Galeani.
(eben das Werk, welches, wie wir oben bemerkthaben, der damalige Legat zu Bologna , Bessarion,ihm aufgetragen hatte) und welches zu CrespstsZeiten (jetzt nicht mehr) ersichtlich war. SeinTodesjahr ist unbekannt; und das Datum 1462.das sich irgendwo auf einem seiner Gemälde befin-den soll, halten wir für apokryphisch. Endlich wirdsowohl dort als auch bey Fiorillo l. c. als selt-sam bemerkt, daß in den einen Ausgaben vonvasari das Leben unsers Künstlers ausführlich be-schrieben, in andern mit wenig Zeilen abgefertigt,und in noch andern ganz weggelassen sey.
* Galeani, (Berardo). S. Galiani.
Galeano, (Franz und Peter), Bildschnitzervon Genua. perer. lernte bey Anton Maria Ma-caggiano, arbeitete für verschiedene Kirchen seinerVaterstadt, und starb 1761. 74. Jahre alt. Franz,arbeitete zu Cadiz , und starb dort im 40. I. seinesAlters. Ho/rram N. L. II. 17z.
Galee, ( v). Zwey große Bataillenstückeaus dem Türkenkrieg des Prinzen Eugen sind mitdiesem Namen bezeichnet, von welchem man sonstnirgends weitere Nachricht findet. MeuselsÄrch. I- 6z.
* Galeotti, (Johann Baptist und Joseph),Söhne des nachfolgenden Sebastians. Rarrigedenkt ihrer als wackerer Maler mit Ehren. Sielebten noch 176g. in Genua - /.a»«/ II. 2. 542.
* — — (Sebastian). Lanzi ( 1 .258- und II.2. 342 ) sagt von ihm: „In seiner Vaterstadt Flo-renz war derselbe wenig bekannt, da er solche früheverließ, und, ohne einen festen Aufenthalt zuhaben, mehrere Städte des obern Italiens besnchte,und, so wie einst die Auccheri, Peruzzini undRicchi, beym Reisen malte, und beym Malenreisete. Um >729. kam er nach Genua . Voneinem bizarren und leichten Genius geleitet, zeich-nete er gut, so oft er's selber wollte, kolorirtekühn, bewies in seinen Köpfen eine schöne Aus-wahl, und war für große Kompositionen in Freskosehr geschickt, wozu ihm der Cremoneser Natalietwa die Beywerke malte. Zu seinen beßten Ar-beiten gehören diejenigen in der Magdalena-Kirchezu Genua . Dann sieht man Vieles von ihm zuPiacenza, Parma (wo er eine Weile in herzogli-chen Diensten stand), zu Codogna, Lodi, Cremona ,Vicenza, Bergamo, Mailand und Turin , wo erzum Direktor dortiger Akademie ernannt wurde,und auch 1746. daselbst verstorben ist. In verschie-
' denen Städten vor Toscana kennt man ebenfallsEiniges von ihm. Sein selbst gemaltes Bildniß>m Museum zu Florenz findet sich bey Pazzi ge-stochen.
Galer, (Carl). Nach einem Maler diesesNamens hat Filioli das Bildniß des Rechtsge-lchrten Pet. Fabers gestochen.
* Galiani, (Berardo), starb 1771. zu Sor-rento. Der Verfasser gegenwärtiger Zusätze kannteum ,76z. in Neapel diesen vortreflichen Mann vollGeist und Kenntnisse Er war der Bruder desje-nigen Marchese Galiani, der die berühmten I)ia-loFues sur le Lomrnerce öe 8lü, ein Leben desHoraz aus dessen Werken, u. s. f. (jene so gut alsein geborner Franzose) schrieb, lange in Paris lebte, und selbst dort als ein unerschöpflicher Brunnattischen Witzes, und zugleich für ein Riese in derKunst feiner Dialektik geachtet wurde.
