Band 
Zweyter Theil [1].
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523
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Hay d.

in Baiern an, das wohl Alles nicht Großes bedeu-ten mag. Er lebte noch um 1789. Mensel II.

Hayd, ( ). So heißen endlich auch zwey

Gebrüder, welche die Bildhauerkunst bey Nahl inCassel lernten. Von dem altern derselben führtMeus. (VI. Mi'sc. VII. 9^1.) um 179-j. ein Mo,dell des Herkules und der Omphale in ihren ver-tauschten Kleidern an. Neueres von Beyden istuns nichts bekannt.

* Haydocke, (R.). Derselbe ätzte auch seineigenes Bildniß.

* Haye, (Carl de la), geb. zu Fontainebleauihsti. Er begab sich jung nach Italien SeineArt zu stechen war angenehm, und hatte Achnlich-keit mit der von Corn. Bloemaert, seinem Zeitge-nosse. Rost VII. 33 /— 38 . führt nach ihm vierBlatter an, von welchen er besonders: Die grie-chischen Philosophen, welche sich im Garten desAkademus über den Orangebau unterhalten, nachRomanelli, ein sehr gutes, und einen St. Phi-lipp Neri vor der H. Jungfrau und dem Kindeknieend, »ach Ebendemselben, ein seltenes Blattnennt.. Eben so wird sein Coriolan nach CiroFernvon Füßli (I. 281.) geschmackvoll geatzt geheißen.Was er nach A. Stech u. a. zu Danzig gestochenhaben soll, sind Bildniße. Indessen denken wireher, daß solche einem ganz andern Künstler, glei-chen oder ähnlichen Namens zugehören dürsten.

— — (Michael), ein Kunstverleger zu Ant-werpen um die Mirre des XVII. Jahrh. EinVcrzcichniß meines sel. Vaters führt aus dessenVerlage etliche Heiligen-Bilder, von E. Rucholle,E. van Schoor u. a. gestochen, an.

— — (R. de la). So heißt irgendwo einMaler, nach welchem M. Desbois das Bildnißdes Arztes Dom. de Marchcttis, und G. Valkdasjenige des Theologen Melch. Lcydeckcr gestochenhabe.

— — ( de la). So nennt auch BoehlerVI. 29/. einen Stahlschueider, der um i(i8o. zuParis gearbeitet habe.

Hayes, ( des). So heißt irgendwo, ohneWeiteres , ein Kupferstecher, der nach Cl. Vignonu, a. gearbeitet habe.

Hayles, (Johann), ein englischer Bildniß-maler, Zeitgcnoß und Nebenbuhler des Peter Lely .Er ahmre auch so vortreflich »ach, daß viele Bild-nisse, die er nach van Dyck gemalt, nachher fürOriginale gehalten wurden. Er starb zu Lon-don 16/9. Meus Misc. I V.g.

' Hay »nanu, (Franz). Nach ihm haben Ar-dell das Bildniß der Mistr. Pritchard, F. Chain-bars den Tod des rechtschaffnen Manns und desLüderlichcn, I. Faber das Bildniß Lord John Per-cevals, C. Grignion: rüs noble bebsviour oftüe Lrittisü KinZ Larrictoeus, betöre tbe löni-poror Elauklius at Home. Ravenet: Das sie-gende England, oder Bildnisse aller Admirale, diesich i» dem Krieg von 1/60. hervorgethan hatten,in meist guten Blattern, theils gestochen, theilsin Schwarzkunst geschabt; und eben so erschien,unter Rylands Leitung nach ihm ein schönes Blatt:8>r kglstail raisln§ recruits- Xi»A Henry IV^.kart. II. 80. 3 . Irgendwo heißt es von

diesem Künstler: In seinen Werken trift man zu-weilen angenehme Figuren, aber sehr selten gutenAusdruck an.

Hayne, ( ) zeichnete, in Gesellschaft von

Dreves , die Kupfer zu dem prächtigen botani-schen Werke: Cüoix <ws plantes <te l'Lurops.5 . Dom. uv«o 120. planckos, welches zu Anfangdes XIX. Jahrs erschien, und 2!). Rthlr. kostete.

* Haynzelmann. S. Hainzelmann.

