Graeber.
xrcolano gearbeitet hat, so muß er ein ziemlichesAlter erreicht haben.
Graeber, ( de). Von diesem sonst ebenfallsunbekannten Maler führt Goykorvskj- dl°. 79. einhistorisches Stück in Rembrandt's und Eckhout'sGeschmack an.
Graef , (Al.de). Von diesem sonst unbekann-ten Maler stehet man zwo kleine Tafeln, welchedie Geschichte des barmherzigen Samariters vor-stellen, in einem Kabinette der DüsseldorfischenGalerie.
Graenicher, ( ) Maler, Schüler von
Joh. Casanova. Von ihm sah man auf der Kunst-ausstellung zu Dresden 1794, eine liegende Tyge-rin, die ihre Jungen säugt, Copie nach Rubens in Lebensgröße, und zwey Affengesellschaften, voneigner Erfindung, in Del; Arbeiten, welche ver-muthen ließen, daß der Künstler besonders in die-sem Fache mit der Zeit Vieles würde leisten können.Ueber einen Christuskopf nach A. Carracci , einEcce Homo nach Guido, und eine Madonna,nach Palma Vecchio , ebenfalls in Del, wurdebemerkt: Daß der Künstler zwar richtig fühle,aber die Behandlung des Pinsels, besonders imKleinen, noch nicht recht inne habe. Ein Amordann, der einen Löwen bändigt, nach der Antike,war sehr malerisch und fleiffig behandelt; mir dieBeine bey dem Liebesgott etwas schwer gehalten.Eine colorirte Zeichnung endlich wieder von eignerErfindung, eine Erndte vorstellend, hatte sehr vielGutes und besondre Naivetät in den mannigfaltigsich beschäftigenden Figuren. Nur fand man dasGanze der Komposition zu zerstreut und zu ängst-lich Meusel Mus. 266—67. Seither scheintsich dieser Künstler einerseits wesentlich auf dieThiermalerey beschränkt, und anderseits auch einigeVersuche im Aetzen gemacht zu haben. Von dererstem Gattung sah man noch von ihm auf demDresdner -Salon von iZor. ein großes Blatt mitFedervieh, und einen Hund, nach der Natur inDel gemalt, welche für Zeichnung und Colorit ge-rühmt, und, wie es scheint, seinen Bildnissen,dergleichen er noch etwa verfertigte, vorgezogenwurden. Von Aetzarbeiten dann führt Meus.Archiv III. no. von ihm eine verjüngte Copiedes Stölzelschen Contours von K. A- H. Hesse'sMarsch des Uralischen Kosakenregiments an, vonder es indessen dort heißt: Daß es der sonst so ge-schickten Hand unsers G. nicht gelungen sey, einetreue, charakteristische und von Verzeichnungengereinigte Nachbildung jenes berühmten Blattes zuliefern.
Grätsch,( ) Maler und Professor zu Ber-lin . Schon auf der dortigen Kunstausstellung von
1 799 . sah man von ihm den Knaben Alcibiades , denman, in Absicht auf Komposition, Zeichnung undAusführung gleich, unter aller Critik fand. Ebenso seinen Albrecht Achilles in Gräfenberg , und seinenverwundeten Epaminondas , beyde im Salon von
1800. (ösrlln l?99. IV. 50. und iZoo- IV. 82. u.V. H2.). Etwas besser auf dem Salon von >303.einen Abschied des Regulus von seiner Familie, inOel; dafür aber wieder ärgerlich schlecht eineMondschein - Aussicht nachdem Berlinischen Op/rn-gebäude zu, mit Farben getuscht. S. ^reymürh.180z. d!°. 193. Eben so häßlich endlich wurdenvon ihm auf der folgenden Ausstellung von 1804.die Kampfspiele gefunden, welche Achill als Tod-tenfeyer für den Patroklus anstellte, u. s. f. u. f.Alles (wahrlich!) mit weit Mehrerm.
Graexner, ( ) nach einem sonst unbekann-ten Künstler dieses Namens hat I. D- Herz einenmit vielen Heiligenbildern gezierten Altar gestochen.
