266 Debouigne.
Deboulgne, auch Debuigne und De-bil y n e, (Ludwig Alexander). Unter dem letztemNamen führt Basan (Xll. sec) einen (i?89)jungen Künstler, Schüler von le Vaffeur an, vondem man, neben andern», ein Blatt nach Otto Vänius : les X-oisirs lls l'/^mour kenne, welchesauch Dlot für das Kabinet le Brun gestochen;und //. 8. V. sagt, daß er auch nach
G. M. Kraus gearbeitet habe.
Deb 0 urge, ( ). So Wird im HImanaell
«leg Ueanx-Hrrs von iZoz. ein damals in Paris lebender Baumeister genannt.
Debret, ( )ein neuerer französischer Ma-ler. Auf der Pariser - Ausstellung vom I. XIII.sah man von ihm: Den Arzt Erasistratus , derdie Krankheit des jungen Königes Autiochus ent-deckt, und fand bannn wohl studirten Detail.In dem Kopfe des Arztes hätte man einen minderharten Ausdruck und bessere Farbe, und in dereinfachen und natürlichen Stellung der Stratonice(Oh!) jene verführerische Formen gewünscht, »wel-che" (heißt es) „die Leidenschaft des jungen Prin-zen allein entschuldigen konnten." blouvelles clen^rts igoH p. ic>6. Noch führt der Almanaoliclos 6saux-^rt8 von I8c»z von ihm einen Aristo-menes an.
Debrre, (G. F. L.). S. Bme.
Debucourr, (Philibert Ludwig). S. Bu-courr. L führt ihn unter beyden Namen, bey-demal irrig, als: kl. äe kucourt und püilip vs-ducourr, und an beyden Stellen theils dieselben,theils verschiedene Blätter nach ihm an. AuchRost VIII 329. (was wir seiner Zeit nicht bemerkthatten) hat ihn unter dem Namen Debucourr,setzt sein Geburtsdatum in Paris 1750. und seineBlüthezeit in 1736. Xe jugs, ou la Lrucllecasseo nach ihm von le Veau, soll ein schönesBlatt seyn.
— — ( ). So nennen die Xouv. äe8
von S. iZZ. einen neuern Zeichner und Kup-ferstecher (vielleicht gar den obigen Künstler), vondem man im I Xlll. Arbeit ausgestellt sah, undvon welchem dort geurtheilt wird: Daß er glück-lich in den von ihm behandelten Gegenständensey, er möge nun solche selbst erfinden, oder sieunter Zeichnungen Andrer wählen, die sich seinergeistreichen und pikanten Manier am Beßten fügen.
Decache oder Decachö, (P.), ein Zeich-ner und Kupferstecher, in der Gegend von Rouen geboren; arbeitete zu Paris um 1770. nach ver-schiedenen Meistern Neben anderm kennt manvon ihm ein Bildniß Papst Clemens XIII . unddann — IVIallsme ls Ks88ource, und I'beurerweLpoyue. /f) und
Decaux, (Madame). So wird im Hlma-vactt tle8 beaux-,grt8 von iZoz. eine Künstlerinunter den damals in Paris lebenden Blumen- undStill - Leben - Malern genannt.
Decham, (H.). So nennt einen Maler,nach welchem I. I. Thourneiser das Bildniß einesanonymen Fürsten (?) gestochen habe.
Dechaume, ( ). Und so der Llmanacll
6«8 6esux-^rt8 einen damals in Paris lebendenBaumeister.
Decheselles, ( ). Und so ebenders. einen
Blumen - und Still - Leben - Maler; nur daß diesernicht in Paris zu wohnen schien. Von ihm sagtLands» (Anna!. 1.139.) um iZor. „Seine Ar-beit (im Dlumenfache) wurde von Kennern mitvielem Beyfalls betrachtet. Sein Pinselest ange-nehm und leicht, die Ausarbeitung sorgfältig, dieZeichnung correkt; allein noch mangelt ihm diezauberische Harmonie, die das Eigenthum derSchule von van Spaendonk ist", u- s. f.
Deck. S. Dek.
