Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
504
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§o 4 Haas.

Direktor der allgemeinen Artillerieschule, geb. zuBasel 1744. Ein Man» / welcher der Schweiz injeder Rücksicht Ehre machte; denn er war einerder beßten Kopfe, und einer der thätigsten undrechtschaffensten Männer seiner Vaterstadt. Hierbemerken wir nur seine, und seines noch lebendenSohns, Verdienste um die Kunst, geographischeCharten mit beweglichen Typen zu fetzen, derenErfindung er mit Preuschen in Carlsruhe theilte,welcher die erste Idee dazu, als ein der Buchdrucker-Kunst Unerfahrner, Hassen vorlegte, der dannsolche berichtigte, und alle ihm aussteifenden Schwie-rigkeiten überwand (man s. darüber preuschensGrundriß derrypometrischen Geschichte 1778).Auch Breitkopf wollte Anfangs die Ehre der Er-findung dieser Kunst sich allein beymessen; alleinHaas Vater und Sohn bewiesen ihm durch dasDatum verschiedener bereits von ihnen geliefertenCharren, daß sie von seinen gleichzeitigen ähnli-chen Bemühungen nichts wissen konnten. Ihr er-ster Versuch war eine Charte des Kantons Basel 1776. worauf 1777. eine andre von Siechen folgte,welche allgemeinen Bei,fall fand. Der König vonNeapel und die Kaiserin von Rußland bezeugtenden Herausgebern ihre Zufriedenheit darüber durchansehnliche Geschenke Ein Verzeichniß der übrigenvon ihnen gelieferten Charten findet man in denAllst. Geogr Ephemer. Okt. 1800. Haasder Vater ätzte auch einiges in Kupfer. Er starbfür sein Vaterland, welchem er in den neuestengefährlichen Zeitumständen die wichtigsten Dienstegeleistet hatte, viel zu frühe im Jun izoo. Meh-rere Lebensumstände dieses würdigen Mannes s.im Jutelligenzblatt zur Jen Allst- Litt. Zeit.1800 I2Z. und in S- Baurs allgem. histor.Handwörterbuch.

Haas, ( ). So heißt irgendwo ein Bau-

meister, der um 1751. auf der Akademie zu Wien seine Studien machte.

( ) Artillerie - Major in Darmstadt .

Von ihm kennt man eine Situations-Charte derGegenden zwischen dem Rhein , Neckar und Main ,welche Fclfing iZc»4 gestochen hat.

* Habermann, (Franz Taver). Seit 1781.war derselbe Lehrer der Architektur und Perspektivbey der damals neu errichteten Zeichnungs-Anstaltzu Augsburg . Von ihm kennt man, neben Andern»,Perspektive von Rom . Er lebte noch 1739. Meus.II. und Mtc.

* S auch Havermairn.

Habersang, (Johann Paul), Mitglied derAkademie der bildenden Künste zu Dresden , undArchitekt bey der Malerakademie zu Leipzig , geb.daselbst »732. Von ihm kennt man architektonischeund andre Handzeichnungen. Er lebte noch 1789.Mensel H.

Haberstr 0 h, ( ). So hieß ein Künstler,der um i?o 6 . zu Mainz schönes Federvieh mit vie-lem Fleiß sehr natürlich gemalt hatte. Meus.Misc XIU. 37.

* Haberr, (Magdalena), geb. Masson. S.Mason.

* (Niclaus), geb. zu Paris um 1650.Derselbe hat meist für die Buchhändler gearbeitet,und eine große Menge Bildnisse von französischen Gelehrten und andern berühmten Personen desXVII. Jahrh, geliefert, wovon ein Verzeichnißmeines sei. Vaters an die 150. anführt, welchevon 1635-1715. datirt sind. Er hatte (heißt esbey Rost VII. 361.) den mechanischen Theil seinerKunst wohl inne; dies ist Alles, was man von ihmsagen kann. Hinwieder haben Langlois und Mag-dal. Masson (seine Ehefrau) nach ihm gestochen;und von Tanjö kennt man ein von 1748. datirtesBildniß Carl. Alex, von Montgon, das mit labert

- * 746 . signirt ist, welches aber kaum unser Ha-

err seyn kann.

Hackert.

Habert,( ) Maler. S. den gleich vor-hergchnden Artikel.

Hablainv ille. S. Ablainville.

