Band 
Zweyter Theil [1].
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406
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4o6 Gaillard»

seyn soll. Von ihr kennt man z. B.: lo ?srro-^uet mi^non, nach Schenau. VIII. 189 -

* Gaillard de Lsngjumeau, (PeterJoseph). Basan (L6. SSL.) führt noch von ihmeine Mannsperson, an einem Tische sitzend, nachRembrandt an.

* (Robert), geb. zu Paris 1722. Der-selbe hat mit vieler Nettigkeit eine große MengeBildnisse sowohl, als auch mehrere historischeBlatter gestochen. Von jenen führt ein Verzeich-niß meines sei. Vaters an die 70. von diesen an die50. an. Die frühesten scheinen sich von 1747 diejüngsten von 1762. zu datiren. Von beyden Gat-tungen zeichnet Rost VIII. 18882. einige (wirwissen nicht, ob die beßten) aus. Von den Bild-nissen gehören ig. nach C. Eisen's Zeichnung zuDescamps Vies lies Peintre8 stsmrnsnüs; eingeistreich geätztes dann ist sein Dolureau, 0»ven

Nsitres peintres , nach Spoede. Von histori-schen sind die mehrern Gattungsstücke im Ge-schmacke des sogenannten Jahrhunderts LudwigsXV. lüderlichen Angedenkens, nach Boucher, Ei-sen dem jüngern, Gravelot, Jeurat, le Prince,Schall und Schenau; ein Paar etwa: 1 » Uale-«lictlon puti-rnelle und le k'ils punl, nach Grenze,und dann gar: Die Königin von Saba vor Sarlomo, raram nsntem in Fur^its vasro, nach I.F. de Troy; endlich auch wir wissen nicht fürwelches Werk etliche Blatter, welche auf diejammervolle Geschichte des Lawschen SystemesBezug haben.

( ). Nach einem Maler dieses Na-

mens hat I. Cundier das Bildniß I. B. Tho-nrassln's d Ainai gestochen. Mn.

* Gaillot, (Johann). S. Galiot.

* Gainsborongh, (Thomas). (Heineckelöse Generale nennt ihn irrig John); geb. zuSüdbüry in Suffolk 1727. und gest. zu London i 788 - Derselbe war ein Schüler von Gravelot.Nach dem Urtheile einiger Kunstrichter hatten seineFiguren zu gemeine Stellungen, keine Activa, undwaren unvortheilhast bekleidet (was doch Alleswahrlich z. B. von seinem Garrick, der das Brust-bild Shakespeare's umarmt, nicht wahr ist). InMensel« Mus. IV. 24. hieß es, kurz vor sei-nem Tode: Er stehe im Rang am Nächsten beyReynolds. Neben seinen Bildnissen, verdientendann seine Landschaften und Thiere großes Lob;vorzüglich male er Esel und Hunde. Hierin würdeihm selbst Rubens (dessen Esel wir nicht kennen)weichen müßen. Und in einem Nekrolog von ihmEbendas VI. 101. wird gesagt:Sein Charakterwar verehrungswürdig; und in der Musik war erauf einigen Instrumenten fast eben so sehr Meisterals in der Malerey. Der Gantkatalog von Bran-des führt nach ihm an die 20. Blätter, meistensBildnisse an, die er bald alle schön, und namentlichdiejenigen des Prinz Georgs von Wales von I.R- Smith, und I. Lhornton, Esq. von V. Green,sehr schön nennt. Neben den Bildnissen dannkennt man nach ihm z. B. tlie rural Hovvers vonVivares, ti>e XVinürnIII von Middimann, a8Iie-plierü und 6irl anü I'i^8 von Earlom: Einesdann: tke dvpsses (Zigeuner) ist mit äel. et §c.bezeichnet; ein andres der General Convay mit

Duxout kec. und der Oberst St.LegeL/?. Orrxo-rt so. was uns ganz unverständlichist. Türe.

Gainza, (Martin von). So nannte sich derspanische Baumeister der mit Zierrathen überla-denen Königlichen Kapelle zu Sevilla , die vonihm en oräre oomposite. d. h. (sagt MrllZla. ter?. l. 313-19.) «mit malerischen Phanta-sien" angefangen, dann von F. Ruiz fortgesetzt,und 1575. von Alonso de Meyda vollendet ward.

Gairre, (Anton Josephs, ein französischerBaumeister; geb. zu Paris 1753. atzte verschiedeneBlätter nach dortigen Bauten; wie j. B. 1780.

