Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
276
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»76 Deshayes.

Ausstellungen verfehlte er es nie nach Paris zukommen/ wo er dann immer eine beträchtliche An-zahl seiner Zeichnungen zurückließ; auch findet manviele derselben in den französischen und andernKabinetten. Eine solche wurde von einem italieni-schen Maler bey der Gemälde-Versteigerung PabstPlus VI- der sie von dem Eroßherzog von Toskana zum Geschenk erhalten hatte,, für 200. Thlr. er-kauft. Er starb 24. Dez. 1800. und hinterließ eineGemälde-Galerie und ein ansehnliches Portefeuillevon Zeichnungen. Baun. Etliche Paar von ihmgeatzte Landschaften (eine in Kreiden - Manier),und dann an die dreysslg Blätter, welche Ambrosi,Ehedel, Choffard, Cochin, Dazincourt, Gutten-berg, Lempereur, Paris . (?) Patte, Piquenot undLardieu nach ihm gestochen haben, führt //. an.

* Deshayes, (Ioh. Baptist). Da Colin deVermont keine Schüler annehmen wollte, so begaber sich unter die Leitung von Ncsiout, der nocheinen gewissen Sinn für das Große und Edle hatte.Von einigen wird er auch unter die Schüler vonVandieres gezählt Schon in seinem zwey undzwanzigsten trug er den ersten Preis bey der Aka-demie davon, und wurde hierauf in die Königl.Zcichenschule aufgenommen, welche damals unterCarl Vanlo.o stand, und worinn er auch drey Jahreblieb. Ein Joseph mit Potiphars Weibe machteihn mit Boucher bekannt, dessen älteste Tochter er»achwerts heirathetc; und zwey andre seiner Bilder,ein Besuch der H. Jungfrau, und eine Verkündi-gung, fand man in Paris so schon, daß er sofortmehrere Bestellungen erhielt, und dann nach Italien gieng, wo er ein volles Jahr an einem Anfallevon Melancholie litt, glücklicher Weise aber sichwieder" erholte, und nunmehr die bedeutendstenFortschritte machte. Nach seiner Rückkehr (1758.)wurde er von Boucher der Akademie vorgestellt,die ihn sirfort unter ihre Mitglieder aufnahm. SeinReceptiousstück war: Venus, die Hectors Körperder Verwesung entzieht. llnrer seinen Altarblätternwurden ein St^Andreas der das Kreuz anbetet,woran er den Märtyrertod leiden soll, für eine Kirchezu Rouen, und, für eine andre zu Orleans , einSt. Benedikt, der in seinem letzten Augenblick dasAbendmal empfangt, gerühmt. Die vielen Arbeiten,womit man ihn überhäufte, untergruben s. schwacheGesundheit, und beschleunigten sein frühes Ende.Er hinterließ daher auch eine beträchtliche Anzahlunvollendeter'Werke. F-'orillo III. 372-75. »Wennwir" (sagt dieser Schriftsteller) »dieArbeiten vonDeshayes nicht nach dem höchsten Maaßstabemessen wollen, so können wir sie doch zu den beß-len zählen, die damals zum Vorscheine kamen. Erc.omponirte große Scenen mit Leichtigkeit (so z. B.seine Vermählung der H.. Jungfrau) und hatteeinen gefälligen Styl. Allein die einzelnen Theilesührte er nicht sorgfältig aus." Dann heißt esbey Marelet und l'Evesque'tes scheint aber- alsob erstrer nicht zu dem Urtheile stand., da solchesmit: öe Nr. /louLchue rubrizirt ist):Er

hatte Wärme und Charakter, ziemliche Cprrektheit,mehr Gefühl als Eleganz in den Formen, wehrAnlagen, das Große als das Schöne' zu fassen.Sein Pinsel war voll (IsrZo) und fest > sein Kompo-sition verrieth Enthusiast»; fein Colorit hatte nichtsAuffallendes, labet sie war für die Geschichtsgat-tung nicht unschicklich. Er war mehr zu starkemAusdrucke als zusanften Leidenschaften gestimmt."Wenn ein solches Urtheil nicht ein Quodlibet heissensoll, so kennen wir keines. Von Köchin dem Sohnhat man: la Vw cie A. L. Dtt/rai/ee.

