Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
392
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39 - Frey.

Rembrandt einen glücklichen Versuch gemacht.Dieser Künstler lebte noch , 789 - Mensel II. Ba-san (. sec.) sagt von desselben Kunstgattung, beyWeitem nicht kenntlich genug (vielleicht gar unrgründlich), daß er Thiere und Landschaften nachWagner, dann militärische Bambvchaden, undTabagien in Bega's Geschmacke gestochen habe.

* Frey, (Philipp), des ältern Jakobs Sohn,dessen im Lex unter dem Art seines Vaters gedachtwird. Derselbe hatte den Kupferstichhandel diesesletztem übernommen, die mehresten Platten aufge-arbeitet , und damit die schöne Harmonie derselbenverdorben; so wie überhaupt alle guten Drücke da-von bereits zu den Seltenheiten gehören. Rost II.46 Nach seines Vaters Zeichnung hatte er, nebenanderm, ein Opfer des Myrtills aus dem PastorFido gestochen, wovon der VOinklersche Katalogbemerkt: Man sehe wohl, daß er von dem erster»die Talente nicht geerbt habe.

( ) Kupferstecher zu Prag , in der

dortigen Offizin des H. Joseph Berglers, um r 8 os.Msc.

( ) Kupferstecher in Warschau , kün-

digte in 1306. das Prachtwerk einer malerischenReise durch polen an, welches er mit dem Pro-fessor der zeichnenden Künste an dem dortigen Ly-zeum, Vogel, unternommen, und das schöne Ge-genden, alte Monumente und neuere Prachtgebäudedieses Landes enthalten sollte.

( ). So heißt ein uns weiter ganz

unbekannter Maler von Osnabrück , der in 1788.einen andern deutschen Künstler, C. G- Lenz nachRom begleitet hatte, wo der letztre ein Paar Jahrespäter verstorben war.

*Freyberger, (Johann). Derselbe warvon Wolfsberg gebürtig, und hielt sich lange Zeitin Italien auf. M>r.

Freyenstein, (Mademois.), eine Künstlerinvon Dresden , Schülerin von Klengel. Schon aufder dortigen Kunstausstellung von rZoo. sah manvon ihr eine Copie der Ruysdaelischen Jagd in derGalerie, und drey andre Arbeiten in Oel, wovonbesonders die erstre gerühmt, überhaupt aber da-mals noch von ihrer Kunst bemerkt wurde, daß, beysehr schönem Detail, bisweilen die Wirkung imGanzen fehle. In Igor. schien sie schon merklicheFortschritte gethan zu haben. Deutsche Runstbl.I. 2. 36 ---z8 und II. r 53 54 . Auch auf denSalons von 1803 und 6 fanden mehrere Arbeitenvon ihr vielen Beyfall; bey den letztem wurdedann freylich etwas gcheimnißvoll hinzugesetzt:Daß ihr Pinsel diesmal eine sehr männlich keckeEebehrde angenommen habe.

Freyrag, (Heinrich), Maler und Kupfer-stecher in Zürich um 1750. Er war in seiner Kunstsehr gemein, hingegen ein Tausendkünstler in aller-hand mechanischen Vortheilen und Erfindungen.So verfertigte er z. B. eine Orgel ganz von Papier,welche weder das Aug' noch das Ohr von einerandern Orgel unterscheiden konnte. Auch erfander eine eigne und gute Art, in Tuschmanier zuatzen; und endlich kennt man von ihm mehrere mit-telmäßige Landcharten. Mrc.

(Konrad), vom Seefeld bey Zürich , eingeschickter und sehr malerischer Landschafts-Jllu-minierer um 1793. Dergleichen Arbeiten von ihm,von Schweizerprospekten, von Hegi und Billweilerin Aquntinta geatzt, sah man noch auf der Kunst-ausstellung zu Zürich 1799. Mrr.

Frezier, (Amadeus Franz), Königl. französ.Ingenieur, von der ehemaligen Akademie der Ma-rine, und seiner Zeit zu der Bevestigung von St.Dominqo gebraucht. Geb. zu Chambery 1632.und gest in Bretagne 177?. Hier wird dieser ge-schickte Mann einzig in der Beziehung angeführt:Daß er überhaupt die bildenden Künste nicht bloßgeliebt, sondern selbst ausgeübt habe. So besitze

Friedlein.

z. B. seine Familie Geschichksgemälde von Hin.die einem eigentlichen Künstler Ehre machen wür-den. Von seiner Erfindung dann sey der schöneAltar-Baldachin in der Kirche St. Ludwig de Brestzu Paris , u. s. f. cke 8. V. Neben An-

dern» schrieb er: vissertations Sllk les Orllresä'^rekitecture 4. 7z3 54. 70.

