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gedacht wird. Basan (sec. k)6.) setzt sein Geburts-jahr in 1669. Er arbeitete um 1690. Neben denProspekten von Rom , deren das Lex. gedenkt,führt dann Gandelll'nl von ihm verschiedenearchitektonische Blätter, Büsten u. s. f. in Sansdtarrs Akademie an, wo z. V. eine Ansicht derSt. Peterskirche Mit großer Zartheit gearbeitet ist;eben so ein Derzeichniß meines fei. Vaters an die 20.Bildnisse, meist »»berühmter Männer, eines (desArztes Coschwitz) nach Muszinsky's, ein andres(des Markgrafen Horat. von Canossa ) nach Gef-fels Zeichnung, die übrigen ohne Namen des Ma-lers oder Zeichners; so daß noch zu zweifeln ist,ob hier überall von dem nämlichen Johann desLex. die Rede sey.
* Franck, (Johann Ulrich), Maler undKuprferatzer; nach Rost I. 272. geb. »6oz und gest.zu Augsburg . Neben seiner Kunst hatte auch sein
uter Moralcharakter ihm das Bürgerrecht zu Augs-
urg erworben. Seine Blätter waren mit vielemGeiste geätzt. Neben Anderin kennt man von ihm:Vier Blätter Gefechte mit Reutern (164z.);David und Abigail; und: Alexander trift denDarius sterbend an, und bedeckt ihn mit seinemMantel (1644). lVmkler führt dieselben Blätter,und dann noch vier Tafel - Conversationsstücke an,datirt aber alle von 1656.
— — (I. W-), ein deutscher Landschafts-maler ; arbeitete in Arthus van der Neer's Manier.
* — — (Sebastian), wie man glaubt, Franzdes Aeltern ältester Sohn. Nach ihm soll Prennerdas Innere einer Kirche gestochen haben. Zuverrläßig dann sind: Rumse aliquot» 8. ^ntiquitatisRomanse lUonurneuta (Z kleine schone Blätter)von W. Hollar 1650 geätzt, und eine Ansicht vonOesterhuy's bey Antwerpen von Ebendemselben.
* — — ( ). Der Maler zu Braunschweig ,
dessen das Lex. am Schlüsse der Art. Franck ge-denkt , hieß F. F und lebte um 1709. Wahrschein-lich aber dürfte er mit dem schon oben angeführtenB. Franck Einer und derselbe seyn.
— — ( ). So wird irgendwo ein Kupfer-
stecher genannt, der bey Joseph Camerata gelernthabe.
— — ( ) ein französischer Maler, lebte zu
Paris im I. »803. wie es hieß, ein Mann vonTalenten. Mrc.
— — (Madame) die Gattin des gleich oben ange-führten Künstlers. Kenner behaupten, daß ein Ge-mälde von ihr in Lebensgröße, welches einen Gegen-stand aus Ossian vorstellt, bey der französischen Kunstausstellung vom I. istoz. in Absicht aus dieBildung von Heroen alle andern Künstler von Paris übertreffen habe. Dagegen fand man darin vieleMißzeichnungen, wenige Uebung im Malen, undtaxirte es überhaupt als einen schönen, aber un-ausgeführten Gedanken,
— — ( ) ein junger Maler aus Berlin von
vorzüglichen Talenten, verfertigte im 1 .1805 einGemälde von der Scene aus Fanchon , wo sie dieLeyer spielt, das durch seine Gruppirung undStellung der Personen, durch seine trcfliche Zeich-nung und Farbengebung und durch die Portrait-ähnlichkeit der meisten Köpfe vortheilhafte Aus-zeichnung verdiente. Es hieß, dasselbe sollte inKupfer erscheinen. Geffenel. Aachr.
— — Franck war auch ein Benname des anseinem Ort folgenden Hans Lötzelburger's.
Frankais, (Baptist). So nennt der einzeleGandellini einen Künstler, der Thurniere, Schau-spielscenen, u. d. gl. gestochen habe.
* Francke, (Adolph), geb. zu Dresden 1757.lernte bey Hutin und dem Professor Camerata, undübte mit Ruhm die Miniaturmalerey. RollerS. 4 c>.
Francs.
