G o u p i.
eine» sitzende,, Fechter sah, von welchem dort ge-urtheilt wird: „Die Malerei) hat Verdienst in derRundung und den hohen Lichtern; aber Umriß,Verhältnisse und die schwarzen Schattenparthiensind nicht glücklich." Fast vermuthen wir, daßdieser Künstler mit dem obstehnden Gounod HjnePerson seyn dürfte, , s-
Goup,', ( ). So heißt irgendwo citt fran-
zösischer Bildhauer, welcher leicht der in obigemArtikel Goukon bemerkte Goupel seyn dürfte.
Goupll, ( ) baute um 1760. das präch-
tige und weitläuftige Nonnen - Kloster der Königl.Abtey St. Antoine in der Vorstadt dieses Namenszu Paris , nach Zeichnungen von le Noir.
* Goupy, (Joseph), Zeichner und Kupferätzer,geb. zu Revers 1729. „ Seit vielen Jahren " (sagtRost VIII. 217.) „lebt er in London " (wohlschwerlich mehr) „wo er mehrere Blätter, sowohlvon seiner Erfindung als nach andern Meistern ge-liefert hat, die mit einer leichten und geistreichenNadel geätzt sind. Dahin gehören von historischen:Mutius Scävola, nach Ludw. Goupy; Hicronvon Syracus, der den Archimed zur Vertheidigungder Stadt auffoocrt, nach Scb. Ricci (Mßli III.!75-)i Johannes predigt in der Wüste, der vonSt. Philipp getaufte Eunuche, und die Marrervon Polykrates, alle nach S. Rosa; eine Dianen-Jagd, nach Rubens ; Zeuxis der die Töchter derAgrigentiner entkleiden läßt, um aus den fünfschönsten sein Studium zu wählen, nach Solimena (Füßli I. 0. 216.). Dann von Landschaften, vierenach S- Rosa: Die Wahrsager, die Räuber,Tobias, und der Traum Jacobs; und endlich be-sonders dreye, die seine Hauptblätter, und vongroßer Wirkung find : Der Beruf des H. Andreas,nach Cortona, Castel Gandolfo nach Grimaldi,und ein großer Landsturm, mit der Geschichte vonPyramus und Lhisbe, nach N. Poussin .
— (Ludw.). Nach ihm kennt man, nebstdem gleich oben angeführten Blatte von Jos.Goupy, das Bildniß des Tonkünstlers F. Ber-nardi, Sanesino genannt, von C. Kirchal, undsein, des Künstlers, eigenes Bildniß, von G.White gestochen. 7 l 7 §c. In wie fern dieser undobiger Joseph G. in Verwandtschaft standen,ist uns unbekannt.
— — ( ). Was soll dieNotizz bey Hei-
ne cke rJ. LZachr. 130. daß ein Künstler diesesNamens (ob Einer von den beyden Obigen?) zuPapillons Zeiten papierne Tapeten machte?
Gourdan. S. den Art. le Barbieri vonRouen .
Gouvdelle, ( ). So heißt ein französi-
scher Kupferstecher gegen Ende des XVI. Jahrh,von dem man mehrere Bildnisse des damaligenHofes — so z. B. dasjenige der Herzogin vonGuise, Catherine von Eleve (1588. dar.) kennt.( 1755 .
Gourdin, ( )- Und so ein sonst unbe-
kannter französischer Maler, nach welchem St.Fiquek das Bildniß des Karthäuser - Mönchen F.P- I. de Geps gestochen hat.
Gourdon, ( )- Und so ein andrer eben
so unbekannter französischer Maler, nach welchemman ein Bildniß des Gottesgelehrten L. Boucher,von N. Hadert gestochen, kennt. IHn.
* Gou'rmont, (Johann de). Dieser Form-schneider lebte wahrscheinlich gegen Ende des X VI.,Jahrhunderts. Von ihm kennt man auch zweyBildnisse des Kardinals Carl II. von Bourbon,und des Kardinals von Veudome.
* G ournay, (C-). Auch was an seinem im!ex. bemerkten Kruzifix nicht aus Buchstaben undZahlen zusammengesetzt ist, besteht meist in kleinenPunkten.
