4 i 4 Garci.
noch anderwärts. Von seiner Abnahme in Kunstund Glück dann s. das Lex.
* Garci. S. GarZi.
Garde, ( de la), ein uns sonst ganz unbe-kannter Maler, nach welchem Langlois das Bild-niß des Wundarztes Iac. Ferel gestochen hat.
Gardeleve, (Hinricus) , Msb> 8 ter 8 truc-turo, Lanonicus llranclenbur^engis; erscheintIZV?. als Zeuge in einer Urkunde. Nicolai.
* Gardelle- (Robert). Er selbst hat theilsnach seinen eignen Gemälden, theils nach andernBildnisse, meist Schweizerscher und GenferscherGeistlicher, gestochen; nach ihm dann eben derglei-chen Desrochers, Nöthiger, Seiler, u. s. f. Alleswenig der Rede werth. Mrr.
* — — (Theodor), ein geschickter und be-rühmter Schmelzmaler von Genf ; arbeitete um1765. zu London , wo er wegen einer schrecklichenMordthat am Leben gestraft wurde. iVnrk
1. IV. p. 80. Ob dieser Unglücklicheder im Lex. unter dem Art Robert Gardelle be-merkte Bruder desselben war, oder ihm sonst ange-hörte, ist uns unbekannt.
Gardeorv. S. Ghardetzrv.
Garderre, (P. C- de la), ein Kupferstecherzu Paris . Don ihm kennt man, neben Anderm,eine perspektivische Vorstellung von der Bibliothekdes dasigen Klosters St. Genevieve. Mrc.
— — S. auch Delagarderre.
Gardiu, auch Gardpn, (Niklaus Heint.)E. Jardin.
Gardner, Gardiner, auchGraöner,(D. oder Dr. Johann, auch W. N. und M. W.).So ungleich finden wir den Taufnamen diesesenglischen Malers und Rupferftechers (wie esin einer unsrer Handschriften heißt) geschrieben,den wir, bis zu näherer Kunde für Eine und die-selbe Person halten müssen. Nach ihm finden sichs. v. I)-'. Oaräner im Gantkatalog von
Brandes 19. Blätter, meistens Bildnisse, nebsteinigen Costumestücken eingetragen, die v. d. berühm-testen engl. Künstlern wie Baldrcy, Dickinson, Ha-rvard , Walker, Watson, White u. a. in Schwarz-kunst geschabt sind, und von welchen dort besonders:Eloisa, Abelard, Maria (nach Dorick), dann dieGräfin Franz, von Jersey- die Kinder des Esq.Grcy Cooper, Lady Rushout mit ihrer Familie,und Sir Will. Meredith (diese alle von Watson)von Dickinson aber Mistriß Gwynne und MistrißBunbury im Charakter der lustigen Weiber vonWindsor, sehr schön genannt werden. Hinwiederhat ein M Ü). Gardiner nach I F. Rigaud zweyschöne Blätter: Beyde den Tod der Königin MariaStuart vorstellend, gestochen, welche in den Xc>u-vcgles <les -Irts IV. 28l—82- beschrieben, und inUmrissen nachgebildet sind. Und endlich will Ba-sän (kch seo.) einen w. M Gardner kennen,der nach Hamilton in punktirter Manier gestochenhabe.
Gareis, (Franz), Maler, geb. 1776. zuMarienthal, einem katholischen Dorfe in der Nie-der-Lausitz, eines dortigen Tischlers Sohn Schonin seinem fünfzehnten Jahr kam er auf die Aka-demie nach Dresden , und machte dort so schnelleFortschritte, daß der Director Casanova nach Jah-resfrist ihn auf seinem Zimmer die Blatter zu sei-nen (leider niemals erschienenen) Vorlesungen überdie Kunst zeichnen ließ. Nach CasanovasHinscheid(»795 ) nahm ihn die Kunst liebende und selbstübende Fräulein von Sievers (Stieftochter des rus-sischen Fürsten von Poutjatina) unter ihren beson-dern Schutz. Die ersten öffentlichen Proben seinerKunst zeigte er jm Dresdner - Salon von 1794.(Meusel V!. Mus. 266—67): Moses , der dieeherne Schlange errichtet, in schwarzer Kreide;dann sein eigenes Bildniß in Oel , und Christus
Gargiulo.
