Band 
Zweyter Theil [1].
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507
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Hackert.

auf eine Selbstbiographie von ihm gründet),und wahrscheinlich die erste unparthcyische Wür-digung seiner Kunst zu erwarten. Schon um1787. schrieb Hackert ein, in Form eines Briefs,an den damaligen englischen Gesandten zu Neapel ,Ritter Hamilron gerichtetes Pamphlet: 8ull usotlell Veinico Nt-ll-t pittura. welches späterhin(4. Dresden 1801.) übersetzt und vermehrt inDruck erschien, und aber, seinem wesentlichenJnnhalte nach (s. Mensel« tsr. Miecell. IX.37. u. ff) von wenig Bedeutung war. Um die-selbe Zeit arbeitete er an einer Abhandlung überdie Landschafrsinalerey, wovon man sich vielversprochen hatte. Dieß ist wahrscheinlich dieselbeSchrift, welche vor wenigen Jahren, unter demTitel: krincnpes. pour appreullre ä äessinerle ü'apräs nature ans Licht kam, und

von 8. von ihm geatzten Blattern begleitet war,worinn er, mit der ihm eigenen Kunst etliche dervornehmsten Baumarten äusserst charakteristischdarstellte, und ohne Zweifel dasselbe ist, was wiranderwerts deutsch : Theoretisch-praktische An-leitung zum richtigen und geschmackvollenLandschafrszeichnen nach der hJarur, 2.Hefte (hier mit 11. Kupfern) Fol. Lglürnberq8 » 3 . 3 . Th. 8. Gr. angezeigt finden. Die besteLitteratur von mehr als 100. theils von, theilsnach unserm Jacob Philipp gelieferten Blattern,findet sich im winklerschen Gant-Catalog, wobesonders die von Dunker, Eichler, Gmelin undVolpato (öfters von mehrern gemeinschaftlich)theils geetzten, theils gestochenen schön genanntwerden.

* Hackert, (Johann Gottlieb). Jacob Phi-lipps, wahrscheinlich zweyt-ältester Bruder (wohlder 1744. geborne), gieng um 1765. mit demsel-ben nach Paris , wo er mit vielem Ruhm arbeitete,und hierauf nach Rom , wo er bereits um 177«.zum größten Leidwesen seines Bruders Todes vcr-bliech. Mehreres ist uns von diesem Künstlernicht bekannt, als was noch das Lex. unter demArt. Jac. Philipps von ihm anführt. Das Ge-burtsjahr (1744.), welches von Einigen auchGeorg zugetheilt wird, ist wahrscheinlich für diesendas irrige. Zwey einzige Blätter nach I. G. ausdem Mechelschen Verlage (1776.), welche Ge-birgsansichtcn im Bisthume Basel enthalten,führt der Winklersche Gant-Catalog an*).

* — — (Johann). Nach einigen geb. zuAmsterdam i 655 Es ist zu bedauern (heißt esbey Rost Vl. 9Z.), daß in seinen Gemälden dergraue Ton (wir möchten eher sagen der braun-lichte) oft herrschend ist. Indessen sind seine Ar-beiten (namentlich auch der Figuren wegen, dieer, weil er sich selbst schwach in diesem Kunstkheilfand, durch van der Beide darein malen ließ)sehr geschätzt und selten. Dieser Künstler warübrigens, nach Merian einer der ersten, wel-cher Schweizer -Natur studirt, aber, so wenigals alle seine ausländischen (vielleicht auch ein-heimischen) Nachfolger, niemals ihren ächtenCharakter ergriffen hatte; ein Verdienst, welchesunter den Malern —vielleicht dem einzigen Lud-wig Heß , unter den Zeichnern und Stechernden Aaberli, Rierer und Biedermann gebührt.Sechs von unserm Hackerr, in Warrerlo's Ge-schmacke , doch mit einer minder leichten undabwechselnden Nadel geätzte Landschaften, welcheBartsch IV. 289— 90. umständlich beschreibt,sind, die erste Mit: ^okunnes bluLkert inv. etkeo. die zweyte mit f. H. die übrigen gar nichtsignirt, alle aber nummerirt. Und nun höre mannoch die Summa von Basans liederlicher Nach-lässigkeit, der (Lä. säe.) dem alten Landschafter

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Hackert das Blatt eines Tods der Virginia ,nach dem^ neuen Engländer Dance zuzahlen,und ihn nämlich mit I. G. Haid verwechselnkann.

