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Graf oderGrove, (Henning), eingeschick-ter Wappenschneider zu Augsburg ; blühete um dieHälfte des XVII. Jahrh, von Teerten S. 497.
* — — (Johann Andreas). Irgendwo findetman unter seinem Namen (dann aber doch mit F.
inv. bezeichnet) ein Blatt eingetragen, wel-ches den Kaiser Leopold mit den 7. Churfürsten,die Stadt Frankfurt in der Ferne (en Perspektive)vorstellt. Eher aber vermuthen wir, daß solchesobigem Hans Graf von Wien gehöre.
Graffe »stein, (Franz Anton), Maler undMitglied der Akademie zu Wien , wo er 1717. geb.ist. Er malte hauptsächlich Lhierstücke, wovonauch einige nach Moskau und Genua gekommenfind. Meusel II.
* Grafft co, (Camillus). Nach F. Salviati
hak derselbe eine Anbetung der H. Jungfrau- und,ohne uns bekannten Namen des Malers, ein Abend-mal gestochen, Noch hat der Vinklersche
Katalog von ihm eine St. Margaretha, den Dra-chen unter ihren Füßen, ein Blatt, welches ledig-lich mit ('am. 5 ec. et exc. komrs, be-
zeichnet ist.
*Grafton,(^ ) hieß Wilhelm, und wargeb. 1720. — sagt nämlich, wohl verstanden, Barsän (bis. ssc.).
Graham, (I.), ein neuerer englischer Maler,nach welchem H. Dawel 1798. zwey Blätter kr-n-2e(s Klirabetk conlineä bv Her 8ister, undNarz, (sueen ok 8cots, on tke rnorninZ sbe suk-ssrecl Deatk in potlierin^ds^ Lsstls, gelieferthat, an welchen das lournal kür bilüenüe Künste228-29. Allerley rüget, wovon man aber zumTheil nicht weiß , ob solches dem Maler oder Ste-cher bcyzumessen sey. Erstres zumal wird dortvollends zu mittelmäßiger Fabrikwaare gezahlt.Ob dies der nämliche Graham sey, welcher an-derwärts Kupferstecher heißt, und das in 1799. zuEdinburg erschienene Gedicht: tke kleasures okHops von Thomas Thampell mit schönen Blät-tern verziert hat, ist uns unbekannt?
Graher,( ) Baumeister in Berlin . EineTochter von ihm, welche einige Zeit mit Basedowin Verbindung stand und schon damals Mannsklei-der trug, lebte eine geraume Zeit, unter dem Na-men eines Herrn von verdion in London , undmachte, nach dem Verlust eines ziemlichen Vermö-gens, am End den Sprachmeister, bis sie endlichiM Sommer 1802. im größten Elend starb. IhreGestalt und Anzug waren so possierlich, daß einschälkikcher Kupferstecher sie abgebildet hatte. Eineinteressante Nachricht von ihr s. im Hamburger-Torrespondent 9. »803.
^ Erahl, (Joh. Friedrich). Nach seiner Un-gnade bauete er zu Schwebt das vortrefliche Reit-haus > dessen Dachstuhl ein Meisterstück von einemkünstlichen Hängewerk ist; und zu Baireuth eineschöne Caserne und sonst einige andere Gebäude.Er starb am letztcrm Orte 1740. ^icolat.
Graincourt, ( ) ein Maler, nach An-
dern auch Kupferstecher, in Diensten des Kardi«»als von Luynes, gab 1730. Lagenweise die Lebens-Beschreibungen berühmter Männer des französi-schen Secdicnstes, nebst ihren Bildnissen aus Licht.Von denselben finden wir irgendwo diejenigen desHerzogs von Breze, Franz von Vendome Herzogsvon Bcaufort, des Marquis du Quesne, und L.V. von Rochouart Herzogs von Vivonne genannt.
Graln - p 0 1 e, (I. le). So heißt ein sonstunbekannter französischer Künstler, nach welchemCl. Melan das Bildniß des Advokaten Ludw. vonOrleans gestochen hat.
