Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
474
JPEG-Download
 

474 Grand.

bert und Bance (1806.) häufig, und zwar vondem oben angeführten A. le Grand als verschiedenerscheint, von dem dort lauter Blätter nach seinereignen Erfindung angeführt werden; wie B.Hamlet, Romeo und Iuliette, ein Messias und einkleiner St. Johann , "Belisar und die Erziehung(Pendant's?), Aesopus u. Rhodope (Pendant's?),I'Apprenension er ls 8urstä (Pendants), undendlich ein Bildniß der Kaiserin Josephine ; wasaber Alles, dem Preise nach zu urtheilen, von kei-ner großen Bedeutung seyn dürfte.

Grand, ( le), ein Maler zuAix in Provenceum 1653. nach welchem Coelmaun (1697.) dasBildniß des H. Vincent Boyer Aiguilles gesto-chen hat

* — — ( le). So wird auch im Russ.Hofkalender von iZoä- ein Baumeister, Mitgliedder Akademie zu St Petersburg genannt. Hb der-selbe vielleicht mit dem oben angeführten Baumei-ster Johann le Grand dem jünger» Eine Personsey, ist uns unbekannt.

— — ( le). So nennt endlich auch Fio-rills (III. 549.) einen Lehrer der Malerei) zuRouen , der neuesten Zeit, dessen Werke in Absichtder Originalität sehr interessant seyn sollten *).

— — ( ) ohne das le, von Lyon . Von

einem Künstler dieses Namens sah man auf demPariser-Salon vom I. XIII. zwey Blumenstücke,welche aber so hoch gestellt waren, daß man überdas Detail derselben nicht urtheilen konnte. Den-noch (heißt es) waren solche schon anzuschn, undhatten viel Relief. Xc>uvelle8 cies Arts IV. 6;.

Grandcour, ( ). So heißt irgendwo

ein Künstler, von dem man ein Blatt: Datsille <leüuternberF >753. kennt.

Grande, (Anton del), baute die Galerie desPallastes des Connetable Colonna zu Rom , diefür eines der schönste» Werke dieser Stadt gehaltenwird. Sie ward von Hieronymus Fsnrana vol-lendet. Kama Masie-vm. Don Andern wird übri-gens , so wie namentlich vom Lex. eben diese Bautedem Joh. Bapt. Grand-, und wieder von AndernI. P. Schor zugeschrieben.

* Grandbomme oder Granthomme,(Jacob). Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führtan die 40. theils von ihm selbst, theils in seinemVerlage ganz gestochene fleifsige Blätter an, welchesowohl Bildnisse als Geschichten seiner Zeit ent-halten, und von denen die frühesten mit 1533.datirt sind. Im Gantkatalog von Brandes findetsich Einiges, doch Weniges, von ihm. Mehrcresbey Gandellinl; neben anderm, nach Nabel,das Bild eines Weisen, welcher (was so selten ist)hören, sehen und — schweigen kann.

* Grandi, (Carl). Nähere Nott'zzen von den,übrigens, wie es scheint, wenig bedeutenden Ar-beiten dieses Kupferstechers, s. bey Gandelluii.

— (Herkules), ein Künstler, der seinenMeister Loren; Costa wenigstens in der Zeichnungübertraf, und nicht selten dessen Neid erregte, ob-gleich der Schüler den Meister immer mit der größ-ten Schonung behandelte. In Bologna sah manArbeiten von ihm, welche Albano Mantegna's undPerugino's seinen vergliech; denn einen so auser-ltsnen, weichen und harmoniösen Pinsel fand manunter seinen Zeitgenossen sonst keinen. Auf eineFreskoarbcit in der Kapelle Garganelli zu St.Peter (das Lex. sagt St. Petronio) in Bologna verwandte er 7. Jahre, und 5. andre um solchenoch auszubessern. Auf der einen Seite erblickte manden Tod der H Mutter, auf der andern die Kreu-zigung ihres Sohns. Bey der darin angebrachtenMenge von Figuren sah kein Kopf dem anderngleich. Dazu kam die angenehme Bizarrerie der

*) Bald von keiner Malerfamilie, wie von dieser, sindvollständige Nachrichten zu Handen gekommen.

G r a n d i n.