Galassi.

eines von dem Durchschnitte des neuen französi-schen Comödiensaales. Lll. sec. und

Galand, ( ). So wird im Almanach

608 6oaux-(Vrt8 von 1803 ein damals in Paris lebender Baumeister genannt.

* Galani no, (Balthasar), Aloysi genannt,ein ausgezeichneter Schüler der Carracci . Lanzl(II. 2. 91.) rühmt, nach Malvasia, seine Heimsu-chung Mariä in der Kirche Carita zu Bologna ,andre eines seiner Werke in St- Michele in BoscoSein Glück" (sagt dann erstrer)kam seinemVerdienste nicht gleich; er legte sich daher auf dasBildnißmalen, war eine Zeitlang der erste in die-ser Gattung zu Rom , und übte solche mit großerStärke und Relief." Sein Bildniß nach ihm selbsthat Gregori für das Museum Florentinum ge-stochen.

* Galantini, (Hypoltthus). Auch diesesKünstlers Bildniß, nach ihm selbst, hak der gleicheGregori für dasselbe Werk geliefert.

* Galasio, s. Ferrarese, im Lex. und be-sonders in unserm Anhange. Hier bemerken wirnoch: Daß es in der dort angeführten Urkundevon seiner Bildung unter dem Griechen Theopharnes halb latein, halb welsch heißt: ibi cumInZenio so 8eüula s/aci-ttn e/ §üa facto msximoprnfictu; und dann, daß sein großes Gemälde,Phaetons Stur; in den Po, nebst verschiedenenBildnissen in Wasserfarben von ihm, späterhinaus Unwissenheit in Oel ritoccirt wurden F,'o-rillo II. 2l-j15. wo erwähnter Theophanes, sowie Ebend. früher (S. 8.) durch DruckerschlerTheophilus heißt.

^ Galassi, (Galasso), genannt del prado;einer der berühmter» Maler seines Zeitalters. Aonihm heißt es bey FiorMo (II. 21516.):Der-selbe soll um 1384 oder 90. geblühet haben; wahr-scheinlicher aber war erstres sein Geburtsjahr",da eine seiner, auch im Lex. angeführten, Arbei-ten sich schon von ichc>4 datirt, und hinwiederSarnellr (Vs8<r. Liipont. p. Z05.) sagt, daß er 0. demKardinal Bessarion noch 1450. Aufträge erhaltenhabe. Noch bemerkt ^iorillo daß dieser Künstlernichtmitzwey andern spätern GalassiAlghisiz»verwechseln sey, welche beyde unter der Regierungdes Herzogs Alfonso von Ferrara lebten, undvon welchen der eine (den das Lex. nicht kennt)aus Ferrara , Bildhauer und Architekt, der andreaber, Architekt und Ingenieur, aus Carpi gebürtigwar. Von dem »nirigen sagt dann Lanzi (II. r>21617):Sein Meister ist unbekannt; und kaumglaub' ich, wie es viele andre thun, daß er zuBologna unterrichtet wurde. In seinen Leidens-geschichten in der Kirche Mazzarata zu Bologna (eben dem Gemälde von i^og.) z. B. sieht manKöpfe von einem mehr studirten Charakter, alssonst zu diesen Zeiten nicht gewöhnlich war; Bartund Haare besser gelockt, als bey irgend einem an-dern alten Maler, die Hände ziemlich klein, dieFinger weit auseinander; kurz in Allem etwasganz Besondres und Neues, was ich weder vonder bolognessschen, noch der venetianischen, nochder florentinischen Schule herleiten kann (einigenämlich behaupteten, daß er zu Venedig die Ocl-malerey gelernt habe). Frühe indessen lebte erallerdings zu Bologna , und, wie es scheint, einegeraume Zeit lanq.^ vasari kannte von ihm daSBildniß des 1417. dort verstorbenen BildhauersNie. Lamberti's, Aretino genannt Dann soll vonihm noch vorhanden seyn: Zu Bologna , iu St.Maria delle Roadini, eine zwischen mehrern Heili-gen sitzende Madonna, an welcher Erespi das saf-tige Colorit, auch die Kövfe, das Gewand unddas Beywerk von Architektur rühmt; bann imMuseo Malvezzi eine Verkündigung, zwar antik(altfränksch) gezeichnet, aber von anmuthigecFärbung und guter Ausführung. Für seine schönsteArbeit indessen wurde seine in St. Maria delMonte in Fresko gemalte Verkündigung gehalten-