Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
367
JPEG-Download
 

Fleuret.

Büchern, eine Bathseba nach S> Conca. Welchervon allen dann endlich derjenige ist, (gewiß nichtder i?zr. geborene) der schon 1723 das Titelblattzu einer in London gedruckten Henriade von Vol,taire gestochen hat, ist uns unbekannt.

Fleuree, ( ). Ein um 1303. zu Paris

lebender Formschneider. ^

Fleury, ( ). Ein neuerer Künstler zu

Paris , der im ermeldten Hlmanack äes lZsaux-^rts von iZoZ- unter die damals dort lebenden Ge-schichtsmalergezählt, und von ihm die Entführungder Helena durch Theseus und Pirithous angeführtwird, welche Fiorillo III. 5H eine Theaterszeneheißt. Ohne Zweifel nach demselben Künstler (wel-cher gewöhnlich die Sitten des Tags zu seinemGegenstand wählte) ist es, daß Chaponnier 1305.zu Paris zwey kleine artige Köpfe: Delphine unddie Gräfin von Elbeuf gestochen hat. Ob es dannderselbe Fleury sey, welcher hinwieder 130^. selbst,in Gesellschaft von Lefevre-Marchand, zwölfApo-stelköpfe nach Raphael, aus den Blättern MarkAntons geätzt, und ein wenig schattirt, (schwarzund colorirt: als Zeichenbuch (für 2 und 4, Fr.)gab , ist uns unbekannt. cie- IV. 229

Flexla, (Matthäus), Stadkmeister des Zim-mer-Handwerks in Nürnberg . Ist durch seinBildniß bekannt.

Kliessinger. S. Fi'essinger.

* Klink, (Gowertt.Seine frühern Werke"(sagt warnet),, find mit Rembrandts verwechseltworden; und es ist sehr schwer (?, , sich hierin nichtzu bekriegen. Bey reifern Jahren glaubte er, eineschmelzendere Manier würde die Natur besser dar-stellen; er veränderte die seinige, und der Erfolgdurfte es ihn nicht bereuen lassen, daß er eine skla-vische Nachahmung verlassen hatte. Er malte dasPortrait sehr gut; aber er verließ diese Gattungals er van Dycks seine gesehen hatte, und dieMalerey überhaupt, als er Rubens sah. Aber leb-hafte Aufmunterungen führten ihn wieder zumPinsel zurücke- Seine zwölf Gemälde für dasRathhaus zu Amsterdam hatte er bloß entworfen,als ihn der Tod überraschte". Nach ihm führendie Katalogen von winkler und Brandes einZehend Blatter , ein Verzeichniß meines sei. Vatersaber weit mehrere an, von welchen eine Madonna,weiche dem Kinde die Brust reicht, und eine Venusund Cupido, beyde von van Dalen dein jüngern,dann der junge Prinz Wilhelm il. von Oranien,dem sein Lehrer Cars einen Zug aus der altenGeschichte erzählt, von G- F. Schmidt geatzt,Wohl auch ein Akräon von A. Blotclingh das Be-deutendste seyn mag. Ein Hloxanüre Vküngneur>le soi - möins von I. G. Müller, scheint uns,des schönen Stichs ungeachtet, etwas Rebarbara-<wes zu haben.

Klink, (C- N. oder O- N.), ein uns sonst ganzunbekannter Kupferstecher von Koppeuhage», dergemeinschaftlich mitJoh Georg Friedrich au einemWappenbuch von allen adelichen Geschlechtern inDanemark und Norwegen gearbeitet hat.

* Klipare, (Carl Franz), Kupferstecher, einjüngerer Bruder von Johann Jakob, von webchem aber nur etliche kleine Blätter nach Meisternder neuern französischen Schule, wie z. B. nachAragonard: le Kaiser llsnAereux u. d. gl. bekanntsind. Starb 177z. Rost VM. 103.

*- (Johann Carl), dessen das Lex unterdem Art. seines Sohns vorübergehend Erwähnungthut, des folgenden Johann Jakobs und des obi-gen Carl Franzen Vater, geb. zu Paris um 1700.und daselbst gestorben. Von ihm kennt man einigemit vieler Nettigkeit gestochene Blatter; hauptsäch-bch: Eine Madonna, die das Kind, auf einem^ssch stehend, in den Armen hält, und Christus«m Oelberge, beyde nach Raphael, für die Cro-

Floding. 367

zatsche Sammlung; dann die bußfertige Mazda-lena, nach le Brun; Apollo und Daphne nach R.Houasse, und das Bildniß des Parlaments-Advistkaten R Choppin. Rost Vlll. 107. Eandellinkheißt unsern Flipart Filiparr.

