Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
291
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Dolivar.

Richtigkeit der Zeichn,ung. Man kennt von ihmverschiedene, nach demselben sowohl, als nach A.Aoemaert, H. Golzius und C. van Mander ge-stochene historische Blätter, welche Rost (V. sig-,6,) und der winklersche Katalog anführen, wodann aber erstrer besonders seine Andromeda, anden Felsen gekettet, von seiner eignen Erfindung,ein artiges Stück nennt; so wie er über mehrereBildnisse von seiner Hand urtheilt, daß solche denenvon Wierix wenig nachstehen dürfen. Bey wink«ler dann findet man ein vonBarrholome Dolendonach ihm gestochenes Bauernfest mit einer MengeFiguren. BeyderMonogramme sind auch bey Rost(i. c.) zu finden.

* Dolivar, (Johann), Baumeister, Zeichnerund Stecher mir der Nadel und dem Grabstichel,geb. zu Saragossa , 1641. und gest. zu Paris 1701.Mehrere seiner Blätter, wie z. B. zwey Folgen vonTapisserien, etliche Mausoleen, dann die Erwür-aung des Großveziers, alle nach I. Berains Er-findung, zum Theil gemeinschaftlich mit Daigre-mont und le Pautre gestochen, führt Rost VII.559- an.

Dolle, (Wilhelm), ein Kupferstecher in Eng-land; blühete im XVII. Jahrhundert.

* D 0 l 0 bella, (Thomas). Lanzi II. 156.nennt ihn einen guten Praktiker, der seinem Lehr-meister Vaffilacchi bey verschiedenen Arbeiten be-halfen war.

Dolst, (Gottlieb Anton oder Christian Gött-lich), ein Minamrmaler, geb. zu Dresden 1740;lernte bey Kirst und Goebel. Mit diesem letztemgieng er während des siebenjährigen Krieges nachWarschau , und späterhin, auf einer zweyten Reise,nach Prag , Wien , Berlin , Leipzig , und zuletztnach St. Petersburg , von wo er erst in 1733 wie-der nach Hause kam, und überall für einen derguten Meister in seiner Kunst geachtet wurde.Schon früherhin war er in die Besoldung der Aka-mie eingetreten. Von seinen spätern Schicksalenist uns nichts bekannt. Leller S. zg.

Domache, ( ) ein geschickter Bildhauer

aus der Schweiz ; arbeitete einige Jahre für denHof zu St. Petersburg und gieng 1763. wiedernach seinem Vaterlande. Mensel Miscell.XI. 278.

Donatello» sgr

Mtdre Künstler zu verdankn Er starb 1779. alsRath und Direktor der Graveur- und Mevaillen-klasse bey der dortigen Akademie der bildenden Künste Sein Aufnahmsstück in dieselbe war sei-ner Zeit ein großer Oval Medaillon, welcher Kais.Joseph II. ,n römischer Tracht vorstellt. M eu s.M-scell. II. 38 - und Ebendas Lexikon II.

Domanoeck, ( ) ein Sohn des Obigen,

arbeitete in gleicher Kunst, und vertrat nach zu-rückgelegten Reisen, schon bey Lebzeiten seinesVaters, desselben Lehramt. Mensel Miscell.38 .

Dombrun. D. Dambrun.

D 0 menich INi, (Apollonius), ein geschickterArchitektur - und Perspektivmaler; ist 1715. zuVenedig geboren. Lsbinet

*Dometiici oderDominici, (Dernard).Lanzi I. 647. nennt ihn einen Schüler von Deich,fieifsigen und minutiösen Landschaften - auch Bam-bocciaen - Maler in flammändischem Geschmacke.Seine Lebensbeschreibungen der neapolitanischenMaler waren vornämlich aus den Handschriftendes Marco da Siena , (riscuolo des Notars,Sranzioni's, und Tommaso's de Marrei zu-sammengesetzt. Als das Werk erschien, wurde esgleich von einer Menge Kunstrichter, in Absicht aufForm und Materie in Anspruch genommen. JinGanzen jedoch mußte man eingestehn, daß 'diebeyden ersten Theile meist unpartheyische und glaub,würdige Nachrichten enthalten; u nur von dem drit-ten hieß es, wohl nicht ohne Grund, daß derselbewegen der an die Solimena's , Santa Fedes,Franzischelli u.f. f. verschwendeten Lobsprüche ver,werflich sey. Fiorillo II. 343.

