Band 
Zweyter Theil [1].
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466
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466 Gonzales.

Beschäftigung gab. Einige schöne Gemälde vonihm, die sich in der Kirche des H. Millan befan-den, giengen bey einem Brande von 1720. zuGrunde. Sein Beßtes indessen (vier Bildnisse vonKardinälen) haben sich erhalten, und zieren dieSakristey von St. Istdoro el Real. FiorilloIV. 350.

Gonzales, (Raphael). So heißt ein spa-nischer Goldarbeiter, der gegen Ende des XVll.Jahrh, geblüht zu haben scheint, von dem uns abernichts Weiteres bekannt ist, als daß er das großeTabernackel in der Kathedrale zu Segovia aufge-führt, und im Archive daselbst eine handschrift-liche Notizz hinterlassen hat, wie solches ausein-ander zu nehmen sey. Fiorillo IV. 27z.

— — (Torribio), Baumeister und Kupfer-stecher, gebürtig von Toledo , wird unter die Schü-ler des Becerra (starb 1570.) gezählt. FiorilloIV. roS. *)

* Gool, (Johann van). I. Houbraken hatsein von ihm selbst gemaltes Dildniß in Kupfer ge-stochen.

* Gor, (Peter), Kommissarius der Königl.Gießerey in Frankreich . Er goß auch die StarüeLudwig XV. zu Rennes , nach le Moine, und dieRitter - Statüe Friedrich V. Königs in Dänemark ,nach Sailly. Msc.

Gorck, (Georg Christian), ein in der Mathe-matik und Malerey wohlerfahrner Nürnberger;machte weitläuftige Reisen, und unterwies die Kö-nigin Christin« in der Zeicheukunst Er starb inseinem Vaterlande >63? im 72 Jahre seines Al-ters. Doppelmayr S. 172.

Goecum, (D.van), gab um 1305.Unterrichtin der Architektur in der Zeichenschule zu Arnhem .

Gordieerv. S. Ghordeierv.

Gorge, ( ) ein französischer Maler, lebte

um ,573. Man hat sein Bildniß (?) in einemHandriffe. A 7 rc.

Gorr, (AngeluM. Mit Joseph Tonelli undJoseph Masini arbeitete er in 1658- gemeiiischaft-iich Perspektiv ( welche er bey Baccio del Bianco erlernt hatte) im Corridor der GroßherzoglichenGalerie zu Florenz , welche aber'wie Lanzi l. 242.bemerkt, eben nicht zu ihrer allerbeßten Arbeiten ge-hörten (Ob es dieselben Arbeiten siud, welche,unter dem Titel: ^Ineioss buZii „om'nii

lllustri ssiorsntini , nach I. Menabuoni s Zeich-nung, von einer Menge Künstlern gestochen wor-den, ist uns unbekannt. S. lci. ^,öner.

6r. . Dann aber war er ein guter Früchte- undbesonders Blumenmaler, und Bartholome Bimbihierin sein Schüler (/.«««/1. 0. s^o.). Eoick. ^e-rcr-1. 22g.

— — (Anton Franz), Abt, geb. zu Florenz 1691. gest. 1757 »Dieser berühmte Mann" (heißtes in der Schrift: UV'nkelmann und sein Jahr-hundert G 269.) »war, seiner tiefen Gelehrsam-keit und seines hellen Verstands wegen, der vorzüg-lichste Alterthumsforscher seiner Zeit, und der erste,welcher die übertriebenen Begriffe, die sonst vonder Vortreflichkeit der Etrurischen Kunst im Gangewaren, etwas einschränkte. Dadurch wurde zurBeseitigung eines sehr großen Hindernisses der An-fang gemacht, welches die Fortschritte der Alter-thumskunde , haupttächlich in sofern sie auf Kunst-geschichte und Kunsterkenntniß hinarbeitet, langegehemmt hat." Neben Anderin hat derselbe auchEoiidl'vl's Leben von Michael Angel», mit Anmer-kungen verschiedener Gelehrten begleitet (1753.)neu ans Licht gestellt.