Hack, iC.). So wird irgendwo ein Kupfer-stecher genannt, der durch Bildnisse bekannt sey.

(Marcel), ein Maler, nach welchem L.Heckenauer das Bildniß eines Lentilius gesto-chen hat.

Hackert, (Carl Ludwigs, Maler und Kupfer-ätzer; des nachfolgenden Jac Philipps, wahr-scheinlich ältester Bruder, geb. zu Preuzlau 1740.reiste, gleich diesem, nach Frankreich und Italien ,und übte sich, unter desselben Anleitung, zu Rom im Ländschaftmalen. Alsdann gieng er in dieSchweiz , wo Genf und Lausanne sein gewöhn-licher Aufenthalt, so wie die großen Naturscenenant Genfersee und in den savoischen Eisthälerndie vornehmsten Gegenstände seiner Studien waren.Seine colorirken Blätter von denselben, welche erseit 1780. in Aaberli's , vielleicht in einer großem,aber minder angenehmen- Manier, die zwischenGouache und Lavis das Mittel hält, in Gesell-schaft mit Link herausgab, werden noch itzt sehrgesucht. Rost II- 220Li. führt die vorzüglichstenderselben ün. Mehreres über dieselben, und übereinige noch neuere s. Mensel II. dann Ebend.Misc. X. 235. Mus. 1 l. 60. XIV. 3134. undN Misc. ll. 534. wo solche schön , nur zu schöncolonrt heiffen, und (mit Recht) g glaubt wird,daß solche, vornämlich eben dieser Buntheit wegen,mit denen von Lory und Lafond, geschweige mitAaberli's und Nieters seinen, die Probe nicht aus-halten können, zskach ihm, doch unter seiner Lei-tung von Dom. Guerra gestochen, führt der wink-lersche Katalog die Ruinen des Dianen - Tempelszu Baja und des Proserpinen - Tempels am Lag»d'Averno au. Dieser Künstler starb durch Selbst-entleibung zu Lausanne um 1800.

* (Georg Abraham oder Adam', eben-falls Kupferstecher von Landschaften und Kunst-händler, nicht, wie ihn einige irrig nennen, derVetter, sondern der jüngste Bruder von s arl ud«wig und Jacob Philipp , geb zu Prenzlau 1755.(nicht 44 . wie Ro r sagt). Als Schüler des letz-ter» , zeichnete er sich gleich bey seiner Ankunft inItalien , anfänglich zu Rom , nachher (seit 1786 )zu Neapel , durch seine Talente und Geschmack,in der Wahl seiner Arbeiten sowohl als in der Aus-führung derselben aus. Gleich seinem Bruder(heißt es von ihm Rost ll. 21819.) genoß er(1796.) die Gunst und Freygebigkeit des Königesvon Neapel , und erhielt eine Pension von 8"o.Dukati, wofür er immer zwey Künstler im Kupfer-stechen bilden mußte (unter welchen A. Aloja, G.Barkoli, Joh. de Grado und D. Guerra sich bereitsrühmlich hervorgethan haben). Mit seinem Bru-der Philipp lebte er dort unzertrennlich in der eng-sten Vertraulichkeit, bis der Sturm der Revolu-tion sie von da verschlug. Georg starb zu Florenz 1305. oder 6 .Die Kunst" sagten öffentlicheNachrichten von ihm, sehr bescheiden)hat anihm verloren; mehr noch sein Bruder, dem dieStütze dieses jünger» in seinem hohen Alter sogut zu statten kam." Von ihm hieß es noch »MZllin der Allst. Runstz. III. 232. «Georg Hackertist von joviali eher Gemüthsart, herzlich und ein-fach. Mit gutmüthiger Gefälligkeit weiß er jeder-mann zu verbinden", u. s. f. Seine vornehmste"Blätter, meist Aussichten von Rom und Neapel ,nach seinem Bruder mit bewundernswürdiger Ge-nauigkeit gestochen, führt Rost l. c. 219 20. an,wo es besonders von einem sehr großen (Vue <wkonie, prise <le ls Villa Mellini sur Ic- MontoMario) heißt: Es sey von einem Standpunkte gernommen, wo sich die Stadt in ihrer ganzen P achtdarstelle. Gemeinschaftlich mit Eichler und Lorieuxdann gab er, ebenfalls nach Philipp (nebst einergeographischen Charte von der Gegend des Land-hauses von Horaz ) io. dort herum liegende Aus,