Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
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Gi ovanelli.

Gestochen nach ihm, kennen wir, liehen dem schonoben Angeführten, durchaus nichts Anderes alseine St- Humiliana von P. Clonet.

* Giovanellt, (Bonaventura). DieserKünstler lernte bey Michel Angelus Cerquozzi.

Giovanni, (Albert oder Berto di), ein alterKünstler, der sich in der Schule des Peter Peru-gino gebildet hatte, und (wie Mariotri in denWettere llöiuZins p. 205, behauptet) bis zum I.is 97 . unter den Malern von Perugia in den Archiv-büchern und Matrikeln derselben erscheint. Der-selbe hatte die Ehre, von seinem Mitschüler Ra-phael zum Gehülfen bey der Arbeit genommen zuwerden, welche die Nonnen von Monteluce in1516. diesem letztem aufgetragen hatten. In derSakristei) der Kirche gedachter Nonnen sieht manverschiedene eigene Arbeiten unsers Künstlers,welche sehr schön sind, und ganz den Geist vonRaphaels Schule an sich tragen. Giovannilebte noch 152z. Fiorillo RI- Schr. II. 29.wo ein merkwürdiger Vertrag zu finden ist, denSanzio oberwähnten Gemäldes wegen geschlossenhatte.

— — (Benedikt di), Bildhauer zu Verona ,verfertigte 1392. die sitzende Statüe des H. Procu-lus, über dem Portale der dasigen Kirche diesesNamens, unter welcher man geschrieben liest:Operl sinn forma ^oaums üs Verona ma^mtri,HiZiuinatl. Tl/rc.

— — (C ). So wird irgendwo ein Geschichts-maler genannt, nach welchem Michel gestochenhabe. Tlkc.

* — — (Matthäus di). Dieser Künstler(sagt Fiorillo I. 534.) that sich besonders in Ver-kürzung, der Flachen, in einem natürlichern Falten-wurf, und in der Verschiedenheit und dem Aus-drucke der Physiognomien hervor. Einige habenihn auch den Masaccio da Siena genannt. Demvasari war er ganz unbekannt geblieben.

— — und St. Giovanni, ( di), sindNamen, welche auch Pet. Zoh. Lianori und Her-kules di Maria trugen.

* Giovannini, auch Juvanius, (Ja-cob Marias Sein Werk über St. Michele inBosco, dessen das Lex. gedenkt, erschien zu Bo-logna 1696. In seinen Blättern halte sich dieserKünstler sowohl der Nadel als des Grabstichelsbedient. Von einzelnen führt )voft IV. 100. vonihm an: Den sogenannten Tag von Correggio ,und den so geheißnen St. Georg eben dieses Künst-lers, von welchen jener auch von Aug. Carracci und späterhin von Strange, letzrrer aber, inneuern Tagen, von Bcauvais für die Dresdner -Galerie gestochen wurde; dann Sebastian amBaum, nach Ludw. Carracci , und Christus, derseinen Jüngern die Communion reicht, nach Fran-ceschini. Dieses soll sein Hauptblatt seyn. Dannhat ein Verzeichniß meines sel. Vaters mehrere,die ich sonst nirgends angetroffen; wie z. B- einenenglischen Gruß nach Albani, eine Flucht in Aegyp-ten nach Taruffi, einen Mars nach Guercino u. s. f.Von seinen 12. Blättern nach Correggio , welcheden Plafond des Doms zu Parma darstellen,fallt Füßli I I. 40. das Urtheil, welches im Gan-zen wohl auf alle Arbeiten unsers Künstlers paßt:»Der Stich derselben ist überhaupt roh, schwerund gleichtonigt; daher man auch von der großenWirkung des Helldunkels, und von der leichtenund geistigen Behandlung, wegen welchen jenesWerk so vorzüglich berühmt war, wenig oder nichtsbemerken kann. Inzwischen sind sie dennoch genaugenug ausgeführt, daß der Kunstliebhaber darinndie fruchtbare Einbildungskraft des Malers über-haupt, seine Geschicklichkeit in der Anordnung desGanzen und der Contrastirung der einzelnen Grup-pen und Formen, seinen großen Geschmack in derZeichnung, und hauptsächlich seine tiefgegründete

