Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
501
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G u n st.

(1726.) ein Titelblatt zu Flavius Josephus gesto-chen habe) besaß, nach dem Urtheil von Jos.Arrurr unendlich mehr Geduld und Praktik alsGenie. Er scheint, was den mechanischen Theilbetrift, sich nach den Werken der Drevets ausge-bildet zu haben; es fehlt aber nur ihr Geist.Was man von ihm am meisten schätzt, sind seineBildnisse, die sich theils durch eine ausserordent-liche Nettigkeit, theils durch die Wichtigkeit derPersonen auszeichnen. Ein Verzeichniß meines sel.Vaters nennt derselben 140. Etliche finden sichbey Rost VI. 29192. Auch die Gantkataloge vonwmkler zählen an ein halbes Hundert dergleichenauf, von welchen sie namentlich diejenigen: DesHerzogs von Marlborough nach van der Werf,der Königin Anna nach Knellcr, des PfarrhcrrnFranz Valentins nach Houbracken, Erasmus sei-nes nach Holbein , u a. schöne Blätter, und end-lich dasjenige Urban's Chevreau's nach Pekitotselten nennen, da es das einzige sey, welches nachdiesem berühmten Emailmaler gestochen worden.Von Historischem kennt man nichts von ihm, aus-genommen die Liebesdändcl der unsterblichenGötter, nach Tikian, in 9 Blättern, welche aberI Smith (ganz anders!) in Schwarzkunst geschabthat. Von Philipp kennen wir lediglich die Bild-nisse einiger englischen Könige und Prinzen, die vongeringer Bedeutung sind.

* Gunst, ( ) der Bildhauer zu Wien ,

hieß Jgnaz.

Gunz, (Anton). S. A. Haffenecker.

Gustav III. König in Schweden ; beschäf-tigte sich als Kronprinz mit der Radirnadel. Manzeigt von ihm Landschaften, u. a. Der Katalogvon Brandes führt fünf solcher Versuche an, diesich von 176z. und 64. daliren.

Gustau, ( ) ein Baumeister in Schweden ;

wird in des Johann Scoreels Lebensbeschreibungangeführt.

Gureb 0 rn, (Ludwig). Ein Künstler diesesNamens, erneuerte in Italien die Wachsmalereyum 1785. Mensel Miscell. XXXV. 57.S. auch unten Gurrenbrunn.

* Gurierez, (Franz- So heißt im wink-lerschen Gantkatalog, ohne Weiteres, ein spanischerBildhauer, »ach welchem dort ein schönes Blattvon E. S- Earmona angeführt wird, welches einDenkmal des H. Peter's von Alcantara vorstellt,und ausdrücklich /tt-a«cucm (lutlerex Ile^ius(V:mlem. 8snct. sscrciinanül iuv. ct so. I). öi.Oarmona ReA. pens. inc. 1775 unterzeichnet ist,was uns einzig glauben macht, daß dieser Künstlervon dem E>nanuel Gutieres des Lex unterschie-den sey.

* oderGurrierez, (Januar). Vonihm kennt man, »ach A- d'Avellano einen St.Bcrnardin von Siena ; nach C. Fern eine St.Julians Falconieri; nach C- Maratti eine unbe-fleckte Empfänglich; nach A. Masucci Benedikt XI. der seine Mutter empfängt; und, für s Mus.Flor. die Bildnisse von Jos. Passari und JohannMedina. (su«üeü)»!.

(Johann Simon), ein spanischer Maler,gebürtig aus Sevilla , Schüler von Mnrillo, starbgegen Ende des XVII Jahrh. Derselbe war einesder ersten Mitglieder der Akademie seiner Geburts-stadt. Schätzbare Gemälde von ihm sieht man inder dortigen Kathedrale; eben so in der Kirche dela Merced calzada, und bey den Terziariern. Fio-rillo IV. 264.

* (Niclaus). Von ihm kennt man dieBlätter: St. Peter den Märtyrer und St. Petervon Alcantara, beyde nach der Zeichnung von I.Bottani; und eine Statüe von St. Franz vonRegis, nach C. Rusconi. L?aMtie//rm.

Gutiernez, (Estacio ). So nennt Fiorillo

Guttenbrunn. §c»r

IV. 172. ohne Weiteres, einen spanischen Malerdes XVII. Jahrh, als Zeitgenossen von Barth.Carducho.

Gutman n, (Jac.), ein Zürcher -Geistlichet, geb.1753 . zeichnete in seiner Jugend mit Tusch und mitder Feder ausnehmend schon. Er lebte noch 18^6.als Pfarcherr zu Steckborn im K. Thurgau.