— — (Joseph), ein Bruder des Abts A. F.Gori, übte die Malerey zu Florenz .

«) Einen Andreas Gonzales, Maler von Lissabon ,

G 0 t t i.

* Gori, (Lambert), hieß Lamberr ChristianFiorillo l. 463 zählt ihn 1793 noch unter dieLebenden, und sagt von ihm, daß er immer nochfortfuhr, mit dem Beystande seiner Schüler die Ar-beiten in Scagliola je mehr und mehr zu vervoll-kommnen; und daß er eben (wie schon das Ler.sagt) nicht bloß alle Arten Marmor, sondern auchhistorische u. a. Gemälde abbilde.

Gorsanus. S. Gorgasus.

Gorzl'us, (Gualdorp), genannt Geldorp.Unter diesem letztem Namen sagt Gandellini vonihm wohl unrichtig, daß er in London gearbeitet,und glaubt, daß er auch Bildnisse gestochen habe.Von seiner seltsamen Weise, deren schon das Lex.gedenkt, Köpfe von andern Künstlern auf dasTuch durchzuzeichnen, behaupteter, daßGorziussich derselben sogar zu eigentlichen Bildnissen be-dient, und dann jedesmal - den Kopf gewählthabe, der ihm seinem Urbilde der ähnlichste zu seynschien. Nach ihm hat I. Gole das Bildniß Hein,richs IV. von Frankreich , P. Jselburg die Brust-bilder von Christus und Maria, und die drey Kir-chenväter St Gregor, St Ambrosius und St.Augustin , de Paus die vier Evangelisten, einenMagdalenen - und einen Madonnenkopf gestochen.Von letzterm sagt der wmkiersche Katalog. daß erfür so schön als ein Guido geachtet werde.

Gos, (I). So wird irgendwo, ohne Wei,teres, ein Kupferstecher in Schlesien genannt, derim XVll. Jahrh, gearbeitet habe.

Goske, ( ) ein geschickter Stukko-Arbei,

ter, blühete um 17m. im Haag. Uffenbach

III. 372.

Gosmond,( )ein französischer Künstler,welcher verschiedene französische.Kriegsoperationender I i ?44 und 45 in Kupfer gestochen, diewahrscheinlich zu einem uns unbekannten Werkegehören, und von welchen ein Lerzeichniß meinessei. Vaters 33. enthalt.

* Gossarr, ist der eigentliche Familiennamevon Johann Mabuse. K?5c.

Gosse, (P.) Unter diesem Nomen findetman, ohne denjenigen des Malers, zwey Plane derSchlachten bey Vellinghausen und Willemstadt ge-atzt. ^755.

G 0 ssyn , ( ) ein uns sonst ganz unbekann-

ter Künstler dieses Namens malte niederländischeBauernst,icke. S. zJorhnagel 394.

Goren, (Jacob van der). So nennt Fi'orills

IV. 3^2. einen Annvrrper, der die Aufsicht überdie TavereiVal-rlk führte, welche Philipp V. i»Spanien um 1720. gegründet hatte, worin diescb nsten Gemälde nach ältern und neuern Meisterngeliefert wurden

Gorheraur. S. Gaurheror.

Gori, (Maurelius), ein Maler von Ferrara ,Schüler von Facchinetti; man kennt von ihm per-spektivische Ctaffcleygemälde O-msi l. 263.

Gorravelli, (G-), ein Abt und Maler vonJmola; lernte zu Bologna bey Viclorius Bigari.Er gewann 1769. alle Prämien in der HcsstemiaEl. mentina, und k hne darauf in sein Vaterlandzurück. Mensel Mrsccll. XIII.

Gorrbewahr, (Ferdinand), Maler zu Mün-chen , übte dieft Kunst um i 6 » 4 - unter der Anlei-tung des damals an dem Münchner -Hofe anwe-senden Peter Candido . Mestenrreder.

* Gorri , (Vincenz). Lanzi II. 2 r 48 - ^sein Todesjahr in i 6 z 3 und will gar nur in Regg>o2,3. Altarblätter von ihm zahlen.

en das Ler. hat, scheint Fisvillo nicht ru kennen.