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Goussier, ( ). So wird irgendwo, ohne
Weiteres, ein französischer Bildnißmaler genannt.
Goust, ( ). So heißt ein alter französi-
scher Kunstvcrleger, für welchen I. Granthommedas Grabmal und Bildniß des in 157-j. verstorbe-nen Kardinal Carls von Lothringen gestochen hat.
rl.Lc.
— — ( ). Eben so heißt im illmanacll
geaux - 4 rt? von iZoz. ein damals in Paris lebender Baumeister, der den Titel eines Inspek-tors der Arbeiten am Pallaste des Erhaltungs-Senates trug.
* Gour, ( ). So nennt L. v. Winkels
mann einen Künstler, der vortrefliche Landschaftennur Ruinen gemalt habe, und aber wohl keinAndrer als der oben angeführte I. Goudt ist.
Gourv. S. Gauw.
* Gourven, (Wilhelm van der). Von ihm
kennt man auch Bildnisse; wie z. B. des ArztesSt. Blancard, a» der Spitze seiner reformirtcnAnatomie (Leiden 1687.) nach van Plas, und Joh.Gersons nach B. Picart. s. v.
uerr und
Gorvy, ( ) ein sonst unbekannter Maler,
nach welchem W. Hollart die Bildnisse des ArztesJoh. Banfi und Joh. Thomsons gestochen hat.
*Goy, (Joh. Bapt). Die Arbeit des Bild-hauers , dessen im Lcx. unter diesem Namen gedachtwird, gehört dem oben angeführten Gouer zu.
* — — (N.). S. oben Gois.
* Goya. S- Goja.
* Goyen, (Johann oder Johann Joseph vander), Sohn von Joseph van Goyen, einem Kunst-liebhaber. In seiner Jugend gieng er einige Zeitnach Paris , um auch dort sein Talent auszubil-den. „ Alle seine Werke" (sagt Wareler) „zeugenvon seinem getreuen Studium der Natur. SeinPinselstrich ist leicht, und man merkt, daß er mitHurtigkeit arbeiten konnte. Seine Werke sind auswenig Stoff verfertigt, aber mit so viel Talent,daß sie oft Teniers zugeschrieben wurden. Oftbieten seine Landschaften bloß einen Fluß mit Käh-nen bedeckt dar, welche von Bauern oder Fischernbestiegen sind, und in der Ferne den Prospekteines Dorfes. Dieser Mangel an Reichthum inden Lagen ist den holländischen Künstlern eigen,und es ist ihr Land, welchem man deshalb Vor-würfe machen muß. Aber sie ersetzen dielen Feh-ler durch Eine große Eigenschaft" (ja wohl diegrößte) „die Wahrheit." Auch in de» von ihmselbst geätzten (äusserst seltenen) Landschaften ent-deckt man seinen fetten und leichten Pinsel. RostV. 355. weißt nur zwcye derselben anzuführen:Die eine mit Gebäuden und einer Fähre auf demFluß; die andre mit kleinen Gtrohhüttcn und miteinem Flusse durchschnitten; beyde in groß Quer-Quart. Dann aber führen der Brandessche undbesonders der Winklersche Katalog an die 60.nach ihm gestochene Blätter an, von welchen eineAussicht von Rotterdam , von J. Bachcley (1757 ),eine Meersstille von Chr. Norton (i? 59 ) unter P.C Canots Leitung, die vier Jahrszeiten von Wei-rottcr, tüs Outck I'iüoliermen von Vivares —die Folge von 12. Blättern, mit der AufschriftksAinnculss amoLNlssimss von Joh. von Visscher— dann eine Folge von 8- andern, mit Figuren,Monumenten, u. s. f. gezierten, von I. Grons-vclt, und endlich vier Seeprospekte von Spielmann,als vorzüglich genannt werden. In den neuestenTagen findet sich nach ihm ein Kanal von Seiten-gebäuden, von Chataigner gestochen, im XXXI.Hefte des Lours kistoriigue et ölementaire.
* Goyrand, (Claudius). Nach Rost (VII.289.) geb. zu Gens um i6zP (gewiß namhaft
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