Dodd.
lies llsaux-^rts von iZoz. ein damals in Parislebender Bildhauer genannt.
Dodd oder Dood , (Robert), ein englischerKünstler, von welchem der Gantkatalog von Bran-des mehrere von ihm selbst sowohl als dann von R.Pollard nach ihm um 1733. meist in Aquatinta-Manier gestochene See-Aussichten und Schiffge-fechte kennt, und solche durchgehends, sowohl inAbsicht auf Erfindung als Ausführung vorzüglichschöne, und zum Theil seltene Blätter nennt.
Doebel, (Joh. Christoph), HofbildhauerundLandbaumeister zu Berlin . Die Kanzel der dortigenParochial-Kirche ist von ihm. Auch fieng er denAltar in der Nicolai-Kirche an, starb aber, ehe erihn vollenden konnte, 1713. Al'colai.
Doebeler oder Doebell, (Michel). S.Daebeler.
Doegen, (Matthias), Erbherr aufAmeland,geb. zu Dramburg in der Neumark 1605; ein guterIngenieur. Von seiner Kunst kennt man ein Werk,betitelt: ^rclntecturL militaris nioüsrnD lüeo-ri» et Praxis, Fol. in Holland gedruckt, wo erüber 25. Jahre mit dem Titel eines Churfürst!.Raths - Resident, des Churfürsten Friederich Wil-helms von Brandenburg lebte. Die Befestigungvon Berlin ist nach seinem Plan erbaut. Er starbdaselbst 1672. M'colar.
Doehren, (Jakob van), von Hamburg , gabeine Beschreibung der Bou-Magie, oder KunstSchattenrisse zu vervielfältigen, 1780, und in glei-chem Jahr diejenige eines sehr einfachen Storchen-schnabels ans Licht.
* Doelen, ( ). Anstatt dieses Artikels
im Supplemente des Lexikons l. S. Dolendo(Zachac.) unter dem Art. Barch. Dolendo.
Doelker, ( ). S. den Art. Samuel
Llattner's des jüngern, seines Schülers.
Doell, (Joh. Veith), Churfürst!. SächsischerHvfmedailleur zu Suhl im Hennebergischen. Vonihm kennt man verschiedene schöne Schaumünzenauf Jahrswechsel, zur Belohnung des Fleisses,als Geschenke für Freunde, u. s. f. Bari vonDahlberg in seinem Versuche über die Brauch-barkeit des Steatits zu Werken der Steinschnei-derkunst nennt ihn: Einen vortreflichen Meisterauch in dieser letztem. Dasselbe thut ein Aufsatzvon U F. B Lrückmann, N. 0 . in Braun schweig , in Meusels LI- Mlscell. III. 322-24. wo es von ihm (1796.) heißt: „H. Doell hatsich fast ganz ohne Lehrer zu seinem Range unterden Künstlern, und nicht unter günstigen Umstän-den erhoben. Seit einigen Jahren verfertigt erkeine erhobene Arbeit mehr, weil die vertiefte ihmmehr Unterhaltung und Vollkommenheit darbietet.Man hat oft gewünscht, daß er in Dresden sei-nen Wohnort nehmen möge; allein, weil er inSuhl angesessen ist, und diese etwas gebürgigeGegend vorzüglich liebt, so hat man ihn zu dieserVeränderung nie bereden können, ob er gleich vondem Churfürsten eine jährliche Besoldung genießt."Alsdann wird er theils überhaupt der erste jetzigeSteinschneider in Deutschland genannt, theilswerdcii von ihm ein Paar seiner Arbeiten insbeson-ders angeführt: Ein Antinous in Chalcedon , undeine Hebe die den Adler Jupiters füttert, in Car <neol, beyde im Besitz des erwähnten tz. Brück-Manns; dann aber insbesonders ein für den Ge-wehrfabrikanten, H. Anschütz zu Suhl , in einendunkeln Amethyst geschnittenes römisches Pantheon,von welchem es dort heißt: »Man erstaunt überdas Ebenmaaß, die Richtigkeit der Zeichnung undder Perspektive. Hält man den Stein gegen einricht, so siehet man in das Innere des Tempelsauf einen Altar, und überhaupt den innern Tempelmehr erleuchtet, weil der Stein dort am dünnstenausgearbeitet ist, und diese Theile mehr erleuchtenmuß. Die Kolonnade der Halle nimmt sich untergedachten Umständen ganz herrlich aus.". Im I.
Does.