der seinen Jüngern bey Nacht erscheint. Schondamals urtheilte man von dem jungen Manne,daß er zum Maler geboren sey. Beweise seinerbedeutenden Fortschritte gab er dann vorzüglichbey der Ausstellung von 1793 wieder in zweygroßen Zeichnungen in Kreide: Moses , der dasWasser aus dem Felsen schlägt, und: Der Manna-regen in der Wüste, und in einem Oelgemälde,mit halb Lebens großen Figuren: Drey Mädchen-die auf einer Wiese Sonnenschirm und Arbeits-beutel wegwerfen, um eine Allemande zu versuchen.Um dieselbe Zeit malte er zu Leipzig sehr schöneBildnisse, welche an die ältern französischen derRigauds und Mignards erinnerten, so wie erhinwieder im historischen Styl, vornämlich Hann.Carraccio, Guercino und Albani zu seinen Mu-stern zu nehmen schien. Jm Salon von 1799 sahman von ihm, neben Anderm, ein großes Oelge-mälde: Luna und Endymion. Mittlerweile hatteihm der Tod auch seine oben genannte Gönnen»entrissen, worauf er einige Zeit nach Wien , dann1300. nach Berlin und 1301. nach Paris gieng.Dort, wo er zwey volle Jahre ganz besondersden Studien sehr fieissi'g obgelegen, fanden seineArt zu malen und historische Bilder zu copire»so vielen Beyfall, daß er sich in Stand gesetztsah , seinen Eltern ein Geschenk von ioc>. Thalernzu übermachen. In seinen wenigen Mußestundenlebte er in der besten Gesellschaft, und hatte be-sonders in dem Haus des vorrreflichen IngenieurBrahl viele Freundschaft genossen. Von ihm sahman auf dem dortigen Salon von 1802. undnachwärts auf demjenigen zu Dresden von igoz.ein historisches Gemälde, welches die Mythe vonOrpheus vorstellt, der vor Pluto und Proserpina spielt, und um Eurydice bittet. Ueberhaupt wurdedasselbe von Kennern sehr gelobt, nur daß dieeinen daran die weissen, andre hingegen die schwar-zen — Haare ausraufen wollten; da es nämlichz. B- in der 50. bl". des Freymüthigen d. I.hieß: Daß der Ton überhaupt zu kalt^ und dieHaltung des sonst schönen Körpers des Orpheuszu steif erfunden worden; andern hingegen (Allg.Zsit. b. I. düo. 134.) das Cslorit, die Ausfüh-rung, und eine Menge einzelner Schönheiten derZeichnung mehr Vergnügen machten, als die Er-findung und Anordnung des Ganzen, so wie siean etlichen andern Arbeiten von ihm noch hie undda den Anfing der Pariser - Kunstkontorsionen be-merken wollten. Bald darauf gieng er, als chur -fürstlicher Pensionnair nach Rom , wo er aber be-reits krank anlangte, und, allgemein bedauert,am Zi. März 1803 Todes verbliech. Der dortigevortrefliche preussische Minister, H. von Humboldt,hatte sich während seiner Krankheit seiner aufssorgfältigste angenommen. Gestochen nach ihmkennen wir einzig das Bildniß des ConsistorialrachNiemeyers zu Halle, von Lips. rB B. d. Sch-VL>. I.XIII. iit—20. und I.XVIII. 143-^5.
Garfaguinus, (Joseph). So, apokry-phisch klingend, nennt Basan (L6. soo.) einen zuVenedig 1620. geb. Kupferstecher, der nach Fr.Marcolini die Figuren von Spielen (?) in Holzgeschnitten habe. S. vielleicht einen Aufschlußüber dies Gewäsche im Lex. s. v. Marcolini.
Gargalli, ( ). So heißt bey Fiorillo
(Kl Schr. II. 177.) ein uns sonst ganz Unbekann-ter bolognesischer Künstler, der um 1730. nebst sovielen Andern, schone Produkte in der um di-seZeit wieder in Schwang gekommenen Enkaustikgeliefert hatte.
* Gargiulo, (Dominikus), genannt MiesGpadaro. Dieser Künstler (heißt es bey Fio-rillo II. 3-5-16.) glänzte in einer ganz eigenthümlichtn Gattung. Er wählte nämlich Gegenständeaus dem gemeinen Leben, komponirte sie mit vie-len kleinen Figuren, und wußte durch treue Nach-ahmung der Natur eine Täuschung zu bewirken,die den Kenner in Erstaunen setzt. Wer mit EinemBlicke die merkwürdigsten Begebenheiten der tteäpo-