Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
497
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Guglielmo.

» GuglreImo, (Gregorius). Zu Rom siehtman nichts Oeffentliches von ihm. In Turin beySt- Solutori und dessen Mitheiligen, soll ein die-selben vorstellendes Altarblatt im guten römischenStyl feiner Zeit, d. h. in Maratti's gemalt seyn.Nach ihm haben I. E- Hayd und G. C. Kilian seinDildniß, und A. Tischler die Scenen zu einer thea-tralischen Vorstellung des Herkules am Scheidwegegestochen. 555. und Hei>recke

zJachr. I. 5051. und ll. Vorred. XXI V. sprichtziemlich abschätzig von diesem Künstler, den erselbst nach Sachsen verschrieben, der aber seinen(man merkt nicht recht welchen?) Erwartungenschlecht entsprochen hatte.

(Messer), ein berühmter Baumeister;üAvignon , der in der Mitte des XlV. Jahrh, unterder Regierung Papst Clemens IV. nach Prag gieng,um daselbst eine Brücke zu bauen.

S. Wilhelm Tedesco.

und rJiccolo, zwey Bildhauer zu

Verona vor Ao. roc>o. verfertigten einige unförm-liche Figuren an der Vorderseite der dasigen KircheSt. Zeno. Oo-urn.

Guhle, ( ) ein Bildnißmaler, heirathete

1721. die Wittwe von P. Cauliz, die das Ausbessernder Gemälde von ihrem ersten Manne gelernt hatte,und ferner fortsetzte. <Jicolai.

* Gujard, ( ). Derselbe hieß Loren; oder

Ludwig, geb. zu Chaumvnt in Bassigny (1728).d'Argensville II. 328. nennt ihn den einzige»Schicker von Bouchardon ; dagegen wird er vonAndern auch unter die Schüler von Vandieresgezählt. Ilm 1754. gieng er als Königl Pension-nair nach Rom , wo er sich lange aufenthielt. Erlebte noch 1791. I. r. In Bachaumonrs lVIemoi-rc-8 sscrets "k. III. p. 34 l. findet man eine lesens-würdige Anecdote von diesem rechtschaffenen unduneigennützigen Künstler. S> auch denArt.Perirot.

( ) ein Frauenzimmer dieses Na-

mens malte um >78» Bildnisse, und warMitgliedder Königs Akademie zu Paris . S. unten auchGuyard.

* Guibal, (Niclaus), der jüngere, welcherim Lex. unter dem Art seines Vaters, gleichenNamens, erscheint, st. r ?84 Die Schrift: Winkelmann und sein Jahrh 280-31. zählt ihn zudenjenigen Künstlern seiner Zeit, von denen es dortheißt:Sie hatten ei» bloß zum Praktischen sichneigendes Talent. Das Ernsteste gleitete an ihnenab; sie überliessen sich ihrer Natur Wohl erkannteman Mcngs Schule in ihren Werken; aber nichtaus der wohlverstandenen Zeichnung wohl gewoge-ner Formen, sondern bloß an hellen, munternFarben, und dem herrschenden guten Ton im All-gemeinen." Seine Lobrede auf Nicl. Poussin er-hielt 1733. den Preis der Königl. Akademie der Wis-senschaften, Litteratur und Künste zu Rouen , underschien in gleichem Jahre zu Paris im Drucke.Seine beßten Schüler waren: Hetsch, Heideloffund Mettang. I. Nieter hat nach ihm einenCupido schön gestochen. Sr-mrstn.

*Gurbbons. S. Gibbons.

Guibert. S. den Art. I. D-Pigalle in un-serm Supplemente.

Guichard, (Antona, ein Baumeister; arbei-tete um 1529. zu Chalons in Champagne . Lrrn-I. 274.

( ). So nennt ein Aufsatz in Meus

Arch. IV. 91. einen, wahrscheinlich französ Bild-hauer, von welchem man auf dem Salon zu St.Petersburg 1304. mehrere sehr ähnliche Büsten inGyps, namentlich eine des Großfürsten Konstantinin der Uhlanen-Uniform sah.

* Guidebaulr, (S.), ein uns sonst unbe-kannter Maler, nach welchem Joh. Hainzelmanneine H. Familie, Christus in der Wüste, und Chri-stus der St. Petern die Schlüssel reicht, gestochen

Guidi. 497

hüt. Ob er nicht der Simon GuillebaUt desLex. seyn dürfte?

