Genelli.
Genelli, (Friederichi, ein Kupferstecher zuBerlin um »785- Mensel II.
— (Hans Christian), des folgenden Ja--„lis älterer Bruder, Baumeister und architektoni-sches Mitglied im Senat der Akademie der Künste-„ Berlin . In Fernorv's Leben von CarstensS yz—96.^ wird dieses Künstlers mit großemRuhm Erwähnung gethan, wo es von ihm heißt:-Daß er überhaupt über bildende Kunst viel ge-dacht, selbst ein fertiger Zeichner der menschlichenGestalt war, und seinen Geschmack an den Werkender Alten und Raphaels gebildet hatte. Auchsagte Carstens oft von ihm: Alles x was er vonder Kunst wisse, verdanke er diesem altern Genelli,der ihm neben dem, schon vor seiner Reise nachItalien bedeutende Arbeiten in Berlin verschaffthatte, und es eines Tags nicht verschmähte, füreine der Kompositionen des Jünglings (Gastmaldes Plato) den architektonischen Hintergrund zuverfertigen. Noch kennen wir von diesem verdien-ten Künstler eine kleine, aber gehaltvolle Schrift:Idee einer Akademie der bildenden Bänste.g Braunschw. 1800. welche dadurch veranlaßtwurde, daß er, nebst dem Hofrathe Hirt und demRcctor Berger, von dem Kuratorium der Akademieder Künste zu Berlin, den wirklichen Auttrag zuVorschlägen für Verbesserung d-rselben erhaltenhakte. Eine berichtigende Beurtheilung diesesPamphlets s. in der Zeitschrift: Ler/i-r, 7,vvk-vt.laiir^. I. 82—98. Dann erschienen von ihmExegetische Briefe über des M virruviuspollio Baukunst. An A-Rode. Zwey Hefte 4.mit 4z Kupf. welches die Görr. gel. Zeit. nichtohne Grund ein vortrcfliches Werk nennen, abereben so richtig davon urtheilen: »Daß solchesnicht für den großen Haufen der Landbaumeisterund sogenannten Architekten, sondern für Männerbestimmt sey, welche für die Schönheiten der Grie-chischen und Römischen Architektur Sinn haben,und einen Vitruv verstehen."
— — (Janus), ein Landschaftsmaler, jünge-rer Bruder des vorstehenden Johann ChristiansGenelli, wahrscheinlich Söhne von Friedrich oderJoh Franz Genelli. Beyde befanden stch in denAchrziger-Jahren des XVIII. Jahrh, in Rom .Von dem unftigen heißt es in der Schrift U)ipkcl-mann u. s. Jahrh. (S. 333-) »Seine Arbeitensind oft mit Anmuth verbunden." Um 1789. kehr-ten beyde nach Berlin zurück. Auf der dortigenKunstausstellung von 1800. sah man von ihm eineLandschaft, weiche in der Zeitschrift: Ler/m,2vvevter,lakr§. V. 123—24. sehr gerühmt wurde.Dieselbe stellte eine der schönsten romantischen Fel-sengruppen am Harz , längs dem Lauf der Budedar. „Das Colorik derselben" (heißt es 1. 0.)„war warm und glänzend, aber doch wahr. Derblaue Duft, welcher sich um die Hintern Felsenlegt, ist der Natur abgelauscht, und das Ganzeverrath einen Künstler, von dem sich noch Vieleserwarten läßt." Dagegen wurde ein anderes Bildvon ihm auf dem Salon von 1804. ziemlichanders beurtheilt, und zwar die natürliche Dar-stellung eines brandenden See in demselben eben-falls gelobt, von der Komposition im Ganzen abergeurtheilt, sie verrathe eine krampfhafte Anstren-gung, etwas Außerordentliches zu leisten.
— — (Johann Joseph Franz). So nannteMensel I um 1772. (u. noch >789) einen vorzüg-lich geschickten Sticker zu Berlin , dessen gestickteGemälde von Früchten und Blumen man in derFerne für wirkliche Gemälde halten mußte. Der-selbe starb zu Berlin 1792. 68- Jahre alt, mit demTitel eines Königl. Preussischen Hof-Kunststickersund —Mitglieds der Kunstakademien zu Kopenha-gen, Wien und Berlin . Meus. Mus. XVIU.479.
— — (Joseph). S- ScheueUy. Und fälltdamit der Art. Genelly im ersten Supplementedes Lex. weg.
