-Ar Diacre.
D-'acre, ( ) ein Maler / Kupferstecher undKunstverleger von Turin gebürtig; hielt sich umi7Zv. zu Paris auf Sein Verlag bestand vornäm-kich in kleinen sogenannten Tabatiere- Stücken nachverschiedenen Meistern, von denen jedoch wenigeseine eigene, sondern die Arbeit der von ihm amgestellten jungen Künstler waren. Weil aber unterdiesen sich viele ärgerliche unzüchtige Stücke be-fanden, die er noch zumUeberfluß illuminiren, undauf Pergament abdrucken ließ, ward er zur Strafein Bicetre gefangen gesetzt,
Dialer, (Thomas), von Reite aus Tyrol,studirte um 1735. zu Ettal in Ober - Bayern beyMartin Knoller die Malerey.
* Diamanrini, (Johann oder Joseph),
Maler und Kupferätzer, geb. r 66 o. und gest. zuVenedig 1722. Noch mehr als für Kirchen, hatderselbe für Kabinette im Venetianischen gearbeitet,wo man zu Rovigo;tmd Verona Vieles von ihmfindet. So z. B. im Pallaste Bevilaqua in letztrerStadt einige Philosophen-Köpfe in sehr bizarremGeschmacke, der seinen Kunstcharakter zu bezeich-nen schien, und wozu Salvator Rosa ihm die ersteIdee geben mochte. ll. 2. 150—51- Er
war der Lehrmeister von Rosalba Carriera . Vonseinen selbst geatzten Blättern, alle historischen,mythologischen und emblematischen Jnnhalts, meistnach seinen eigenen Erfindungen, die er gewöhn-lich venetianischen Großen zuzueignen pflegte, undmit seinem Namen bezeichnete, führen RostIV. 82 - 8 ; und wmkler, bald alle an. Basanurtheilt davon, ungefähr wie Guarienti (undwohl nach ihm) daß dieselben mehr Genie alsgründliche Kenntniß verrathen; Srrurh indessen,der dieses Urtheil anführt, setzt hinzu: „Nachmeiner Meinung aber hat dieser Meister in einerfreyen und verständigen Manier, mit großer Fein-heit der Nadel geätzt. Seine Zeichnung ist geist-reich; die Bewegungen seiner Figuren find oftvoll Grazie, und die Köpfe und andere äussereTheile in einem großen Geschmacke behandelt."
Diamar oder D«amaer, (A. F. oder H.F ). Ein Kupferstecher von Antwerpen oder Brüs-sel, arbeitete im XVI l. Jahrhundert. Von ihmkennt man verschiedene Bildnisse in Foppans 6lb-Ilorbeca bslZica; dann eine Folge kleiner Blätterfür eineOktav-Bibel. Auch soll er nach vanDyckgestochen haben.
* Dranri, (Johann Franz). In der KircheMadonnanina zu Ferrara , wo er auch begrabenliegt, soll sich von ihm eine Altartafel im Geschmackevon Garofalo befinden, /.awn II. 2. 2Z3.
* Dlburadey. Soll seine Kunstwerke zuerstroth gefärbt oder aus rother Erde verfertigt haben,welcher Gebrauch üachher beybehalten ward, sodaß wahrscheinlich deswegen die Ceres von Homer den Beynamen der Rothfüßigen erhielt. Dagegenschreiben einige, wie z. B. polydorus vtt-glllus,die Erfindung überhaupt, Bilder in Leim zu ver-fertigen, nicht, wie plimus, ihm, sondern einemEptmarhus zu. Hkc.
Dichrel, (Martin), ein Maler und Kupfer-stecher in Schwarzkunst von Nürnberg , soll nachverschiedenen Meistern gearbeitet haben. Derwinklersche Katalog führt nach ihm ein schönesund seltenes Nachtstück (eine Frau, die in der einenHand eine Kerze, in der andern einen Traubenhält, vor ihr einen jungen Knaben) an. Auch hater sein eigenes kleines Bildniß gestochen.
— — ( ) ein dänischer Maler dieses Na-
mens wird von Dourv S. 132. angeführt.
— — S. auch Dpchrl.
Drei. S. Die«.
