3Z8 Facchetti.
* Facchetti, (Peter). Lanzi II. 2 ^ 5 . nenntihn einen Schüler von Ludw. und Lor. Costa.
Facchinerti, (Joseph). So nennt LanziII. rr, 267. einen Künstler von Ferrara , Schülervon Ant. Val. Ferrari, der in der Kirche St.Cakharina da Siena zu Ferrara , u. a. in einemzugleich gründlichen und angenehmen Styl gear-beitet habe, und daher für den Mitelli seinerSchule geachtet wurde.
* Facci, (Carl). So wird irgendwo irrig einKupferstecher genannt, der nach Rubens gearbeitethabe, und aber kein andrer als der auch im Lex.enthaltene Carl Faucci ist.
* Faccini, (Bartholom.). Lanzi II. 2.24 o—41. nennt ihn einen Nebenbuhler von Hier.de Carpi in der Kunst, Architektur und Basre-liefs zu malen, wie man dergleichen von ihm indem großen Hofe des Stadthauses zu Ferrara sehenkönne. Er fiel, als er dort malte, vom Gerüste,und starb.
— — (Hi'eronymus). Des Obigen Bruder,von dem uns nichts anders bekannt ist, als daßer demselben bey vorerwähnter Arbeit behülfelich war.
* — — S. auch Facini.
Faccioli, (Hieronymus ). So nennt Gan-dellini einen Künstler, der nach Correggio einesitzende Madonna mit dem Kinde gestochen habe.
*Faci»ri, (Peter). Lanzi II. 2.1^2—43-sagt,daß er erst spat zu malen anfieng; daß Ann. Car-racci, sein Lehrer (den er Nachworts, theils alssolchen, theils selbst als Mensch Mißhandelt hatte)anfangs wirklich über einen Theil seiner Talenteeifersüchtig geworden sey, welche einerseits in derLebhaftigkeit seiner tintorescischen Stellungen undKöpfe, und anderseits in der Wahrheit seiner Car-nation bestanden; so daß Annibal, vor ihren Zer-würfnissen, oft zu sagen pflegte: Sein Schülermische Menschenfleisch unter feine Farben. Uebri-gens war er dann schwach in der Zeichnung, in-korrekt besonders in Handen und Köpfen, unddehnte seine Figuren von Erwachsene» allzusehraus. Auch Lanzi rühmt sein schon im Lex. an-geführtes Altarblart, als eine seiner beßten Arbei-ten ; dann einige Kindergruppen im Hause Mal-vezzi u. a. zu Bologna , welche Aehnlichkeit mitAlbano's, nur in größrer Proportion haben. NebenAnderm hat I. L. Valesius rözi) nach ihm einenSt- Raimond von Pignaforte gestochen, der dasMeer auf — seinem Mantel befahrt, und P. A.Pazzi sein Bildniß in der Galerie von Florenz .
Facius, (Georg Siegmund und Joh. Gott-lieb) , Gebrüder, beyde Zeichner und Kupferstecherin pnnktirter Manier, geb. zu Regenspurg (nachLssleusel II. beyde) 1750. Ihr Vater war langeZeit Konsul des Russischen Hofes zu Brüssel , underzog seine Söhne für die Kunst. Beyde, nachdemsie einige praktische Kenntnisse erlangt hatten, gin-gen um 1776. nach England, wo sie seit dieser Zeitfür Boydells und Anderer Verlag eine große An-zahl Platten verfertigten, welche, ob sie gleich denArbeiten eines Bartolozzi und Ryland nicht bey-kommen, doch wegen ihrer guten Wahl der Meistersowohl, als auch wegen ihrer Ausführung, vonLiebhabern sehr geschätzt werden. Meist arbeitetensie beyde vereint. Unter ihre vorzüglichsten Blätter,die theils schwarz, theils braun, theils in Farbenabgedruckt sind , gehören: West und seine Familie,in punktirter Manier, nach West (ihr Meisterstück);Angelika und Medoro, nach ebendems. EineDame und eine Venus, beyde nach Tirian, (wo-von auch Füßli III. 49 die erstre nennt), undAbraham »nd die drey Engel, nach Murillo,Rost II. 307 wo von ihnen weit Mehreres, und ineinem Verzeichniß meines sel. Vaters noch Anderesangeführt wird. Sie lebten noch um 1805. immerin London , und gaben damals ein seyr fleißiges
Faesch.
