Zgs Fournier.
sich in de Fsmenai's vlctionnaire 6es ^k-tistes.
Fe> urnrer, ( ). Nach einer unsrer Hand-
schriften, ein Bildhauer von Lroyes; arbeitete zuRom ; wann aber, wird nicht gesagt.
— — ( ). So endlich wird auch im ell-
lnanach 6 ss Deaux-^rts von iZoZ ein damals inParis lebender Maler von Bildnissen und häus-lichen Gegenständen genannt.
Forvler, (Wilhelm), von Winterten in derGrafschaft Lincoln, vormals ein Zimmerman andiesem Orte, fieng im I. >305. an, alle die vor-züglichsten in Großbrittanien aufgefundenen musi-vischen Fußboden zu zeichnen, in Kupfer zu stechenund zu illuminiren. Das bereits Herausgekom-mene machte ihm einen Namen, und ermunterteihn, mit den Glasgemalden in den Kathedral-Kirchen zu Dort, Lincoln u. s. f. Achnliches zu ver-suchen. Engl . Mrsc. XX. I. 46.
*Fracanzani oder /raca nzano, (Cäsarund Franz). Lanzi I. 630. sagt von letzterm:„Erhalte anfangs eine gewisse Großheit, und einziemlich schönes Colorit. Aber von Armuth, dieoft ein schlimmer Rathgeb ist, niedergedrückt, ar-beitete er nachwärts grob genug für den Pöbel,und spielte allerley so schlechte Streiche, daß er zumStrang verurtheilt wurde. Aus Achtung für dieKunst ward die Strafe dahin gemildert, baß er(beyläufig zu sagen, für das 1.1657. merkwürdiggenug) im Gefängniß mit — Gift hingerichtetwurde. Von Cäsar kennt man ein räthselhaftesBlatt, nach I. Baglioni's Erfindung, und Didodie den Aeneas empfangt, nach^ seiner eignen,beyde von ihm selbst in Kupfer geätzt.
Fradin, ( ). So heißt irgendwo ein fran-
zösischer Formschneider, von dem man ein mit1553. datirtes Bildniß des neuern lateinischen Dich-ters Johann Girard's kennt.
* Fradlno. S. Fadino, oder vielmehrThomas Älen».
* Fragonard , (Honorat), Maler und Kup-ferätzer, geb. in der Grafschaft Nice ,733. Schülervon Boucher. Als Pensionnair des Königs studirteer mehrere Jahre in Rom . Sein Aufnahmsstückin die Akademie, Coroesus und Callirhoe, dessendas Lex. gedenkt, hat Danzel sehr schön gesto-chen. Diese große Komposition fand bey den Kunst-lichtern sehr ungleiches Urtheil; D/deror vollendsin seinen Lssais p. 312. u. ff. bläst darüber selt-sam genug aus Einem Munde Kalt und Warm.Don seinen neuern Werken, von denen sich eineansehnliche Sammlung zu Versailles in dem Mu-seum der französischen Schule befindet, heißt esbey FioriUo (III. 495.): „Dieselben haben eineneigenen Charakter. Es herrscht zu viel Dunstdarin; seine Figuren erscheinen fast immer in zer-fließender Nebelgestalt; es sind Geister und luftigeWesen. Dabey nähert er sich wieder der Manierund süßen Ziererey der alten" (zweyt - neuesten)„französischen Schule, ohne auf die Natur undAntike zu achten." Neben Danzel haben dann eineMenge Kupferstecher meistens sogenannte Gat-tungsstücke, zum Theil sehr schlüpfrigen Inhalts,nach ihm gearbeitet; wovon der Gantkatalog vonBrandes an die 20 anführt, und besonders die-jenigen von Blot und Delaunay schön, so wie zweyBlatter Satyren und Nymphen, nach Antiken,von Fragonard gezeichnet, und von St. Non inTuschmanier gearbeitet, sehr selten nennt. OhneZweifel gehören diese letzter» zu der Sammlung,welche in einem Verzeichniß meines sei. Vatersunter dem Titel erscheint: l^es plus beaux Tsb-jeaux äes L^Iises 6 e kome, 6 e kolo^ns, 6 sRaples etc. ciessines pour la plupart par 74 -a§o-»Mi'cl et Araves psr un Amateur (. 57 . 6 ansls Font 6 u lavis; ein arges Pfuscher-Werk, wieman sich denken kann. Was dann in erwähntemVerzeichniß von Fragonards Werken eine Anzahl
FraneavMa.
