Diela,.
* Dielai. S. Surchi.
Di'emar, (Benjamins, Emanuel Matthias>nd des im Lexikon enthaltenen Nathanaels Bru-der; geb. zu Berlin 1741, lernte bey Nathanael.Im I. 1762. gieng er nach Paris , wo er sich imOelmalen übte, hielt sich nachher drey Jahre inRom auf, und legte sich aufs Geschichtsmalen.Um 1775. arbeitete er auch zu London , zJicolai.
— — (Emanuel Matthias), Benjamins undNathanaels Bruder, geb. zu Berlin 1720. Er ar-beitete sehr künstlich in Edelsteine u. Stahl an Degensgefässen, u. s. f. die er mit Gold incrustirte, eine Zeit-lang zu Paris, und um 1770. zu London . Dort gaber 1777 zwey von ihm selbst auf Zeichnungsartgeatzte Blätter mit Blumen. Mcolai.
* — — (Nathanael). Derselbe war auch
Mitglied der freyen Künste zu Berlin , und st. dortr 784 - Er hat auch Einiges in Kupfer geatzt. Soführt der winklersche Katalog z. B. von ihmdrey kleine Blätter (1757. datirt), einen jungenMann, eine junge Frau, und einen ältern Mannim Kragen an.
Diemen oder Diemin, ( van). Sonennt einen Maler, nach welchem H. Barydas Bildniß des Theologen G. de Mey gestochenhabe.
* Dieppenbeck, (Abrahamvan). Der P.Rest« setzt sein Geburtsjahr in 1603, d'Argenssville vollends in 1620. beyde wahrscheinlichJrrig.
. « Seine zu überladene Zeichnung " (sagt wareler)ist übrigens im Geschmacke seines Meisters,Rubens . Dann aber hatte er eine leichte Kompo-sition, ein lebhaftes Colorit, und eine schöneKenntniß des Helldunkels. Er würde vielleichteinen großen Ruf erlangt haben, wenn er sich nichtzu oft der Malerey entzogen hatte, um bloß Zeich-nungen zu verfertigen, welche zu Bücherverzierun-gen oder gar für die (Handwerks-) Brüderschaf-ten, (zu sogenannten Kundschaften) dienen sollten.Um seinen Geschmack kennen zu lernen, reichen seinelablsaux clu Templs cie Nuses hin, welche ausdem Kabinette des H. Favernau genommen waren,wozu der berühmte Abbe de Marolles den Text,und einige der beßten Stecher der Zeit die Kupfergeliefert. Dieses Prachtwerk erschien Anfangs zuParis (1655.) mit 59 - Tafeln. Dann lieferteDenos davon eine neue Ausgabe, unter demTitel: Oollsckion originale «las tableaux lss pluslntersssaog äe8 lVIetllamorpüoseg ä'Oville etc.ponr prevenir le Public sur tonte contrskactionet principalernent 8ur celle ö'/gm8teröam en 1735.Diese letztre, welche B- Picarr, mit etlichen an-dern Künstlern, unter dem Titel: Dempls <le8§üu8S8, in 60. Blättern veranstaltet hakte, konnteman indessen (wie //. richtig bemerkt) keinen Nach-druck heissen, da zwar Dieppenbecks Ideen bey-behalten waren, sonst aber die Menge Veränderun-gen damit vorgenommen worden. Nach dieser Aus-gabe erschien dann auch (Amsterdam und Leipzig r ?54 ) eine deutsche Uebersetzung von E- G. Srock-niann. Die Menge andrer nach diesem Künstlervon bessern u. schlechtere« Meistern gestochenen Bild-nisse sowohl als historischen Blatter (diese guten-theils geistlichen Jnnhalts) finden sich ausführlich,und in Klassen gereihet, bey L auf 12. Seitenverzeichnet. Oonk. den winklerschen Katalog,wo ebenfalls eine namhafte Anzahl derselben sehrgut beschrieben und gewürdigt werden.
D« er ick, (Jakobsz), ein Maler und Form-schneider zu Amsterdam . Man hat von ihm dasLeben und Leiden Jesu Christi auf 64. Blättern vonsörz. Er starb «567. //. indem er
chn bloß nennt, weist auf den Art. eines folgendenTheils seines Werks, der niemals erschienen ist,und nämlich auf Walther van Assen.
Dies, (Albert Christoph), ein Landschaftsmalervor« Hannover , arbeitete schon um 1784. und, soviel wir wissen, bis gegen das Ende des Jahrh.
