Goehe.
tffeueLibl. der Sch.Viss. XXX. 241—53 317.ii. ff. N-colai Reisen Vlli. 133-59. von Ster-ken II. 22s. u. ff. An der citirten Stelle vonMenselsMus sagt L. B. Junker von ihm:„Er ist ein schöner, launigter, ganz gesellschaft-licher Mann. Seine Sache scheint" (es war nochin München ) »hauptsächlich Miniaturmalerey zuseyn; doch hab' ich auch ein Oelgemälde von ihmgesehen, wo ich nicht irre eine Scene aus KönigLear, wo jedes Gesicht voll wahren Ausdrucks,die Kleidung costüm, die Bewegung wahrscheinlichwar. Bey Anlaß der Recensionen seiner leiden-schaftlichen Entwürfe meinte er: Daß er mehrGlück als Verstand gehabt habe. Dieß mag ge-sagt seyn, um ihn als einen Mann ohne alle'Prä-tension darzustellen." Ein 20. seiner Blatter sindsehr genau im Winklerschen Katalog verzeichnet.
Gsetze, (Paul), Stadtmaler zu Nürnberg ,lebte noch 1789- In Meusel I. heißt es: Ob-gleich er gewöhnlich Tapeten male, seyen von ihmeinige vorzügliche Stücke in Oel , wie z. B. In bn-m'llle de Lalss bekannt; was aber späterhin (I. c.II.! dahin berichtigt wird: Daß er eigentlich nichthieher gehöre, da er bloß im Anstreichen der Kut-schen, Hausthüren und Laden excellire.
* — — (Madmois.), Gottfried Ber-
nards Tochter, deren im Lex. unter dem Art. ihresVaters, ebenfalls als Künstlerin Erwähnung ge-schieht. Sie wurde zugleich für eine der schönstenAugsburgerinnen geachtet; eine Notizz, die man-cher andern wohl werth ist.
— — ( ) wird um 177z von Meusel
II. ohne Weiteres, Kirchenrathsbaumeister zuLud-wigsburg genannt.
*Goetzlnger, ( ) hieß Johann Sa-
muel, geb. 1734. lernte bey seinem (vor 1778)verstorbenen Vater die Pettschirstecherkunst und dasMedaillenschneiden. Dann schnitt er auch in Glasund Stein, verfertigte Schwefel und Glas-pasten, und starb als Fürstl. Kammermedailleur zuAnspach 1791. Meusel I. und II. Mehrere Nach-richten von von ihm s. in Ebendeff. Miscell. II.19-22. und Museum XVI. 289. hauptsächlichaber Ebendas. I. 51—53. wo seine Gravierarbei-rcn fleiffig und correkt genannt werden, dann aberan ihm gerügt wird: Daß er damals (1787.) seineBestellungen meist seinen Söhnen überließ, bey sei-nen Ausfertigungen etwas schnell zu Werk gieng,sich so eben mit Pouffiren einer Büöte seines eignenFürsten — bloß aus der Imagination beschäftigte;dabey, nach seiner eignen Sprache zu reden, eiubesondrer Geist war, Jahre lang zu Haus blieb— wenn er dann aber etwa einen Ausflug wagte,die ganze Familie daran Theil nehmen ließ.
Goetzl, (Joseph), Bildhauer, arbeitete umi?L5. zu Augsburg , von Sterren.
Gofar. S. ffafsa.
G offarr, (E-). So heißt irgendwo ein Künst-ler, der nach Rubens den Martyrtod von St. Lau-ten; gestochen habe.
Gsgel, (Johann Martin und Johann Noah).Zwey Kunstliebhaber zu Frankfurt am Main ; zeich-neten artige Landschaften mit Tusch auf Perga-ment. Sie ätzten auch. jeder ein kleines Land-schäftgen mit lustigen Figuren im MerianischenGeschmacke 1661. H. S- Häsge» S. 64.
Gshl, (Joh. Christian Samuel!, geb. zu Ber-lin i?g3. legte sich auf die Mathematik, und stu-dirte zu Braunschweig , wo er in Herzogl. DienstenHauptmann wurde. Das Bildnißmalen lernte erbey der Hofmalerin du Gase (Rosina Lisieewsky),vnd reiste mit ihr nach den Niederlanden , wo erein Jahr lang fleiffig studirke, und nach seiner Zu-rückkauft nach Gemälden in der Salzdahler - Galerieevpirte. Zu Berlin ließ er sich auch von seinerLehrmeisterin Bruder und Schwester in dem Coloritund in der Komposition mehrere Anleitung geben.