Blatter sagen sollen, die nicht minder nach lauter be-rühmten italienischen Meistern (etwa ebenfalls vonunserm Künstler gezeichnet, oder flüchtig geätzt?)dann aber von verschiedenen der obigen und andernfranzös. Stechern gestochen sind, ist uns unbekanntDenn auch bey Rost (VIII. 250-51.) lesen wir^wie im Lexikon, daß er selber, ausser einigen Bac-chanalen von seiner Erfindung, mehrere Fragmenteschöner Gemälde Italiens geätzt habe, welche vonKennern geschätzt werden, und wovon 13. Blätternach Carracci , Liberi, S. Ricci, Tiepolo undLintorett (ungleiche Gesellschaft) wirklich genanntsind. Fragonard lebte noch 1803.
Fragonard, ( )der Jüngere genannt,Honorats Sohn. Im ^lmsnsck 6es Lesux--zrts von 1803. Wird derselbe bloß noch unter derRubrik der damals in Paris lebenden Zeichner vonhistorischen Gegenständen u. s. f. angeführt. Seit-her scheint er auch den Pinsel ergriffen zu haben.„Dieser Künstler" (sagt FionHo III. 495.) „be-rechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Seine Bild-nisse und Geschichts - Vorstellungen werden sehrgerühmt; vorzüglich eine große Komposition: DieStrafe eines Vatermörders." Nach seiner Zeich-nung hat Baquvi (1806.) für das XXXVIII. Heftdes iVIuses krsn^vis Pouffins Tod des Adonis,und Roger zwey Blätter: jeune 611s enlevee pscI'Hmour, und l'Amour snseigeant ä äanser Iuns jeune sille gestochen.
/raine, (Peter de), ein geschickter Gold-schmied, geb.^ zu Lüttich 1612 Seine Kunst be-stand in Gefässen, die mit mancherley Figurengeziert sind. Die Königin Christin« berief ihn nachStockholm , wo er sieben Jahre sich aufhielt.Mensel M-sc. XV. 144.
— — S. auch Defraine.
* Fraisse, ( ). Basän(sec.L 6 .)dalirt,
wie wir glauben irrig, sein Heft nach chinesischenZeichnungen 1755. statt i? 35 -
* /rancavilla, (Peter), aus einer ade-lichen Familie in Flandern , geb. 1543. Derselbezeigte von früher Jugend an einen entschiedenenHang für die bildenden Künste, welche alle an-gewandte Strenge seiner Eltern nicht zu unter-drücken vermochte. Unter einem entlehnten Ver-wände gieng er schon in seinem Sechszehnten nachParis , wo er sich zwey Jahre aufenchielt, undunter einem uns unbekannten Meister den erstenGrund zu eigentlichen Studien legte, aufweicheer sodann sechs Jahre lang zu Jnspruk, unterAnleitung eines geschickten Bildschnitzlers in Hol;,fortbaute. Schon längst hatte er sich nämlich be-harrlich für die Sculptur entschieden, und giengnun, mit Empfehlungen des Erzherzogs Ferdinandbegleitet, nach Floren; und Rom , wo er in dievortrefliche Schule des Johanns von Bologna kam. Don seinen frühesten Arbeiten in erstererStadt sah Baldmucci noch Mehreres, woran erdie Leichtigkeit und das Feuer, womit sie ausge-führt waren, nicht genug bewundern konnte. Mein Paar berühmten Werken seines Meisters (denSabinerinnen, und dem Herkules mit dem Cen-taur) sollen die Köpfe von ihm, und bloß »0"Bologna retouchirt seyn. In 1530. gieng er mitdiesem letzter» nach Genua . Hier sieht man vonihm, neben Anderm, in der Kapelle Senarega derdortigen Kathedrale die Statuen der vier Evange-listen und der HH. Stephan und Ambrosius, vo"außerordentlicher Feinheit und Schönheit- Al»rdann kehrte er nach Floren; zurück; und abermalssah man von ihm fünf Bildsäulen in der Kepelndes H. Kreuzes, von treflichem Geschmacke: Mo-ses , Aaron, die Demuth, die Klugheit und dieJungfrauschaft. Bald darauf zierte er mit sechsHeiligen die St. Antonskapelle in der DominikanerKirche, und (1589.) bey dem Einzüge der GeniaClin des Erzherzog Ferdinands, Christina von rowringen, die Fa^ade der Hauvtkirche mit sechs coMsalischen Bildern, von denen noch zwey, jetzt