mailand , das mitvieler Feinheit ausgeführt ist, und von einem ge-wissen Kalten und Matten frey ist, das sonst denWerth seiner Arbeiten verminderte. II.
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*Danel. S. Danzel.
* Danelsen. S. Daenelsen.
* Danet oder Duver, (Johann), geb. um1510. Meister von dem Einhorns wurde er voneinem seiner Blätter genannt. Etliche derselben:Einen Mars, mit der Jahrszahl 1530. dann einenAdam und Eva, von dem ewigen Vater, im Prie-sterkleide, vermählt, Moses und die Patriarchen,«ine große Komposition, und eine Folge von 24.Vorstellungen aus derApocalypse führt Rost VH. 51.als von dem ältesten französ. Meister seiner Kunst,mit der Bemerkung an: „Sein Stich scheint älterzu seyn, als der Meister selbst, so sehr hat dieAusführung ein barbarisches Ansetzn. Wahrschein-lich stach er auf Zinn, und gewöhnlich bezeichneteer seine Blätter mit l. v. bald frey, bald in zweygothische Fenster gestellt."
* — — (Ludwig), den auch das Lex. unterdem Art-Johann D- anführt, der aber kein andrereals der, ebenfalls im Lexikon kürzlich angezogeneLeon d'Aven ist, und von dem wir unten, s. v. Daven das Nähere melden.
Danger oder Dauge r, (Hans), ein Glas-maler von Nürnberg , der aber lediglich durch seinvon einem Ungenannten in Schwarzkunst geschabteskleines und von 1561. datirtes Bildniß bekannt ist.
.*Dangers,( ). Da derselbe gewöhn-lich für seinen Meister W. Chateau arbeitete, so sindseine und die Blätter seiner Mitschüler bloß mit:LKLteau exc. bezeichnet.
Dangervicz, (Alexander), ätzte in 1688. einSinnbild auf die russische Prinzessin Sophia Ale-xiewna. )is5c.
Danhauer oderDonnauer, ( ). Der-selbe legte sich in Holland sehr glücklich auf RubensManier. Nach Meusels Anzeige war er ein Bayervon Geburt und starb 1737.
Daniel, (Thomas), ein englischer Kupfer-stecher, gab im I. 1304. zu London 24. Blatter zuJones sjinlioo's Kxcavaticms u. s. f. (Beschrei-bung der in Dekan unfern Aurcngabad im GebürgeEllora befindlichen höchst merkwürdigen Höhlen, mitihren Saulengangm, Sälen, Bildsäulen, Basre-liefs u. s. f.) nach der Zeichnung von James Wales .
Dailuecker. 25-7
Diese Blätter waren theils von ihm selbst, theilsunter seiner Aufsicht gestochen,
Daniel, ( ). Ein Künstler dieses Namens
Wird im Almanach äes kisaux-elrts von i8oz.unter die damals daselbst lebenden Baumeister ge-zählt.
-i- — — der gothische Baumeister. S. vonihm Oanioäorr Variar. Lxist. Lp. II. Zg.
Daniels., (I.), ein englischer Maler, der sichmir seinem verstorbenen Oheim (nicht unwahrschein-lieh dem nachfolgenden M. G. Daniel!) lange inIndien , und nachher allein auf dem Cap befand.Auf der Kunstausstellung zu London 1305 sah manv ihm ein Gemälde, das d. Abschließung e. Vertragsin Indien mit den Maratten von 1780. vorstellt,woran besonders der Ausdruck in den Mienen derHauptpersonen sehr gerühmt wurde. sss-c.
— — (M. S. oder S.), ein englischer Künst-ler, von welchem man zwey sehr schöne Pracht-werke besitzet, deren das eine in Indischen Ansich-ten und Alterthümern (60. Blattern) besteht, und75. Pf. Sterl. kostet, das zweyte aber erst im I.1805. erschienen war, und nebst verschiedenen Aus-sichten im mittäglichen Afrika das Costume seinermannigfaltigen Bewohner, so wie Abbildungen sei-ner wilden Thiere enthält, und somit als ein wich-tiges Supplement zu Barrow's Reisen anzusehenist. Mn. Wahrscheinlich war es derselbe Danielder um i8oz. ein für Jagdliebhaber nicht unin-teressantes , und durch die Kunst schön ausgestat-tetes Prachtwerk: kural 8ports ans Licht gab,wovon der Band über zwey Guincen kostete. Alls.Runftz. III. 2lO.
Danielli, (Bartholome). So nennt der AbtMarolles einen Kupferstecher von Bologna , /f.scheint zu vermuthen, daß derselbe mit einem I.Lanielli, der ein Blatt nach Vincenz Dandini ge-stochen hat', Eine Person seyn dürfte.
Danilow, ( ) ein Perspektivmaler und
Akademiker zu St. Petersburg , lebte bort 1804.Ruß. Hofkalender.
* Danken, (Heinrich). Unter diesem Namenbeschreibt Gandellini Kupferstiche die C. vanDalen verfertigt hat.
Danloup, ( ) malte um 1770. Bildnisse
und halbe Figuren zu Paris . Hf-c.
Danne, (F. A.). So nennt ohne nähereUmstände, einen Maler zu Wien , nach welchem F.L. Schmitner die Marter des H. Mauritius, denöstreichischen Schutzpatron St. Leopold, und eineMinerva mit dem Medaillon der Kais. KöniginMaria Theresia gestochen hat; woraus sich unge-fähr seine Lebenszeit bestimmen läßt.
Dannecker, (A. D.). So nennt Ff. einenziemlich schlechten Kupferstecher von Straßbnrg,und kennt von ihm ein Bildniß des Kardinal Gra fen von Lemberg .
— — ( ) Königl. Würtembergischer Pro-
fessor und Bildhauer zu Stuttgart , lernte zuerst indem Erziehungs-Jnstitute zu Stuttgart , und studirtealsdann seit 1734. auf Kosten des Herzogs zweyJahre zu Paris , hierauf drey Jahre, zugleich mit s.würdigen Landsmane u. Kunstgenossen Smeffauerzu Rom , und lebte dann, seit seiner Rückkehr vondort, bey Hause. In Rom noch sah mm, vonihm um 1786. einen vier Auß hohen Bacchus mMarmor, der als eine gefällige, glatt und fleissigausgeführte Figur gerühmt wurde. Winkelmannund sein Jahrhundert S. 355 Im I. > 795 .stand in seiner Werkstatt- zu Stuttgart eine Skizzevon dem Flusse, der (dem Apulejus zufolge) dieverzweifelnde Psyche, die sich in seinen Wellen er-tränken wollte, sanft aufhebt, und sie halb todtans Ufer trägt, welche von Kennern sehr gerühmtwurde. lourn. L bii<l. Künste. III. 235 . Um