G o n e l l a.
viereckig teil Saal des sogenannten Wauxhall. Wieso viele Andre, kam auch dieser Künstler nach derRevolution neuerdings an's Licht, erscheint imHlmanack äsu stoaux- -srts von igoz. 8. v. 6on-äouin wieder unter den damals noch zu Paris lebenden Baumeistern, und ward, zufolge desDekrets der fränkischen Regierung vom 23 Jan.desselben Jahrs zum Mitgliede der vierten Klasse(der Schönen Künste) dritter Sektion (der Bau-kunst) des Nationalinstituts zu Paris , so wie intgo4 in die Verathungscommission der Krongebäudeerwählt. Auch erhielt er um dieselbe Zeit den Auf-trag, dem (seit Niederreiffung der alten Franziskaner-Kirche allzuleeren Platz worauf das mehrgedachteCollegium der Wundärzte stand, durch Hinzufü-gung andrer öffentlicher Gebäude die Vollendung,und dadurch jener Baute selber eine höhere Schön-heit zu ertheilen.
Gonella, (BartholomD, warum das Endedes XV. Jahrh. bestellter Proto, d i. Baumeisterder St. Marcuskirche zu Venedig . Er starb 1505.und ward in der Kirche St. Daniel begraben. 7'e-MMLN I. 98.
* Gonellt, (Johann), der Blinde vonGambasso genannt. Neben Andern soll er dieBildsäulen Cosinus I von Medicis und Pabst Ur-bar» VUI. durch bloßes Betasten andrer plastischenBilder von ihnen, sehr kenntlich gearbeitet haben,äs Toirtmnr.
G 0 nis, (LudwigX So heißt ein französischerKupferstecher, der uns aber lediglich durch einBildnis des Dominikaners Ant. Cloche, ohne Na-men des Malers, bekannt ist.
Gonon, (Honorius ), ein französischer Kunst-gießer, der, gemeinschaftlich mir Rousseau , in1805. den Guß von Gois Bildsäule der Johannavon Orleans für diese Stadt, unter Aufsicht desBildhauers besorgt hat. Tsirni//.
* Gonord, ( ). Von ihm ist auch das
Bildniß des Schöppen I. D- l'Empereur, einesKunstliebhabers, ohne Namen des Malers. Mc.
Gonsago, ( ) Landschafts - Perspektiv-
und Dekorationsmaler, von dem uns aber nichtsweiter bekannt ist, als daß dersel.be schon um 1794.und noch 1304 in Petersburg lebte, und in erllge-dachtem Jahr zum freyen, theilnehmenden Ehren-mitgliede dortiger Akademie erwählt wurde. Fi 0-rillo Rl. Schr. 1l. 71. und Hofkalender von1804.
* Gonsalvus, (Sanktus). EswarinAma-ranthe, seiner Vaterstadt, wo er die im Lex. be-nannte Brücke baute.
* Gonrard, (Carl von), geb. zu Mannheim I?Z8 kam mit seinem Vater nach Baireuth, woer unter den Baumeistern Sempier und Richter dieBau- und Zeichenkunst lernte. Alsdann reiste erauf Kosten des Marggrafen nach Paris , um sichbey Blondel zu vervollkommnen. Mit seinem Herrnmachte er auch eine Reise nach Italien , Sicilienund Griechenland. Um 1765. kam er nach Pots-dam. In Berlin sind die Spithalbrücke, die Brückeam Königslhor, die zwey Thürme auf dem Fried-richsmarkte, und verschiedene auf Königl. Kostenerrichtete Bürgershäuser nach seinen Zeichnungengebaut. Merisel 11. Er lebte noch 1739.
Gonrhey oder Gourhey, (Dom), Cister-cienser zu Paris um 1730. Derselbe erfand eineneue Manier, die zartesten Reliefs und Basreliefsiu colorircn und zu vergolden, ohne ihre Feinheit>m geringsten zu verletzen. Die dortige Akademieder Wissenschaften hatte sie untersucht und gut ge-wissen. Meusel Miscell. X. 248.