Gurrad, (Paul), ward 1538- zum Münzmei-ster und Eisenschneiber in Berlin angenommen.Mcolai.

Gursch, ( ). So nennt Fiorillo (Rl.

Gchr. II. 58) einen, unter der Regierung derKais. CatherimrII. berühmten Lildnißmaler zu St. Petersburg .

* Gurren beug, (Carl), Zeichner und Kup-ferstecher , geb. zu Nürnberg «744. Derselbe kachsehr jung, aber in den Anfangsgründen der Kunstschon unterrichtet nach Frankreich , und vervoll-kommnete sich unter Wille. Er hat nach verschie-denen Meistern sowohl als nach seinen eigenenZeichnungen gestochen ; vorzüglich aber machen ihmdie schonen Aussichten Ehre, welche er zu demWerke: Vc>vst;c pittocssgus üu liovaums <leb-'apies 60 s'Jbüe Xt. tVo» verf.rtigt hat. Seit1780. hatte er zu Paris seinen festen Aufenthalt,bis er, wahrend der Revolution, in sein Vaterlandzurückgieug, wo er (vor 1796.) gestorben ist Nebenobiger vorlrcflicher Arbeit verdienen von ihm be-merkt zu werden: Seine Copie des WoolletschenBlattes vom Tode des General Wolfs, nach West;seine 'I'cmpcts exitce pur I'impüt sur le I'üe en^morchue (die Abdrücke mit dem Hahne sind sel-ten, weil er genöthigt ward, dies Sinnbild weg-zustreichen); sein Wilhelm Teil nach Füßli ; dannzwey Schweizer-prospekte vorn Thuncr- und Brien-zersee nach Franz Schütz (nicht L. G. wie daraufirrig sieht), und endlich das Bildnis der Kais.Eatherina II. in Profil, nach Rotari. RoftII.274.

(Heinrich), Carls jüngerer Bruder,Kupferstecher und Kupferatzer, geb. zu Wohrd beyNürnberg um 1750. Er genoß den Unterricht sei-nes ältern Bruders, und halte schon in frühernLagen zu Paris eine große Anzahl Blatter nach ver-schiedenen Meistern geätzt und gestochen, welcheden Beyfall der Kenner genossen und verdienten.Unter denselben bemerken wir: Eine Ruhe inAcgypten nach Fried. Barocci ; das Ucnüc2-vou8cle.EkassL clo Henri IV. nach Borel; Ie8 öcr-nieres paroles äs f. Uousseau nach Moreau,und den Ausdruck) des Vesuvs im I. 1771. nachVolaire, in den VovsAes pittoregues du Ilo-vaume cle Xaples. Rost II. 276. Dieser geschickteMann lebte noch 1806. und arbeitete seit >304. mitmehr andern Künstlern, an den Ansichten vonMoskau , nach den Gemälden des H. Girards dela Barthe, für den Verlag des H. Walsers inHerisan. Meu sei Archiv III. 41. In demselsbenJahr sah man von ihm, nach Harriekre's Zeich-nung, im XXVIII. Heft des ILIuscs tralii;c>i8 dasBlatt des sterbenden Fechters, und 1806. imXXXVII. Heft, nach Mullards Zeichnung, Lau-ri'S Entzückung von St. Franzisc; und endlich frü-herhin, in eben diesem Werke, die vier Evangeli-sten von Jordaens , nach der Zeichnung von Naigcre.Auch in die l'ubleaux etc. cie In cialsrio lle klo-rence (XXX. Heft) gab er 1804. eine reuendeMagdalena nach Cigoli ; und für's XXX. Heftdes Lonrü knstorigue et elementairs eine Judithmit dem Haupt des Holofernes nach Ph. vanDyck.Von den beyden Brüdern führt ein Verzeichnißmeines sel. Vaters an die 4 <>- Blätter an.

(Johann Hermann von und zu), wahr-scheinlich ein bloßer Dilettante, soll Bauernstückenach Teniers geätzt haben. S- auch unten Christ.Fried. Hermann, mit dem Zunamen von Gut-renberg.

Gurrenbrunn, (Loren;). So heißt irgend-