* Klipart, (Joh. Jakob), Kupferstecher und

Kupferatzer, geb. zu Paris 172? (nicht 17,3.) unddort gest. i?82. Nie war ein Künstler" zsagt

Basän)bescheidener und weniger eigennützig alser, da er immer am Gelingen seiner Arbeiten, sowie an seinen Talenten zweifelte."Seine erstenStiche" (heißt es dann bey wattier)find ineiner breiten, markigren und impastinen Manier.In der Folge kam er auf den Gedanken, daß dieGravur eine Art einfarbiger Malerey ist, und eralso seine Schraffirungen verbergen müsse, da sieimmer meisten Zwiscyenraum bilden, welche dieHarmonie U«- rspos) mehr oder weniger stören.Darum ätzte er zuvor seine Platten, die er mit seheengen Strichen zwey- und dreyfach, und sogarmit Punkten überacbeuew, so daß sie auf dem Aetzsgründe schon beendigt zu seyn schienen. Um aberdiese vervielfältigen Striche späterhin recht benutzenzu können, ätzte er sie nur sehr leicht, und wieder-holte sie dann mit dem Grabstichel, mit einer umso viel größer» Geduld, da sie nur wenig Tiefehatten. In dieser Manier, die er von Soutmannoder Gompelen gelernt haben mag, lieferte er vor-trefliche Blatter, in welchen die langwierige Arbeitkeineswegs dem Geschmacke schadet, und die durchBestimmtheit der Zeichnung und Wahrheit derWirkung gleich schätzbar sind." Eine Auswahlderselben führt Rost VIII 109111. ein Verzeich-niß meines sel. Vaters dann weit mehrere an.Zu seinen Hauptblattern gehören: Sein Seesturmund Schiffbruch, bey Tag und bey Nacht- beydenach Dernet; bey welchen indessen Diderot (k)s-snis 402.) auf seine Gefahr hin, ausruft: Ss/ecLari»ubi, ubi es? Dann: b)otre 8ei^neur ä lapiscins, nach Dietrich; der gichtkranke Vater vonseinen Kindern umgeben, nach Grenze; die jungeCörinchierin und die tugendhafte Athenienserin,nach Vien, u. s. f. Nach alten Meistern kennenwir von ihm nur Weniges; wie z. B- eine H. Fa-milie nach Jul. Romanus, für die Dresdner - Ga-lerie (welche Füßkt I. 188 gut nennt); dann nachDominichino: Herkul und Achelous, und Herkul,der die Hydra tödtet. Endlich hatte er keinen ge-ringen Antheil an der bekannten Ausgabe der Oon-tes üs la Fontaine von 1763. so wie er überhauptBücherverzierungen mit auserlesenem Geschmack zubearbeiten wußte.

* (Joseph). Von diesem Künstler-

dessen das Lex. unter dem Art. von Johann Ja-kob Erwähnung thut, und der, wie man glaubt,mit den Obigen von derselben Familie war, führtRost VIII. HOm. ein 1740. zu Venedig fürWagnern gestochenes Blatt an, welches ein Con-zert vorstellt, und )osepk klipart eb so. un-terzeichnet ist, das aber wohl nichts Bedeutendesseyn mag, da es selbst der Gantkatalog vonBrandes nicht schön nennt.

Flocq, ( du). So wird in einer unsrerHandschriften, ohne Weiteres, ein holländischerGeschichtsmaler genannt.

* Floding, (Pehr oder Peter), Zeichner undKupferstecher, geb. zu Stockholm I?2l. Derselbegieng nach Paris , um flch in seiner Kunst auszu-bilden. Dort kündigte er stch >760. in Gesellschaftmit Charpentier als den Erfinder an, auf Kupferin getuschter Manier zu arbeiten. Späterhin kehrteer wieder nach Stockholm zurück, und starb daselbstals Hofkupferstecher und Professor der Königl.Maler- und Bildhauer-Akademie > 79 '- ImMeuselschen Mus. X( lll. zz6. wo seinLebensalter (ohne seines Geburtsjahrs zu gedenken)bloß auf6l Jahre geletzt wird , heißt es von ihm:Er war ein für seine Kunst ganz lebender Mann,der auf Reisen ausserhalb Landes seine Kenntnisseauszubilden, durch Lesung der neuesten Schriften