- - (Johann). So nennt Fiorillo (IN.» 73 ) einen uns sonst ganz unbekannten römische»Maler, den er einen der schlechtesten Schülervon Cl. Gelee nennt, von dem es jedoch hieß(denn was glaubt man nicht?): Daß sein Mei-ster gegen Ende seines Lebens seine Arbeiten vonihm copiren ließ, welche man (so vielen) Nichtsund Halbkennern für Originale verkaufte.

( ). So nennt.fiorillo I. ?o.

einen alten Maler von Venedig , der um 1400.zu den Zeiten des Masaccio blühete.

Domaille, ( ). So nennt die Hand-

schrift meines <el. Vaters, ohne Weiteres, einenfranzösischen Bildhauer, der um -760. gearbei-tet habe.

Domanoeck, auch Domaneck, (AntonMatthias Joseph), ein Bildhauer und vornäm-lich sehr geschickter Künstler in allerley erhobnerMetallarbeit; geb. zu Wien 1713. RaphaelDonsner war sein erster Lehrer; in der Folge besuchteer die Schule des Direktors van Schuppen. Erdurchreiste hernach mehrere Länder, und kehrtealsdann um 1756 nach Wien zurück, wo er bisan seinen Tod blieb. Seine Schicksale waren, wie'0 vieler andern geschickten Künstler, sehr unfreundrich und niederdrückend; aber sein Genie arbeiteteich durch, und er hatte doch das Glück, daßein Werth nicht immer ganz verkannt blieb. Reich-thum der Ideen, Richtigkeit und Kühnheit in derZeichnung, das antike Einfache und Erhabenewaren ihm eigen, und zeigen sich in seinen Mei-sterstücken, die man in Frankreich , England,Spanien und Deutschland findet; sie sind (seineeleganten Vasen von Bronze zumal) ihrer Voll-kommenheit wegen fast alle in Gyps geformt, undwerden allenthalben angehnden Künstlern als Mustervorgelegt. Der Tisch , den er aus Stahl und Erz-werk für die Königin Marie Antoinette von Frank«reich verfertigte, wurde von den Franzosen auft>ne entscheidende Art bewundert Er dirigirtewehrere Jahre die CvmmerzialzeichnungsrSchule zuÄien. Seiner Anleitung hatte man viele sehr geslchickte Silber« und Goldarbeiter sowohl als auch

D 0 minichinr, ( ) ein Bildhauer; arbei-

tete um 1770. zu Rom . M-c.

* D 0 minici, (Franz), von Treviso , blühete um1530- Lanzi II. 9Z nennt ihn einen Nebenbuhlerseines Mitbürgers L. Fumicelli, in vortreflicheeNachahmung des großen Litians. Den Wetteifervon beyden könne man im Dom ihrer Vaterstadtin zwey geistlichen Umzügen erblicken, die sie dorteinander gegen über gemalt hatten.

Donaldson, (I). Nach einem engli-schen Künstler dieses Namens hat I. Finlayson1769. in Aquatinta - Manier das große, selteneBlatt einer Schmiede, nach Shakespears KönigJohann (IV. Aufz. s. Auftr.) gestochen. Lecker.

Donar, (Joh), ein Bildnißmaler von Wien ;reiste um 1779 nach Teichen, wo er die Bildnisseder sämtlichen, damals der Friedenshandlung wegendort versammelten Gesandten malte. I. Adam hatnach ihm gestochen. zHicolai Reisen IV. 514»

(Joh. Daniel), ein armer Maler znLeipzig , der bort in großer Dürftigkeit ein hohesAlter erlebte,», übrigens einzig durch sein von Oeseegezeichnetes und von Geyser gestochenes Bildnißbekannt ist.

( ) ein andrer Künstler dieses Na-

mens , wird als Schüler von Ant. Graf genannt.

* Donarello, (Dvnat), di Berro Lardigenannt. Gewöhnlich setzt man sein Geburtsjahrin »333. seinen Tod in » 486 . und somit sein Leben

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