Z22 Hauzinger.
Basreliefs, wovon man, neben andern, in der neu-angelegten Kaiserl. Galerie ein wohlgeratenesLhierstück zeigt. Eine ausführliche Beschreibungseiner Werke findet man in Meufels M>sc.XXI. i//—82. Er starb r/ 85 .
Hauzinger, (Joseph), ein andrer Künstlerdieses Namens, geb. zu Wien , studiere die Baukunstdaselbst um 1787. Mensel Misc. XXX. 062.
Harvard , (Franz), ein englischer Kupfer-stecher, arbeitete um 1780. Von ihm kennt manmehrere Blätter. So z. B- roth punktirt die Bild-nisse von Carl Ea^l Eornwallis, und Cap. WilliamCornwallis, beyde nach D. Gardner, wovon derKatalog von Brandes letztres sehr schön nennt;in eben dieser Manier 6. mythologische Blätter,Juno, Hebe, Flora und Zephyr, Psyche undZephyr, Urania und Clio, alle nach W. Hamilto»;dann Master Bunbury, und Mistriß Siddons unierdem Emblein einer tragischen Muse, beyde nachReynolds; erstres wenigstens in eigentlicherEchwarzkunst, schön und selten; und endlich wie-der roth punktirt, nach Ant. Zucchi: tUs iVleetingnf rbe disrsr.-! ->r Ueanlver, und den Tod St.Julians im la Trappe Convenc; Alles gute Blätter.
Hawle, (Joseph), Zeichnungs-kehrer bey derIngenieur-Schule zu Prag , lebte dort 1802.
Hapard, ( ). So nennt Basan (blcl.
«er.) einen Kupferstecher von mehrcrn großenKöpfen in Krcidenmanier, nach Vanloo; dann-von Architektur-Zieraihen u. s. f.
* Ha>'d, (Anna Maria). Man hält sie füreine der ersten, welche Landschaften in Pastell ge-malt hat. Deutsch . Bunstbl. Unz. S. 6.
* — — (Johann Elias ), Zeichner und Kupfer-stecher in Schwarzkunst, Sohn Joh. Jakobs,(welchen er in Absicht auf die Mannigfaltigkeit undden Geschmack, womit er seine Kunstgattung aus-übte, übertraf); geb. zu Augsburg 17Z9. oder 40.lernte bey seinem Vater, und fieng um 1/80. an,sich auszuzeichnen. Daneben führte er den großenKunstverlag dieses letztem fort; wozu, neben An-drem , die Trervischeii und wenunannischeirbotanischen Werke, Bruckers Bildersaal undEhrcntcnipel, die von Murr übersetzte brittischeZoologie von peimanr, das Hedlingersche Kunst-kabjnet u. a. gehörten. Ein Dutzend seiner beßtenBildnisse «darunter vielleicht vorzüglich diejenigendes Malers Koclla und seiner Gattin, nach Koella)führtRost II. 85 -, ein Verzeichniß meines sel.Vareröaber an die 5 v. an. Schon nennt ferner der Kata-log von Brandes diejenigen der Augsburger-Pa-trizicr von Ekelten und Sulzer nach Graf, undI Felsen von Lindau , nach Dchle; und ebender-selbe (wohl mit höchstem Recht) das lebens-große von Kupetzky, »ach ihm selbst. Von histori-schen Blattern dann kennt man von ihm ebenfallsan die 20. nach Chodowiecky, I. de Eordua, I.E. Heilmann, I. C- Loth, M. A- Mcrigi, Mieris,Rembrand, Schalken, Solimcna, B. Strozzi,C- Vanloo und van der Werf; von welchen die imTempel angeklagte Ehebrecherin nach Merigi —eine Geburt Christi und Auferweckung Lazari (letztresgemeinschaftlich mit seinem Vater gearbeitet), beydenach Rembrandt — dann- tkis art uf -lressliij;kisb, und tbs Eoock-IVIaicI, nach Heilmann(jenes der Societät der Kunst zu London , und diesesihrem Secretar zugeeignet) und der warnende Greis,nach Jos. Christ (ein sehr glänzendes Blatt) zu denbeßten gehören. Endlich kennt man auch von ihmein Paar Blätter glücklicher Versuche, Landschaftenin Schwarzkunst zu schaben; wie z. B. eines nachSchönnagel, das ganz wie geätzt erscheint. Meu-sel l. II. Dann desselbenMl'scett.XXVIII. 22.4-32 . u. a. Dieser Künstler war Mitglied der Kais.Franciscischen Akademie zu Augsburg . Wmklerzählt ihn (1802) noch unter die Lebenden.
* — — (Johann Gottfried), Zeichner undKupferatzer mit der Nadel und in Echwarzkunst,
Hayd.
