Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
260
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«6c> Darois.

nahm. Einen Theil dieses Rathes kannte wahr-scheinlich der wackre Mann nicht befolgen; indeßverflog der Geist wirklich nicht, der aber freylicheben meist in den Almanachen, für welche er vonda an bis 1306- gearbeitet hat, überall sichtbarwar. Von einzelen Blattern von ihm wurde feinMagier, nach Dietrich dem Sohne (iZor.) m dendeutschen Runftblärrern II r. 50. hauptsächlichwegen der dicken schwarzen Linien im Vorgrunde,ziemlich scharf beurtheilt. Gemeinschaftlich mitSchumann gab er dann auch, nach Siegels Zeich-nungen, die Blatter zu: Stieglitz Gemälden vonGärten u. s. f. und mit Schmidt um 1804. zweyBlätter: Christus und St. Peter, nach alten Ge-mälden auf Mgrmor.

Dar 0 ls, ( ). So heißt in einem Intelli-

genzblatte von Meusels Archiv I. 2. ein (unssonst unbekannter) Künstler, der zu Paris ein nachVernet gezeichnetes Bildniß des SchauspielersDosenville in einer Rolle der Lüasseurs et la Imi-tiere, gestochen habe.

Davon. Der Name eines griechischen Stein-schneiders, der sich auf einem Ianus aus demKabinette Crozat befindet. Mnr,-.

Darr, (S. E.), ein französischer Maler, nachwelchem Steph. Gantrel um 163». Bildnisse gesto-chen hat.

Darve, (Philipp). So nennt der Gantkata-log von Brandes einen englischen Maler undSchwarzkunst-Stecher, von dem er drey Blätter:Theodosius , Constantia, und das Bildniß von Mr.Echuter, mit der Maske in der Hand, alle nachihm selbst geschabt, anführt, und das letztre beson-ders schön nennt.

Dass,er, (Dominikus), des unten folgendenJohanns Vater, Münzmeister der Republik Genf ,starb 17,3. S. unten den Art. seines Sohns.Leu s. v.

* (Jakob Anton). Nach Paris gienger 1732. wo er von dem Unterrichte des berühm-ten Goldschmieds und Poffirers Germain, so wiedurch seine Studien auf der dortigen Zeichnungs-Akademie großen Nutzen zog, und sich nachwertsin Italien immer mehr vervollkommnete. In Rom verfertigte er die Schaumünze Clemens XII l. Seinjährliches Gehalt in London war gegen 2000. Pf.Sterl. nebst freyer Wohnung; zu St. Petersburg5000. Rubeln, neben Bezahlung aller seiner Arbei-ten. Ein vollständiges Verzeichniß derselben so-wohl als derjenigen seines Vaters, findet sich inSönehiev's Histoire litteraire <le (leueve. Ken-ner ziehen die des Sohnes vor, welcher die seinigeneben sowohl besser zeichnete als vollendete, dannaber freylich nicht so geschwind arbeiten konnte,wie Johann. Nach einigen derselben hat Ph.Benoit die Bildnisse von Haller, Locke , Newton,Pascal und dem Arzt Rosenstein, so wie N. Du-puis dasjenige von Montesquieu gestochen, dessenSchaumünze von Jakob Anton zu dem Geistvoll-sten und Schönsten gehört, was die Stempel-schneiderkunst auszuweisen hat, und (wie uns Je-mand, der den Verfasser des Geists der Gesetzepersönlich kannte, versichert hat! noch überdießdas Verdienst der größten Ähnlichkeit haben soll.

(Johann), geb. ,676. lernte zu Paris bey Mauger und Roettiers Alsdann kam er nachGenf zurück, und half seinem Vater Dominik bisan dessen Tod bloß bey dem einträglichen Geschäftedes Pettschaflstechens, und Stempelverfertigens fürHorlogerie und Goldarbeiten Erst um 1720. fienger an, sich an Höheres zu wagen; und so tratennach und nach seine beyden Suiten der 72 Königevon Frankreich und der 24 - Reformatoren ansLicht. Um 1728- begab er sich nach England, woihm Georg II. die Stelle eines Münzmeisters an-bot, die er aber ausschlug, und dafür seinen dor-tigen Aufenthalt zu einer mit den obigen ähnlichenFolge der englischen Könige anwandte, welche um

D a u d e m 0 n t.