* Guidi, (Dominicus).Dieser Künstler''

(sagtwareler)kam sehr jung nach Rom , in Al-gardi's Schule, und machte seinem Meister Ehre,ohne deshalb zum ersten Rang in seiner Kunst zugelangen; da er nämlich sehr oft den Vortheildem Ruhme vorzog, Arbeiten zu allen Preisen über-nahm , und solche durch mittelmäßige Künstler aus-führen ließ. Zu seinen beßten Arbeiten gehören:Seine Statue des Herzogs von Bagni in der KircheSt. Alexius auf dem Aventin, die von ClemensIX. in St. Maria maggiore, Josephs Traum,dem ein Engel das Geheimniß derEmpfängnisentdeckt, in Madonna della Viktoria, und einBasrelief auf dem Altare des Oratoriums vonMonte di Pieta ." Etwas vorkheilhafter urtheiltvon ihm die Schrift: Winkelmann und seinJahrh S. 260. wo es von ihm heißt:Er folgteAlgardi's Styl, hat ihn aber in dem Derben undKräftigen seiner Formen nicht erreicht Eines sei-ner beßten Werke, und in der That verdienstlich,ist das Basrelief auf dem Hanptaltar von : t.Agnese zu Rom , welches die H. Familie darstellt.Nicht weniger geachtet war sonst sein Grabmal desKardinal Jmperiali in der dort gen Augustiner-Kirche, an welchem man besonders die Erfindungpries. Da aber das Hauptmotiv unter die Wap-pen-Allegorien gehört, und das Uebrige gewöhn-liche Gedanken sind, so können wir zum Lobe dessel-ben eben nicht viel vorbringen. N. Dorigny Hai nachihm einen Ludwig XIV. tvielleicht den Medaillon)in seiner st^nommös äs Houis XIV. im Gartenzu Versailles I gestochen, welche letzkre bey Thormüffin dlo. gz. jämmerlich abgebildet ist dann B.Fariat (sehr schön) die gedachte Pieta, und A.Westerhout den Engel mit der Lanze gestochen.Von erstgedachter Fama, deren auch das Lex. Er-wähnung thut, bemerkt oben angeführter Kunst-richter:Obschon Guidi zu Rom und also weitgenug von le Brun entfernt war, so konnte er sichdoch der Herrschaft dieses ersten Malers des Köni-ges nicht entziehen, und sah sich genöthigt, nachder Zeichnung zu arbeiten, die er von ihm emspfieng." und

* Guidi, (Jost Thydistus). Es sind 9. Blat-ter Statüen, welche C. Bloemert, nach seiner Zeich-nung, für die Galerie Justiniani gestochen hat.Ein Veneichniß meines sel Vaters spezifi'iert sieGandellini nennt ihn verkehrt) einen der Stechergedachter Galerie.

* (Michael Angelus), dessen im Lex.kürzlich unter dem Art. seines Vaters gedacht wird.Nach Basan (Lck. seo.) hatte er bloß mir demGrabstichel, aber mit minderm Erfolg als R<r-phaet gearbeitet.

(Raphael), Kupferstecher und Kupfer-ätzer, geb. zu Florenz um 1540. hat bis 1600.(wohl bis 1613 > in verschiedenen Orten Italiens gearbeitet. Nach seinem Vortrage ist zu vermuthen,daß er entweder in der Schule des C. Cork oderA Carracci's studirte. Er brauchte den Grabstichelmit vieler Leichtigkeit, zeichnete richtig und mit Ge-schmack, und die Aussentheile seiner Figuren sindgut ausgedrückt; und wenn er gleich seinem letztge-nannten Muster nicht gleichkömmt, so sieht mandoch in seinen Blättern eine Meisterhand , welchebeweist, daß er ein Künstler von ausgezeichnetenTalenten war. Rost III. 215->7- wo das Vor- .züglichste, nach Barocci , Josepino, Polydoro und XChristoph Schwarz von ihm, in einem Verzeichnißmeines stl, Vaters aber Mehreres, nach A. Fönte-buoni, I. B. Paggi, I. Palm«, A. Tempesta undF. Vanni (somit fast lauter Historisches) angeführtwird, das mit >5981613. datirt ist. Der Wink-lersche Katalog nenn? namentlich eine sitzende Ma-donna , die an verschiedene Kirchen - Orden denRosenkranz austheilt (ohne Namen des Malers),ein (gestochenes) Blatt von großer Feinheit. Look.LnirckMm'.

* (Lommaso). S. Masaccio.

Sss