Gois. 461
Er malte einige historische Stücke (so wie z. B.Venus bey dein Grabe des Adonis ), vornämlichaber Bildnisse. Vlicslai und Meusel II.
* Goja oder Gspa, (Don Franz), Königl-Spanischer Kammermaler; ein sehr geachteterKünstler. Derselbe wurde erst in der Schule vonI. L. Martine; gebildet. Mit einigen andern sei-ner Kunstgenossen verschönerte er die neue Kirchedes H. Franziscus zu Madrid . Ein andres Bildvon ihm sieht man am Chor der Sakristey derKirche Madonna dcl Pilar zu Zaragoza , und einschönes Deckenstück in eben derselben. Er lebtenoch 1806. ffisrills IV. 411. und 433.
Go seiner, (I.), ein uns sonst ganz unbe-kannter Künstler, nach welchem B. a BolswertJesus bey Martha und Maria gestochen hat.Huber 1^81.
G 0 rffsn und v' ncen t. Unter diesen Na-men hat man: Mewoire artiflslle des ! nncipssrelatit's ä I» fldels reyreseritatio» des -Lnimaux,concernant Is Ckevsl. -Vkott 1779 z. Vol. inFolio, av^L flbures.
Gois, (N.), der Vater, dessen das-kep.s. v. Goy kürzlich gedenkt. Derselbe war schonum 1765. Mitglied der Konigl. Akademie zu Paris ,und 1778. Professor adjunktus derselben. Seithertrat er, erst nach der Revolution, wie ganz neu ausLicht. Im ^Imsnaoü den Könox-Htts von rZoZ.wird er nämlich unter den damals zu Paris leben-den Bildhauern, und von seine» Arbeiten: DerKanzler von Hopital , der Präsident Mole, unddas Basrelief über einer der Pforten des Justiz-pallastes angeführt. Auch unter der neuen Ord-nung der Dinge bekleidete er eine Lehrstelle an dersogenannten Spezialschule der Malerey- und Bild-hauerkunst zu Paris (Landen Annal. I. 36.)und lebte noch 1805. Ob hingegen Er, oder seinnachfolgender Sohn es sey, der im I. 1806. alsProfessor der Sculptur an der tLcole de k'emtuek,dculprure et TVcültecturs' ds Uaiis mit 24,00.Livr. Gehalt gestanden, ist uns unbekannt.
— — ( ) des Obigen Sohn und Schüler,
ebenfalls Bildhauer, bekannt vörderst durch seineStatue der Venus, welche ihm den sogenanntenAufmunterungs - Preis erwarb; eben so durch seineGruppen von Regulus, und den drey Horaziern,wie sie zum Kampf aufbrechen; welche letzter« erauf dem Salon des I. VIll Lebensgröße in Gipsaufgestellt, und woran jedermann den lebendigenAusdruck, die schönen Formen und eine sorg-fältige Ausarbeitung bewunderte. Hierauf, imI 1802. verfertigte er, anstatt des während derRevolution zugrundgegangcnen Denkmals der Jo-hanna d'Arc zu Orleans , für diese Stadt dasModell zu einer Bildsäule der ermeldten Heldin inLebensgroße) in Erzt, mit mehrern Reliefs aufdem marmornen Piedestal. Eine ausführliche Be-schreibung derselben findet man bey Lands»(Annal. !I 2>2- 15 und III. 110—12 Und vonihm selbst erschien eine solche, unter der Aufschrift:Iköödisicstion du Monument de jeanne d'/Irc d-msla Ville d'Orleans. 8. Uaris 803. cüesUeber den Guß dieses Denkmals durch Rousseau und Honore, welcher ebenfalls von ihm geleitetwurde, l. man den im /ltüenee des ^rcs dießfallsvon Rondeler, Beauvarler und Duchesne er-statteten Bericht (M-»SS7.in enc^clopedigus ,805.
2.) der zugleich Nachrichten zur Geschichte dergroßen Gießerey -für Kolossalstatüen) in Frank-reich enthielt, und ein erheblicher Beytrag zurKenntniß des mechanischen und praktischen Theilsdieser Kunst war. Von dieser letztgenannten Arbeitfällt Lands» ll. cc. ein Urtheil wie folgt: „Diesesechs Schuh hohe Figur ist eben so edel im Blickals in der Stellung. Der Künstler hat Muth,Kühnheit, Stolz und den hohen Enthusiasmusseiner Heldin sehr wohl mit den schönen und un-muthigen Formen ihres Geschlechts zu verbindengewußt. Sie ist bewaffnet und geharnischt, uns