4gü Guerri.
des Schlosses zu Blenheim. Was Ludwig Guerniernach ihm gestochen s. gleich oben. Dann kenntman nach ihm von I. Simon: Eine Samarita-nerin, und: Christus , welcher den Blinden heilt;auch ein Bildniß des Grafen W. von Cadogan.
Fast denken wir, daß am Schlüsse des Art.Ludwig Guernier ein Londner - Maler Guer-nier mit unserm Guerre verwechselt werde.
* Guerri, (Dionysius). Lanzill. 185 . nenntihn einen Künstler, der manch andern Verlust hätteersetzen können, wenn er nicht so früh gestorbenwäre; und bemerkt, daß sich seine wenigen Arbei-ten in ultramonkanischcn Galerien verloren haben.
Guerrieri, (Johann Baptista). So nenntLanzi II. 2- 553 > (unter den Zusätzen), im Registerhingegen Joh. Franz Guerrieri, einen im XVII.Jahrh, blühenden Künstler, dem Man Carravaggiound Guercino ansehe. Fvssombrone, fein Vater-ort, besitze eine Menge seiner Arbeiten, welche, anmehrern Stellen vertheilt, seinen Ruhm weiterausgebreitet hatten, als es bisher geschehen sey.Namentlich dann nennt Fiorillo I. > 89 . von ihineine St. Carls-Kapelle in St. Philipp zn Fano ,und in seiner Vaterstadt, nebst Kirchengemälden,Manches im Pallast Paffionei u. m. a. Privat-hausern.
Guerrin, ( ). So Wird l'm Almanach
cws Veaux-Arts von ,8oz. ein damals in Paris lebender Gemaldchändler genannt.
* Guerrini, (Rochus). In Deutschland war er unter dem Namen eines Grafen von Lynarbekannt. Aus den französischen trat er nach undnach in verschiedener deutschen Fürsten Dienste;endlich kam er >573 auf sehr ansehnliche Bedingun-gen in Churbrandenburgische. Dort bekleidete er dieStellen eines Raths, Generals, und oberste» Ar-tillerie-Munition-Zeug- und Baumeisters; wardbey allen öffentlichen Bauanstalten häufig zu Rathgezogen, und suchte verschiedene nützliche Unter-nehmungen zu fördern; Salzwerke, Salpetersie-dereyen und Eisenwerke anzulegen, u. s. f. Die-ser vortrefliche Mann starb zu Spandau 1596. im?i. Jahre seines Alters. Nicolai.
Guerry, (N.), ein Maler. L. Barben), M.Dossier, Cl. du Flos, u. s. w. haben um 1700.Bildnisse dunkeler französischer Männer, geistlichenStands, nach ihm gestochen. Mrc.
Guersaulr, (E>). So heißt irgendwo einKupferstecher, von dem man z. B- eine Angelikaund Medor nach Romanelli kenne.
* Guerriere oder Guestiere, (Franzde la). Basan (K6. sec.) setzt dessen Geburts-jahr (nach seiner Gewohnheit percmptorisch) in1624. und Gandelllni nennt ihn Maler und Kup-ferstecher des Königs von Frankreich , und führtvon ihm zwey Entführungen der Europa , nach sei-ner eigenen Erfindung an. Als Kupferstecher hätteer (Basan zufolge) bloß mit der Nadel gearbeitet.Seine Sammlungen von Grotesken im Vatikan füh-ren zum Titel: IVliscellsnere pictursa vulZo 6ro-
in Geisels Vaticanis ä üaphaele elabo-ratse etc.
Guerussunoff. S. Gerasnnoff.
Güssefeld, (L. F.). Einer der vorzüglich-sten (1306.) lebenden deutschen Landkarten-Zeichner.
Guest oder Gurst, (Douglas), erhielt imI. 1805. von der Königl. Akademie der schönenKünste zu London den Preis für ein historisches Ge-mälde. Geffenrl. brache.
Guerer, (H. H.), ein Kupferstecher in Schwarz-kunst. Man kennt von ihm die Bildnisse der Ge-sandten auf den Friedensschluß zum Nimwegen .ALrc.
