Heda.
Von ihm kennt man, nach Poussin , das Frauen-bad, und in vier Blattern: DieArbeiten des Her-kules , nach Guido's Gemälden zu Versailles . Erwar zugleich Kupftrsiichhändler und großer Ken-ner in diesem Fache, wie seine im Lex. angeführtenKataloge solches beweisen.
* Heda. S. Heede.
* Heb Irriger, (Johann Carl). Sein Lehrerwar Crauer, Münzmeister zu Luzcrn, unter wel-chem er bereits 1714. Thalergepräge für diese Stadtverfertigte. Von seinen Lebensumständeu über-haupt, und von seinen Reisen bald durch ganzEuropa , seinen Studien und Arbeiten insbeson-dcrö, giebt Füßli III. 76—12Z. sehr gute Nach-richten. C. von Mechel und I. I. Hand habenseine wichtigsten Schaupftnninge, der erste in Kup-fer gestochen, der andre in Schwarzkunsi geschabt.Was das Lex. von demjenigen Ictlon sagt, womitder Künstler einen berühmten Allerthumökenner ge-tauscht habe, so gehört dies — wie wir gerne glau-ben wollen — Faktum, zu den Tausend und EinerKunstgeschichts-Anekdoten, welche von dem eigent-lichen Werth oder Unwerth ihres Gegenstands sogut wie Nichts beweisen. Unser Urtheil über un-sern westlichen Landmann ist dieses: Daß in richti-ger Zeichnung (etliche sitzende allzulange Figurenausgenommen) eben so wohl als in weicher Be-handlung des Stempels, ohne deswegen (als etwain den Haaren) in Undulism' zu verfallen, keinerseiner ältern und neuern Knnstgcnosseu ihn über-treffen, und vollends in sinnreichen Allegorien sei-ner Reverse aus eigner Erfindung keiner derselbenihn erreicht habe- Jedes seine besondern Vorzügeerwogen, und dann die Summa seines Verdienstesmit demjenigen andrer seiner berühmtesten Kunst-genossen verglichen, würde in unbefangenen Augensehr schwer zu entscheiden seyn, welchem von denfimfen: Sr. Urbam, Darin und du Vivier,denFranzosen,oderO.Hainerar:i dem Römer, oderunserm Hedllriger die erste Palme in einer Kunstgebühre, die in'neuern Tagen— bis wieder auf diejüngsten in Frankreich — so sehr vernachläßigrworden, und doch so ausnehmend geeignet ist,Denkmäler großer Ereignisse, oder auszeichnetet'Pcrionen dauerhaft zu vervielfältigen. In derSchrift: Minkelmann und sein Jahrh. (S.2H7. heißt es von unserm Künstler: „Das, wozuErtoHarneram die Bahn gebrochen, führte Hed-linger aus. Seine Kunst ist noch mehr auf gcfäl-ligeWeichheit, und übcrdem auf malerische Effekteberechnet. Jenen: gegenüber haben die Haare beyHedltnger bessere Massen und größere Leichtig-keit ; die Köpfe überhaupt etwas mehr Relief. Er-sieht ferner dem ersterm in der Ausführung nichtnach, und besitzt über denselben den wesentlichenVorzug von mehr Geist und Lebendigkeit."
* Heede , auch Heda, (Vigor und Wilhelmvan). Nach lctzterm hat I. van der Velde dasBildnis' des (wahrscheinlich vornehmen) Baccalaursder Theologie, Grat. Corneli's, gestochen.
Heege, (N.) Nach einem uns sonst unbe-kannten niederländischen Künstler dieses Namensführt der Katalog von Brandes drey Blatter vonPremier (holländische Ansichten) an, deren Urbildersich wahrscheinlich in der K. K. Galerie zu Wien befinden.
* Heel, (Johann), der Goldschmic-d, lerntezu Nürnberg bey Schaffhauscr.
— — (P^er). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, »ach welchem I. G. Thclotein Abendmal und einen St. Johann von Nepomukgestochen habe.
Heelrvock, (A-) Und so ein Kupferstecher,der im XVII. Jahrhundert zu Kopenhagen ge-arbeitet habe.
* Heeui, (Johann Davids de), geb. i6oj.Derselbe war von einem ansehnlichen Geschlechte.
