Gaffarel.
Urbilde, der Name des Künstlers auf dem Hals-band des Hundskopfs Syrius eingegraben.
Gaffarel, (Jacob), ein Künstler, nach wel-chem M. l'Asne in Kupfer gestochen hat.
* Gager, (Franz). S. den Art. seines Schü-lers (nicht seines Meisters, wie es im Lex. heißt)Quillt, varin.
* Gagl'ni, (Andreas), dessen im Lexik, unterdem Art. wagl'n! Erwähnung geschieht D- vrn-cen; d'Auria beschrieb das Leben und die Werkedesselben in einer Schrift, welche 1693. zu Palermo in 4to gedruckt ist.
* — — auch Gaggi'no, (Anton), desDoimm'cus Sohn, von dem schon das Lex. Mdem Art. der Gagmi Einiges, erzählt. In einerKirche zu Castelvetrana in Sizilien steht man vonihm die Bildsäule ^Johannes des Täufers, woranbesonders die Gewänder in einem großen Styl ge-worfen sind. Ueberhaupt sollen sich in seinem Va-terland Sizilien noch sehr viele Arbeiten von ihmfinden. Desto weniger auf dem festen Lande. Bas-reliefs und einige Ornamente an dem GrabmalJulius ll. von Mich. Ang. zu Florenz , werdenihm zugeschrieben. Irak. Misz. III. 3. 120.
*Gagliardi, (Bartholome). In dem be-kannten Werke der Oalleria tisrini befindet sich,nach ihm gestochen, ein St. Onophrius und eineMaria Aegyptiaca . Hienächsi kennt man von ihmselbst, als Kupferstecher, das prächtig gestocheneTitelblatt zu den philosophischen Conclusionen desJoseph Dllva, welches mit kartü. dsAlisrüi. sestetrc. bezeichnet ist.
* — — (TcrUardiM. Lanzi l. 505. setzt seinGeburtsjahr in 1609. „Die Arbeiten dieses Künst-lers" (heißt es dort) »in seinem GeburtsortEtta di Castello, und hinwieder in seinem zweytenVaterlands Perugia , schienen mir von sehr unglei-chem Werthe zu seyn. So ist zwar seine Martervon St. Crescentius im Dome zu Castello ein treftliches Gemälde für die Wirkung, übrigens abermittelmäßig genug. Dagegen sah' ich in dem HauseSddi zu Perugia , neben andern, freylich auchschwachen Stücken, ein wunderschönes Conversa-tions - Kniestück von jungen Leuten."
* — — (Philipp). In den Hesperiden vonP. Ferrari finden sich Pflanzen - Treibbette vonC Cungius nach ihm gestochen, ^c.
— — ( ), So heißt auch ein italieni-
scher Geschichtsmaler, der in Wien gearbeitet ha-'ben, und 1727. dort verstorben seyn soll. ^c.
*Gagll'ari oder Galliari, (Bernhar-ds), jm Lex. unter dem letztem Namen Galliarikürzlich angeführt; geb. zu Turin 1709. war da-selbst Kömgl Theatermaler. Jm I. i? 7 '. wurdeer nach Berlin berufen, wo er sechs Dekorationenfür das dortige Operntheater malte, und dafürmit 12,000. Rthlr. bezahlt wurde. Als er hierauf(,' 77 Z.: die Kuppel der dasigen Katholischen St.Hedwigskirche mit architektonischen Zierrathen aufeigne Kosten sehr gut auszierte, erwarb er sich da-durch einen solchen Ruhm, daß eine Schaumünzemit seinem Bilduiß auf diese Großthat geschlagenwurde Schlechter hingegen gerieth an einem Al-tare, eben dieser Kirche, die H. Hedwig vor demKruzifixe. Bald darauf gieng er nach Italien Zurück. jJicolai.
