Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
288
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r 88 Dioscorides.

einem geschnittenen Stein, welcher den Kopf einerBacchant« vorstellt.

* Dioscorides. Mehreres über und vondiesem alten Steinschneider s. bey x. 6473.

* Diphilus. Mehreres über ihn s. bey

p. 7z-74.

* Dipoenus und Scyllis. Nach Win-kelmanns Vermuthung waren sie es, welche dieSchule zu Sicyon stifteten. Zu Theben sollen sieeine Hilarilia und Phoebe, nebst den Pferden desEastor undPollux, aus Ebenholz und Elfenbein ver-fertigt haben. /'Eanrar II. Mehreres über sieund ihre Arbeiten s. gesammelt in MeuselsNeuen Misc. IX. 35.

Dirick, Diricks oder Diricksen, auchDtreck sen, (Christian). So nennt /f. einenKupferstecher von Hamburg , welcher nach C.Schwarz ein jüngstes Gericht gestochen habe.

(Dirick) Und so einen andern,ebenfalls von dorther, von dem er eine AnzahlBildnisse großer u. kleiner Herren mit 1646.». 1747.(wie verträgt sich das?) datirt, anführt. Wirglauben indessen, daß das erstre Datum das rich-tige sey, da solches auch noch anderwärts erscheint.

* (Jakob), soll nach der-selbe mit Jakob Lornelisz seyn.

(Johann). So endlich nenntebenfalls K) wieder einen Kupferstecher, der nachverschiedenen Meistern, und, ohne Namen desMalers, neben andern» die Bildnisse Heinrichs IV.von Frankreich und der Königin Maria gestochenhabe.

* Dtscepoli, (Johann Baptista). LanziII. 46s. nennt ihn einen der wahresten, stärkstenund saftigsten Coloristen seiner Zeit, den man dannübrigens freylich eher unter die Naturalisten alsunter die Idealisten zählen müsse. Ein Fegefeuerzu St. Carlo in Mailand hält er für eine seinerkünstlichsten Arbeiten, und eine St. Therese in derKirche dieser Heiligen zu Como für eines der hetz-ten Gemälde in erwähnter Stadt.

Distau, ( ). Von einem Maler dieses

Namens siehet man in einem Zimmer des Rath-hauses in Nürnberg die Geschichte der Weisen ausMorgenland, von Murr .

Distelbart, ( ). So wird im ^Imnnacb

äes lleaux-^rts von »803. ein damals in Paris lebender Bildhauer aus der Zahl der sogeheissenen5clllxteur8 ?racticien8 (Restauratoren?) genannt.

Dissart, ( ) ein neuerer Kupferstecher zu

Paris . Von ihm kennt man, neben anderm, ein1805. nach Schal sehr fieiffig und geistreich gesto-chenes artiges Blatt: L la Hausse. Ilkc.

Ditmar oder D irrn er, (Johann), ein nie-derländischer Kupferstecher, geb. um 1538, blüheteum » 574 - Man weißts nichts anderes von ihm,als daß er nach C. Broeck, M. Coxie, M> de Vosu. a. Meistern seines Geburtslandes, nach letztermdie zwölf Apostel, nach dem ersten aber einen Christusauf den Wolken sitzend, von Engeln umgeben,welche die Pafflons - Instrumente tragen mit demEmbleme der vier Evangelisten, gestochen habe;u. »nan kan nach diesem Blatte besonders urtheilen,daß sein Styl dem von Corn. Cort gliech, dessenrichtige Zeichnung ihm aber fehlte. Rost V. » 38 -

* S. auch Dietmar.

Ditmare, (G). So nennt deinen Maler,

Dobilly.

nach welchem A. Blooteling, I. Falk und H. vanHensberg die Bildnisse etlicher holländischer,dort benannter, Gottesgelehrten gestochen haben.

Dirrman, (C.). So nennt einen Malerzu Prag , nach welchem Schurer das Bildniß CarlJosephs, Erzherzogs v. Oestreich, gestochen habe.

Dietmar, (Niklaus), ^ Abt - Fuldaischer Me-dailleur und Münzmeister; schnitt »744 eine Thalersförmige Medaille auf das tausend jährige Jubi-läum dieser Abtey. Sammlung berühmterMedailleurs 430.

* D i tz sch. S. Dreesch.

Divigeon, ( ). So nennt die Handschrift

meines sel. Vaters einen Miniaturmaler, der um1740. zu Paris gearbeitet habe.

Dixnar, ein Gasconier, und Pigage vonMannheim , verfertigten die Risse zu Wiederauf-bauung der 1765. abgebrannten Abtey und Kirchezu St. Blasien im Schwarzwalde.

Dixon, (Johann) So nennt ohne Wei-teres, einen englischen Miniaturmaler, der »715.verstorben sey.

* (I), der englische Maler und be-rühmte Schwarzkunststecher, hieß ebenfalls Johan.L führt 15. meist englische und niederländischeMeister an, nach welchen er gestochen hat; so-dann, ohne Namen des Malers, das selteneBildniß des Lordmajors von London , Will. Beck-fort's in ganzer Statur (»77».), und ein, auch vonihm gezeichnetes, allegorisches vorzügliches Blattauf den damaligen Zustand von England, mit decUnterschrift: n»e Oracle. Noch ein Paar andreBildnisse, und: Remdrariätg srame Iblnctrer nachRembrandt , führt der Gantkatalog von Bran-des an.

* Dizel. S> Diesel.

Diziani, (Anton). Von einem italienischenKupferstecher dieses Namens führt sechs Land-schaften, unten mit italienischen Versen, an.

* (Caspar), geb. zu Belluno , starb zuVenedig »767. Lanzi II. s» 4 . der ihn für einenSchüler von Seb. Ricci hält, nennt ihn einen fer-tigen Künstler in theatralischen und macchinosenArbeiten, und daher (?) in Deutschland gebraucht;nebendem einen Maler von artigen Kabinetstücken,dergleichen man z. B in den Häusern der HH. Sil-vestri und Casilini zu Rovigo finde. Nach ihmhaben Giuliani, Th. Viero und F. Zucchi einigewenig bedeutende Blätter (Bauerntänze, Dorfhoch-zeiten u. d. gl.) gestochen, die bey L und Winklecverzeichnet sind *).

Dnipa, (L. v.). Diesen Namen findet mauauf einer Spanischen Schaumünze von » 542 -Samml. berühmter Medailleurs 45s.

* Do, (Johann).In spätern Tagen" (sagtLanzi l. 630).milderte er den Styl seines Mei-sters Ribera , und war angenehmer in der Car-nation."

Dobbeler oder Dobler, ( ) einBild-

nißmaler von Mündelheim, arbeitete um »750. zuLandsberg . M. Pool hat nach ihm gestochen-

Dobicht. S. Dabichr. Hier ist noch zubemerken, daß Meusel II. unter dem NamenDobichr, ihn Medailleur zu Bückeburg , und ge-bürtig von Cadolzburg im Fürstenkhum Anspachnennt.

D 0 b i Ily , ( ). So wurde im Llmanac!»

*) Mit diesem Artikel schließt sich eine unsrer reichhaltigsten Quellen, das victiormsire 6«, des

Heinecke, aus welcher wir, dankbar, so manche gute, aber auch so manche rwepdeutige Normen zu schöpfenGelegenheit hatten.