Nach ihm haben Stveline,-.Bonner , Floding, I.C. .Francois,, Hcmery, Laureat, Levesque undlP»rizrau. Blatter des. verschiedensten- Jnuhalts-(Diidlnsse , Landschaft,, doch pomamlich,Geschichte)gestochen, die bey.-/, verzeichnet sind; und dürf-ten vielleicht die beyden geatzte »von seinem Schüler,P: Parizeau (die Wartet von St., Andreas), und eindrittes von Ebendemselben in Tuschmanicr-Achillesin,..den. Wellen des Lauthus) den wesentlichenJünsiwerth des Malers'für's Ausland am Gerneuesten darstellen.'

Desmarest.

^'Deshayes, ( ) der Bildnißmaler, dessendas Lexikon gedenkt, malte auch andre Gegenstände.-k/5c. Nach Fiorillo III. 373. scheint aber dieserdes obigen jüngerer Bruder gewesen zu seyn, deraber nichts Großes geleistet hätte.

( ). Noch einen andern Deshayes,

(Maler oder Stecher?) führt //. an, der zu denZeiten des Abt von Marolles gelebt hätte, undvon dem man eine, mit seinem Namen bezeichnete,Abnehmung vvm Kreuze, und das illuminirte Blatteines St. Bruno kenne.

( ). Endlich wird auch so, im )U-

manacü <lss Leaux-^rts von 1803. ein neuererKünstler unter der Rubrik der damals in Paris lebenden Landfchafts - Marine- und Architektur-malern genannt.

Desjardl'ns, ( ). So wird im

nsck des kesux - -lrts von 1803. ein damals jaParis lebender Baumeister genannt.

Desiderio, (Franz). So nennt,//, einenLandschaftsmaler von Pistoja, der mit dem.folgen-den schwerlich derselbe ist, und von weichem manzwey selbst geätzte Landschaften mit Hirten kenne.

* (Monsn), lebte, nach Lanz,I. 6ro. zu Correnzio's Zeiten, der die perspektivi-schen Gemälde des ersterer mit vortrefliche» kleinenFiguren soll geziert haben,

Desto, ( ) ein Künstler dieses Namens

Wird im -zimanacii <ies ftesux-Hrts von igoz.unter den damals in Paris lebenden Bildnißmaler»genannt.

Deslandes, (A. Daudier). So nentÄ) einenPerspektiv - Maler, nach welchem Ist. Silvcstreeinige Aussichten gestochen hätte.

Des! er, (Johann). Und so eine» deutschenMaler, nach welchem er zwey von I. 2 l. Boencrgestochene Bildnisse anführt.

* Deslye. S. Lyens, (des).

* Desmaisons, (Peter), geb. zu Paris ,Derselbe gab schon in seinem zwanzigsten JabrBeweise seiner Fähigkeiten. Von ihm Wirt wa»verschiedene ansehnliche .Bauten von' "1755-76'Von letzterer Jahre datirt sich der nach sein»Zeichnungen wieder aufgebaute Theil des abgcbrannten Pallastes (?). Er erhielt den St. MichaelsOrden. Mn. //. führt nach ihm gestochene W"-'und Aufrisse der großen Stiege im Erzbischöfliche»Pallaste zu Paris , dann ^viy Blatter vonsoirette: i'^iriväe 6u Liols ä son kaiais cie ) ustice,und Vue- perspsctive äuValals Hoyal an.

Desmarais, (B.). So nennt//-einenMeister von Turin , nach welchem G- A. Belmonttdie Aüsicht einer durch den Fürsten von LichtensM

zu Turin veranstalteten Illumination gestochen habe-Desmarees, (Georg). S. Marees.

* Desmarest, (Mich S. Marals, (des).

auch Desnrarez und de

( ) cm französischer Geschrchlsmaler der neue-

sten Zeit. Derselbe war bis zum AusbrucheRevolution Sekretair bey der französischen Gelangschaft zu Stockholm , und beschäftigte sichwährend dieser Zeit als Liebhaber mit der Kussüder er sich nachher, .als er seinen Posten verlor,ganz und mit so viel Erfolg widmete, daß er ? >»dein schwersten Fache derselben zu einem hoheriCrmder Vollkomenheit brachte, wenngleich seine «Lch^in einigen Theilen der Kunst /hn verdorben^Demarez" (so urtheilt Fernorv von ihm)das Talent der Erfindung, Feuer und Energ»-er liebt'pathetische, tragische Auftritte, und 1t> (sein Colorit ist dem Ernst seiner Gegenstandesgetucssen, aber dabey roh und unharmonischAnordnung dann theatralisch, und der AusdruaStellungen und Gebehrden übertrieben." Fuco