Francke, (Christian Adolph), Ober - Land»feldmesser und Landbauschreiber, geb. zu Dresden 1740. wurde von feinem Vater Christian Conrad,Königl. Kammer - Condukleur, welcher als solcherdem katholischen Kirchenbau vorstand, in der Ma-thematik und im Zeichnen unterwiesen. Eo arbei-tete in allen Theilen der Civil-Architektur. Unterseine Bauten gehören: Die Brücken zu Wollen-stem und zu Rochliy, das Gräflich Schulenburgi-sche Landpalais zu Kloster-Rede und die Churfürst!.Begräbnißkapelle zu Kloster-Zelle Die Ansangsbemerkten Stellen bekleidete er seit 1767. und lebtenoch » 783 . Roller.
— — (Christian Conrad). S. gleich oben denArt. seines Sohns.
— — (G ). Nach einem Künstler dieses Na,mens hat D. Berger das Bildniß des Präsidentenvan der Hagen gestochen. Mrc.
* — — (Joh. Heinrich Christian). Derselbewar geb. zu Havelberg 1733. Schüler der Fraude Gasc, geborner Liscewska. Sein im Lex. be-merktes Bildniß Friedrichs II. ist dasjenige in derStellung, wo er den Hut abnimmt. Dieser tref-liche Künstler starb zu Berlin 1792. Meusel II.und Museum XVII. 386-
— — (Lorenz). S. den Art. Asmus Schulze.
* Franckenberger, ( ). Von ihm
findet man in der K. K. Bilder - Galerie zwey mitWasserfarben gemalte Landschaften mit Jagden.
Franckendaak, (N. van), ein Kupferstecher;arbeitete in dem XIII. Jahrhundert zu Amsterdam .Mrc.
* Fr <rnc 0, (Andreas). Nur Zierrathen zu demBlatte der Hirschenjagd, dessen das Lex. gedenkt,waren seine Arbeit, und bestanden in Nymphen,Flußgöttern, Thieren u. s. f.
* — — (Angelus). Auch Lanzi I. 53z. sagtvon ihm, daß er, besser als kein andrer Neapoli-taner , den Giokto nachgeahmt habe, nur daß seinHelldunkel stärker gewesen sey, welches von seinemMeister herrühren möge, für welchen er aber nicht,wie das Lexikon, Januarius di Cola, sondernColantonio del Flore hält. Ausführlicher indessenspricht von diesem alten Künstler Fiorillo II. 757-Nach ihm hätte derselbe schon um 1400. gebluhet.„ Durch ihn " (heißt es dann) „ wurde die Kunst aufeinen höhern Grad der Vollkommenheit gebracht.Man erkennt in seinen Werken viel Aehnlichkeit mitdenen des Maestro Simone, daher ihn auch ver-schiedene Schriftsteller für einen Schüler desselbenhalten. Marco di Eiena sprach von seinen Talen-ten mit der größten Hochachtung. Auf dem Haupt-altar bey St. Martha zu Neapel fand sich von ihmeine Tafel, die aber bey Ausbesserung dieser Kirchevernichtet worden, auf welcher er das Bild derKönigin Margarethe, angebracht hatte. In derDomkirche malte er einige Bilder in Oel um , 4 ^-Sein Vorzüglichstes aber bewundert Dominici inder Kirche St. Johanns des Täufers. Alles ath-met in diesen Bildern Einheit; die Figuren undPhysiognomien haben Ausdruck; die Köpfe sind gutgemalt. Nur fehlte er gegen die Regeln der Kom-position , und in der Zeichnung der Extremitäten.
* — — (Baptist), genannt Semoleo, geb.zu Udine , nach Einigen »493 nach Andern i 5 >°-b lühete um »536. Andre Data seiner Lebcnszeih-wie z. B. des Pfuschers Basan («so. L- 1 .) von»55»—7»- sind nur gar nicht zu beachten Ridolfigiebt von ihm gar keine, und Zanerri nur eine sehrkurze Nachricht; desto ausführlicher ist vasari übelihn. „Das Stillschweigen der erstcrn" (bemerktFiorillo ll. 99.) „ist zu entschuldigen, da er nicht»von dem Geschmacke der Veneliauischen ^ chule ansich hat- Dieser Künstler, so wie nachwärts Tm-toretto, und noch mehr Joseph Porta, wurden Ver-anlassung, baß die Venetiancr anfiengen, eine