4l2 Gambarini.
daß solche von Palma seinem Freunde und gewohn-ten Gehülfen selbst herrühren möchten. Er sollin hohem Alter verstorben seyn. II. 157.
Das nach ihm geatzte Blatt, von welchem dasLex. spricht, stellt den Pabst Alexander III. vor,wie er, in Begleit Kais Friedrichs, im Hafen zuAncona dem Doge Ziani den Sonnenschirm reicht.Dasselbe findet sich in dem 6run Hwatro 61Venosia.
* Gambarini, (Joseph). Er befolgte die
natürliche Manier seines Meisters Cäsars Gen-narö, aber nicht dessen edle Formen; daher auchseine seltenen Bilder ernsten Inhalts ihm wenigRuhm erwarben. Als er sich dann späterhin aufGegenstände in flammändischem Geschmack legte,Und Weiber bey ihren Hausarbeiten, Kinderschu-len, Bettlerscenen u. a. nach der Natur mit vie-lem Geist und Fleiß malte, erhielt er Bestellungenvollauf. II. 2- 177—78- Nach ihm führt
der LVinklersche Katalog zwey schöne Gattungsrstücke: Die italienische» Waschweiber, und dasitalienische Hauswesen, von Carl le Vasseur gesto-chen an.
Gamberucci, (Cosinus), einfloreiitinischerMaler, Baldinucci zufolge ein Schüler von Santodi Titi, nach andern von Bapt. Naldini. »DenGrazien" (sagt Lanzi I. 192-93) »hatte dieserKünstler überhaupt eben nicht geopfert. Dochmochte er sich mit Verlauf der Zeit gebessert habenSo sieht man von ihm z. B. in St. Peter zu Flo-renz diesen Apostel, der den Lahmen heilet, einbeynahe carraccisches Werk. So bey den PP.Servilen in der Foresterie ebendaselbst, und sonstnoch, mehrere Madonnen in sehr schönen Staffeley-Gemälden."
Gamble,! ). So wird im6es Le-rux-Hrt!? von 180z ein damals in PariS lebender Kupferstichhändler genannt.
Gamelin, ( ) ein französischer Maler,
lebte im I. 1806. zu Carcassone, und zeigte vielTalente für die Schlachten - Gattung. EigentlicheGeschichte hingegen soll nicht seine Sache seyn.»Aber" (sagt T. C. Bruun Aeergaerd) »inder Provinz müsse Ein Mensch Alles machen," undbedauert dann diesen Künstler, daß er nicht ineiner großen Stadt lebe. Auf blau Papier zeichneer sehr schön.
Gamor, (Johann Baptist Natalis), der jün-gere genannt, ein französischer Künstler, nachdessen Zeichnung N. Caron um 1763. das Bildnißvon I B Michel Papillon an der, Spitze seinesIsrsltö 6-- la dravure en Loi8 in Holz geschnittenhat. Eine Handschrift meines sei. Vaters nenntindessen auch Gamot selbst einen Formschneider,der um >750. gearbeitet habe, und führt von dem-selben ebenfalls ein Bildniß des SorbonnistenPeter le Rouge's an.
* Gamperlln, (Adam). Derselbe erscheintim Lex. auch unten wieder 8 . v. Goar.
* — — (Ulrich). Von ihm oder Adamkennt man 90. biblische Geschichten, und danneine» Christus vor seinem Grabe mit den Leidens-instrumenten. IL/rc.
Gamser, (Joseph), von VMngen, lebte alsProselyte zu Zürich um 1750. und malte ähnlicheBildnisse auf Glas.
Gandae, ( ). Nach einem sonst unbe-
kannten Künstler dieses Namens hat Ger. Gode-froy Rousseau's Grabmal auf der Pappeln-Inselgestochen. Wahrscheinlich jedoch ist es derselbe,den T. C. Brunn ^"ergaard im kn-
c^clopeciigue 1306. einen früh verstorbnen Land-schafter nennt, welcher Vieles hätte leisten können,und von dem er selber stov Studien, als dieFrucht einer italienischen Reise dieses jungen Man-nes besitze.
Gangneur.