* G 0 nrrer, u s. f. Es waren zwey BrüderJohann und Leorchard. Dieser letztere starb im28-Jahre seines Alters, und hinterließ einen Sohn,der die Malerey erlernte. Jene gehörten zu den
Gonzales. 465
letzten, welche in der Glasmalerey mit Glück ar-beiteten, da diese Kunst zu Anfang des X VII Jahrh,plötzlich versunken war, und sich zu ihrem altenGlänze nie wieder emporheben mochte, Fiorillo
III. 162. und M-c.
Conzaga, ( ) ein italienischer Dekora-
tionsmaler; arbeitete zur Zeit der letzten Reise desletzten Königes in Polen nach St. Petersburg , indieser russischen Residenz Theater - Verzierungenvon bezaubernder Wirkung. „Nie werd' ich" (heißtes in dem Aussatze eines Kenners, im Journal6'erlin iZoo. V. 117.) «den angenehmen Eindruckvergessen, den ich in dem prächtigen Theater zu St.Petersburg empfieng, da ich zum erstenmale nachder Bühne sah, ein großes Gemälde zu findenhoffte, und nichts —als einen sanft herabwallen-dcn Vorhang von grüner Seide erblickte, derhinter dem prachtvollen Proscenio eine überra-schende Wirkung that. Die Idee rührte aber auchvonGonzaga, dem größten und geschmackvollstenTheatermaler Enropa's her."
* Gonzales, (Bartholome), geb zu Valla-dolid 1564. und gest. 1624 ' wonach das Lex. zuberichtigen ist>. Für Philipp II!. malte er mancher-ley zu Burgos, Valladolid, Lerma , im Pallastedel Pardo, und im Escurial, und wurde zuletzt andie Stelle des Fabr. Castello in 1617 zum Hof-malrr erklärt. Unter seinen vortrcflichen Bildnissennennt man besonders sechs lebensgroße, mit 1621.dätirk, jetzt im Besitze des Baron von Casa Dava-lillo; andre zu Buen Retiro. Ein vorzüglichesTalent besaß er, seidene Stoffen , Pelzwerk u. s. f.täuschend nachzuahmen, worinn vielleicht — manverzeihe uns den Spaß! — mitunter seine (wiedas Lex sagt fast untrügliche Regel bestand,seine Urbilder kenntlich zu malen- Seine histori-schen Hauptwerke dann sindEine Ruhe der Ma-donna, bey den Recvlekos zu Madrid ; eine Ge-burt Christi in St. Franzesco, und eine Kreuzigungvon St. Philipp zu Alcala de Henares . Fiorillo
IV. 175.
— — (Christobal) ein spanischer Maler, sollgegen Ende des XVI Jahrh, zu Madrid gelebthaben. Einige gefällige Arbeiten von ihm findenfich im Krcuzgange der Carmeliter zu Segovia .Fioristo lV. 155.
— — (Ferrand), ein spanischer Maler undBildhauer. Von ihm sieht man in der Kapelle vonSt Biagius, in der Nähe des Klosters der Kathe-drale zu Toledo , ein Grabmal mit Figuren undZierathen, das in >399. ausgeführt wurde, undmit: fern» 6onnr:al«7. pintnr: ö: entellsäor un-terzeichnet ist, was uns einzig belehrt, daß er auchdie Malerey geübt habe. Fioristo IV. 51.
« — — (Joh. Joachim, oder Juan Giachi-neti), genannt il k r^v^noue äitlle taute. DenName» Borgognone hatte er von seinem Vater,einem Juwelier ; den claüe taute von seinen schö-nen Bildnissen. Sein Meister ist unbekannt, undbloß seine Arbeiten beweisen, daß er vorzüglichnach Titian siudirt habe. Fioristo IV. 232
— — (Nunno), ein spanischer oder portu-giesischer Maler des XVl. Jahrh, war Konigl.Hofmaler bey Don Alonso von Portugal . Donihm kennt man das Alkarblakt von St. Vinzen;in der Kathedrale zu Lissabon , und einen Christ ander Säule in der Capelle des Oreyeinigkeils-Klo-sters ebendaselbst Fiorillo IV. 87-
— — (Peter), ein spanischer Goldarbeiter desXVI. Jahrh, wird von Florist.) IV. 156. kürzlichangeführt.
* — — (Peter Ruiz), geb zu Madrid »653.und gest. 1709 (wonach das Lex. zu berichtigen ist).Schon dreissiajahrig kam er bey Escalante in dieSchule. Nach dessen Tode gieng er in diejenigedes Don Juan Carenno über, und machte nun soschnelle Fortschritte, daß ihm der Hof bald viele
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