* Graf, (Anton). Mit gleichem Ruhm, wiein Dresden selber, arbeitete er zu verschiedenenZeiten auch in Leipzig und Berlin , wo er sich mitder Tochter des sel Pros. I. G- Sulzers vermahlthatte. Noch auf den jüngsten Ausstellungen zu
Graf. 47 L
Dresden von 1305. und 6. sah man von ihm meh-rere vortrefliche Bildnisse, welche ganz das Geprägeseiner bisherigen auserlesenen Kunst trugen; soz, B- das allgemein bewunderte des regier FürstenReuß von Graiz in Lebensgröße; so sein eigenesmit der Brille, von sprechender Wahrheit. Ur-theile über seine manigfaltigen Arbeiten auf demDresdner -Salon von 1794. und dann eben von1805 s. in Meusels r(l. M»s 252-5Z. undArchiv I V io2—-j so wie über diejenigen auf denAusstellungen von 1800. und iZoi in den Deutsch .Bunstbl. 1.^4. und II. B. r— l i. 17—19. und von180z. in der Allgein. Zeit. wo es von ihm, nebenAnderm, heißt: „Graf trift, wie man sagenmöchte, in höherm Sinne; er malt nicht den Leib,sondern den Geist, und weiß fast immer mit einemunglaublich glücklichen physiognomischen Takt denMoment zu ergreifen, wo sich nicht bloß eine oderdie andre charakteristische Eigenthümlichkeit, son-dern die ganze Individualität des Innern in demruhigen Aeussern abspiegelt." Von den nach ihmvon Baust, Berger, Eichler, Friedrich, Guderborn, Haas, Hayd, Geyser, Kohl, Laub, Liebe,Mechelu, Nilson. Preißler, Raspe, Nieter, Schulze,Sinzenich, Sturm, Meiste, Wolfgang u. a. ge-stochenen Bildnissen führt ein Verzeichniß meinessel. VaterS bloß bis auf ,790. an die 60. an, diesich seither wohl auf das Doppelte dürften ver-mehrt haben. Die von Baust dann insbestnders(von 1763-94.) finden sich wohl nirgends voll-ständiger als im N)mklerschen Gantkatalog 8 . v.Bause, Graf, u. a. Zu den historirren gehö-ren, neben Andern, der Prinz Heinrich von Preus-sen zu Pferde, von Berger; die SchauspielerinBrandes im Charakter der Ariadne auf Naxos ,von Sinzenich; Grafs beyde jüngcrn Sohne, welcheSeifenblasen machen, von M Haas; sein ältererSohn der am Tische zeichnet, von I Nieter; seinSchwiegervater Sulzer endlich, der, bey abneh-mender Lebenskraft, mit ernster Rührung auf seineblühenden Enkel blickt, von eben demselben (dasUrbild, wenn wir uns nicht irre», oder -och einähnliches in Wiuterthur).
— — (Carl Anton), Aurons Sohn undSchüler, geb. zu Dresden 1774. Landschaftsmaler.In i 8 oi. sahen wir von ihm schone nach der Naturstizzirte Zeichnungen, nach verschiedenen Merkwür-digkeiten des Lauterbrun» - Thales. Um 1807.lebte er in Rom , von wo er aber eben wieder inDresden erwartet wurde. Welcher Antrieb, fürden Sohn eines solchen Vaters, mehr als Gewöhn-liches in der Kunst zu leisten l
* — — (Dorothea Maria), Johann An-dreas Tochter, deren das Lex unrer dem Art.ihres Vaters gedenkt, heirakhete zu Amsterdam denMaler Georg Gsell, und gieng mit ihm nach Peters-burg , wo sie in Diensten der Akademie der Wissen-schaften arbeitete, und dort ein Schatz von ihrenund ihrer Mutter Original - Gemälden verwahrtwird. Sie starb daselbst 1745. ^c.
— — (Hans), malte izso. das alte Rath-haus zu Nürnberg , welches Georg Pens ,521. er-neuerte. Dieses, als wahr vorausgesetzt, findetman einen andern, ebenfalls alten Hans Graf,von Nürnberg , der 1514. -as Gemäld an der dor-tigen Schau, gegen dem Rathhause über, verfer-tigt hat, welches dann in 1579- von TbomasOelgaft, und 1679. vom Stadtmaler LeonhardHaberlin erneuert ward. Murr S. Z 9 S.
— — von Wien . Defonrenai setzt sein Geburtsjahr wohl irrig in 1630.an. Er soll nie ausser Lands gegangen seyn Erzeichnete und gruppirte sehr gut, und führte Allesmit ungemeinem Geiste aus. Sein Meister, vonÄlen, schätzte ihn so hoch, daß er ihm seine Schwa,gerin zur Frau gab. Das (Schwarzkunst-) Blattnach ihm von I. V. Kaupcrz, dessen das Lex. ge-denkt, stellt eint alte Frau mit einem Essighandlervor» Hftr.