Haysmairns, (J-). So heißt in denHandschriften meines sel. Vaters ein Maler zuLondon um 1670. nach welchem I. Smith das

Hebergew 52z

Bildniß der englischen Königin Catharina von Por-tugal! , und ein andrer, in R- Tompsons Verlag ,dasjenige des Bischofs von Rochestcr, John Dol-ben's, gestochen habe. Allein dort wird wohl nichtohne Grund vermuthet, daß dieser Künstler mitdem Johann Hnysmann oder Housemann desLex. Eine Person sey, da es von letzterm ausdrückelich heißt, daß er oben erwähntes Bildniß der Kö-nigin Catharina für seine beßte Arbeit gehaltenhabe.

Haze, (Johann de). Nach einem uns sonstunbekannten Künstler dieses Namens hat M Küsselein Blatt: ?romotio ina^isterialis I'ribur^.IIri5§. gestochen.

* Hearn, (Fr.). Mit T. Morris gemein-schaftlich hat er auch Landschaften nach I. G.Richards gestochen.

Hearne, (Thomas), ein englischer Malerdes XVIll. Jahrhunderts, meist von Katrungs-stücken. So kennt z B. der Katalog von Brandesnach ihm mehrere sehr schöne Blatter: Zwey Sze-nen aus dem Vikar von Mackefield, (eines:Sophie aus dem Wasser gezogen) die Figuren vonWoollet, die Landschaft von Ellis (1780); eineandre aus Joseph Andrervs, die Figuren vonBartolozzi , das übrige von W Byrne und Middi-mann; ferner: Sommer und Herbst (1/8/,) vonEllis. Danu hat ermcldkcr Byrne »ach ihm eng-lische Alterthümer gestochen. Endlich kennt manvon ihm und Cypriani gemeinschaftlich gemalt,und eben so von Bartolozzi , Byrne und Pouncy(i79st>) gemeinschaftlich gestochen: Adam undEvaim Paradiese, aus Milton; die Figuren nach Cy-priani, von Bartolozzi sehr schön (nur daß sie inder Zeichnung die nähere Untersuchung nicht aus-halten); die Landschaft, nach unserm Hearne,von den beyden andern Künstlern sind vortreflich.„Das Ganze" (heißt es im Journal t'ür bilüonüsKünste 127.) „ist in einem Geist der Ruhe gearbeitet,der den Betrachtenden in ein so genußvolles Wohl-behagen hinzaubert, daß er sich nur mit Mühewird losreißen können."

Heaeb, ( ) Königl. englischer Kupferste-

cher, mit dem Grabstichel und ju Schwarzkunst,arbeitete zu London schon um 1789. Damalskannte Basan (sec. L<l.) von seiner Arbeit eingestochenes Bildniß des Capit. H. Wilson. Indemselben Jahr erschienen von ihm die Kupfer zueiner Prachtausgabe von Th Holcroft's englischerUebcrsetzung von Arinbrusiers Abkürzung derLavarerschen Physiognomik (gr. 8. London ) welchezwar saubere, aber oft steife, uncharakteristischeCopien ihrer Originale waren. In neuern Tagen(wenn es nämlich noch derselbe Hearh ist) gab er(180g.) das Bildniß des um diese Zeit verstorbenenDoktor Darwin, nach dem Gemälde von Ramlim-son; dann in i 8 o 5 . dasjenige des berufenen jungenSchauspielers Detty Roscius, nach Northcote,und 1806. gemeinschaftlich mit Mistriß Griffith dieBlätter zu Dr. Schahs History ot'lussots.

Heber, ( ) Rath. Ein solcher war Di-

rektor der Kunstkammcr zu Braunschweig um l/68.Ob selbst ausübender Künstler, ist uns unbekannt.Her necke s^echr. II.

Heberqev, ( )cin Maler, gebürtig vonDorcnz, nächst bey Jmst im Tyrol, Schüler vonPaul Zcyler von Reite. Von ihm heißt es inMeus. n. M-sc. (II. 2/ch.).- „Dieser Künstlerzeichnete sich damals (1796-) vor Andern aus. Inseines Lehrers Hause sah' ich von ihm ein Portrait;und dann das Bild Et. Antons von Padna mitdem Jesus - Kinde, nicht nur groß gemalt, son-dern auch groß gezeichnet. Alsdann bildete er sichzu Rom aus, erreichte dort einen hohen Styl,und ein starkes, meisterhaftes Colorit. Hieraufgieng er nach Wien , wo er bald in die traurigste»Gemüthsumstande gerieth, und endlich in dem dor-tigen Spithal verstorben war.

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