F a b e r.
genannte Gattungs - und Costume - Stücke, nachv'Agar, Chardin , Dandrigde, van Dyck, Fouchs,Hudson, Hysing, P. Mercier (vornämlich), Rey-nolds und Schalken.
Faber, (Martin). So nennt der WinklerscheKatalog einen sonst ganz unbekannten Maler undKupferätzer, von Emden in Westphalen gebürtig,der zu Ende des XVII. Jahrh, gelebt zu habenschien, und von dem er eine geschickt ausgeführtegroße gebürgigte Landschaft kennt, worinn Christus,der dem Hauptmann von Capernaum die Händeauflegt, vorgestellt wird, und welche mitArve»- inv. bezeichnet ist.
— — (Peter). Unter diesem Namen kenntman Blätter nach M. de Vos u. a. dann ein ge-meinschaftlich mit G- Antguers, D. V. Velthem,G Huret und C- Audran gearbeitetes Werk, daszum Titel führt: ^rcs 6s Nriompbe, Oecora-nons, Xnrblernss st k'enx ä'^rtitlcs, saits ausujet 6e l'entrss 6s ftouis XIII. st 6s la keinea ft^on en 1622. sn ry. pisceg.
— — (. ) ein deutscher Bildnißmaler.
Auf der Kunstausstellung zu Dresden igoz. sahman von ihm einige in Del, welche von Kennerngerühmt wurden. Freymürhige iZoz. 56.
Fabior, (Peter C-). Unter diesem Namenfindet man ein gestochenes Bildniß von Johannd'Aumont, genannt la Croix .
Fahre, ( ) ein französischer Künstler, war
einer der vorzüglichsten Zöglinge der DavidschenSchule, der sich schon in den letzten Ausstellungender Akademie in Rom vor der Bassevillschen Epoche(>7Y3 ) Vortheilhaft auszeichnete, und seither (nochiZoss) in Florenz lebte. Bereits im I. >787.hatte er den Preis mit einem Gemälde gewonnen,welches Zedekias und seine Söhne vor Nebucad-nezar(nach B der Kon. XX V. u. Ierem. XXXIX.)vorfielst, wovon man bey Landon (IV. Zr.) dieBes6>reibung und Abbildung im Umrisse findet,und es dort, wie es uns scheint, nicht ohneGrund heißt: „ Die Komposition ist gut gedacht;sie hat viel Edles, ist reich, und stellt die schreck-liche Begebenheit mit großer Wahrheit dar. DieZeichnung ist rein, und das Ganze auch in denBeywerken äusserst sorgfältig ausgearbeitet." Einenverwundeten Adonis von ihm nennt die Schrift:Dinkelmann und sein Jahrhundert es. v.Faber). I„ spätern Zeiten dann rühmten Kennervon ihm besonders ein historisches Gemälde, dasaus einem Trauerspiel von Alfieri genommen ist,und eine Vision des von seinem Gewissen gequäl-ten Caul vorstellt. „Ich habe" (sagt Fernow)»bey keinem neuern Maler eine in allen Theilenso vollkommene Ausführung gesehn, wo Plan undFond des Gemäldes, welche viel Landschaft ent-halten , so wohl in der Anordnung, als in Farbe"nd Haltung so vortrefiich wären." Die Komposi-tion hingegen fand eben dieser erfahrene Kunstrich-ter zusammengestellt, die Handlung theatralisch,den Ausdruck übertrieben, und überhaupt denStyl mit den gewöhnlichen Gebrechen der franzö-silchen Schule behaftet; nämlich schulgercchteFiguren, Muskelmänncr, in kleine Fältchen ver-zettelte Gewänder, und das Licht auf den brillan-ten Farben flatternd zerstreut, die Carnaziou elfen-^iner», das Nackte zu geleckt, und den Ton desGanzen viel zu reizend und heiter für den ernstenGegenstand. Eben derselbe malte auch sehr schöneBildnisse, wo ihm dann sein großes mechanischesverdienst, und die Kunst, den Stoff der Gegen-stände täuschend auszudrücken, treflich zu stattenkam. Im I. 1304. wurde dieser Künstler zumauswärtigen Cvrrespondenten. der Klasse der Schö-nen Künste zu Paris ernannt.
Fabregat,( ). So wird irgendwo, ohneTeilers, ein spanischer Kupferstecher genannt.
