Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
526
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Z2Ü Hegi.

sehr gut vorgestellt. Meus. N. Misc. VIII.107 s. Ein Verzeichnis von 22. der übrigen s,Ebendas. rZ. Mus. H08—9.

Hegt, (Caspar, Heinrich und Johann), dreyBruder, eines Landpredigers Söhne von Zürich ,alle drey gute Zeichner. Heinrich legte sich Nach-worts auf die Handeischaft; Caspar und Johannwurden geschickte Goldschmiede, und crstrer machtesich hauptsächlich in der Juwelierarbeit berühmt;letztrer, geb. 17,s8. verließ seine Kunst, und legtesich mit ziemlichem Erfolg auf das Kupferstechen.

— — (Caspar und Johann), des obigen Jo-hanns zwey jüngere Söhne, der lctztre geb. 1776.und gest. 1806. der erstre geb. 1778. (lebt noch).Beyde lernten die Kunst bey ihrem Barer, undwaren geschickte Schrift- und Formschneider inStrasburg .

— — (Franz), des obigen Johanns ältesterSohn, Kupferstecher, geboren zu Zürich 177/;.wurde in dem Waisenhause daselbst erzogen,und lernte die Kunst bey Matthias Pfenninger ,wo er bereits Beweise seines frühen Genies gab.Wir erinnern uns noch aus seinen Knabenjahrcnzweyer sehr lebhafter Darstellungen der ersten Re-volutionsscenen in Paris von 1789. die er bloß nachden Zeitungen sehr lebhaft entworfen, und geistvollgenug geatzt hatte, lleberhaupt zeigte er schonfrühe mehr Lust und Talente für's historische Fach,wurde aber durch die Umstände stets genöthigt,meistens beym landschaftlichen zu verbleiben. DiePlatten, welche er noch bey Pfenniugern verfer-tigte, waren gewöhnlich fürs Coloriren berechnet,und in Aqua - Tinta - Manier gearbeitet. Dahingehören z. B. das Bad zu Orbe von zwey Seiten<t2. fl.), und die Wasserfalle zu Wyßlingen undErlenbach im 5 k. Zürich (2). fl.), alle nach Wüst,welche im Journal für bildende Künstler (S.-208—12.) ausführlich beschrieben, und im Ganzenschon sehr gerühmt wurden; nur daß man darinnnoch mehrere Bestimmtheit an den Figuren und imLaubwerke wünschte. In dieselbe Zeit gehören ein-Paar Blatter: Breggia am Comer - See, undCanobbia am Lag» Maggioi e, beyde nach C. Kunz,und Dlivona nach k. Heß. In 1790. sah manvon ihm für den Frauenholzische» Verlag vierBlatter nach der Zeichnung von C. Reinhard: l'Hrclls Polare, Vestiges üe Pain äs Bits , leNerri-yle clu 80I01I. und 1 s 'j'l-mpls cle Minerva IVIs-llica, von welchen sowohl als von einigen derobigen es im LOinklerschen Katalog heißt: Daßsie sich vor andern ähnlichen Arbeiten durch ge-schmackvolle und verständige Ausführung unter-scheiden. Um 1796. gieng er nach Basel , wo ersechs Jahre blieb, und dort meistens für den Ver-lag von P. Birrmann, theils nach Gemälden ausdessen Sammlung, theils nach den eigenen Hand-zeichnungen des gedachten Künstlers arbeitete. Nachden letzter» z. B. die meisten Blätter zu der Loursspittoresque üe Pusle ä Pierme, mit Bridel'sTexte, dann: Den Rheinfall, den Reichenbachund die Teufelsbrücke; von erster»: Landschaften,Viehstücke u. s. f. nach Berghem, Both d'Jtalie,Düjardin, Cl. Lorrain, Loutherburg und Quer-fürt, ein trefiichesSrücknach dem andern, ».einigederselben eben so schön in Aquarell von Freylagn. a. ausgemalt. Um 1800. kehrte unser Heqi»ach Zürich zurück, wo er seit derZeit, mit großerLeichtigkeit, aber nichts desto minder unermüdetfortarbeitete. Zu seinem neuern Bedeutendsten ge-hören seine theils braune, theils colorirt erschiene-nen vier Blatter von dem 'Bergstürze bey Goldau,nach G. Rhan (16. fl.), ein Mondschein nach S.Landolt u. s. f. Mittlerweile kehrte von Zeit zuZeit seine Lust auch für's Geschichtliche zurück.Daher lesen wir z. B. im Journal für Littera-tur und Runst ,S. 170—71.) von ihm: „Einglücklicher Nachahmer von M- Usteri ist FranzHegt, bekannt als ein sehr geschickter Kupferste-cher durch eine große Menge von Landschaften inAquatinta. Derselbe besitzt eine besondre Vorliebe

