Band 
Zweyter Theil [1].
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473
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G r a n a.

Grana, (Jacob)/ ein genuesischer Bildnißma-ler, lernte bey P. Laurent Spoletti, und arbeiteteum 1627. ausser Landes, äo/s»-« bi. L. 11 275.

— — (Lucas). Duadno Th. III. S. 494.behauptet: Dieses sey der wahre Name eines Ma-lers von Tirano in Äeltlin gebürtig; da er dann,zweydeutig genug, Alles, was man sonst demL.Lranach zuschreibt, diesem L> Grana zueignet.

* Granacher, (Lucas). Dieß nun wirklich(s. oben Grana), ein verstorbener Name vonLucas ssranacher (Lssküller).

* Granaccr, (Franz). Derselbe hatte seineKunst hauptsächlich der innigen Freundschaft mitMichael Angelo zu verdanken , dessen Mitschüler erbey Domin. Ghirlandajo war. Durch seinen theo-retischen Unterricht sowohl als besonders durch dasStudium seiner Cartons erweiterte er seine Manier,und näherte sich demjenigen Styl, den man dazu-mal den neuern nannte. Indeß konnte er sich vonder altern Einfalt nie ganz entfernen; doch findetman bisweilen bey ihm eine fleissigere Zeichnungund ein stärkeres Colorit. So z. B. in seinen HH.Zanobius und Franzisc mit der H Jungfrau, inder Sr. Jacobskirche zwischen den Graben zu Flo-reuz; und noch besser in einer Himmelfahrt Mariä (in der jetzt erloschenen Kirche St. Piekro maggioredaselbst), wo man neben anderm die Figur einesSt. Thomas sieht, welcher ganz Michelangelischist. Viel Andres Bedeutendes kennt man nicht vonihm, da er nämlich von Haus aus einige Glücks-güter besaß, und, bey seinem güldenen Mittel-stände vergnügt, mehr für edeln Zeitvertreib alsfür's Bedürfniß arbeitete. Lmrsr l. izo—zi. Fio-rillo dann (I.ziZ.) sieht diesen Künstler vornamlichvon der Seite an, daß derselbe die Erfindung derMaskeraden und andrer Volksfeste vervollkommnethabe, welche damals zu Florenz mit großemPomp, und eben so großem Beyfall begangenwurden. S- lutti i (Irioiuü, Lrirri, lVlascne-rati etc. anclats per Llrense clal tempo üel IVls^-lüsteo Loren^o üe lVleclici, stno all' anno i;;y»etc. Losmopoli 175c».

Gra»rd, (August Claudius Simon le), Sohndes im Lex. enthaltenen Ludwigs, geb. 1765.Kupferstecher, arbeitete, neben Anderm, nachFra-gonard, in Donnets gefärbter Manier. Lasa» Lll.sec.

— — tA- le). Don einem Kupferstecher die-ses Namens werden (1806.) in einem Verlagska-talog vonJouberr und Bance eine Menge, theilsschwarz, theils colorirt abgedruckter Blätter, (histo-rische und Gattungsstücke) nach Dcawuby, laGre-»ee, le Roy, Rousseau , Schall, u. a. nach seinereignen Erfindung angeführt, welche, den Preisen»ach, nicht zu den Meisterstücken gehören können.Viere derselben (aus der Geschichte der H. Geno-vcva von Brabant) nach Schall , dürfte» vielleichtden Vorzug verdienen.

— — (Hyacinth lH, ebenfalls Kupferstecher,

geb. in Lothringen 1755. arbeitete gleichmäßig nachFragonard und Andern. So z. B. Jupiter undJo; la Oilpdletts, u. s. w. L«l. sec.

Derselbe^sagt eben dieser) hat einen Bruder, dergeschmackvoll mit der Aetznadel arbeitet, von wel-chem man einige Blätter aus dem Kabinet leBrün kennt, und der ohne Zweifel einer der Fol-genden ist.

— — (Jenny le). Von einer Künstlerin diesesNamens sah man auf der Pariser -Ausstellung vomW XIII. ein kleines angenehmes Stillleben (Lan-ds» VI. 1Z5. nennt es ein Winterstück), mit der(feinen) Bemerkung: „Es ist ein großer Lobspruch>»k die Kunst, daß eine gute Nachbildungauch dergemeinsten Dinge noch einiges Interesse habenkann." blouvel1e8 6es ^rts. IV. 6z.

* — — (Johann le), der Baumeister des Lex.Andre hiessen ihn Jacob. (lLec.

