Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
275
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Desani.

* Desani, (Peter). Lanzill. 2. rz?. nenntihn einen fertigen Jüngling (warum Jüngling?Er erreichte ein Alter von 62. Jahren) sowohl imErfinden als in der Ausführung, von dessen Ar-beiten man zu Reggio und dortiger Gegend über-all finde.

Desaulx, ( ). So nennt sich ein Künstler,

der für das XXIII. Heft des Musee krsn^sis«inen Orpheus nachPoussin , nach Vallaerts Zeich-nung gestochen hat. Im -ilmsnsck äes 6esux-Hrts von l8oz. Wird er unter den damals in Paris lebenden Kupferstechern (noch) nicht genannt.

Desbary,( ). So nennt L einen Künst-ler , dessen Namen sich auf einem nach G. Audrangestochenen (copirten) Kruzifixe finde.

Desboeufs,( ) gebürtig von St. Lau-reat, ein Schüler der Baumeister - Akademie zuParis ; schrieb kritische Anmerkungen über die vonSoufflot erbaute Kirche von St. Genevieve , wozuer von I. M. Moreau bemeldte Kirche nach seinenZeichnungen auf vier Blätter atzen ließ. Allein dieAkademie erklärte 1765. diese Schriften für unan-ständig, schlecht überlegt, und mit Falschheitenangefüllt, und stieß den Verfasser aus der Zahlihrer Schüler,

* Desbois, auch Dubais , (Martial)./I. sagt, daß er meistens in Italien , für den ArztPatin, und in desselben I^ceum ?atsvinum s8-Bildnisse (die er benennt) gezeichnet, und indemselben Athemzug heißt es auch gestochenund wieder durch C. de la Haye habe stechenlassen. Noch führt er dann von ihm, ohne Namendes Malers, ein Paar andre Bildnisse, und eineMadonna die das Kind anbetet: Hoc speculumest etc. (das nach Guido seyn soll) an. Ein Bild-niß des Prokurators von St. Marcus, Angel.Maurocenus nach Seb. Bonbel führt der Gant-katalog von Brandes an. Im I. 1696. kam erwieder nach Paris zurück, und starb daselbst 1700.

Desbrulins, ( ) ein Kupferätzer zu

Paris um 1740. Er arbeitete nach Ph. Buache,u. s w.

* D escamps, (Johann Bapt. oder JohannBernard), geb. zu Dünkirch, studirte zuerst zu Ant­ werpen , nachwerts zu Paris . Auf der dortigenAusstellung 1765. sah man von ihm Arbeiten, überwelche sich Diderot in s. Lsssis sur Is peinturek S5<rSl. weidlich lustig macht:Sie malen grau,I. Descamps! plump und ohne Wahrheit. DiesKind, das einen Vogel halt, ist ja ganz steif, undder Vogel weder lebend noch todt, einer von denhölzernen Vögeln, der das Mundstück im Schwanztragt; und diese dicke, kurze, grobe Dame vonCaux, was soll sie zwischen den beyden Kindern,und sieht doch mich an. Das, welches weint,wenn es über das Gewicht seines ungeheuern Kopfesist, so hat es recht. . . . Man sagt, daß Sie sichauch mit Litteratur bemengen; Gott gebe, daßEie's da besser, als mit der Malerey machen,"u> s. f. Auch that er jenes wirklich in feinen Viesso peintres klsinsnäs» -75463. welche, ihrerFlüchtigkeit ungeachtet, manche brauchbare Notiz-zen enthalten, und mit kleinen Bildnissen, oft voneiner Nettigkeit ohne ihres Gleichen angefüllt sind;bann mit seiner Schrift sur 1'ussFs äes Ltsblisse-mens lies Leoles ^ratuites äe Dessin en kaveuröes Msters, womit er sich 1767. den Preis von 200.Avr. gewann (welche in der Bibl. der SchönenMiss. VI. deutsch, und 1778. zu Stockholm auchschwedisch erschien), und in seiner Vo^« pi«o-rssoue äs klsnäres 1769. welche I I. VolkmannG-Leipz. 777.) deutsch mit Zusätzen gab, und eben->alls immer zu den bessern Schriften dieser Gattunggehört. Anfangs bekleidete Descamps die Stelleeines öffentlichen Lehrers der ehemaligen Zeich-nungsschule zu Rouen . Nachher trug er den Titeleines Malers des Königs, und Mitglieds der ehe-maligen Königl. Franz. Akademie der Malerey und

