Hickel.
Zeichnung correct. Er malte mit einer äusserstleichten Hand; fast nie verfehlte er in seinen Bild-nissen eine sprechende Aehnlichkeit und den eigen-thümlichen Charakter seiner Personen. Baur , undFreymttchige 180Z. S. 680. Nach ihm hat,neben Andern, H. Sinzem'ch eine Cassandra inrother Kreidenmanier (Brandes sagt: schön) ge-stochen.
Hickel, (Joseph), Antons älterer Bruder,ebenfalls ein vortreflicher Bildnißinalcr, geb. zuDöhmisch-Eipa 1724. von dessen Lebensnmständenuns indessen wenig bekannt ist - da nämlich eineBiographie von ihm, die sich in dem Verkündigenvon 1L07. 22. findet, uns bisher nicht" zu
Gesicht gekommen war. Wie es scheint, kam erschon in dem sechsten Dezennium des XVlll. Jahr-hunderts nach Wien , sind gelangte in kurzer Zeitzu der Stelle eines Kais. Kön. Hof- und Kammer-malers, in welcher er zum öfter« die Bildnisse derKaiser!. Familie, der Minister und Generale malte.In 1786. dann erhielt er von dem Kaiser den Auf-trag, auch diejenigen der vorzüglichsten Schau-spieler und Schauspielerinnen des Wiencr-National-Theaters in ihren Hauptrollen für ein eigenes dazubestimmtes Kabinct zu verfertigen, wobey ihm auchsein Bruder behelfen war; in crmcldtem Jahrwaren die desH. Prehauscrs, der Cakherine Jacquetund der Mad. Sacco (dieses von Anroir) bereitsvollendet. Mensel MisceU. XXIX. Zili. —Ebendas. XXI. r8/,. wird von ihm (wir wollenhoffen aus seiner Jugendgeschichte) erzählt: „ EinesTags nahm er ein Bild des Correggio , entdeckteFehler, verbesserte (?) sie; und, kühn wie dasGenie, setzte er" (dies wäre nun das Aergste),2 am Rande des Bildes die Worte hin:pinxit. ////:/. correxit. Seine Kunst-
charakteristik betreffend, heißt es bey sskicolai IV.616. „Er wählte, vermuthlich den Liebhabern zugefallen, eine helle, angenehme Manier, die aber dochnatürlich und nicht ohne Kraft ist. Die Zeichnungseiner Figuren ist correkt und mannigfaltig (?)."Dieser Künstler starb zu Wien 1807. und trug beyseinem Tode, nebst dem schon genannten Titel einesKönigl. Hof- und Kammermalcrs denjenigen einesMitglieds der Akademien zu Wien und Florenz .Seine letzte» Arbeiten waren die Bildnisse des jetzi-gen Kaiser!. Erbprinzen in Uniform, und des Erz-herzog Rudolfs, Koadjlitors von, Ollmütz. Ineinem Nekrolog von ihm heißt es: „Er war ein»»gemein biederer, offener, jovialischer und wohl-thätiger Mann.'' Gestochen »ach ihm kennt manz. B. die Bildnisse Kaiser Josephs II. (der ihm —fünfmal gesessen haben soll) und seines BrudersErzherzog Maximilians, von W. F. Gmelin, unddes Fürsten Jos. Wen;. von Lichlenstcin, von I. Ph.Kilian.
Hickey, (Thomas). Nach einem sonst unbe-kannten Maler dieses Namens kennt der Katalogvon Brandes ein sehr schönes Schwarzkunstbiidnißdes Oberkassicrs der Bank von England , DanielRace's.
s Hl'ghmore, (I.) Für den Findlings-Cpital zu London malte er die Geschichte Jsmaclsund Hagars auf eine große/Tafel. B. Truchyhat nach ihm 12. Blatter für den Roman der Pa-wels gestochen M§c. Ardell dann das Bildnißvon Mr. Hamlin, und R. Houston dasjenige desMarquis von Rockingham C- W Wenthworths,zwey Schwarzkunstblatcer, die dcr Gantkacalog vonBrandes theils schön, theils besonders das letztreäusserst selten in den Abdrücken nennt, wo es ohneden Hosenband - Orden erscheint.
Hlgrenonres. S. Hygiaenon.
