Band 
Zweyter Theil [1].
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552
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552 Hoech.

Jacqnes, wie ihn Annens und ein andrer Hof-junker unter einem Baum findet, mit dem Grab-stichel gearbeitet hat. Eine Beschreibung diesesBlatts und seines Urbildes, wo indessen die tref-liche Landschaft die Hauptsache zu seyn scheint,findet sich in dem Aar»-»«//. bi/a. S. 8g—90.

* Hoech. S. auch Hoeck.

Höchste oder Hächte, ( ), gebürtig

von Klingnau , im Schweitzer-Kanton Aargau,späterhin Hofmaler zu München . Von seinenfrühern und spätern Lebensschicksalen ist uns übri-gens nichts bekannt. Auf einer Kunstausstellung zuMünchen in 1/88. sah man von ihm : Musikanten,ein sehr gutes Bild in niederländischem Geschmacke.Mensel Mus VI. 98. Eben so auf derjenigenzu Bern 1804. zwey (wahrscheinlich früherhin ge-malte) Bauernstücke, von denen es hieß: „Essind nicht bloß von den Niederländern entlehntegemeine Gesichter, sondern treue Darstellung länd-licher Natur." Doch wurde dabey bemerkt, daßnur die Köpfe der Figuren mit Geist, Fleiß undNettigkeit ausgeführt waren, die übrigen Theileaber , wie von einer andern Hand gemalt zu seynscheinen. Mensel Arch. II. L. 16. Wir selbererinnern uns einmal von ihm etwas gesehen zuhaben, von dessen Werth uns aber keine deutlicheErinnerung zurückgeblieben ist.

* Hoeck, (Johann van). Nach ihm hat C.Galle einen Chrin am Kreuz; ebenderselbe und I.Vanloo Philemon und Baucis; C. Marinus, P.Pontius, und F. van Stcen HH. Familien (meistschöne Blätter); dann W. Hollar , P. Jode undC. Woumans Bildnisse (letztrer des Malers eigenes),-und L. Vorstermau» den Erzherzog Leopold Wilhelm ,im Gebet vor der H. Jungfrau (schön) gestochen.L-a-rÜLL und W§c.

— — (Robert van den). Seine Gemälde sind

(wie solches zum Theil schon das Lex. bemerkt)gewöhnlich sehr klein, übervoll Figuren; und ge-rade in solchen Gegenständen, welche ihm erlaubten,eine Menge derselben anzubringen, war er vor-treflich. Bisweilen sind solche in sehr engem Raumso zahlreich, daß man anfangs Mühe hat, ihreMannigfaltigkeit zu unterscheiden; wo aber, näherbetrachtet, jede derselben sehr deutlich und correctzum Vorschein kommt. Sein Colorit dann^ waräusserst zart. ^ Daß dieser Künstler 21. Blätter,allerley militärische Scenen vorstellend, mit einerflüchtigen, geistvollen und sehr feinen Nadel selbstgeätzt hat, war bis dahin wenig bekannt. Barrsch( V. ihi— 65 .) giebt davon, nach seiner rühmlichenWeise, ein äusserst genaues raisonnirtes Verzeich-nis Dieselben sind bald mit k. V. H. k., baldmit liobsrtns V. n. k. andremale mit seinemvollen Namen, einige auch ganz nicht signirt.Eines derselben (dieGeburt Christi), ist nach desobigen Joh van den Hoecks, alle übrigen nach seinereigenen Erfindung. Eines derselben (das kleineCamp) soll selten seyn. Das Blatt dann von Chedelnach ihm, dessen das Lcx. gedenkt, ist in derselbenGröße mit dem Urbild (ehemals im Kabinet Vence),und stellt ein unermeßliches Feld mit einer beträcht-lichen Armee vor. Weiter kennt man nach ihmvier Landschaften, ebenfalls mit Feldlagern, invan den Wyngaerde's Verlag, und eine Parthieauf dem Eis, von von Prenner. u. M'nL/er-.

