Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
519
JPEG-Download
 

Hartiiranm

besten hingegen ist uns nichts weiter bekannt ,als daß nach seinen Planen die in 1795. zu Ko-penhagen abgebrannten Schloßgebäude meist wie-der neu aufgeführt wurden. Hennings S. 87.Mensel TT Mlsc. X. säg. und Mrc.

Harsrol, ( ). So wird irgendwo, ohne

Weiteres, ein niederländischer LandschaftsmalerinWasserfarben genannt.

Harr, (Thomas), ein englischer Kupferste-cher, von dem man die Bildnisse des AdmiralHopkins, des General-Major John Sullivans,Robert Rogers und David Woöstcrs kennt.

Harrfeld, ( ). So heißt ein niederlän-

discher Landschaftsmaler, von dessen Arbeiten inder Kayserlichen Galerie zu Wien aufbehaltenwerden.

Hartmann, (Johann), Landschaftsmaler,geb. zu Mannheim 1765. lernte bey Kobell. Schonfrühe (um -776.) führte ihn sein Hang nach derSchweiz auf Viel, wo er sein Talent meist nachder schönen Natur dortiger Gegenden ausbildete.Von ihm sind die vortreflichen Darstellungen desVieler-Sees und der darauf liegenden St. Pe-ters-Insel und andre ähnliche Blätter in Gouachedurch ganz Europa bekannt. Der Zauber desColorits derselben in den Mittel- und Hintergrün-den, und zumal in den Lüften, ist unübertreflich;etwas minder Härte, und freyere Nachahmung derNatur in den Vorgründen, dürfte ihrer Wahrheitnichts schaden. Dasselbe läßt sich von seinen (sel-tenen) Oelgemäldcn sagen. Die charakteristischeZeichnung seiner Tannen ist schon von Mehrern mitRecht bemerkt und gepriesen worden. Weiteresüber ihn, und ein Verzeichniß von 24. seiner meistbeliebten Prospekten (Handzeichnungeu versteht sich)nebst den Preisen derselben von Zo. franz. Livr. bisz» 8. Louisd'or, findet sich in Mensel« MM'sc. Vl. 767. Einige von ihm, zum Theil ge-meinschaftlich mit F. Lorieux (1782.) schön geätzteAnsichten aus dem ehemaligen Disthum Basel führtder Gantkatalog von Brandes an. Vollendsprächtig dann nennt der wi'nklersche: Zwey Dar-stellungen der Einsiedeley zu Arlesheim , und zweyandre von der Peters-Jnsel, alle viere von unsermKünstler und Stuntz (1787.) gemeinschaftlich inAquarell gefärbt bearbeitet; die beyden letztem ohneihren Namen. Auch Thyry hat nach Hartmann inbrauner Aquarcllmanier gearbeitet.

— — (I. A.), ein Bildnißmaler; arbei-tete zu St. Gallen , woher er vielleicht gebürtigwar, um 172». I. R. Holzhalb hat nach ihm dasBildniß des dortigen Pfarrhcrrn Barlhol. Wägelinsgestochen.

— — (Joh. Daniel), ätzte das Titelkupferzu Johann Muniks Chirurgie, die 171a. zuAmsterdam ans Licht trat. Dann ein BildnißHeinrich Patkul's von Rosenboeck. 6-nisteWüund

— — (Joh. Jakob), geb. zu Kuttenberg inBöhmen um r68o.; arbeitete zu Prag um 1716.Man siehet von ihm in der K. K. Bildergalerie zuWien vier Landschaften, welche die Jahrszeitenvorstellen.

— — (Wolfgang), ein Kupferstecher desXVlk. Jahrhunderts, von dem uns aber nichtsAnders als das Bildniß des Rechtsgelehrten Nie,Hennlius von Hennefcld (welch furchtbarer Jusriz-name!) bekannt ist.

— — ( ). Nach einem uns sonst ganz

unbekannten Maler dieses Namens hat Romstedtdas Bildniß des Gottesgelehrten M. Emmerlinggestochen.