1732. vollendet wurde. Eine seiner Schaumünzenauf den Kardinal von Fleury erwarb ihm ein kost-bares Geschenk. Im I. ,74z gieng er auf eineWeile an den Hof zu Turin , wo er ebenfalls eineSchaumünze auf den König prägte. Im 50. I.seines Alters mußte er sich bereits der Brille bedie-nen, die er aber im ?osten wieder beyseite legte,und hernach ohne dieselbe bis in sein ?5stes seineArbeiten fortsetzte, wo Alters-Schwachheiten ihnendlich nöthigten, solche aufzugeben. Leu s. v. In einer meiner Notizzen, deren Quelle ich aberanzuzeichnen versäumt habe. und welche sein Ge-burtsjahr so ganz irrig in ,651. angiebt, daß ichvermuthen muß, dieselbe gehe seinen VacerDominikan, finde ich die interessante Stelle:Er besaßdie Kenntniß der Ursprachen der Homere u. Virgileaus dem Grund. Seine Gattin, die berühmte leFevre, eben so. Vierzig Jahre lebten sie zusam-men, und gaben Frankreich und ganz Europa dasBeyspiel des glücklichsten und gelehrtesten Paars."In Paris hatte er in seiner Jugend Bekannrichaftmit einem Künstler, Namens Massot, genanntChampagne gemacht, welcher den Stahl so ge-schmeidig zuzurichten wußte, daß er gar leicht zubearbeiten und hernach eben so leicht wieder abzu-härten war, so daß er die Gewalt des Balancicrsaushalten konnte. Johann arbeitete, wie mansagt, mit einer so ungewöhnlichen Geschwindigkeit,daß Hedlinger selbst darüber erstaunte,

* Dassonville, (Jakob), geb. im Hafen St. Ouen bey Nouen 1719. //. führt an die 50. von ihmgeätzter Blätter an, die er bald mit seinem Namen:Danouvr/le inv. bald mit I. Q. und noch andreMale mit 0 . k. 8. bezeichnete. Lauter kleine länd-liche Gegenstände, die, ob sie gleich, was Geistund Wirkung betrift, ihrem Vorbilde (Ostade )nachstehen, dennoch ihr Verdienst haben. Ueber-haupt war dieser Künstler (wie es gerne genie-voller bloßer Dilettanten Fall ist- glücklicher in demAusdrucke seiner Köpfe, als in der Ausführungder äußern Theile seiner Figuren, oder kürzer zusprechen in der Zeichnung. Rost VIII. 17787.

Dar, (P.). Nach einem Künstler diesesNamens hat Hier. David geätzt.

Dktban, (Joh. Georg), ein Bildnißmaler z»Mannheim um 1740. I. I- Hayd hat nach ihmdas Bildniß des Bildhauers Paul Egell in Schwarz-kunst geschabt. und

* Darr. S. Darri.

Darschitzky, (Daniel). Ein Maler, nachwelchem Phil. Kilian Bildnisse, Dav. Tschcrningaber (1663.) eine Folgt von Breslauer-Aussichten,mit dem Titel: Lelobsrrimse Heipublicös Vruüs-Iavisn8l8 vires, gestochen hat. und

* Darre, (Franz la). Dieser Bildhauer hatauch ein Blatt, den Brunn des Neptuns, nachseiner eignen Erfindung, für den Verlag des Huquicrgeätzt. L.

* Darrlee oder Darrer, (Sebastian).

Derselbe war von Srrasburg gebürtig und KaMsicher Hofgoldschmied, ein künstlicher Poffirer undTreiber. Er arbeitete um 1619 zu Augsburg -Man findet von ihm ein großes geätztes anawn»/sches Blatt in Vl8p. cle cervo coräe

plumbeu ä 8er. bllectrice örsnüenburA. Oorolbe

trsgecto. braneok. 1636. Von Sterten.

* Darus, (Philipp). Das Blatt, von wellchem im Lexikon die Rede ist, wird bisweilen aucv-Die Melancholie von Michel Angelo genannt.

* Dav, (Hieronymus ). S. Hieron. D.av^'

Daucher,( )ein Kupferstecher, von demuns aber nichts als sein bloßer Name bekannt >!>-

Daudemont, (Johann), unter diesemM-