Dieterlin. stzz
zu Rom , hauptsächlich in Acquarell mit verdien-tem Beyfall, und mit eben so freyem Pinsel, nurmit weniger Kraft, als Ducros und Birrmann,welche um dieselbe Zeit für die ersten in diesemKunstzweige geachtet wurden. Winkelmann undsein Jahrhundert, S. 335. und Meusel tl. dervon seinen Gemälden die Kaskatellen von Tivoli,eine Aussicht des Vesuvs mit dem Meerbusen, undeinen Theil der Stadt Neapel anführt, und dabeyweiter auf den D- Merk. 1786. Jan. S 73. u ff.verweiset. Nebenher weißt dieser Künstler, dergegenwärtig (r 8 c> 6 .) in Wien lebt, die Radirnadelsehr geschickt zu führen. Schon in frühern Lagen(1790 ) kannte /f. von ihm etliche Blatter aus derGeschichte von Rinald und Armida Späterhin( 1794^97 ) gab er, vereinigt mit Reinhard undMechau, die bekannte schätzbare Sammlung vonAnsichten römischer Gegenden und Alterthümer,welche in 12. Lieferungen im Frauenholzischen Ver-lage (zu 2. Lhlr. das Heft) erschienen waren. Diedarunter von Die; befindlichen 16. Blatter führtder winklersche Katalog an.
* Diesel, (Matthias). ^ schreibt: Die-sel oder Dizel, Matthäus), und kennt vonihm auch einen Prospekt der Stadt München .
* Dieft, (Adrian van). E. Kirkal hat nach
ihm einen Seehasen bey Mondschein in blau.Hell-dunkel gestochen. ^ Einige Bildnisse von Faberhingegen, welche er anführt, gehören wohl zuverrlaßig dem Bildnißmaler I. van Dieft an, wennschon eines bey wirklich den Namen A- vanDiest, ein andres hingegen ausdrücklich den rich-tigen tragt. *
Dierel, (Christian), des nachfolgenden FranzBruder, arbeitete, gleich demselben, zu Wien ;und kennt man von ihm, neben anderm, zwanzigBildnisse der Herzoge von Steyermark, von C.Hocaro an bis auf Joseph II. 7 /.
— — (Franz Ambrosius), Kupferstecher zuWien , wo er 1730. verstorben ist. Derselbe ar-beitete nach verschiedenen Künstlern, meist aberHeiligenbilder, und für Buchhändler. A.
Dierelbach, (Franz >, geb. zu Saatz inBöhmen 1722, arbeitete zu Berlin , und malte fürdie dortige Königl. Porzellanfabrik die vorkommen-den Bildnisse. Meusel I>- dem unbekannt war,ob er 1739. noch lebte, da iJicolai ihn weder unterden Lebenden noch unter den Todten anführe.
* D«erer ich, (Wendel), von Stertenhält ihn eigentlich für einen Schreiner Im I.1598 - kain er mit einem Gehalte in BayerscheDienste. L nennt ihn Maler und Baumeister vonStraöburg, und somit, gleich dein Lexikon, fürDenselben mit dem bald folgenden Wendel Die-rerlin.
Dieterlin oder Diederlin, (Bartho-lome). Des gleich folgenden Hilarius Sohn, einKupferstecher von Strasburg , geb. 1610. In sei-nem eilften Jahre gab er schon ein großes Blattnach seinem Vater, mit der Unterschrift, die diesAlles bewährt: Nons Ollvarum in krasäicatorum.OoIlsAio ciepictu8 et Xnn. »62t. a ftlio 5uo 6ar-tkoloniLso, set. 8uss XI. anno äslineatu8.
— — (Hilarius), Maler. S. den vorher-gehnden Artikel.
* — — (Wendel). S. oben Wendel Diete-rich. Falls diese beyden Namen je, wie vonSretten glarrbt, zwey verschiedene Künstler be-zeichnen sollten, so würde immer das meiste, wasA) von seinem Wendel Diererlin sagt (dasBildniß des Künstlers, von ihm selbst gemalt undgeätzt, etwa ausgenommen), auch wahrscheinlichauf ihn allein passen. So sein Buch über die fünfSäulen - Ordnungen, mit seinen Holzschnitten,Fol. Strasburg 593. und Nürnb. 598 und 655.So ein Buch von Bildnissen und Thüren (IKvrs
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