Heger. 525
Seine Bilder, wenn solche gleich meist sehr gering«Gegenstände' darstellen, setzten wirklich durch ihre»vielfachen Werth in Erstaunen, ^und die geistvolleArbeit daran" (sagt de.fourena,) „schien mehrdie Wirkung des eigenen Vergnügens ihres Urhebersals der Nothwendigkeit zu seyn, solche zu beendi-gen Vor der Täuschung beym Anblicke derselbenverschwindet alle Kunst, um uns jene schöne Natursehen zu lassen, von welcher er alle seine Talenteerhielt. Vortreflich colorirt, bewundert man inseinen Werken eben so sehr die Blüthe seiner Tinten,als die Leichtigkeit womit er solche aufzutragenwußte. Seine Würmer, Insekten, ». s. f. scheineneigentlich belebt zu seyn, um ihre Beute auf denschönsten Blumen zu suchen", u. s. s.
* Heemserr, (van), malte ein jüngstes Ge-richt, welches zu Antwerpen in einer Kapelle derdastgen Pfarrkirche St. Jakob gezeigt wird. Ober etwa mit Johann van Henisen der gleiche sey,ist noch ungewiß.
Heer, (G-de). So nennt der iDlnklerscheKatalog einen holländischen Maler und Kupfer-stecher, von dessen Lebensuipstäiiden nichts Weiteresbekannt sey, und von dem er ein großes seltenes,auf Pergament gedrucktes , und lediglich mit 6. äsUser bezeichnetes Blatt kennt, welches ein dort(ausführlich beschriebenes) flamändisches Bauern-sest vorstellt. Nach ihm kennt man das Bildnißdes Jesuiten Niklaus Talon.
— (J-Jonck), was man etwa deutsch Junker taufen würde, ein neuerer flamandischerMaler und Kupferstecher, von welchem der Vmk-lersche Gantkaialog vier Blatter mit Hunden an-führt, wovon zwey mit seinem Namen, und zweymit ? VIII'. bezeichnet sind.
* Heere, (Lucas). Er war ein guter Dichter,und verinauder meldet von ihm: Er habe eineMalergcschichte in Versen angefangen, die aberlctztrcr, aller Bemühung ungeachtet, niemals habezur Hand bringen könne»; ei» Verlust übrigens,der minder als die Einbuße der vermißten Bücherdes Livi'us zu bedauern seyn mag.
Heerstadr, (Isaak Peter), ein Kaufmannzu Cölln , der sich aber auch als Künstler im Wachs-boßiren auszeichnete. Er lebie noch i 8 c> 5 .
He es, (P. C oder G. C.) Von ihm kenntman, »eben Anderm, eine Bande Zigeuner .
Hefela, (Melchior), Hof-Architekt des Kar-dinals und Fürsten Batbiaui, Primas des Königsvon Ungarn; baute um 1780. für seinen Herrn aufdem Furstenvlatzc zu Preßburg einen schönen Pallastvon reiner Bauart. Il^c.
Hegelianer, (Johann Baptist). S- Ha-genauer.
Heger, (Franz und Philipp), Baumeister zuPrag zchb Barer und Sohn — ob Bruder? Beydesist uns unbekannt. Der letztre, welcher in astenAnzeigen zuerst genannt wird, sch'cint der ältere zn .scyn/Der erstre heißt (M e u se ls Archiv 1 .12g.)Franz der jüngere. Seit 1791-98. gaben sie,vereint, Zo. nach der Natur aufgenommene, undvon ihnen selbst gestochene und nach Aaberl,scherManier ausgemalte Prospekte der Stadt Prag , zuwelchen dann auch Franzens 6. Blätter zu gehörenscheinen, die den Plan des für das KrönungsfestK. Leopold II. nach den Ideen vo» I. Q- Iahnerbauten Saales zu Prag , nebst den Grundrissenenthalten, und um so viel merkwürdiger sind, daidieser mit dem National-Theater bloß aä actumverbundene Saal, welcher — 80,«wo. fl. kostete,gleich nach dem darin gehaltenen Ball wieder ein«gerissen wurde. In zweyen dieser Blätter ist dasbunte Gemisch der Menge Menschen von mehrernNationen.und allen Ständen, in geschicktenGrup-pirungen — auf dem einen die Figuren in Ruhe,redend oder stehend, auf dem andern aber großcn-theils in voller Bewegung des fröhlichen Tanzes