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Kenntniß aller Arten von Verkürzungen, denener zugleich die größte Deutlichkeit zu geben wußte,leicht empfinden und einsehen wird." Wozu nochder besondre Werth dieser Blätter kommt, daßdas berühmte llrbüd derselben nicht mehr vorhan-den ist. Noch führt der Winklersche Katalog8. V. von ihm ein emblematisches

Blatt von seiner eignen Erfindung mit dem Me-daillon des Herzogen Franz Farncse von Parmaund Modena alt. Lauf.

Giovenone oder Giovanone, (Baprtista, Joseph und Paul). So nennt Lanzi (II.436.) drey mailandische Maler, Zeitgenossen vonLanini, mit welchem Joseph in Verwandtschaft,und im Ruf eines vottreflichen Bildnißmalersstand.

— — (Hieronymus). Und so nennt Ebender,selbe (>. c, 405) einen Maler von Vercelli , der um1500. blühete, und von Einigen für den erstenLehrer des Gaudenzius Ferrari gehalten wird, oderwenigstens würdig war, solches zu seyn Sosieht man z. B. bey den Augustinern zu Vercelli einen auferstandenen Heiland zwischen den HH.Margaritha und Cäcilia und zwey Engelchen, mitguter Verständniß des Nackten und der Perspcktiv,überhaupt in einem Charakter, der an Bramantino und die bessern Mailänder damaliger Zeit er-innert.

Gioventino und

Gioviano. S. den Art. Drso, ihrersLehrers.

* Giovita, (Bresciano), auch Brescianino genannt. Das Lex. hat ihn unter Bresciano .Bey Lanzi (II. ioz.) heißt er ein guter Schülervon Gambara, vornämlich in Fresko.

G > p 0 ma i r. Ein Beyname von Ioh. FranzMair.

Gipoulon, ( ) Gattin oder Mutter

eines Kupferstechers Beaublö's, Zeichnerin. Nachihrer Zeichnung kannte man iZoss von BeaubläSohn (ihrem Gatten oder Sohn) zwey Brustbil-der des Kaisers und der Kaiserin Vonaparte, nachden Büsten von Martin und Chaudet.

* Girald ini, (Melchior), und M sein Sohns. Gilardim.

Girard, (I. B.)> So heißt im Almanachöe8 llsaux - Hrt8 von rZoz. ein damals in Parislebender Baumeister.

* — — (Ludwig), den das Lex. hat, istkaum, wie dasselbe meint, der (dort) gleich fol-gende Bauinspektor des Herzogs von Orleans,und eben so wenig der gleich nachfolgende Baier-sche G.arteiiinspektor gleichen Namens, da G. Huretnach seinem Ludwig das Bildniß des BischofsFranz Mallier von Troyes gestochen hat.

— — — — Garten-Inspektor des Chur-fürsten von Bayern . Nach seiner Zeichnung hatAnton Zinner den Garten im Belveder zu Wien für den Prinzen Eugen !m 1720. angelegt.colai.

— — (Renard oder Renatus), Kupferstecher,

geb. zu Paris 1751- Er arbeitete einige Zeit inLondon , wo er sich in der punktirten Manier übte;alsdann gieng er in sein Vaterland zurück. Vonihm kennt man, »eben Anderin: le dacristce äsI'^mour, und I'/ 4 mour c.ure88LNt la Leautö.beyde nach Cipriani; la Oruelie cu88SL nachGreuze, und: IVIortueil et HIis8 Veoils VolariASnach Lavreince. Dann einen Tod der Dido (Copienach Bartolozzi ) u. a. L6. 8ec. und Mn.

( ) der Bauinspektor des Hersogs

von Orleans heißt in einer unsrer HandschriftenO. Nach ihm kennt man Plane von Versailles ,von Menant gestochen; und von P. S. Barloli r

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