Dedekind,
* Decker, '(C.)> L sagt, daß derselbe mHolland gelebt habe, und führt, neben dem imLexikon von ihm Bemerkten, Verschiedenes, wiez. B. ein Bildniß des Königes Carl II. von Spa nien , dann ein sehr großes Blatt: dle6erl-mä8c>,8Xöe-IHompb cle IVI. v. Uu^ter et <ls X. Drompan; und glaubt endlich, daß ein mit R Deckerbezeichneter Prospekt vom Berge Sinai ebenfallsvon ihm seyn dürfte.
* — — (Paul), der ältere. Bey Eimart
lernte er das Zeichnen und Kupferstechen. Vonseinen Schriften führt die eine zum Titel: Fürst-licher Baumeister oder »n, Mit
64. Rupf. Fol. Augsb. 7". und verm. Ebendas.716. mit 74. Kupf. Die andre:
t/reoretrco - xrnctica Fo/. Lrxn. 721. und fortgesetztkol. Ib. 722. Selbst geätzt hat er: Das Schloßzu Berlin , nach seinem Meister A. Echlütter, undzwey Plafonds, welche die Gerechtigkeit und Stärkevorstellen, nach einem (apokryphischen) Maler Douk,und der Zeichnung von Aug. Terwesten. Gestochennach ihm haben: I. A. Corvinus die Seeschlachtzwischen den Engländern und Franzosen bey Ca-lla»; A. Hofer8- Jagdstücke; I. I Kleinschmjdt:Die Bayern geleistete Huldigung der Künste; undendlich B. Sedletzky, und I. C. Staudner 8. Blät-ter Bauern - Lustbarkeiten und Conversations-Stücke.
* — — — — der jüngere. nennt ihnMaler und Kupferstecher, und des ältern (nichtVater, wie das Lex. sagt, sondern) Bruder. Vonihm selbst geätzt führt er indessen kein einziges Blatt,dagegen eine Menge nach ihm, meist von dunkelenMeistern gestochener Bildnisse sowohl als Gegen-stände historischen und allegorischen Innhalts an;unter welch' Allem bey A. ausführlich Verzeich-neten: Der Spanische Successionskrieg in 57.Blättern von P. G- Rugendas wohl das Beßteseyn dürfte. Neunzehn historische Gemälde vonihm besitzt die Hagensche Kunstsammlung zu Nürn berg . Po» Murr.
— — S. auch Dekker.
Decke, (Carl Clemens), gebürtig von Paris ,Schüler des ältern le Barbier, erhielt 1805. daszweyte Accessit der Zeichenkunst in der dortigenSpezialschule der Schönen Künste, damals 2s.I. alt. /k/rc.
Decochö, ( ). So nenntI. (1790.) einen
neuern Maler und Kupferstecher zu Paris , der,nach seiner eignen Zeichnung, das Bildniß von J.I. Fay, de Tersan genannt, Pfarrern von St.Eulpice zu Paris , gestochen habe.
Decourcelles, (Paulicn), Schülerin vonBarraban, zeichnete die Blätter zu dem 1805-Farben gedruckten Prachtwerke von DesmarestÜiLtoire naturelle <Ze8 'IsnAarL3, <Ie8 Nanaklnset üe8 T'olllern.
Decourtl's, ( ). So nennt die Hand-
schrift meines sel. Vaters einen Künstler, der nachTanay eine Bauernhochzeit gestochen habe.
Decrer, (P. I.), hat um 1770. nach A.ZmgSu. a. gestochen, ^c.
Decuches, ( ) ein Geschichts - und Bild-
nisse-Maler, arbeitete um 1760. zu Marseille ,/l/rc.
Dedeban, (Johann Baptist), gebürtig vonParis , Schüler von Vaudoyer und Percier , er-hielt 1305. das zweyte Accessit der Architektur in ccrdortigen Spezialschule der Schönen Künste , da-mals 2i. I. alt. In dem 12. oder iz. Heftes6ranÜ8 krix cl'^rckitecture findet sich nachein Blatt, das den Entwurf einer National Schule
für die Schönen Künste vorstellte, womit er schv"1800. den zweyten großen Preis davon getragenhatte. Xc»uveIIe8 Üe8 ^.rrs IV. 69 und 2ä9-
* Dedekrnd, (Bernhard Julius oder Johch