Gagneraux, (Ben.). Den einen Nachrich-ten zufolge aus Burgund , nach andern aus Lyon gebürtig; ein Künstler, der sich schon um i? 84 . zu^vm aufhielt, und dort durch eine große Tafelberühmt ward , welche er 1785- für König Gustavtll. von Schweden malte, wo er in einer Mengegtiderchalb Fuß hoher Figuren nach dem Leben die
Gaillard. , 405
Zusammenkunft dieses Monarchen mit Pabst PlusVI. im vatikanischen Musäum vorstellte. In demersten Enthusiasmus wurden an demselben einzigdie architektonischen Beywerks genüget, welche nichtgenug mit der Wirklichkeit übereinstimmten Fio-rillo III. 510. Späterhin hieß es dann z B- inder Schrift: wmkelmann und sein Iahrhund.312.) wohl nicht ohne Grund ganz umgekehrt:»Brillante Farben, durch kräftige Schattenpar-tbien gehoben, nebst sorgfalricz ausqeführrenzJebenwerken, waren die gelobtesten Theile des-selben; auch nahm man im Ganzen eine fertigeHand und Beobachtung der Regeln wahr." Undtveiter: „Wir bringen dieses Werk hauptsächlichdeswegen in Erinnrung, weil es, nebst andern vonungefähr gleicher Art und Verdiensten gleichsamein Vorläufer derjenigen Manier und Eigenschaf-ten war, durch welche die gegenwärtige französi-sche Malerschule Beyfall und Nachahmer sich er-wirbt." Dann führt Fiorillo 1 . c. zwey andrenoch größre Gemälde von ihm an, welche er baldnach jenem ausgeführt hatte; das eine: Bacchusund Ariadne , mit ihrem Gefolge, in einer Land-schaft; das andre: Die Erziehung des Achilles,der von Chiron, mitten in einem llnqewittcr, zurJagd aufgemuntert wird. „Die Neuheit des Ge-dankens " (heißt es dann dort), „die vollkommeneZeichnung, der kräftige Farbenton, und vorzüglichder glückliche Ausdruck machen dies Bild der Be-wunderung werth, die es nach seiner Erscheinungfand. Eben so vortreflich sind auch die Bataillen-stücke dieses Künstlers, namentlich dasjenige vonder Schlacht, die der Große Couds am io. Aug.1674 den Conföderirten geliefert hatte." Gagne raux st. 179z, oder 94 zu Florenz .
* Gagnteres oder Ganieres, (Joh.).Rost VII. Iio-It. setzt seine Geburt um r6oo.und seine Blüthczeit Jn die Mitte des Jahrhun-derts an. Seine Blätter sind ganz mit dem Grab-stichel, in einem sehr netten, aber wenig reizendenStyl gearbeitet. Am Beßten gelang ihm das Bild-niß. Ein Verzeichniß meines scl. Vaters führt andie 30. bio. von ihm, Rost nur sehr wenige an.Zu den bedeurendsten historischen Inhalts mögengehören: Eine Madonna mit dem Kinde undeine bußfertige Magdalena, nach Blanchard; einSt. Sebastian nach Mignard, und zwey BlätterSpieler nach Valentin; dann Mehrcres die Ge-schichte der Zeit betreffend, von 1623-97. datirr,was offenbar zwey Künstler gleichen Namens vor-aussetzt. So z B. ein Emblem über die Ausrot-tung der Ketzerey und der Rebellion (iGZJ Sa-tyren auf die Niederlage der Spanier an der Ca-rignan's - Drücke ('630); die Heirath des König.Lladislas von Pohlen mit Louisa Maria von Gon-zaga (1645.); der Kapital» Picard, eine Satyreauf die Fronde 0649); die Salbung Ludwig Xl V.(,654.); der kriegsmüde Spanier (1659.); der ausFlandern gejagte Spanier (1667.); der Friedehilft den durch Krieg und Elend erdrückten Natio-nen (1697.); die Jansemsien in Unordnung undVerwirrung, u. dgl.
Gahrliep, (GustavCasimir), geb. zuGryps-holm bey Stockholm 1630. Derselbe ward 1663.Professor der Arzneykunst zu Frankfurt an der Oder und l6gc>. Churfürst!. Leibarzt zu Berlin . DieserGelehrte malte gute Bildnisse in Miniatur und trafso glücklich , daß er auch Personen, die er nur ein-mal gesehen hatte, aus dem Gedächtnisse kfernkonnte. rJicolai.
Gail, (Franz von Paula ), ein > 788 ) jungerKünstler zu München , der in dem Salon desselbenJahrs zwey Köpfe des Mieris und seiner Gattin,sehr fein und schön in Mignatnr gemalt, ausge-stellt hatte. Mensel Mus. VI. 98. Von sei-nen spätern Schicksalen haben wir nichts ver-nommen.
* Gaillard, (Louise), eine französische Kup-ferstecherin, wahrscheinlich des nachfolgenden Ro-berts G> Tochter, welche sehr jung verstorben
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