1805. ward dieser Künstler von der? Königl. Aka-demie der bildenden Künste und mechanischen Wis-senschaften zu Berlin zu ihrem auswärtigen Ehren-mitgliede angenommen. In Meusels Musi(Xlll. 15—25.) fanden sich von ihm: Einige Ge-danken über die Kunst des Steinschneidens, ausVeranlassung eines andern Aufsatzes im XXII,Hefte der Meuselschen Mlscell.
Doell, (Ludwig), Maler, ein Sohn des Nach-folgenden. Auf der Weimarischen Kunstausstel-lung von 1805. sah man von ihm drey männlicheBildnisse, welche um so viel mehr allgemein be-wundert wurden, da ihr Urheber noch kaum dasJünglingsalter erreicht, und erst vor Kurzem denPinsel zur Hand genommen hatte von Goerhe.
— — ( ) Hofbildhauer von Gotha , geb.
zu Hildburghqusen, reiste auf Kosten des Hofeszu Gotha nach Frankreich und Italien , wo er sichacht Jahre lang zu Rom aufhielt, und um 1731.von dort zurückkehrte, wo ihn dann der Herzogzum ersten Professor seiner neu errichteten Akademieernannte. Um 1785. arbeitete er zu Dessau fürden Fürsten an einem Modelle, welches den KonigGustav Adolph zu Pfirde, von der Victorie ge-krönt, vorstellt. Ob solches in Marmor ausge-führt wurde, ist uns unbekannt Dann aber führtMeusel II. vornämlich von ihm an: Die lebens-große Bildsäule der Kaiserin Catharina II. alsMinerva gekleidet, in weissem Marmor; und einenTheseus, der die Venus desDadalus, welche ihmvon der Ariadne zurückgeblieben war, dem Apoll opfert (und, wie aus der Schrift: Lvinkelmanwund sein Jahrhundert S. 354. zu erhellenscheint, ebenfalls nach Rußland gekommen war);dann eine große Anzahl Büsten fürstlicher sowohlals andrer berühmter Personen; wie z B. diejeni-gen der Sappho und des Ritters Mengs; einvortrefliches kolossales Brustbild von Winkelmann,unter der Aufsicht des letztern verfertigt, in derRotonda zu Rom ; drey andre von Lcffing, Meisteund Zollikofer. Von dem erstem hieß es im Mai1795. in öffentlichen Blättern: »Lessings Denk-mal von der Hand des Herrn Dolls ist nun vollen-det , und stehet in dem herzoglichen Residenzschlossezu Gotha . Aber nur der Eingang mehrerer unterzeich-neter und noch unbezahlter Gelder, und eine geringeweitere Unterstützung des Publikums können denTransport und die Errichtung dieses Denkmalsan dem bestimmten Platze vor der Bibliothek znWolfenbütkel allein möglich machen." Späterhinward solches denn doch aufgestellt, und erfuhr eineziemlich scharfe Kritik in M eusels Vl. Mlscell.(IV. 514-15.). Für den Platz, hieß es, sey daSDenkmal viel zu klein. Der Kopf sey in Absichtauf Aehnlichkeit gänzlich verfehlt, da es doch be-reits andre in Gyps von sprechender Aehnlichkeitgebe. Die, komische und tragische Masken ent-haltende Seite (des Postaments) sey von einer läp-pischen Wirkung, wie denn wirklich dortige Spiessbürger es (wie wir hoffen durch ihre Schuld) fücden Teufel und seine Großmutter halten. Die zumPostament führende Etuffe endlich sey ebenfallswie alles klebrige, und über die beyden Jnnschrif-ten — möge man selbst urtheilen. I» neuern Lagendann sah man von diesem Künstler auf der Kunst-ausstellung zu Weimar 180Z. zwcy^ Basreliefs:Minerva , die den Amor gefangen hält, und daSBrustbild einer Madonna. In , 8«4 ward er zumauswärtigen Mitgliede der Akademie der Künsteu. s. f. zu Berlin ernannt.
D 0 ening, (Hermann). S. Dunmg.
Doerfler, (Carl), Kupferstecher zu Nürn berg um 1522. der uns indessen einzig durch seinBildniß bekannt ist.
* Does, (Anton van der), geb. im Haag1610. Das Portraitstechen scheint seine größteStärke gewesen zu seyn. Wenn er nicht ein Schülervon Paul Pontius war, so suchte er doch desselbenStyl nachzuahmen; und ob er gleich sein Muster