* Frezza, (Joh.Hieronymus),geb.umi 66 o.(Basan Lci. sec. sagt 1659. zu Ostia ). SeinStich hat viel Anmuth, nur fehlt es ihm öftersan Kraft. Bisweilen arbeitete er auch in Cl. Mi-lans Manier. Ein Berzeichniß meines sei. Vatersführt von ihm gegen 120. Blättern an, wovon in-dessen einige vielleicht dem im Ley. unter dem Art. un-sers Hieronymus enthaltenen Isid. Frezza angehö-ren mögen ; wie z. B. die beyden antiken Centaurendes Aristias und Papias , nach der Zeichnung desP.omp. Battoni. Zu den beßten von Hieronymuszählt Rost IV. 78 - 79 - nebst der Galerie vonDerospi, nach Albano, welche auch Füßli II. 281.meisterhaft nennt: Die liegende Venus, nachdemantiken Gemälde im Pallaste Barberini (für dasKabinet von Crozat); Polyphem auf dem Felsund Galathea; dann: Polyphem, der nach denfliehenden Acis und Galathea das Felsenstück wirft,bepde nach Badalocchi; zehn Blätter nach den Ge-mälden des N. Beretoni in der Kirche Madonna inMonte santo zu Rom ; Maria, das Jesuskind unterdem Baume säugend, nach L. Carracci; die An-gara, nach Correggio ; die Ausgießung des Geistes,nach Guido; und endlich Maria, mit dem nacken-den Kind in den Armen, die Himmelfahrt Maria,und das Urtheil des Paris , alle drey nach Maratti.Zu denen in Mellans Manier dürften vielleichtzwey bey winklern angeführte Blätter gehören.

* Friani, (Jakob). Derselbe wird auch unterdie Schüler des Aug. Metelli gezahlt. M-c.

Frick, (Corn.). So heißt ein Kupferstecher,nach welchem man ein Bildniß von I. JosiasBeck, ohne Namen des Malers kennt.

(Friederich), Kupferstecher, gab imI.i? 99 - Berlin auf 19. Blättern, groß Jmper.Fol. heraus: Das 8cülo1s IAarienbur§ in Preus-sen , nach seinen ausser» unä innern -ltnsiciiten;und seither: Nistoriscke unll arcüikeetonlsciieLrläuterun^en äieser Prospekte, die in Aquatintaauf das geschmackvollste vollendet sind, und allesübertreffen, was die berühmtesten deutschen Künst-ler , Kobel, Kunz. Prestel u. a. in dieser Gattunggeliefert haben. Gorr. Anz. 1303- S. 24957.Für die Ueberreichung derselben an den König er-hielt er ein Geschenk von 60. Friedrichsd'or, nebstder Exspektanz zu einem Jahrgehalte. MeuselN. Miscell. XI. 368.

Fricker, (Gottfried), Stemyelschneider zuHaldenstcin um 1775. Er arbeitete auch für denBischof von Chur . Haller.

Fricks oder Erick. S- Iecht.

Fridio, ( ). Nach einem Künstler dieses

Namens hat W. Faithorne gestochen. Mrc.

* Friede!, (Johann). Sein eigentlicher Lite!war: Königlicher Bauadjutant. Verschiedene Ge-bäude in Berlin und zu Rheinsberg waren zumTheil nach seinen eigenen Rissen. Er lebte noch1789- Meusel II.

(P.), ein Bildnißmaler zu Berlin . Aufder dortigen Kunstausstellung 1800. sah man Arbeitvon ihm, von welcher unter seinen Augen (Lenscbr.Berlin II. 2 . 122 ) geschrieben wurde: Daß ihrAlles fehle, was man von guten Bildnissen federt.

* Fried er ich. S. Friedrich.

Friderici, ( ) ein Mater; arbeitete um

1710. zu Düsseldorf . Uffenbach III. 742.

Fried lein, (I.). So heißt ein Kupferstecher,der um 1695. zu Kiel in Holstein, und in r?o 4 > i»