* Galilei , (Alexander). Derselbe scheint
nicht aus der adelichen Familie des berühmten Ga-lileo Galilei entsprungen zu seyn, da er (wie esbeißt) selbst sehr viele Schwierigkeiten fand, inden Adelstand aufgenommen zu werden. Nachdemer sich 7. Jahre in England, wohin einige Fremdeihn mitgenommen, aufgehalten hatte, kehrte ernach Haus. 1l. 323-31. wo seine drey
vornehmsten Arbeiten in Rom , deren auch das Lex.Erwähnung thut, gewürdigt sind, und der Kapelle
Corsini in St. Johann von Lateran vor allen an-dern der Vorzug ertheilt, inzwischen aber von die-sem Künstler geurtheilt wird, daß er in Austheilungder architektonischen Ordnung bey Weitem nichtso glücklich, als hingegen vvrtreflich in Verzierun-gen gewesen sey, nebenher auch in der Mathe-matik erfahren, und überhaupt mit vielen schätzcns-würdigen Gaben ausgerüstet war. Jos. Vasi hat 'seine Fa^ade vom Lateran gestochen
* Galimard, (Claudius), geb. zu Lroyes inChampagne zwie Basar» b)ü. sec. wohl unrichtigsagt, 1729 ). Bey seiner Zurückkunft in Frankreich wurde er zum Mitglied der Akademie aufgenom-men. Neben Andern» hat derselbe nach M A.Slodts die Statue von St. Bruno , nach I. F. deLroy die Keuschheit Josephs (1744.), und den Be-such der Königin von Saba bey Salomo , unddann eine große Menge Bücherverzierungen gesto-chen , wovon 14. nach Cochin dem Sohn bey /s.
8. v. LocLm verzeichnet sind. Lll. sec.
und Mrc.
— — ( ). So wird auch im dlmanacl»
ste8 Keaux-Xrts von 1803. ein damals in Paris lebender Baumeister (un llcs guatre EommissairesVo^ers) genannt.
Galindo, (Benedikt Sanchez), ein gelehrterSpanier, von Esiramadura gebürtig; lernte um1570. die Malerey zu Barcellona . Ariron.
* Galior, (Johann). Nach ihm (und zwarnach seines Meisters Luc Recollet Zeichnung^ hatEdelink das Bildniß der Mad. Helyot, und St.Picart sowohl als A. Trouvain, beyde dasjenigevon Peter Rouille gestochen.
* Galizi, (Fedes). S. Gallizzi.
Gallarati, (Franz Maria), Abt desOlive-tancr-Ordens zu Mailand um »775. malte sehrgut in Miniatur, wovon man neben andern eineCopie nach dem berühmten Abendmal des Leon-hard da Vince bewundert. Er schrieb: Istrurüonesei?ittc>ri, etc. cli Milans und clelle cs^ioni per1e yusli uel r>c»8tro 8ecolo pocbi riesconc, eccel-lenti Oissegnatori e kittori. M-c.
Gallaps, (P.), ein französischer Kupferste-cher. Unter seinen Arbeiten kennt man eine ganzeFigur des Apostels Jacobs; dann zwey Bildnissedes Escadre Chefs Bart, und des Domherr»Fourier von Mataincourt, und endlich verschiedeneBlätter, welche er wahrscheinlich, zu uns unbe-kannten Werken für Buchhändler verfertigt hatte;wie z B. die Eroberung von Barcellona 1714.einen Sieg über die Türken »716. und die Triple-Allianz zwischen Frankreich, England und Holland betreffend, nebst einigen andern, die ein Verzeich-niß meines sei- Vaters anführt.
* Galle, (Cornelius), der alrere, der im Lex.unter dem Art seines Vaters Philipp angeführtist; geb. zu Antwerpen um »570. lernte die Regelnder Kunst im väterlichen Hause, und begab sich,nach dem Beyspiele seines ältern Bruders Theo-dor nach Rom , wo er sich lange aufhielt, unddie Freyheit der Hand, den Geschmack in derAusführung und vornämlich die Richtigkeit in derZeichnung erlangte, welche man in den meistenseiner Werke findet. Derselbe kam den erstenStechern gleich, und übertraf zumal alle seinesGeschlechts. Nachdem er zu Rom eine großeMenge Blätter nach italienischen Meistern gesto-chen, kehrte er in sein Vaterland zurück, und ließsich zu Antwerpen nieder, wo er fortfuhr, sowohlnach seiner eignen Erfindung, als nach denen sei-ner Zeitgenossen zu arbeiten. Ueber seinen Antheilan den Platten zu dem Leben Christi nach Mark.de Vos, welche Tollaerr aus Licht stellte, bemerktRost V. »2i. „An der Rauheit dieser Stiche,welche ohne Zweifel vor seiner Reise nach Italien gemacht sind, erkenne man noch den Styl seinesVaters." Ebendaselbst (121 — 15.) werden ein
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