(doch vornehmlich in letztrcr), geb. zu Augsburg 1710. des unten folgenden Lorenzen jüngererBrudcr. Er hielt sich lange zu London auf; als-dann (ungefehr seit 1770.) in Wien , wo er bis anseinen Tod verblieb. An erstem: Ort arbeitete erfür den Boydellschcn Verlag. Nach unserm Er-messen , war er unter den Künstlern seines Hausesweit der Vorzüglichste. Ein Verzeichniß meinessei. Vaters führt von ihm an die 70 Blätter (zurHalste Bildnisse, die übrigen historischen Inhaltsund Gattungsstücke), Rost aber II. 82- 83 . einDutzend der beßten an, welche in der That derguten englischen Schabckunst beykommen. Mansehe z. V. seinen Musikanten nach Amoroso; Ab-solons Unterwerfung nach I. Dol; die Geschichteder Virginia nach Dance'; van Swietens Brust-bild auf einem architektonischen Monumente, nachMesserschmied; die Familie Kais. Franz I. nachMeistens; das Bildniß Lord Camdens, »ach Rey-nolds ; die Schauspieler Garrick und Foot in ihrenRollen; das allerliebste Bilvniß der Anna MariaWerner , geb Haid, nach ihr selbst, und so vielandre. Dieser geschickte Mann (ebenfalls Mitgliedder Kais. Franciscischen Akademie von Augsburg )starb zu Wien 1776. Mensel !. II. u. a. Einartiges geätztes Blatt von ihm (Ruhe der H. Fa-milie bey ihrer Rückkehr aus Egyptcu) nach I. L.Daysinger, führt der LVinklerftye Katalog an.
* Havd, (Johann Jakob), geb. 1704. (nicht
1705.) Er kam sehr jung nach Augsburg , wo kr-auch verstorben ist. Derselbe war weit der frucht-barste Arbeiter seiner Familie; aber in der Kunststand er seinem Sohn, und noch mehr JohannGottfried merklich nach. Ein Verzeichnis meinesscl. Vaters führt von ihm an die 290. BildnisseHeller und dunkeler Männer, Rost II. 83 — 8 Paber ein Dutzend der beßten an. Unter dieselbenzählt der Ganlkatalog von Brandes diejenigendes Augsburger -Patrigers von Rauiicr und desGrafen Carl Ludwigs von Hohcnloe; der Katalogvon Wl'nkleu das von Christian von Münch vonEichstett (ohne Namen des Malers ; und beybedas des Freyherr» C. F von Seckcndorf, nachI. L. Schneider. Neben denselben kennen wir vonihm: Lstmllla sacrri; 1. e. Imspüriss Ehr'üittez'usgus starsntum er stpostolorum , nachKupetzky, und nach der Zeichnung von I. C- Füßli(16. Bl>); dann eine Fran mit einem Blumenkranz,und eine andre, welche Orangciiblüthen liest, beybenach de Marees; Fantasiekopfe und ein Stillschwei-gen , nach Nogari; endlich lccmo-
xrsplilg cls A. ( 7 . //Umrm 4 Vol. statisbonce707.
* — — (Jobann Loren;), Joh. Gottfriedsälterer Bruder, Maler, Zeichner und Kupferstecherin Echwarzkunst, geb. zu Augsburg , und eben da-selbst gestorben. Don ihm kennt man ein gutes alle-gorisches Blatt auf die Augsbnrgischc Eonfeffion,ohne Namen des Malers; dann an die 20. Fan-tasiekövfe nach Piazetta. Hinwieder haben Boden-ehr, I I- Hayd und Chr. Rngendas einige Bild-nisse nach ihm gestochen. Rost II. 81—82. u. Mc.Oberwähntes allegorisches Blatt führt dann derGantkatalog von Brandes wieder als nachunserm Künstler von ,B. F. Cedlezky gestochen(copirt) an.
* — — (Johann Philipp), Joh. LorenzensSohn, ebenfalls Zeichner und Kupferstecher inSchwarzkunst, geb. 1700. Derselbe hielt sich einigeJahre bey seinem Oheim, Joh. Gottfried, zu Wien auf, und war seit 1784. Lchrcr und Aufseher dergesellschaftlichen Zcichnungs-Anstalt seiner Vater-stadt. Auch von ihm führt ein Verzeichniß meinessel. Vaters 14. meist fürstliche Bildnisse, oann ei-nige Gattnngsstücke nach seiner eignen Erfindung,mehrere Blatter nach B. Picart (die zu einer Copieseiner Lüremonles reli^leuscm gehören mögen),und wieder — vier Eicisbecn, unter dem Bildeder vier Tagszeiten — lind wieder die zwey Gna-denbilder zu St. Jakob in Prag und zn Weßobrunn