* Generino, (Franz). Derselbe lernte bey
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Peter Tacca; er arbeitete auch in Marmor undMetall.
* Genga, (Bartholome), dessen im Lex. un-ter dem Artikel seines gleichfolgenden Vaters Hierronymus Erwähnung geschieht Derselbe siudirredft römischen Alterthümer mit besonderm Fleiß.Für den Herzog von Urbino verfertigte er einenschönen Pallast zu Pesaro , Md gab eine sinnreicheZeichnung zu einem Seehaven für diese Stadt,welche aber nicht ausgeführt wurde. In Mvn-davio sieht man von ihm die allerliebste kleineKirche St. Peter, welche hingegen im Lex einemDon Anron Genga (vielleicht Barcholome'sSohn) zugeschrieben wird Eben so gut verstander sich auf den Festungöbau, und erhielt zu demEnd Rufe nach Genua und bis nach Prag Alleinder Herzog wollte ihn immer um sich haben, bises endlich dem Malthescr-Orden, durch die In-triguen eines Kapuziners'gelang , ihn nachMasihazu ziehen , wo er bereits dir größten Dinge auszu-führen im Begriffe stand, als ihn der Tod nacheiner kurzen Krankheit überraschte, w'lche er sichdurch dieZngluft auf dieser heißen Insel zugezogenhatte. Sein alter Landesherr, welcher ihn sehrbedauerte, sorgte väterlich für seine Kinder.Genga soll auch Erfinder sehr schöner Maskengewesen sey», überhaupt für Theater-Malerey vielTalente besessen und daneben mit vieler Leichtig-keit Verse gemacht haben. iMisia Lä. ters. I.234—35.
* — — (Hieronymus). Derselbe sollte An-fangs Leinweber werden; aber ein »»widersteh-sicher Hang zog ihn zur Kunst. Als Maler arbei-tete erweist in Gesellschaft; wie z.B. mitSignorellizu Orvieto, mit Timoth. della Vite zu Urbino ,mit Raph. dell Colle in Pesaro . Etwas, dasihm besonders zugeschrieben wird, sieht man nochim jetzigen Pallaste Savini (ehemals Petrucci) zuSiena , welches einige mit dem eisten Styl vonRaphael vergleichen wollen; dann aber vorzüglich,in der Kirche St Catharina von Siena zu Rom ,seine sehr schöne Tafel der Auferstehung.
I- 367—68. Als Baumeister kennt man von ihmbesonders seinen Bergpallast ob Pesaro , mit allenseinen Verzierungen, Springbrunnen, anmuthigenGärten, u. s. f. welche jederma» mit Vergnügenund Bewunderung erblickte; eben so in ermeldterStadt die Kirche St. Johann Baptist« , dasschönste Lempelgebäude in dortigen Gegenden,und endlich die Fa>;ade des Doms zu Mantua ,von einer Komposition, einem Ebenmaaß und einerGrazie, daß man nichts Zierlicheres sehen kann.AMxsta Lö. ter?:. 1. -rzz. L. Surugue hat nachdiesem Künstler die Heilung der io. Aussätzigenfür's Kabinet Crozat gestochen.
Gengen dach, (Johann Heinrich), zeichnetedas Leichenbegängniß der Gemahlin Herzog Mo-rgen von Sachsen - Weimar , welches Jac. Sän;drart nach ihm gestochen hat. A/n.
— — (Paul, Abt von). Nach ihm hat N.Tardieu das Bildniß Bernards von Montfaucon,und I. M. Weiß den Tod des Sokrates gestochen.
GenilloN, ( ). So Wird im 4Imanscsi
stes sieaux - ^rts von 1803 ein Künstler unterder Rubrik der damals in Paris lebenden Land-schafts - Marinen > und Architekturmaler genannt,und ist wohl derselbe, nach dessen Zeichnung Dü-parc (1806.) eine Landschaft nach Swanefeldt(dl->. j„ her Notitz des Museums) für dasXXXVlll Heft des.AU8L6 si-si^ais, und früher-hin Garreau und Hcquevauv llcrs gemeinschaftlicheine Lyberaussicht von Affelyn für eben diesesPrachtwerk gestochen haben.
* Gennari, (Dartbolome -, wahrscheinlichder jüngere Sohn von Jcch. Benedikr,, dessenim Lex. unter dem Art. dieses letztem Erwähnunggeschieht. Lanzi II. 2. 123. sagt von ihm, daß
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