Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
261
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Daudet.

wen findet man das Bildniß der berühmten Her-zogin von Balliere,

Daudet, (Joh. Baptist»), des NachfolgendenSohn, den L hingegen ebenfalls Robert nennt;geb. zu Lyon 1737. übte mit demselben gleiche Kunst.Von seinem Vater erhielt er den ersten Unterricht,u. vervollkomnete sich daß in Paris bey Wille, für dener mehrere Platten n. Dietrich gestochen hat Nach-her arbeitete er für sich, und zwar mit einem sehrgeistreichen Grabstichel nach Berghem, Poelenburg,Verriet, Wouwermann u. a. und endlich auch fürdie Vo^a^s pittoresgue 6 s Xaples st 6 e 8 icils.Seine vorzüglichsten Blatter sind bey Rost VIII.271. verzeichnet. Ob dieß derselbe Künstler sey,der noch im I. r 8 c >4 und 5. für das XX. XX VII.XXX. und XXXIV. Heft des blasse kran^olsverschiedene Blätter nach Breemberg, van derHeydcn, van der Meulen und Vernet, ebenfallsunter dem Namen R- Daudet, theils nach eigener,theils nach Swebacs Zeichnung gestochen hat, istuns unbekannt; und ,eben so, ob es dieser oderein andrer R- Daudet ist, der schon um 1795.nach Wagner zwey Aussichten von Pirna in Sach­ sen geliefert hatte, welche in Meusels HI.MisceU. l. 102-4. ausführlich beschrieben, undwegen der Kraft, und zugleich leichten Zartheit desGrabstichels sehr gerühmt werden. (Wenn wirmuthmaaßen dürften, so kennte in diesem u. dem fol-genden Art. nicht unwahrscheinlich von einem Vater,Sohn und Sohnssohne die Rede seyn).

(R.). Wahrscheinlich Robert, Kupfer-stecher zu Lyon und Kunsthändler /?. führt von ihmein Paar Bildnisse, u. s. f. eines mit i?zzdatirt, an.

Daudr'er, ( ). So nennt einen Kup-

ferstecher , von welchem er ein Bildniß des Gottes -gelehrten Joh. Olearius, ohne Namen des Ma-lers, und mit der Iahrzahl 1634. bezeichnet, anführt.

Dave, (P.). Und so einen englischen Kupfer-stecher, der nach verschiedenen Meistern gearbeitethabe, und von dem er das Bildniß des Schau-spielers Ghutes, ohne Namen des Malers, undvon 177z. datirt, anführt.

*Daven. S. Aven.

Davenne oder Davesne, ( ) ein

Maler, nach welchem Dupin um 1760. ein Bild-niß des Erzkanzlers Maximilian von Oestreich, laMotte und Voye's der jüngere aber ein PaarEalanteriestücke gestochen haben, die, eben so wieein Paar ähnliche: Iss strunss und les Lerisss,von ihm selbst geatzt, A. anführt.

Daugard, (P. D. B.), ein Maler von Avig-non, der, nach seiner eigenen Zeichnung, das Bild-niß des Ritters ve l'Arc, zu Avignon 1701. geatzthat. N.

Davi -Ebavigns. S. Chavigne. ImTstmaiiscb 6es stesax-^rts von rZoz Wird der-selbe unter die damals in Paris lebenden Baumeistergezahlt.

* David, (Anton), dessen im Lexikon unterdem Art. seines Vaters Ludwigs von Lugano ge-dacht wird Eine ziemliche Anzahl nach ihm ge-stochener Bildnisse führt I/. an. Eine Madonnamit dem Kinde nach Correggio , die er selbst geätzthaben soll, wird hingegen im Lexikon seinem nach-senden Vater Ludewig zugeschrieben.

* (Carl), Zeichner und Kupferstecher,geb. zu Paris um 1600. Der Name seines Lehrersist unbekannt. Er scheint aber seinen Geschmack inder Stecherkunsi nach den beßten Künstlern seinerseit gebildet zu haben. Sein Zeichen ist 6. 0 .1'.und o. D. Einige seiner historischen Blatter so-wohl nach seiner eignen Erfindung als nach an-dern, von dem mannigfaltigsten Jnnhalt (ein EcceHomo, und«in Alter, der den Busen eines Mäd-Aens betastet) und zwar beyde ohne Namen desMalers, sind bey Rost Vll. 107-8- verzeichnet,wo sein Mann, mit der Schnecke auf dem Finger,nach Callot , selten genannt, und von den 16.

David. 261

Ausrufern von Rom bemerkt wird, daß solchenach Villamena bis zur Täuschung copirt sind.

