Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
481
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Greko ff.

Grekoff oder Grekow, (G. Alexander),ein ruffischcr Zeichner und Kupferstecher, lerntebey Wortmann. Neben andern kennt man von ihm(I 775 -) ein schönes Bildniß von der Kaiserin Catharrina ll. Bernoulll lV. ,27. Dann ein andres:Des Großfürsten Paul Petrowitsch (dieses nachRotari), und die Zeichnung zu einem dritten vonH. N- Zaar, Erben von Grufien, nach Antropoff,und von Winogradoff gestochen. Gemeinschaftlichmit diesem und etlichen andern gab er auch Aus-sichten von St. Petersburg . Fiorlllo Rl.Schr. II. 47 - 92 - 100.

Grelot, ( ) reiste als ein junger Künstler

mit dem berühmten Ehardin nach Persten, der ihnaber so sehr tyrannistrte, daß derselbe mit einemandern reisenden Europäer (Ambros. Bembo vonVenedig) ums 1 .167». von Jspahan nach Europa zurückkehrte. Zu einer handschriftlichen Reisebe-schreibung dieses letztem, und (wie man jetzt ausobiger Anekdote ersieht) auch zu Lbardins Reisenlieferte (Freist die Zeichnungen. S. Ois-

serts?ions intornc» a6 alcuni Via^iatori Vsne-?iani. 4. Vene?. 80Z,

* Grein , ( ). Wahrscheinlich, von den

beyden im Lex. bemerkten Vater und Sohn, dieserletztre, oder dann vollends ein dritter dieses Ge-schlechts hatte in 1761. das Wappen zu der Am-sterdamer-Zeitung geschnitten. He in ecke Vl.blachr. S. 130.

Gremilly, ( ). So wird im (Vmanach

6es kesux-^rts von Igoz. ein damals zu Paris lebender Kupferstecher genannt, der namentlich fürNaturgeschichte gearbeitet hatte.

(Fremly, (Joh. Peter), ein geschickter Stein-mctzmeister zu Dresden , geb. zu Egolschofen in derSchweiz 1754. lernte in Basel die Steinmetz-Pro-session, und zugleich in Gyps modelliren. Nach-dem er in Colmar und Strasburg sein Talent wei-ter gebildet hatte, ließ er sich in Dresden nieder,verfertigte mehrere Kunstwerke, lieferte in den I1780—89 bey dem Aufbau des Kreuzkirchthumsviele Arbeiten, erndcete Beyfall, und starb imMai 1797. Laur. Mehreremale hatte derselbeauf den Dresdner -Salons von seiner Arbeit aus-gestellt. So z. B. auf demjenigen von 1794. dasModell einer freysiehnden englischen Treppe, dievon Kennern sehr gerühmt wurde. Eben so seinenPolyedro oder vielseitigen Sonneuzeiger. Me u s.Mus. 272.

Grenee, (AnshelmFranzdela), Maler, desnachfolgenden Luwigs Sohn, bildete sich aus-schließend unter Vincent, und wird von FiorilloIII. 512 noch um >805. unter die Lebenden gezählt,unter welchen er hingegen im ^Imanaeü 6ss fteaux-^rrs von 180z. wenigstens unter den zu Paris wohnhaften Künstlern nicht erscheint.

— — (I- I- de la), wie wir Fiorillo III.5i2. verstehen, des gleichfolgenden Ludwigs Jo-hann Grenzen jüngerer Bruder, auch de la Gre-nee der jüngere genannt, der unter diesem Na-men im /Vmanaeü 6es lleaux - )).rts von >8vZ.unter den damals in Paris lebenden Geschichts-malern, und auch im Lex. unter dem Art seinesaltern Bruders erscheint. Derselbe lieferte bereitszur Ausstellung von 1771. zwey sehr gute Bilder,deren schon das Lex. Erwähnung thut. Um 1780.wurde er als Professor der Akademie aufgenommen.Seither sah man von ihm (1791.) den Ulyß beyden Phäacern, wie er des Alcinous Hülfe anruft,um nach Ilhaka zurückkehren zu können. Zu sei-nen neuesten Arbeiten gehören dann: Collatin, derdem Sextus Tarquinius den Leichnam der Lucretiaö/igt; David, der den Goliath tödtet; Psyche imPallaste des Amor, und der Tod des H. Joseph,mit Figuren in Lebensgröße. „Die Kompositionm diesem letzter»" (heißt es bey Fiorillo I. s.5 >Z ) ist heiter und gefällig, und es herrscht einegewisse Liebenswürdigkeit darinn, die überhaupt un-

