Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
515
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H a w. i l t o ii.

* Hain-leon, (Joh.Georg von), Jakobs zweyterSohn, dessen das Lcx unter dem Litt seines Vatersgedenkt. Er malte Pferde und stillliegende Sachen,als Blumen, Früchte, Insekten n. dgl. BeyseinerRückkehr nach Wien wurde er Kabinctsmaler desFürsten von Schwarzcnberg. Jetzt legte er sichausschließend aufs Pfcrdemalen ins Kleine, undwar besonders geschickt, die verschiedenen Ra>;enderselben darzustellen. Joh. Ph. Kilian sah diesenKünstler 17R. noch in Wien , als er eben zum Kais.Kabiucromaler ernannt wurde, und eine jungemuntere Frau geheyrathet hatte. Er starb Es. Jahralt. Heinecke lIachr. 1. 112 13 .

(Philipp Ferdinand von). Heinecke(dFaekr. l. 113.) nennt ihn Jakobs ältesten Sohn,der sich Anfangs zu Brüssel niedergelassen, nach-tvcrts in Kais. Dienste gegangen sey, und Thiereund Pferde im Großen gemalt habe. Anderwertswird er indessen auch Geflügelmaler genannt, undbemerkt, daß sich Mehrcres von ihm in der KK-Galerie zu Wien befinde, wo er in 1700. verstorbensey. Dieser Künstler ist übrigens wohl kein Andrerals derjenige Ferdinand, dessen auch das Lex.als Sohns von Jakob, unter dem Art. desselbengedenkt; so wie wir hinwieder vermuthen, daß ervon denen, die ihn Geflügelmaler nennen, mitAnron Ignatz verwechselt werde, welcher eben-falls in erwähntem Art. zum Vorschein kömmt.

(Wilhelm), Ritter, Geschichtsmaler,Mitglied der Akademie zu London , blühece daselbstum 17L0 nach welchem Bartolozzi, I. Caldwal,Facius und Michel, F. Haward, und Arch. Ro-bertson eine ziemliche Anzahl Blätter meist in punk-tirter und Aqnatinta-Manier gestochen haben, vonwelchen der Eanrkatalog von Brandes i 5 . an-führt, und vorzüglich das Blldniß der MistrißE lddons i» dem Trauerspiel Jsabelia, von Caldwal,und die Zerstörung der spanischen Batterien vorGibraltar , von Robertson, lehr schon nennt. Dannfindet sich in dem Journal für bUclonelo kvünstoS. 90. 95. 101. und 102. die Beschreibung vonsieben Blattern, welche W. Angus, Bartolozzi , I.Collyer, I Firtler, Simon und N-Thew nach ihiiifür die Shakspearsehe Galerie gestochen haben, undvon welchen dort besonders Rosalinde, die deinOrlando erscheint, von Simon, ein angenehmes,und die lebendig gewordene Bildsäule aus demWintermahrchen (Akt V. Ec. /.) ein treflich be-handeltes Blatt genannt, überhaupt aber in er-wähntem Journal vielmehr die Urbilder als dieStiche beurtheilt werden. Dieser geschickte Künstlerstarb 1601. dlouv. cl. k^rts 1. /so.

( ), ein in der Geschichte der Be-

st cyung seines Vaterlands bekannter amerikanischerObristcr, malte das Bilduist des eben so berühmtenenglischen patriotischen Kundschafters, MajorsAndre'- Nach ihn: gestochen findet man dasselbe>n I. MarsbaU's Leben von Washington . *)

Hammer, (Friedrich Nillaus), aus demSchwarzenburgischen gebürtig; malte zu Frankfurt am Mayn schöne Bildnisse, Feldschlachtcn, Jagdenund Stillleben mit Beyfall. Er starb um 17^8. inMoßbach bey Vicberich. H. s). Hüsgen S. 102.

(Michael), Kunstdrcher zu Nürnberg ,geb. daselbst 1700. lernte bey seinem Vater, eben-falls einem Drechslermeistcr. Er selbst schnittBildnisse, Figuren und Basreliefs sehr künstlich inElfenbein. Er, und auch sein Vater noch, lebtenzu Nürnberg 1789. Mensel II.

( ). Von einem neuern Künstlerdieses Namens sah man auf der Kunstausstel-lung zu Dresden i8osi. die beyden sächsischenSchlösser Kriebstein und Ehrenberg, nach derNatur in Sepia getuscht und sehr fleißig ausge-führt. Mensel Arch- ll. 1. 97. Ob dies der-

Handcriot. giH

selbe sey, der seither (Tüb. Morgenbk. S. -so.)auch als Stecher von kleinen Dresdner -Prospektennach Lhormayr erscheint, ist uns unbekannt. '

Hämmeren, (Johann!, Werkmeister undBildhauer zu Straßburg um 1486. Von ihm ist diein Stein ausgehaltene und mit vielen Bildern ge-zierte Dohmkanzel, wozu Eullin und Sohn 1617.den Deckel von Schreinerarbcit verfertigten, ä'c/m-und cklEe.