Grambs, (Joh. Valentin), ein guter Bild-nißmaler zu Frankfurt am Main ; blühete daselbstvon der Mitte bis gegen das Ende des XVII.Jahrh. Seine Gemälde werden mit Dandyks ver-
Gran.
gliechen, und besonders seine Hände bewundert.B. Ph. Kilian, L. Heckenauer, P. Schenk, AStriedbeck, Thelot, u. a. haben nach ihm die Bild-nisse meist unberühmter Männer gestochen. Ermalte auch in der Gt. Catharinenkirche ermeldterStadt. H. S. Hüegen S> 89 -
Gramrgnanl, (Anton). Von einem Künst-ler (vielleicht aber auch bloßen Kunstverleger) die-ses Namens führt Hei necke (Nachrichten II.334 -) ein kleines Bildniß von Raphael , ohne Na-men des Malers an.
*Grammatica , (Antiveduto). Sein Vaterwar von Siena gebürtig; er selbst aber in derNähe von Rom geboren. Er lernte bey Joh. Domin.Perugino (pittor 6i rametti). Langt l. Z39. nenntihn einen geschickten Künstler, der zu Rom eineFigur gespielt, und damals in der Akademie vonSt. Lucas den ersten Platz eingenommen — beson-ders aber ein großes Talent, vorzüglich Köpft zucopiren besessen, auch solches eines Tags dahinmißbraucht habe, Raphaels St. Lucas auf derAkademie an einen großen Herrn zu verkaufen, unddafür seine Eopie hinzustellen, worüber er seinenPlatz verloren. In mehrern Kirchen zu Rom saheman Arbeiten, namentlich agl'Jncurabili eine Ver-kündigung , sehr lebhaft colorirt von ihm, und ebenso, hin und wieder, trefliche Bildnisse.
Gramm 0 nt, (der Ritter von), zeichnete dieSchlacht bey Fieurus von 1690. die I Dolivargestochen hat.
Grammorfeo, (Peter). So nennt Lanzi(II 2. 352.) einen sonst unbekannten alten piemon-tesischen Maler, der um 1513. für ein Kloster inCafale gearbeitet habe.
Gran, (Cornelius van), ein Künstler diesesNamens wird irgendwo unter die Kupferstechergezählt. Mn.
----- (Daniel). Geb. 1694. (nicht 95.) undgest. zu St. PSlten bey Wien 175?. Ein Künstlervon vorzüglichen Talenten, der jene Theile derGeschichtsmalerey in hohem Grade besaß, welchebis auf die Erscheinung von Mengs bald in ganzEuropa als die wichtigsten betrachtet wurden; dienämlich einen schnellen und das Auge reizendenEindruck zu machen pflegen. Grandiöse, aus starkbewegten Bildern bestehnde Kompositionen, Kennt-niß der Optik und Perspektive, allgemeine akade-mische Wissenschaft der Verhältnisse des mensch-lichen Körpers, in großen Massen idealisirte Drap-perie, willkührliche Anwendung des Lichts und desSchattens, eine harmoniöse Farbenmischung, nebsteinem markigten und kühnen Auftrag des Pinselscharakterisiren sowohl seine als die Werke fast allerandern der bessern gleichzeitigen Geschichtsmaler,namentlich auch unter den Deutschen ; wie z. B.der Maulbersch, Palko, Sambach , Strudel, Tro-ger, Unterberger u. s. f. Dagegen elegante For-men , geistige und wahre Charakteristik in Köpfen ,und jene Feinheit im Ausdrucke, die ein tiefsinni-ges Studium voraussetzt, findet man selten beyihnen; nicht daß es ihnen an Talent und Gefühlauch für diese wichtigern Theile der Kunst gefehlthabe; aber sie mußten sich fast immer nach dem da-mals noch rohen Geschmack ihres Publikums, undvorzüglich der Klostergeistlichen richten, die ihnenfast allein Beschäftigung gaben; oder der Großen,welche zu den Deckenstücken und andern Zierwerkenihrer Palläsie u. s. f. nichts als starken Effekt imGanzen federten, und symbolische und mystischeAnspielungen, als den Gipfel des Künstlergeniesbetrachteten. Füß 1 1 Annalen 1 .59—60. Seinegroße Manier im Freskomalen halte er sich >"Italien erworben. Die Deckenstücke der Kaiserl-Bibliothek, von I. I. Sedelmayr nach ihm ge-zeichnet und gestochen, befinden sich in dem Werke:Oiluciüs repräsentativ etc. kibliotkecoe Lsesareoeetc. k. I. Ar> pol, Viennse 737,