* David, (Claudius). IV. nennt ihn Bild-hauer, und (wohl eines einzelen Blatts wegen?)Kupferstecher. Derselbe war ein Burgunder vonGeburt, Ritter, und gieng um 1720. nach Eng-land. Von ihm sieht man, neben anderm, in derKirche St. Maria und St. Fabian und Sebastianzu Genua die Statuen von St Peter und St. Paul.Das erwähnte von ihm, wie es scheint in England,geatzte Blatt enthält den Entwurf einer Fontaine,mit den Statuen der Königin Anna, des Herzogenvon Marlborough , und einiger Seegötter, die da-mals zu Cheapside errichtet werden sollte. und ist,pomphaft genug, unterzeichnet: Opus LguiclsO/anstir Davistis, Lorrntatus Lur^unäiLe.

* (Cornelius). ^ 7 . meint, derselbedürfte mit Obigem Carl Eine Person seyn.

(Cmeric). Ob derselbe ein praktischerKünstler sey, ist uns unbekannt. Im I. IX. schrieber: Hecksrcüss sur Carl: statuaire, conslüsrscks2 Iss ancisns st ckss iss mostsrnss, oalVIewoirs sur cetts gusstion proposss p. l'In-stistut national 6e Trance: Ouellss ont ets Isscauses 6e la psrlsction 6s la 8culpture sntlgue,st qusls serolent Iss mo^eus 6'ze stteinürs,

und gerieth darüber in einen (lächerlichen) Streitmit H. Giraud, welcher behauptete, sein Mitar-beiter über die Auflösung dieser Frage zu seyn. S»^ppenülss a l'Ouvra^s intuculs: stscbercbsssur ('Art statuaire äss Oress, ou I.ettrs 6e üstr.

a Nr. LEn'c Dam'ch Eine Analyse dieserbeyden Pamphlets s. Xouvelles 6es Hrts 1804.249. «. ff. und 315. u. ff.

* (Fr.), hieß Franz Anne. Wie wirglauben, ein Bruder des berühmten Malers Joh.Ludwig David; einer der beßten Schüler von leBas. Auf mehrern seiner Blätter befindet sich derName seines Lehrers. Er trug den Titel: 6ra-

veur 6s la Lkambre st 6u Lalunet 6e Ülonsleur.

und brachte, als einer der fleißigsten Künstlerneuerer Zeit, durch seine anhaltenden Arbeiten dieSchätze der Kabinetter und Galerien Italiens nachFrankreich . Sein Grabstichel ist schön, und nichtohne Farbe. Er hat mit gleichem Erfolg Bildnisseu. a. gestochen. Hauptsächlich sind von ihm dieBlätter zu den: ^ntlquites cl'IIsrculLrium, sveuIsur explication p. Xi/u. TlFar-ecüaü (12 Vol. 4.854 ) (?) Platten. ^utigultes Ltrusgues, 6rec-gues st Komaines avec leur expllcstion par(4 Vol. 833 - Pl.) lVluseum 6sriorsnce, Heftweise in Röthelmanier. 1'Ris-toirs 6'^n^lekerrs , und l'Üistoire 6s Irancs,ebenfalls Heftweise. Einzele Blatter von ihm dann,Bildnisse und Geschichte, führt Rost 285 87-und L im Allgemeinen fast alle Meister an, nachwelchen er gestochen hat Wahrscheinlich ist es derNämliche, der, als Mitglied der Akademien zuBerlin und Rouen , noch gegenwärtig in Paris lebt, und, neben anderm, im J. 1805. drey Blat­ ter : Bataille zu Marengo, Krönung des KaisersNapoleon , und: Ebendenselben, wie er im Inva-lidentempel die Ordenssternen der Ehrenlegion aus-theilt, und noch ganz neuerlich, nach MonnetsZeichnung, ein großes Blatt, die Schlacht beyAusterlitz , geliefert hat. //- und Tllsc. Derselbewar auch Schriftsteller, und kennt man nämlichvon ihm : bstsmens 6u stsssin ets. orns 6e 12.plancües 6'spres Iss plus bestes st§ures antiguesets. 8 797- und kroportions 6ss plus KeilestiAures 6e l'^ntiqults, sscompaZnss 6e leur6essriptlon psr svec 20. stlsncli.

4. 793. Bcyde übersetzt 8. Leipz 799-

(F.i. Einen solchen nennt einen un-bekannten Künstler, der, ohne Namen des Malers,das Bildniß des Bischofes Haime von Halberstadt gestochen habe.

* (Hieronymus ), Zeichner und Kupfer-

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