Gürle, (Joh. Conrad), Privatlehrer der Ma-thematik, Natnrlehre und Mechanik zu Nürnberg ;
Guglielmelli.
wie es scheint ein Kunstdilettante, gab einige Zeich-nungen zu seinem Buche: Runst in Rupferstechen, u. s. f. 2 Lhle. 8- Altorf? 95 - womit erden alten Abr. Bosse nicht bloß ersetzen, sondernverbessern wollte. Eine ausführliche gebührendeAbfertigung dieses elenden Machwerks s. im.lour-nal kür biltlenlls Künste 8. 37—58- Ob er dieedle Runst — Rarten zu schlagen, wovon erebenfalls einen Traktat geliefert, besser verstandenhabe, ist uns unbekannt; und eben so der Werthseines: Gründlichen Unterrichts zur Verfertigungguter Firnisse, nebst der Kunst zu Lakircn, wovon1793. der erste, und i? 99 - der zweyte Theil erschie-nen war.
* Guevara, (Johann Ninus oder JuanNinno da), geb. 1632. Fr'orillo IV. 267. nenntihn, wahrscheinlich aus Versehen, einen Künstler,der sich kaum über das Mittelmäßige erhob; dennweiterhin (S. 279-80.) giebt er selbst von ihm eineausführlichere Notizz, wie folgt: Derselbe stammteaus einer armen, aber sehr berühmten Familie,und wiedmere sich anfänglich der Grammatik, Phi-losophie u. a. Wissenschaften zu Malaga . Allein,ein unwiderstehlicher Hang zur Kunst bewog ihn,die Schule von Maurique, eines Schülers vonRubens , und nachwärts von 1645—43. diejenigedes Cano in Madrid zu besuchen. Unter beydenbrachte er es sehr weit. Von letztgenanntem Jahran lebte er wieder zu Malaga mit seinem ersten Leh-rer in der genauesten Freundschaft. In 1676. er-hielt er einen Ruf nach Cordova, wo er im Klo-ster St. Augusiin schöne Arbeiten ausführte. SeinVeßtes aber befindet sich zu Malaga . Dieser Künst-ler hatte einen ganz eigenen Styl, in welchem erdie richtige Zeichnung von Cano mit Maurique'slieblichem Colorite verband, den Pinkel, nach Ru-bens Weise, dreist zu führen wußte, und diepikante Wirkung des Helldunkels kannte. SeineBildnisse dann waren völlig im Geschmacke vonvan Dock. Unter seine schönsten historischen Bil-der zählt man : Einen St. Michael, eine Himmel-fahrt Christi , und eine andre der Madonna, allein der Hauptkirche zu Malaga ; diese in Cano'sStyl; dagegen eine Geburt Christi in St. Albert zuSevilla , die mit Rubens Styl eine große Aehnlichkeirhat. Unglücklicher Weise indessen sind viele seinerbeßten Gemälde durch ungeschickte Ritoccatorenverdorben.
—^ — (Don Philipp oder Felipe), aus einerder ältesten spanischen Familien entsprossen, undgebürtig von Madrid , ein Gelehrter und Kunst-dilettante, der aber auch selbst den Pinsel führte.Derselbe kam in seiner zarten Jugend mit Carl V.nach Bologna, als dieser dort in 1530. von Cle-mens VII. gekrönt wurde, und erhielt dort von demKaiser den Orden St. Jago. Alsdann begleiteteer ihn 1535. nach Tunis , wo er Wunder der Tapfer-keit verrichtete, ohne in den Nebenstunden die Ma-lerei) und das Studium der Griechen und Römerzu vernachläßigen. Er las vorzüglich den Pliuiusund sammelte seine Bemerkungen in ein Werk,das einen großen Reichthum von glücklichen Idee»enthielt, und in 1733. von D. Anron Po»; ausLicht gestellt wurde. Fiorillo IV. 92.
Gufer, (M- Anton), ein Kupferstecher vonNürnberg , von welchem man etliche Bildnisse nachH- I-Beisch und I. C. Fillisch, dann auch andreohne Namen des Malers, wie z. B. Anna MariaKlein, geb. Kilian kennt. Mrc.
Guglielmada, (Johann FranzV InderSammlung berühmter Medailleurs hi". 555 -wird ein solcher genannt, der mit dem Joh- Bap-tist des Lex. um gleiche Zeit müßte zu Rom gear-beitet haben. 7k-5c.
* Guglielmelli, (Archangelus). Lau?»I. 647. nennt ihn einen geschickten Perspektiv-maler.