Grand. 47z

* Grand, (Joh.le'. Ein andrer neuerer Bau-meister dieses Namens blühete um 1770 Mrc. Obdieses noch derselbe sey, der c wie so viele Andre)erst nach der Revolution von Neuem auftrat, undim -Vmsnaok ües keaux - T^rts von iZoz. alsBaumeister der öffentlichen Monumente und einerder drey Aufseher über die Bauten der Stadtge-meinde Paris erscheint; von dem dort, als seineArbeit, die Kuppel der Fruchthalle, die Tuchhalle,das Hotel Marboeuf, das Theater Faydeau, undder Markt des Jnnocents genannt werden — derferner um diese Zeit den Text zu Durands paral,löle <les tüöitices snoiens et moöerves bearbeiteke-und damals im Begriff stand, eine allgemeine Ge-schichte der Baukunst zu geben, üuch seither denkurzen Text zu Bourrois Snlerie amigue, ouLollection <los Lüefs - ö'oeuvre ä'^rckitecture.<le Kculpture et 6e k'einture antiqus8 b'ol. ?x>ris.besorgte, wovon in ,806. die ersten Hefte erschie-nen waren — von dem es endlich, in einem, demMomreur eben dieses Jahrs (Xo. 28z.) beyge-rückten Rapporte des H. Lebreron über den Zu-stand der bildenden Künste in Frankreich vom I.XIV. hieß: Daß er, als Beystand (vielmehr Nach-folger) seines Schwiegervaters sslerisseau (denwir schon lange unter den Todten zahlen) so ebendie Fortsetzung jenes (schon 1764. erschienenen^ be-rühmten Werkes dieses letzter« : Kur 1 v 8 Hutiqui-te8 cle Trance, ans Licht gestellt habe — All' die-ses ist uns unbekannt; und könnten, neben An-derm, letztgedachte neuere Notizzen, auch demBaumeister German perer le Grand des Lex. zu-geeignet werden, welcher letztre aber freylich schonum -760. gedlühet harte?

— — (Johann Baptist le). So wird irgend-wo, ohne Weiteres, ein französischer Kupferstechergenannt.

* — — (Ludwig le). Don ihm führt Gan-delll'irl zwey Stiche zu Rousseau's Emil <1762.)und ein Verzeichnis- meines sei. Vaters an d:e zo.Blatter an, von denen aber einige auch obigenJoh. Bapr. oder andern noch unten folgendenfranzös. Kupferstechern dieses Namens zugehörenkönnen.

— — (Niklaus le). So nennt/iorillo (Rl.Schr II. 67) einen Baumeister, der um i?8s.Mitglied der Akademie zu St. Petersburg war,und vom dortigen Hofe beschäftigt wurde. Fastaber vermuthen wir, daß solcher kein andrer, alsobiger Johann le Grand der jüngere sey.

— — (P. F. le), wieder ein andrer französi-scher Kupferstecher, der um ,730 in colorirter undrothpunktirrer Zeichnungs-Manier gearbeitet habensoll. Von ihm führt 8. v. Dbüe ou Dnestr/ :1a keine presentant le Oaupüin, nonvellemcntue 2 ls krance , piecs en bleclaillon , dann l'/kpo-tkeose lle Voltaire und les gustre Kaisons, alle»ach erwähntem Dardel; ferner ein Verzeichniß mei-nes sel. Vaters la DIere proprete nach Girardon,I'^mour kamoneur und I'^mour cl'Ltö nach leRoy, und das Bildniß Jac. Duo. d'Epremenilnach Bernard an.

— — ( le). Abermals, einigen unsrer

Notizzen zufolge, ein französischer Kupferstecher,der die Kunst zu London gelernt haben soll. undsolche nachwärts zu Paris übte. Ohne Zweifelderselbe, der, gemeinschaftlich mit Bartolozzi ,zwey Blätter nach Cipriaui: I» kellssion , und losHecons cle KsAv880 gestochen hat. Wir würdenihn gerne für den oben erwähnten Ludwig halten— obgleich Basan (wä. sec.) ihn ausdrücklich vondiesem unterscheidet.

— — ( le). Welcher von ihnen, oder wel-cher Andere ist dann aber wieder derjenige, der,nach Barbier und Perignon, für dieDaWeaux ösIs Kuisse (^0. ,50. und 204.) Lsseacles llu De--8inund ?out <Ie Is Hirse gestochen hat Und wiederwelcher, der in einem Verlagskatalog von Ion-

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