Blatt, nach der berühmten Himmelfahrt von B
West.
Facius, ( ). So nannte sich auch um
1796. zu Weimar ein geschickter Steinschneider,der ausser vielen andern saubern und elegantenArbeiten den Kopf von Goethe sehr treffend sollnachgebildet haben. Meusels N- MisceÜ.II. 254.
*Faehrmann, (Daniel). S. Foehrman.
* Faenza , (Jakob da), Jacomone oderJacopone genannt. Die Nachrichten von ihmgehen von 1513—32. Man behauptet, verRaphae-lische Geschmack sey vornämlich durch ihn in derRomanei verbreitet worden, wozu er mit seinerschon im Lex. angeführten (aber nicht mehr vor-handenen) Arbeit in der Tribune zu St. Vitale inRavenna den Grund gelegt habe. In der Kuppelder nämlichen Kirche fanden sich zu Fabri's (Vers.der ka venna rioercata) Zeiten noch einige Heiligemit der Unterschrift: Opus Z'acobr Ser-tEr et AM?d»rrir«tü Lavt-ntniorum etc. welchen erstern nunLanzi II. 2 67. (was er für eine neue Entdeckunggiebt, und aber schon im Lex s. v Tonducci amgeführt wird) mit unserm Faenza .den hingegendas Lex. und andre Schriftsteller von Berruccisöndern), für Eine Person hält, und solches miteiner andern Tafel, der Geburt der H. Jungfraubey den Dominikanerinnen zu Faenza zu beweisensucht, welche ebenfalls mit dem Namen von jenemJakob Berrucci und dem I 1532 bezeichnet ist,und auch eine gewisse Aehnlichkeit mir RaphaeisStyl an sich trage, obschon an derselben die Far-benabstuffnng eben richt sehr gut beobachtet sey,und die Färbung mehr auf's Starke als arf'sSchöne ziele Dagegen finden sich darin weiblicheFiguren um das Beth der St Anna, gleich graziösund lebhaft, und einige angebrachte Thiere, eintHenne z B. deren sich Bassano nicht hätte z»schämen gehabt. Auch in der Kirche von St Jo-hann zu Bologna sollen sich verschiedene Geschich-ten alten und neuen Testaments von diesem Ber-rucci finden. Von dem Iacopone spricht vasannur kurz, und ohne große Achtung; Baldi,mccihingegen weitläuftiger, der noch Arbeiten von ihmvon 1570. kennen will, welche aber eher seinemgleich folgenden Neffen zugehören dürften. Nochbemerken wir endlich, daß ihn Einige für einender Lehrer von Thadd. Zuccheri hallen, mit demer dann (wie schon das Lex. sagt) auch in Rom gearbeitet hatte.
— — (Johann Baptist« da), ebenfalls Ber-tucci genannt, ein Neffe des Obigen, der aber,wenn man bloß aus seinen Arbeiten in der gleichvorhin genannten Kirche zu Bologna urtheile»sollte, weit unter seinem Oheim stand , da sich Vor!seine Köpfe bald alle einander gleichen. Dagegenführt denn freylich Crespi (Terror. pittoriob. Vll-66.) von ihm eine Enthauptung Johannis an,welche kräftig gefärbt, schön gezeichnet, und wohlcharakterisirt (?,seyn, und sich in dem Hause Fr-colani zu Bologna (1582. darirt) befinden kell;und dann noch eine zwey e Tafel bey den Coe!<-stinern zu Faenza , welche er: opera siu^olsre (?)nennt.
— — (Pace). So nennt Lanzi (II. 2. 35 )einen alten Künstler, der, gleich dem im Lex. ent-haltenen Ocravian da Faenza , ein Schüler vo»Giotto gewesen seyn, und von welchem dos Meiner Madonna sich noch in einer ehemals denTempelherren zuständigen Kirche zu Faenza befindden soll.
Faesch, (Joh. Ludwig), von Basel , studüteanfangs die Rechte, zeigte aber zugleich eine wun-derbare Geschicklichkeit, Bildniffe von bloßem fluch-tigen Ansehen vollkommen ähnlich zu zeichnen,auch treffende Carrikaturen zu entwerfen. Er -mbetrete in Wasserfarben meist in kleinen Figurenauf Pergament. Zu Paris hatte er vielen UmM-