— — ( ), ein junger Künstler, geb. aus

btuttgard; lebte zu Rom im I. 180Z. Damalserhielt mau von ihm zu Hause ein sehr ausgezeich-netes allegorisches Gemälde, Heros und Ameros,

Haß. 519

welches in verschiedenen Zeitschriften, hauptsächlichaber von Böttiger, in der Jenaischen Litteratur-zeitung ungcmeiu gelehrt und geistvoll beschriebenwird, so wie ein Umriß davon das Titelkupfer desvierten Bandes ermeldter Zeitung vom I. 180Z.ausmacht. Dieses Gemälde kam in Besitz desFürsten von Anhalt-Dessau . Ein andres Bildvon ihm: Christus, der den Kelch segnet, einAltarstück für eine Qorfkirche, vereinte Carracci'sKraft mit der Milde von Carlo Dolce; und höchstsprechend fand man die Allegorie seiner Hebe,welche Zevs Leibvogel füttert, und ihn mit zarterMadchenhaftigkeit liebkost. Seit 1806. lebte er zuDresden . In -807. arbeitete er an einem großenWerke: Die drey Marien. Ein Aeneas , der, indem brennenden Troja , mit seinem Vater Achatesaus dem Hause tritt, um sich den einrückendenGriechen zu widersetzen, wurde noch von ihm inRom gemalt, und kam nach St. Petersburg . Öef-fenrl. lssachr, Von diesem letzten, heißt es in derSchrift: Winkelinann u. sein Jahrh. (S. 528.)„ Harrmann« gutes Talent offenbarte sich an die-sem großen Bilde. Der Geschmack in demselben istgut, und das Colorit kräftig; die Zeichnung hin-gegen nicht fehle, frey." Und: „ In Betracht derErfindung hielt ein etwas später verfertigter Ent-wurf mit schwarzer Kreide, Orcst vom Geist seinerMutter und den Furien geschreckt, mehr Beyfall;war auch in der That verdienstlich."

Harrmann, ( ), ein andrer deutscher

Maler, in St. Petersburg , von dem wir abernichts anders als das Traurigste wissen: Daß erim I. 1800. wegen dem Defekt in einer von ihm,zwar mit der größten Treu, aber mit zu vielerNachsicht gegen schlechte Zahler verwalteten Sterbe-kasse, sich selbst erhieng. Oeffenrl. Nachr.

Harrung, (LorenzV So heißt irgendwo einMaler, nach welchem C. Romstedt ein (ebenfallsungenanntes) Bildniß gestochen habe. Ob dieserHärtung nicht etwa mit obigem BildnißmalerHarrmann (nach welchem eben auch Romstedtgestochen) Eine Person seyn dürfte?

— — (P.) Und so wieder ein Andrer, nachwelchem E Anderlohn das Bildniß Georg I. Mar-schalls von Biberstein gestochen hat.

Harrwagner, (Michel), aus Dekendorf inNiederbayern ; studirte in der Künstler-Akademiezu München . Er malte in Oel und auf nassenKalk mit vielem Genie; aber umö Brod, und alsozu geschwind. Von ihm selbst, rheils geätzt, theilsmit der kalten Nadel gearbeitet, führt der lVmkler-sche Katalog: Diana und Actäo», und: Perfeusund Andromcda ; einen Maler in seiner Werkstücke,das Bild einer alten Frau auf der Stafeley, (diesealle nach seiner eignen Erfindung); dann ein Altar-blatt nach A. Zanchi, und ein allegorisches Bild zuEhren des Kurfürst Maximilian III von Bayern -nach Christ. Wieck an. Diese Blätter sind von17hg. u. 71. datirt. Hartwagner starb zu München 1775 . N. B- Sch- w. XXlX. 20Z.

Has, (Johann de), ein Bildhauer von Metz ,studirre in Italien, und arbeitete um , 52 ». zu Ant-werpen, wo ihn Albert Dürer mit seiner ganzenFamilie abzeichnete,

Haselb ag^, (Franz). Unter diesem sonstunbekannten Namen findet man eine Handzeich-nung, die Kreuzigung Christi vorstellend, mit derJahrzahl ,497. Mensel Miscell. XlV. 126.

Haselmayer, ( ), ein Kunstverleger zu

Tübingen . In , 8 « 4 . sah man, neben Andern!,von ihm ein Programm: Anatomische Abbildungdes menschlichen Körpers, durch erhaben gearbei-tete ceroplastische Figuren dargestellt. S. obenCuriger (Jos. Ben.)

* Haß, (Joh. Wilhelm). Dieser Artikel imLexikon gehört unter Haas.