Fabri, (Conrad), ein Maler zu Frankfurt am Main 1552. zeichnete den großen Grundriß dieser
Fabrizzi. 337
Stadt samt ihrer damaligen Belagerung, den her-nach Hans Graf, ein Formschneider von Amster dam , in Hol; schnitt. P. Fehr hat ihn 1739. insKleine copjrt. H. S. Hüsgen S. -7.
* Fabri, (Johann), der Kupferstecher vonBologna . Derselbe arbeitete sowohl mit der Nadelals mit dem Grabstichel Neben dem im Lex. vonihm bemerkten führt Gandellini von ihm einenSt. Hieronymus nach Carracci und eine Madonnanach Guido an.
— — (Peter). Noch ein andrer als der imLex. angeführte Maler dieses Namens, von CastellS. Giovanni bey Bologna gebürtig; lernte beyVickorius Bigari. Man siehet von ihm ein sehrfleissiges Stück in der Kirche St. Thomas aufdem Markte zu Bologna. xF§co§i.
Fabriano , (Antonio da), ein alter römischerMaler. Zu Mantelica bey den H.d. Piersanti siehtman von ihm ein Kruzifix mit der Iahrszahl 1454.dessen Arbeit aber derjenigen seines Geschlechts Ver-wandten Gentile di Fabriano nicht gleich kam.Fiorillo I. S. 73.
— — (Bocco da). S- Bocco , Noch ist hiernach Lanzi I. 35z,) zu bemerken, daß sich von demf.eine in 1306. gemalte Al artafel in einer LandkircheSt. Maria Magdalena bey Perugia , noch zuAsce-volini's (des Geschichtschreibers von Perugia )Zeiten, befunden habe.
----- (Gentilis da), gebürtig von Fabriano im Kirchenstaat , machte sich zuerst (1417.) durchseine Arbeiten im Dome zu Orvieto bekannt, underhielt, bey Anlaß einer Madonna, die sich nochdaselbst befindet, in den dortigen Kirchenbüchernden Namen illakftster IVla^istrvrnm. Vasari nenntihn Vater und Lehrer des Joh. Bellino. Alsdannarbeitete er im Lateran zu Rom . Kenner bedauern,daß das Meiste von ihm zu Grund gegangen; dochsoll sich noch ein ziemlich gutes Gemälde von ihmin einer Landkirche nächst seinem Geburtsort, sowie zwey andre in Florenz : Die Geschichte vonSt. Niccolo in der Kirche dieses Namens, undeine Epiphania in der Sakristei) allaTrinita befinden.Der Styl derselben gleicht dem seines (vermeinten)Lehrers Angelico. Diese gewohnte Behauptung wirdnämlich bezweifelt, da letzkrer schon um 1407. insKloster gieng; was indessen mit Fabriano '« (be-kannter) Lebenszeit in keinem Widerspruch stühnde-Wie dem immer seyn mag, so behauptet dann Lanzi(I. 355 ) daß seine Formen denn doch weniger ge-schirmt, die Ideen minder lieblich, die Goldfransendaran hingegen desto reicher als Angelico's seyen.Indessen hielt er beyde eigentlich für Schüler derMiniatoren.
* Fabricius. S> Fabritius.
Fabris. (Octav). S. Ulielmo de Grands.
— — (Peter), Maler zu Neapel . Man kenntvon oder nach ihm: 54- kulantes coloursü for tkeVampl ?bls<;rrsi ok VV. blsmUton 777. Wahr-scheinlich arbeitete er in England, und ist derselbe,nach welchem A. Robertson und P. Sandby Vneset ^ntiquitös itsliermes und Vuss Xspolitainesgestochen haben, von welchen der Katalog vonBrandes eine ziemliche Anzahl Blätter (verwor-ren genug) anführt.
* Fabririus, (Carlund Kilian). Nach die-sen beyden Künstlern wahrscheinlicher aber nurnach Rilian) sollen sich Landschaften in der KK.Bildergalerie zu Wien befinden. Die Geschichtedes Nicodemus dann, welche das Lex als vonAug. John gestochen angicbt finden wir ander-wärts mit XU. Xsbriaius inv. et 8c. angeführt.
— — ( ) ein zu Algier geborner Bildniß-
malcr; arbeitete um -779. zu Danzig , uud wirdvon Bernouilli I. 29 L. angeführt.
* Fabrizzi, (Anton Maria). Lanzil. 541.setzt seine Lebenszeit bloß auf 5L> Jahre.