Dick, (David), gebürtig von Bern . DasLeuische Lexikon nennt ihn (wohl irrig) einenkunstreichen Landschaftsmaler, der sich zu Anfang
Diei.
des XVIII. Jahrhund. nach Cassel begeben. InRunstnachrichrerr aus der Schweiz (Vlleus.Arch. IV. 4 l.) wird, bey Gelegenheit der Kunst-ausstellung zu Bern von 1304. seiner ziemlich aus-führlich als eines Künstlers gedacht, der zwarwenig Erfindungsgeist besessen, sondern meist nurnach Gemälden andrer Künstler oder Zusammen-setzungen nach Kupferstichen copirt, aber seinespraktischen Pinsels wegen nicht minder zu bemer-ken sey; wo denn von ihm besonders mehrcresHistorisches, vorzüglich eine schlafende Venus ange-führt wird, von der es heißt, daß sie in Absicht aufmeisterhafte Zeichnung und Schmelz der Farbe denbesten Arbeiten Joseph Werners an die Seite zusetzen sey; dann eines Prospektes von dem Berner-schen Bauamte, u. s. f.
Dickens»», (B.). -So nennt L einen eng-lischen Kupferstecher, von welchem er das Bild,niß des Dichters Gay kennt. S. auch B. Di-
* Dickinson. S. Dikingson.
Dickson, (Johann), ein andrer englischerKupferstecher des XVII. Jahrhunders, von wel-chem Walpole das Bildniß des Bischofs vonkaon, Edw. Parri's kennt. S. auch JohannDixon.
* Didier, (Joh.). Arbeitete um 1675. Mc-
Die, ( van). So nennt die Handschrift mei-nes sei. Vaters einen Niederländer, welcher Fischtgemalt haben soll.
Diebolr, (Caspar), war um die Mitte desXVll. Jahrhunderts ein kunstreicher Glasmalerin Zürich . Leu. Wahrscheinlich eben derselbe,den /k. D- Diebel nennt, und sagt, daß einBildniß des Bürgermeister Joh. Rud. Rhans mitseinem Namen bezeichnet sey.
D iechmann, (A), und A. Birch, radirttneinen großen Triumphbogen, der auf die Krönungdes Königes von Dänemark, Christian IV. undseiner Gemahlin 1747. in Koppenhagen aufgerichtetwurde. ^rc.
* Diede, ( ). In diesem Art. Z. 4. an-
statt 50. Schuhe l. 50- Schritte.
Diederich, (Matthias), ein Burgunder,ward Artillerie - Hauptmann und Stückgießer zuBerlin. Churfürst Joachim II. ließ durch ihn um1535. das metallene, auf sechs kleinen Säulenruhende Monument des Churfürsten Johanns Ciceroim Dome verfertigen. Er starb um 1560. Aicolai.
* Diedrich. S. Dietrich.
* Diefenbrunner, (Georg). Er lernteanfangs bey seinem Bruder, hernach bey FranzJgnaz Roth zu Würzburg , und bey Joh. AdamSchoepf zu Bonn . Seine Arbeiten auf nassenWurf sind meist im Auslande und dann zu Augs-burg zu sehen. Meusel H- führt namentlich die-jenige in einer Kapelle bey der sogenannten Roth-schweig zu Dachau an. Er starb 1736. im Meines geschickten Mannes. Mensel I. c. und Mc.Derselbe hat auch Einiges mit einer leichten undgeistreichen Nabel in Kupfer geätzt. So führtder winklersche Katalog z. B. von ihm: Kinder-spiele, und das Brustbild eines mit Weinrankengekrönten Mannes, zwey kleine Blätter, an.
Diehl, (I). So nennt /?. einen Maler-nach welchem I. I. Ebersbach i?g8. das Bildn««C. C. Griesbachs gestochen habe.
Drei, (Peter Paul). Ein italienischer Bild-hauer und Baumeister , welchen K. Drei nennt,und nach welchem er ein großes Blatt kennt, daszur Aufschrift führt: kianta öells Orotcs äe!mvasillca Vaticaoa, colle IscrlLlonl äs §. Pont«'tici, Lsrciilrali. Le e ReZlus, cd» vi «ooosepolti.