Hits, (Peter). So nennt Gandellmi einenKupferstecher, von dem man einige Devotions-stücke kenne, die er mit V. H. bezeichnet habe. Eineunsrer Handschriften frägt, ob etwa darunter perer-.Jupssens oder Hpssens zu verstehen seyn dürfte?
Hilk. 547
Hllaire, (Jaumes Saint-), Mitarbeiter desH. de Jnssieux für das Oictionnaire <lss Koieneesnaturelles, gab IM I. i 8 e> 5 . IKsntes äe la brancsciecrites et peintes ä'aprss nsture. Die von ihmselbst gezeichneten und geatzten Blatter sind mitFarben gedruckt, und mit dem Pinsel ausgemalt.
— — (I. B.) So heißt irgendwo ein Künst-ler , nach welchem I. Matlhieu zwey Blatter : l'Xn-tropopkaßs und: l'Lselsve üenreux (vielleichtist es Eines) gestochen hat.
— — le Dru. S. le Den. Hier holenwir noch von ihm nach. Auf der Kunstausstellungzu Paris vorn I. Xlll. sah man neulich von ihmeinen schönen Pendant zu seinen penibles-z-lieux.welches Armuth und Ehre, in der Person einesMädchens darstellt, das die verführerischen Aner-bickungen eines Bedienten im Namen seines Herrnausschlagt. „Auch in diesem neuen Produkte"(heißt es in den Xouv. lies Hrts I V. ri 5 .) „ist allescombinirt um die Hanptidee ins Licht zu setzen.Ohne Zweifel könnte man einige Unrichtigkeiten andem Bilde auffinden, und an etlichen Stellen einefestere Ausführung wünschen. Aber" (so artigtadeln die französischen Kuustrichter) „ was vonPraktik abhängt, laßt sich nur durch die Zeit er-halten."
* Hliarion, (Frss), ein Teyname vonD/acinrh Boschi.
Hr'Idebrand, (C.), ein deutscher Kupfer-stecher, arbeitete nach M. de Vos, u. a. In I.Tangena's Verlage fand sich nach ihm ein Bildnißvon R. Descarces, ohne Namen des Malers.Ehrist S. rfr. u. 42. führt sein Zeichen an.
— — (Johann Lucas), Baumeister, geb. zu
Genua 166b. Derselbe gieug mit dem GeneralPreiner nach Wien , wo er in Kaiser Carls VI.Dienste trat, der ihn in den Adelstand erhob.Daselbst baure er den chmaligen Pallast des PrinzenEugen von Savoycn in der Himmelpvrtsgasse, undden Pallast des Fürsten Wenzel Kaunitz auf des*Frcyung. Er starb 1720. X b). II. ig 5 .
S. unten auch Hillebrand.
— — ( ). Ein Andrer dieses Namens
war Königl. Preussischer Baudirekwr, und bauteum 1764. und spater Verschiedenes in PotSdam .Um 1766. gieug er von dort weg. Mcolai.
— — ( ), ein junger Bildhauer, vielleicht
des Vorstehenden Baumeisters Sohn, Schüler derAkademie zu Berlin . Auf der dortigen Kunstaus-stellung von, I. 1804. sah man von ihm schöneBasreliefs zu Supcrpvrten eines Hauses des Bild-hauer Echadvw'S bestimmt, und von Hirt ange-geben.
— — ( ), ein Maler, von dem wir nichts
anders wissen, als daß Bcrnigeroch nach ihm dasBildniß I. Franc. Born's, und I. G. Goebel das-jenige des Arztes J.PH.Eybcl gestochen hat; und daßer der Lehrmeister I. G. H. T- LeichnerS war.
* Hild uard. Die im Lex. von diesem Mön-
chen angeführte Baute zu Chartres wird sehr ge-schätzt. IVonr. I. 48.
Hi'Iken,J(Hcinrich Friedrich), Medailleur,wirb in der vannnl. berühmter MedailleursX 'o. i8v. angeführt.
^ — (Johann Friedrich). Derselbe war
späterhin Herzogl. Mckleuburgilchet Medailleur.Seinen Namen findet man von 1702—10. auf ver-schiedenen Schaumünzen.
Hi'll, (Anton Saint-), geb. zu Paris 1721.hat (Basan bcl. sec. zufolge) nach Berghem Wbain clo la LerZäre mir einem Pendant gestochen.
* — — (E.) Nach Vcrnet hat derselbe lepecbeur enconra^ö gestochen. Er dürfte mitobigem Einer seyn.
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