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macht eine Bewegung, als wollte sie sich auf dieWalle der von ihr befreyten Stadt hinaufschwiu-gen. Drey aus den Hauptepochen ihrer Lebens-geschichte entlehnte, sehr verständig comvonirteReliefs zieren den Untersatz." Abbildungen imUmrisse von dieser Bildsäule sowohl als von demGrupp der drey Horazier finden sich ebenfalls beyLands», welche das ihnen beygelegte Lob unsvollkommen zu bestätigen scheinen. Endlich einelesenswerthe Epistel über die erstre, an den Künst-ler von dem Professor F. p. A. Leger s. in dendlouvelles 6es -4rt8 IV. 97—100. Ebenfalls imI. 1305- arbeitete Goiö an dem Modell zu einerRitterstatüc des Kaisers Napoleon für die StadtOrleans . Fern//. /,»(?/.
G 0 ls, ( ). Nach einem andern, uns sonst
ganz unbekannten Künstler dieses Namens hat Si-mon: lö kautkeon, c>u Iss LiZures lle 1a kablegestochen.
G 0 lawaczevskoi oder Golarva-schaffskp. S. Gholorvatsthervskoi.
* Goldar, (Johann). Nach Basan (L-l.sec.) geb. zu Oxford 1729. Von ihm kennt manz. B. tbe reerutlnA dsr^eant, tbe Uuknsal undtke 8aer'l6ee, alle nach I. Sollet; das Gesind-Einregistrirbüreau, nach Daws; und den wan-dernden Musikant, nach Dietrich.
Goldbach, (Christian Friedrich), Kalkulatorin der Raths - Emnahmstube zu Leipzig , geb. zuTauche 1763. ein Dilettante der Astronomie, gabin 1799. zu Weimar , in Queerfol. einen: Neue-ster HlNttnelsarlas, zum Gebrauch für Schul-und akademischen Unterricht, u. s. f. in einer neuenManier, mit doppelten schwarzen Sternchartenbearbeitet. Lebte noch 1805. Mensel Gel.Deutsch!.
G 0 ldmann, (Niklaus). Dieser Künstler er-fand eine Manier, die Ionische Volute zu beschrei-ben, die er von Vitrnvius hergeholt nannte, undwelche in der That vollkommener als Vignola'sseine deswegen war, da sie theils geometrischer,theils weil das innere Glied derselben mit dernämlichen Richtigkeit des Umrisses wie das äusseregezeichnet ist. Seine Anmerkungen hierüber s. ineiner Ausgabe des Vitruvs 0. n. vsr. cursnteAo/r. cke Last, kol. ^M8t. 649. Seine Schriftenfind: ^rLbltectura militsri8 8- Lsc. 643.
1'ractatu3 äs usn Llrcull proportionsrii, Ist. etMrm. I»I. ib. 656. — l)s 8t)'1ornetri8 — Voll-ständige Anweisung zur Civil - Baukunst (vermehrtdurch Sturm) Fol. Wolfenb. 696.
Goldschinl'dt, (Moises), Professor derZei-chenknnst an der jüdischen Schule zu Prag , lebtebort 1302. Oeffenel. VIachr.
— — (Mademois.), eine geschickte Kunst-
stickerin zu Berlin . Von ihr sah man auf dem dor-tigen Salon von 1300. einen sehr schönen altenKopf. Lerlin 1800. V. t2Z.
Goldsmitb, ( ). Nach einem englischen
Künstler dieses Namens hat R. Pollard ein, unsübrigens unbekanntes, historisches Blatt geliefert.
Gole, (Johann), geb. zu Amsterdam um 1660.Seine Schwarzkunst - Blätter haben nichts Ausge-zeichnetes; die gestochenen schätzt man höher. RostVI. 273—74 führt einige von beyden Gattungen,ein Verzeichniß meines sei. Vaters aber weit meh-rere (an die 90. und darunter an die 70. Bild-nisse), theils mit, theils ohne Namen des Malers,von 1635—i?i4- datirt, an. Neben den Bildnis-sen waren die übrigen meist holländische Gattungs-stücke nach Bega, Hemskerck, Metzu, Ostade , duSart, Schalken, Steen u. s. f. Dann aber dochauch: Susann« im Bade, nach A. Coypel, eineH. Familie nach van Dyck, und den zum Luchsverwandelten Lyncus nach Lairesse . Ein Zehndseiner Blätter, besonders Bildnisse, führt derWinklersche Katalog an, und nennt unter den-
Golzius.
selben dasjenige des Bürgermeisters von LeydenRipperts von Groenendyck, äusserst selten; so wiehinwieder der Katalog von Brandes ein sehrgroßes des Landgrafen Carl von Hessen schönheißt. Beyde sind in Schwarzkunst geschabt.