Gtenee. 4gr

fern Künstler charakterisirt. Es ist für den Haupkaltarder Carmeiiter - Kirche in der Straße Vangirardzu Paris bestimmt, und eines der ersten religiösenDenkmäler, womit man die Kirchen, seitdem sieihre Heiligkeit wieder erlangten, versehen hat."Eben so sah man von ihm auf der Pariser - Aus-stellung des I. XIII. (1304.) das Bildniß Philippsvon Chabot in ganzer Statur, woran man dasstudirte Detail und das brillante Ganze rühmte;dann ferners einen Archimed, der aus dem Badetriktet, von dem es indessen hieß: „Der graziösePinsel dieses Künstlers, der schon so oft reizendeFrauenzimmer gemalt hat, scheint minder glücklichzu seyn, wenn er eine männliche vigoröse Figurdarstellen soll." Xouvelles 6es /srts IV. 116.Dieser Künstler lebte noch 1306. gleich seinemBruder schon >8oz. Professor an der sogenanntenSpezialschule zu Paris (in den neuesten Tagen wie-der Lcole 6s psinturs, Kcuchturs et Areliitec-turs 6s Paris benannt) und seit iZo6. mit 24,00.Livr. Jahrsgehalt. Beyde Bruder genossen dieEhre, daß von ihrer Arbeit im blusee speci-6 6sVersailles eine Stelle erhielt. Welcher von ihnendann noch um iZoz. es (wie billig) nicht unterseiner Würde hielt, neue Zeichnungen von Formenund Zierathen für die Porzellanfabrik zu Sevres zugeben, ist uns unbekannt. Wahrscheinlich nach demunsrigen hat A. le Grand zwey Blätter: leplus besn1'itre, und: Ils sout ksursux, gestochen.

* Grenee, ( de la), oder auch Greneeder ältere. Derselbe hieß Ludwig JohannFranz, geb. zu Paris um 1727. Er war ein Zög-ling von Carl Vanloo, stellte sich aber, wie manaus seinen Werken sieht, den Guido und Albanozu Mustern auf. Da er mit rastloser Thätigkeitstudirte, und verschiedene Preise gewann, so wurdeer als Pensiounair nach Rom geschickt. Nach sei-ner Rückkehr fand er eine Stelle unter den Mit-gliedern der Akademie. Sein Ausnahmsstnck warder Raub der Dejanira , ein Bild, das wegen sei-ner kräftigen Behandlung und der anziehnden Grazieeinen hohen Rang unter den Produkten der neuern(nicht neuesten) französischen Schule behauptet.In 1760. wurde er an Lorrains Stelle nach St.Petersburg , als Professor der dortigen Kunstaka-demie berufen. Da er aber mit dem Haupte der-selben, dem Kammcrherrn Schuwalof zerfiel,nahm er 1761. seinen Abschied und reiste nachFrankreich zurück. Man siehet von ihm in gedach-ter Akademie ein großes allegorisches Gemälde,welches den Schutz der Kaiserin Elisabeth über dieschönen Künste darstellt. Jetzt malte er zu Paris für verschiedene Kabinette, und hauptsächlich Vie-les für die Galerie zu Choisi, wodurch er sich soberühmt machte, daß man in 1761. ihm das Direk-torat der frauzös. Akademie zu Rom anvertraute,und ihm zugleich den Titel eines Rector Adjunktusderjenigen zu Paris beylegte. Hier unternahm ereinige große Kompositionen, worunter sich vorzüg-lich eine auszeichnete, die den Alexander, der dieFamilie des Darms tröstet, darstellt; Anordnung,Zeichnung und dreiste Führung des Pinsels in der-selben, fanden allgemeinen Beyfall. Ein andresdieser Bilder (wohl ein eigentliches Gegenstück) warebenfalls sein Alexander, der den CommandantenBatum um die Mauern von Gaza schleifen laßt,was vornämlich des meisterhaften Ausdrucks wegengelobt wurde. Zu seinen letzten Arbeiten dann ge-hörten : Sein Cassander, der durch die Würde derMutter Alexanders von ihrer Ermordung zurück-geschreckt wird; Tithon und Aurora; Rinald, derdie Waffen wieder ergreift, und die Wittwe vonMalabar. Fiorillo III. 511—12. la Greneestarb nicht, wie es bey Rost VIII. 2iz. unrichtigheißt, 1786. zu Rom (wohl hatte er um diese Zeitin dem dortigen Direktorate Menagcot zum Nach-folger) sondern erst am zo. Prair. I. XII l. (1804.)im8i. Jahr seines Alters, im Louvre zu Paris ,mit dem Ellen langen Titel: 6s la l.e^ion 6'hon-ueur, ancieri Premier peintrs 6'kll?sketli , Im-peratrice 6e stussie, aucien Directcur 6e pfles-

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