Heidegger.

für die Darstellungen des Mittelalters, und hatsich mit großem Fleiß in das weitläufige Detailder Sitten, Gebräuche, Kleidung und Waffenjener Zeiten hineinstudirt. Ein Beweis davon istdie im Züricher -Salon von i 8 o 5 . ausgestellteFolge von 12. colorirten Blättern mit Scenen ansdem Leben eines Ritters, unter denen einige sichbesonders durch Anmuth der Erfindung, zierlichausgeführtes Detail und geschickte Beleuchtungauszeichneten. Den Vorwarf, daß einige dieserBlätter zu bunt seyen, konnte» ihm nur solche Be-schauer machen, die mit den alten noch viel bun-ter» Gemälden aus jenen Zeiten selbst, wie mansie in Handschriften und auf Fensterscheiben findet,gänzlich unbekannt waren." Eben so beschäftigter sich gegenwärtig mit einer sehr anziehendenSammlung von Kleider s Costume's, vornehmlichaus dem Mittelaltcr, von ihm selbst, nach getreuenAbbildungen wirklicher Denkmäler gezeichnet. Mrc.

* He 9 ias. Wareler nennt diesen alten Ma-ler des Lex. dem pausanias zufolge, einen Bild-hauer zu Athen, Zeitgenossen von Onatas und Age-lades, und lobt dann , nach Plinius , nebst seinenStatüen eben auch einer Minerva und eines Pyrr-hus, diejenigen des Castor und Pollnx, und eini-ger junger Männer zu Pferde.

Hegnauer. S. oben Hagenauei-, und so-gleich Hegnower.

Hegnorver oder Hegnauer, (Jakob).So heißt irgendwo, ohne Weiteres, ein Maler zuZürich , um 161P

* Herd. S. Hayd.

Heidegger, (G). So heißt irgendwo einKünstler, der um 1710. das Büdiiiß des ArztesTheodor Zwingers zu Basel gestochen hat.

— — (Hans Conrad^, geb. zu Zürich 1748.ein Sohn des dortigen großen Bürgermeister Con-rad Heideggers, und welcher bey der eheoorigenRegierung selbst die Stelle eines Zunftmeisters be-kleidet hatte; ein erfahrner Bibliographe und zu-gleich Kunstliebhaber, der ein schönes Kabinet vonHandrissen und Kupferstichen besaß. Er lebte nochzu Rapperschweil am Züricher -See 1807.

— — (Hartmcmn), geb. zu Zürich 172s.französischer Major und Ritter des Militär-Ver-dienst-Ordens, lernte das Zeichnen bey JohannCaspar Füßli , und übte sich vornehmlich in Pfer-den und Reuterschlachten. Starb zu Zürich 17 .Mcr.

— (Johann Heinrich ), geb. 1728. ehe-mals Mitglied des dortigen großen Raths, undBuchhändler, Schwager des Dichters Geßncr,ein eifriger Kunstdilettayte, der eine beträchtlicheSammlung von Gemälden, Handzeichnungen undKupferstichen besaß. Ihm gebührt auch der Ruhmvorzüglichen Antheils an der Stiftung des Kunstsaa-les zu Zürich . Seit einigen Jahren, und noch 1806.lebte er in Italien, hauptsächlich zu Genua undLivorno . Mrc.

-- — (JohannJakob), ein Kupferstecher vonZürich; lernte bey Joh. Rudolf Holzhalb , seinemOheim. Von seiner Kunst kennt man, ausserein Paar Bildnissen, in Zürich nichts: nur weißman noch, daß er in Lavarers physionomikdie Schriften gestochen. Seine häuslichen Um-stände trieben ihn aus seinem Vaterlands, woraufer 1781. nach Augspurg gieng, wo er aber schoneinige Monate nachher im 29. Jahre seines Altersverstorben war. Meus. Misc. IX. 191.

— — (Johann Ulrich), ein Bildnißmaler vonZürich, lernte zu Augsburg bey Tobias Laub .Derselbe war, ungeachtet seiner mittelmäßigenKunst, doch ungemein glücklich in der Achnlichkcit.Er ätzte auch verschiedene Bildnisse mit der Nadelund in Schwarzkunst, freylich ebenfalls dürftig ge-nug. Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führt