* Golfino. S. Giolfino.
Golpaja, (Loren; della), ein Goldschmied,wird von Baldtnucci (lV. 758) angeführt.
* Golzius, (Heinrich), Maler, Zeichner,Kupferstecher und Formschneider. Nach der Rück-kehr von seinen Reisen ließ er sich zu Harlem nieder,wo er eine Wittwe, die Mutter von Jacob Ma-tham, heirathete, und nachwärts auch daselbstverstorben war. Treflich hat diesen merkwürdigenKünstler Leveque gewürdigt, wie folgt: «Gol-ztus bereiste Deutschland und Italien , und siu-dirte Raphael und die Antiken, ohne jene barba-rische Manier zu verlieren, welche die Deutschen sich angewöhnt hatten, mittlerweile sie MichaelAngelo nachzuahmen vermeinten. Gelehrt in derZeichnung verdarb er wieder durch seinen fehler-haften Geschmack die Achtung, welche sonst seineWissenschaft verdienen würde. Dagegen kann manihm so manches Lob nicht versagen, das man sei-nen Talenten in der Stecherkunst, seiner sinnreichenKomposition, und sogar einer gewissen Grazieschuldig ist, welche seine wilde Manier (msnieis8suvsbe) nicht ganz zerstören konnte. Ihn alsobloß als Kupferstecher betrachtet, findet man frey-lich in seinen Taillen eine Bizarrerie, ein allzu-sichtbares Bestreben, sich als geschickten Bürinistenzu zeigen, einen Mangel an Uebereinstimmung imEffekte, und allzuviele Nachläßigkeit oder Nicht-kenntuiß des Helldunkels. Aber mit noch so vielenFehlet», deren er einige mit seinen Zeitgenossengemein hatte, kann doch keiner von diesen ihmgleichgestellt werden. Ihm scheint die Natur denVorzug, den Charakter seiner Arbeiten nach Will-kühr zu verändern, reichlich ausgespendet zu haben.Im Ganzen ist seine Gravur groß (lar^e), undseine Stiche Maaßen sich Kühnheit an; bisweilenauch führen seine enger gehaltenen Arbeiten zu einerstillern Ruhe, zu einer reizendem und wahrernFarbe. Man kennt Blätter von ihm, wo alle seineTaillen Bewegung haben, ohne daß eine derselbenseltsam contournirt sey; wo seine Köpfe durchgeschickte und geistreiche Touchen belebt sind , undwo die Mischung des Feinen und Männlichen,jedes gleich gut angebracht, zusammenwirkt, umden dargestellten Gegenständen ihren genauen Cha-rakter zu geben. Man weißt, wie sehr er ^eLiebhaber seiner Zeit durch Nachahmung AlbrechtDürers und Lucas von Leyden in Zeichnung undGravur täuschte. Eines dieser Blätter, welches erzu räuchern (oder, wie Heydenrerch übersetzt, zubeschmauchen) die Vorsicht hatte, wurde sehrtheuer bezahlt, weil man es für ein bisher unbe-kanntes Blatt von Dürer hielt. Diese Nachah-mungen sind es, welche man die Meisterstücke vonGolzlus nennt, nicht weil es wirklich seine beßtenWerke waren, sondern weil sie vorzüglich dazubeytrugen, seinen Ruhm zu gründen. — Zu malenfieng er erst in seinem 4ssten Jahr an, und zwarGeschichte sowohl als Bildnisse. Seine Art dasNackte zu zeichnen keilt man schon aus seinen Stichen-Von der Wahrheit seincs.Colorits wird viel Gutesgesagt. Dann hatte er auch die Geduld Zeichnungenmit der Feder von lebensgroßen Figuren zu wachemund dieselben haben weder die Trockenheit nvcydie Kleinlichkeit der Manier, welche man von einersolchen Prozedur erwarten sollte. Eine dergleichenbefindet sich in der Sammlung der Akademie zuSt. Petersburg ." Das vollständigste beschreibendeund beurtheilende Verzeichniß seiner Stiche liestrcohne Zweifel Barrsch, im III. Th. seines keintrodrsveur, wo solches (S. n—94.) nicht Minderals 8-s. S. einnimmt. Diesen fügt er noch (gegenseine Gewohnheit) auf 89. S. alle dasjenige bey-
was, nach stinen häufigen Handzeichnungrn,
welche oft gestochnen Blattern so ähnlich waren-