Hampe, ( ), ein neuerer Künstler aus

Berlin . Auf der dorrigen Ausstellung in 1800. sahman nach feiner Zeichnung drey Blätter von J. S.Ringk, welche Szenen aus der vaterländischenGeschichte vorstellen, und, neben andern,, einerdiesfälligen in 1799. ergangen«» Auffoderung desKöniges entsprechen sollten; nämlich: Der PrinzHeinrich in der Schlacht bey Prag , und Friedrich der Große , theils in, theils nach der Schlacht beyLiegm'tz. Bey dem ersten" (heißt es dann, wiees scheint seibstvon den Urbildern) ist die Zeichnungschlecht, und die Darstellung aus einem ganz fal-schen Gesichtspunkt aufgefaßt; so auch b » demdritten; das zweyte ist bester, doch auch nicht fch-lcrfrey." Und dann von dcm Stiche:Derselbeist im Ganzen recht gut; doch fehlt es diese» Stückenan" (zwo Hauptsachen)der Ausführung undHaltung." /-er/i» iLüo 11. 88.

Han, (Ulrich), ein von Wien gebürtiger Buch-drucker zu Rom , gab dort in 1^67. Menirstiones,soü. <le Dürre cremata, Onrümsl. mit Zg. Holz-schnitten, welche nicht übel gezeichnet-seyn, undbereits eine geübte Hand im Fornischneidcn verrathensollen. Von dieser Kunstseltenheit von welchersich ein Exemplar auf der Stadtbibliochrk zu Nürn­ berg befindet, giebt He-neci e in »einer iclöonörals p. i/jg 5 o. ausführliche Nachricht, undeine zweyte Auflage derselben von i/,7ö. deren eben-daselbst gedacht wird, führt wenigstens auf denZweifel, ob Han nicht selbst an erwähnten Verzie-rungen Künstler-Antheil genommen habe, da esnämlich am Schluß der Ausgabe von i/j(>7. bloßheißt: blickt« 8unt Eontempluk!one8 etc. per///i'/cm» ///?>/,- am End derjenigen von 147Z. hin-gegen sich die Worte finden: nein atr-irnenro plu-inuU cnlamvnogno stilo ereo, seci nrti1ielo8»9>iuclllm uiUnveiitione impi imenüi sen cnrncte-riLNicki sie elUzzüiium acl clei lauüem lnclustrie-qne e8t ooiisumntnm per f/sta/uchr»»Piemunum» ot Ki«,o»e,» cko /.»c/r.

S. Hau.

Hancarville, (der Ritter von), ein Kunst-liebhaber, ätzte zu Neapel eine Sammlung vonAlterthümern aus dem Cabinelte dcs Ritters W.Hamilton, die er mit Farben abgedruckt 17(-7. ausLicht stellte. ck/Lc.

* Handerior oder Andriot, (Franz),geb. zu Paris um ilssm. Derselbe hat in Frankreich und Italien nach mehrcrn berühmten Meistern ge-arbeitet. Sein Styl hatte einige Aehnlichkeir mitdem von Franz Poilly; in Ansehung der Wirkungaber stand er ihm nach. Indessen werden seineBlätter, in Ansehung der Urbilder, nach welchener gearbeitet, sehr gesucht. So B. zwey Ver-kündigungen »ach Albani (vorzüglich); das Bildnißdes Kardin. Joh. Evcrhard von NidhardachI. de la Bond?; die Marter von St Johann demEvangelisten nach le Brnn; eine Doritcnkröiiungnach Haun. Earracci, ohne Namen dcs Malers;eine andre nach Domcnichi»; eine Maria die deinKinde die Brust reicht, und eine Magdalena, nachGuido; eine Esther vor Ahasvernö, und eine Hoch-zeit von Cana, nach Guillebauit; der barmherzigeSamariter nach Ponssin; eine Maria niitdcmKindc,das dem kleinen Johannes eine Krone reicht, nachRaphacl; der ungläubige Thomas, nach lc Cuenv,

-) 9 n wie weit die hier neu crfcbeiiicuden Hamiltons Nachkommen von Jakob Hamilton und dessen Söhnen -oder auch der übrigen Hamiltons sind, deren das Lerikon gedenkt, st uns unbekannt. Noch bemerktHeinecke (Nachr. i- ->-.) daß sick zu seiner Zeit (um -77».) Künstler von dieser Familie i» Schweden sollen befunden haben, von welchen aber nichts Weiteres zu unsrer Kunde gelanget ist.

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