Gewänder, die Geschicklichkeit in den Verkürzun-gen, und ein Ausdruck des Schmerzens , der, wievasari exklamirt, über alle Beschreibung gieng.Da erwähnte Kapelle vor einigen Jahren eingerisisen werden mußte, wurde noch Vieles von dieserschönen Arbeit gerettet und in dem Pallast Tanaraeingemauert. Noch andre von ihm sieht man inSt. Paul zu Ferrara , in der Kirche di Porto zuRavenna , im Stadthause zu Cesena, und einigewenige Stafeleygemälde in Galerien, selbstDresden . Sein ehebrechersches Weib in derjeni-gen zu Florenz wurde lange für einen Mantegnagehalten. Da er nur 40. Jahre erlebte, und inso kurzer Zeit mehr wie ein schüchterner Schüler,als wie ein Meister arbeitete, so sind überhauptseine Werke selten. Daurst II. 2. 22z—25. NebenAndern hat H. David nach ihm eine Kreuztragungauf z. Blättern gestochen , und C. Ruin« nach ihmin Holz geschnitten.

— — (Hieronymus de). Caspar Ruina hatein schlechtes Blatt in Holz geschnitten, welches dieErschaffung der Welt (nach Michael Angelo in derSixtinischen Kapelle) vorstellt, und aber seltsamerWeise Hier. <ie (Irnrxli xma-it unterschrieben, unddoch wahrscheinlich bloß von diesem letztem gezeich-net ist. Ob übrigens hier von dem Joh Hierom.Grands dem Bildhauer, oder dem Joh. Hier.Grandes dem Maler (des Lexikons) oder gar voneinem dritten die Rede sey, ist uns unbekannt.

— — (Vielmo de), Franz Zamberkan,Proto d. i. Baumeister, Dionysius Bälde, Proto;Christoph Sorte, Proto; Jacob Guberni; Mar-chesin Marchesini, der an der Drücke des Königl.Kanals gearbeitet; Joh. Maria de pierro, ge-nannt Monaro, Proto; Simon Sorella; Joh.Ant. de Mario, Mäurer der Kirche St. Geor-giers; Martin Bigotte, Gastaldo, d. i. Vorsteherder Mäurer; Cäsar Francs, Baumeister des üf-ficio del Proprio; Tiberius Zorze; Franz diFermo ; Franz di Pier» Murer; Octav Fabris:Alle diese Baumeister und Bauverständige wurde»1589 von der Regierung zu Venedig über den vonAnton da Ponte angefangenen Bau der BrückeRialto zu Rathe gezogen. DeEW II zu.

Grandjean, (Johann), ein Holländer,malte Landschaften mit Schäferscenen u. s. f. Der-selbe wird in Ealkoens Kabinets - Verzeichniß G.28 u. s. f. angeführt.

— — ( ) ein junger französ. Baumeister,

Pensionnair der französ. Akademie zu Rom seik eZoe.sandte im I. e8o5- dem National - Institute znParis von den verschiedenen Begräbniß-Gewolben,welche er in dem bekannten Grabmale der CäciliaMetella , an dem appischen Wege durch Nachgra-ben entdeckt hatte, Grund - und Aufrisse; nebsteinem Entwürfe zu Restauration des Ganzen. Ausder Kunstausstellung desselben Jahrs sah man vonihm: Den Entwurf zu einem Forum; Details vomTriumphbogen zu Benevent ; das Gesimse desForums von Nerva , und den Barberinischen Kan-delaber in Zeichnungen. In 1306. gedachte er,vereinigt mit einem seiner Kunstgenossen, Famen,eine -^rclnteoturo toscune ans Licht zu stellen,welche alle merkwürdigen Gebäude dieses, schonenLandes enthalten sollte. xmök.

Granden, (I. L- M.), ein neuerer französi-scher Maler, der um 130z. bey David im Louvrewohnte, dessen Schüler er war. „Ich würde(sagt FloreUo III. 530-31.) »diesen Künstler un-ter den Schülern Davids aufgezählt haben, wärenicht der Charakter seiner Werke dem seines Mei-sters völlig unähnlich. Er geht seinen eigenenWeg, und strebt nach einer gewissen Originalität.Wiewohl er noch sehr jung ist, so hat er dennochschon im XI. Jahre der Republik ein Gemald aus-gestellt, das der preis des Gesanges genannt

uns, wie wir glauben ohne unsre Schuld, so höchst um