Hacquin, ( ). So heißt ein Maler,

nach welchem Lh. de Leu das Bildniß einer Weh-mutter geätzt hat. Unbekannt ist es uns, ob es der-selbe sey, von dem es in Landons Annat.(l. 25 c».) und in den Xouv. 6es Hrts. (I. 57.)heißt, daß derselbe schon vor ungefähr 4 ». Jah-ren, nebst Picault, die Kunst verstand, alte Ge-mälde ohne Schaden von ihrem Grund wegzu-nehmen; und zwar Hacquin so, daß er diehölzerne Tafel, worauf das Bild gemalt war,wegzusagen und am End wegzuätzen wußte; waser auch an einer Charitas von Andr. del Sartoglücklich versucht hatte.

— ^ — ( ). Sohn des ebenerwähnten

Gemälde-Nestaurators, lebte in Paris zu Anfangdes XIX. Jahrh, und verstand in einem vorzüg-lichen Grade die nämliche Kunst seines Vaters,welche er an der berühmten Madonna de Folignovon Raphael mit dem vollkommensten Erfolg aus-übte. Die Methode, deren er ych bediente, findetsich in Landons Anna! und den XouvellesÜ68 Hrt8 (II. co.). und eben so in MeuselsArch. I. 1Z0. u. ff. ausführlich beschrieben.

Haddik, (Joh. Baptist Graf von). K. K.Kämmerer, ein Liebhaber; verfertigte mit Was-serfarben historische Gemälde Eines derselbenerwarb ihm 1786. die Stelle eines Ehrenmitgliedsder K. K. Künstler-Academie zu Wien .

* Hadert, (Jacob Philipp). So heißt ir-gendwo irrig Jac. Phil. Hackerr.

Hadrarva,( ). Ob selbst ausübenderKünstler, oder blos reisender Dillettante, ist unsunbekannt, gab im I. 17gj. ka§ua§li cli vor!8cavi e 8coverte cli Hnticbita', satte nell'Isola 61 Oapri con ti§. 4- welche auch deutsch ,unter dem Titel: Freundschaftliche Briefe überauf der Insel Tapri neu entdeckte und ausge-grabene Alterthümer, mir Bupfern, Rarrenund Münzen, 4 - Dresden , erschienen waren.

* Haeberlin oder Heberlein, (Leonh.).Maler in Nürnberg ; geb. 1084. lebte noch i 655 .

Haecht, (G. van). So heißt ein niederlän-discher Künstler, der nach Hann. Carracci eineHeiligen - Marter und eine Verfolgung von St.Paul, und nach P. Porbus einen Christ gestochenhat.

— — (Wilhelm). Und so nennt der Katalog

von LVinkler ebenfalls einen niederländischen Ku-pferstecher und Kunstverleger des XVII. Jahr-hunderts (ob derselbe mit dem Obigen, ist unsunbekannt), von welchem er 4 - satyrische Blättermit einer Menge Figuren und Thieren anführt,welche: Die verkehrte Welt, der schlafende Löwe,der gierige Wolf, und die blinden Hirten rubrirzirt, und (seltsam) mit: k/aec/rt compo.

et cel. (caelsvit) (VVierix) nach M.

van Lleven signirt sind.

* Haefren, (Niclaus van). Don seinenselbst geätzten Blätter, deren ^Bartsch (V. 445 —49.) neun« kennt, und sorgfältig beschreibt, sindviere mit 1694. und ein drittes mit 1701. dakirt.Drey derselben: Sein eigenes Bildniß, und dertrinkende Bauer und Bäuerin sind in Schwarz-kunst geschabt, die übrigen theils geätzt, theils

Wir bescheiden uns gerne, dnß in obigen Artikeln über die vier Gebrüder Hackert sich einige Unrichtigkeitvorfinden mag, welche jedoch hauptsächlich ihre Alters« Rangordnung betreffe» durfte. Räch unsern dlvtijzenscheint uns nämlich die im Terte bemerkte »och immerhin die richtigste zu lepn.

Philipp,Jakob, geb. I73i. gest. ' 807 .

»74°. » »8 -

-74V » '77°.

»755. » >8°5. oder »8°ü.

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4.

Carl Uudrvig,Johann Gottlieb,Georg»