Gandini, (Alexander). S. Ghandini.
* — — (Anton). Lanzi (II. ,37) nenntihn macchinos, mannigfaltig, prächtig, und werthin der großen Kreutzesgeschichte gesehen zu werden,die er im alten Dom zu Venedig malte, wo nach-wärts auch sein Sohn
* — — (Bernardin), arbeitete, der aber nurein schwacher Nachfolger seines Vaters war. /LiL
* — — (Georg). S. Grano.
Gandolfi, (Cajetan und Ubaldo), Gebrü-der, Bologneser, beyde Maler in Oel und inFresko. Cajetan, geb. um 1725. ein Schüler vonHerkules Lelli (nach Andern von Herkules Gla-zialst) blühete um 1755 Don ihm kennt man auchein Paar gestochene Blätter: Die Anbetung derHirten, nach einem Freskogemälde des N bestAbbate, im Pallaste Leone zu Bologna , welches(sagt Rost IV. i ?3 ) bedeutern läßt, daß er sichnicht mehr, auch- mit diesem Kunstzweig beschäf-tigte; dann St. Peter und Paul, nach dem be-rühmten Gemälde im Pallaste Sampieri, welches/ußll (II. 249-50) beschreibt. Cajeran scheintgegen das Ende des XVIII. Jahrh, noch gelebtzu haben. Ubaldo hingegen st. 1731. im 53. I.seines Alters. Lanzi (II. 2. 2n.) will spätererKunstgeschichte ihr Beyder Lob überlassen, wel-ches ihnen dann auch Fiorillo, der beyde wohlpersönlich kannte (II. 682.) ertheilt, wie folgt:»Von diesen achtungswürdigen Künstlern kann manmit Recht behaupten, daß sie, ohne sich um dievielen aus verschiedenen Schulen entsprossenenNeuerungen zu bekümmern, nur auf eine richtigeZeichnung und jenen erhabenen Styl der Carracci ihr Augenmerk richteten. Nach Cajeran kenntman einen St. Hieronymus in Bettachtung, in derWagnerschen Calcographie gestochen Von der Handdes Ubaldo bewundert man in St. JohaNn Baptistzu Bologna einen H. Dominic, u. a. im PallasteBianchi. Auch seine Auferstehung in Fresko, aneinem der Altäre unter dem Bogengang bey Ma-donna di St. Luca , ist ohne Zweifel wegen derKomposition und kraftvollen Zeichnung ein vor-trefliches Werk, ob es sich gleich nicht durch die-jenige Starke und Lieblichkeit des Colvrits aus-zeichnet, die man in den Arbeiten seines BrudersCajeran wahrnimmt; wie z. B. in der Kirche St.Rochus, an dem Frontön der Kirche allst Caritau. a. w."
— — — — S. auch Candokfy.
— — (M.). So heißt im ^lmnnacl, lieskeaux - Hrts von 130z. (vielleicht der Sohn voneinem der Vorstehenden) ein damals schon in PariS lebender Kupferstecher, von welchem dort nament-lich ein Blatt: Diogenes vor Alexander, ohneNamen des Malers, angezeigt wird. Dann fin-den sich von ihm in dem Prachtwerke des Dluneekran^oig von ihm, ein von Chery gezeichneterschöner Mannskopf nach Teniers , und, von ihmselbst gezeichnet und vortreflich gestochen, eine Ruhein Aegypttn, nach Guido.
Gandolfino, (Maestro), ein alter piemon-tesischer Maler dieses Namens, arbeitete in i-M-in der Kirche St. Franzesco zu Alba. La»A lI>S. Z52.
Gandor, ( )ein junger französ Künstlervon großer Hofnung, st. im Sept. 1304. zu Rom -an den Folgen seiner unabläßigen Studien, undder damaligen Witterung, für die Kunst viel zufrühe.
* Gandy, (Jacob). M. van der Gucht hatnach ihm das Bildniß des Arztes Will). M«s-grave gestochen.
Sängerin, (Thomas). S. Gerugain.
Gangneur, (Wilhelm), ein Maler von An-gers , ist bis dabin allein durch sein 1566. im 4 »-