Desfriches. »79

Bildhauerkunst, so wie der ehemaligen Akademieder Wissenschaften und Schönen Künste zu Rouen .Nach Ersch krgno. litter. lebte er noch um r/97.Einige nach ihm von le Bas, le Mire u. s. f. ge,stochene Blatter, hauptsächlich aber (denn daSUevngL sind Kleinigkeiten) die: Representstlonäes kstes äonnees su Hsvre-äe-6rsce lors äs1s prösence äu koi I-ouis XV. en 1749. 6. keuill.schön von I. P. le Bas gestochen, führt N. an.

( ) ein jüngerer Künstler dieses

Namens hatte, dem ^Imsnacb äes 6esux->Irtsvon 1803. zufolge, bey dem gewohnten Conkurseden zweyten Preis der Malerey davon getragen.

Deschau, (A.). So nennt äV. einen Maler,nach welchem H. Thourneyser das Bildniß derPrinzessin Anne Louise von Orleans gestochen habe.

Deschnack, dsd. Deschuks (?). Nacheinem solchen hat Darin, in Basins Verlage, einBlatt: les 8psäassins en Läte äs vills^e gestochen.

* Descourt, ( ) den das Ler. unter dem

Art. von Bayeul kurz als einen Schüler vonHyac. Rigaud anführt. Nach demselben sollTardieu gestochen haben.

Descourtis, (Carl Melchior), Stecher inFarben, geb. zu Paris 1753. Schüler von Janinet,der mit gutem Erfolg, in der Manier seines Mei-sters, mehrere Prospekte von Italien und derSchweiz nach P. A. Demachy und Taunay gesto-chen hat, von denen Rost VII I. 33g. etliche anführt.Dann kennt man von ihm nach Bucvurt: le blücsäs ViilsAe. Im äes

von igvz. wird er noch unter die damals in Paris lebenden Künstler gezahlt.

Descoureaup, ( ) Buchdrucker und

Formschneider zu Cyaumont in Bussigni. Nr/Mo».

Dessins, ( )ein französischer Bildhauer,der schon um r?77. einmüthig den ersten Preis inder Akademie erhielt; alsdann (gleich so vielen)seit der Revolution neuerdings auftrat, im -Ilms-nack äes Lesnx-llits von 1803. noch unter diedamals in Paris lebenden Künstler, und dort einScävola, nebst den neuen Sculpturen in der Kirchezu St. Roch unter seine Arbeiten gezählt wird.Noch späterhin bat er sich während dem Aufenthaltedes Pabstes zu Paris die Ehre aus, desselben Brust-bild in Marmor nach dem Leben zu verfertigen,was ihm auch bewilligt, und diesfällige Sitzungenihm zugesagt wurden. ^Vo«r,e//er äes I V. 105.

Dssem, (M.). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen deutschen Maler, nachwelchem C. Romstett ein Bildniß gestochen habe.

Deserf, (Robert). Und so einen Geschichts-maler, nach welchem Serry gearbeitet hat.

Desfoneaines, (Abeille), ein neuerer fran-zösischer Maler des XVIII. Jahrh, der die berühmteOrleansche Sammlung naturhistorischer Gegen-stände fortsetzen half. Fiorillo III. 540.

S. Grvebach; erstres wahrscheinlich ^die Uebersetzung des allzudeutsch klingenden Na-mens sah' sich doch auch der berühmte deut­ sche Gelehrte Leuchsenring, bey seiner Ankunftin Paris , genöthigt, den seinigen, des Wohlklangswegen, in Dissrl umzutaufen, s/rc.

Des sorg es. S. Deforges.

Desfossös, von /k. in Desfasse ver-stümmelt, der um »775. lebte, und nach welchemDuclos, unter Basans Leitung, ein Blatt vonmehrern Figuren gestochen hat, das: le l'rsit äsLienksissuce äs ls keine penäant le seiour äsI'Lmpereur (sosepk II.) en ksveur äs Naä äeLellexaräe, gui ootint la lidertö äe son tnsrl zurAufschrift führt.

* Desfriches, (Agnan oder Agman Tho-mas), geb. zu Orleans ,72z. Zur Zeit der Gemälde-

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