— — ( ), Fiscalactuarius zu Hanau , ein

Kunstliebhaber, zeichnete 1781. den Prospekt seinerGeburtssiadt Gaildorf in der fränkischen GrafschaftLimburg, der vonJ.J. Müllergestochenwurdc.

Hoecke, (Caspar van), ein niederländischerMaler, wird in Teniers x-ictor-w angeführt.

Hoeck» er auch Hecker, (Carl Wilhelm),ein berühmter Steinschneider, geb. zu Dresden 1749. Er lernte bey seinem Vater, einem geschick-ten Stahl- und Steinschneider (wahrscheinlich demim Lexikon angeführten Johann Wilhelm) und lie-ferte besonders vortrefliche Köpfe in der Vertiefung,

H oelle.

in hartem Stein oder Stahl. So z. B. in 1790.Friedrich den Großen zu Pferde nach Chodowiccki,mit größter Aehnlichkeit und Feinheit in Carniol,in der Größe eines halben Gulden, und eben soseinen Nachfolger, König Friedrich Wilhelm. Spä-terhin gieng er nach Rom , und starb daselbst 1795.Gewöhnlich wird dieser Künstler Hecker genannt.Lekler S.69 Baun. Meu sei Mus XI. 490.und: Winkeliiran» und sein Jahrh. S. 558 .wo er ebenfalls Hecker, und ein Freund Trippclsheißt, von dessen Rath geleitet er, überhaupt etwasweicher und runder als der um dieselbe Zeit inRom anwesende englische Stempelschneider Marschant, dafür aber mit weniger Geist, und mitminder feiner Geschmackesbildung gearbeitet habe.

— — (Johann Caspar), ein deutscher Kupfer-stecher, der um 1660. arbeitete, und von welchemman eine Anzahl Bildnisse, meist dunkeler Männerkennt, die er ohne Namen des Malers (eines doch,des Arzneybeflissenen Ph. Müllers, nach M. Ra-strum, so wie ein andres des Rechtsgelehrten P.Wagners) gemeinschaftlich mit Romstett gestochen.

* — — (Johann Wilhelm), obigen CarlWilhelms Vater. Seinen Namen findet man ausKursächsischen Schaumünzen von 1702— 55 .

* Hoeder, (Friedrich Wilhelm), starb 176«.Msc.

Hoeferli, ( ). So heißt in Mensel«

Arch. IV. 18. ein uns sonst unbekannter Künstler,der mit Lori, ffichler n. s. f. an den schönen Pro-spekten von St. Petersburg und Moskau gearbeitethat, welche H. Walser zu Herisau in der Schweiz seit Anfang des XIX. Jahrhunderts zu liefernunternommen hatte.

* Hoefnagel, (Georg). Seine Verwandtenwollten einen Baumeister aus ihm machen; alleinein weit stärkerer Hang führte ihn zur Malerey.Aus Brauns Sradrebuch erstehet man, daßGeorg sich um 1661. in Frankreich , und von1664—66. und 1678—80. zu Rom und Neapel aufgehalten habe. Diese letztere Reise machte ermit Abraham Ortelius . An seinem Meßbuchs inMiniatur, dessen das Lex. gedenkt, arbeitete er achtvolle Jahre, und man begrif nicht, wie so etwasin 70—80. I. zu vollenden sey. Während derVerfertigung desselben erhielt er ein ansehnlichesJahrgehalt, und nach der Vollendung ein Geschenkvon 4000. Goldkronen. Füßlr A»»al. I. 2.

----- — (Jakobdessen das Lex. unter demArtikel seines Vaters Georg gedenkt. Basan (k)<l.sec.) der Alles wissen will, sagt von ihm. Geb.zu München 1670. und gestorben 1629. (69. Jahralt). H. S. Hüsgen G- 5 o. zählt ihn unter dieFrankfurter-Künstler. Er arbeitete in der Maniervon de Bry. Sein im Lex. angeführtes Werk hatnach Andern bloß 48. Blätter, und zur Aufschrift:Icones Animslium ac Ve^stadilinm.

Hoeger, (A.) Von einem Kupferstecher die-ses Namens kennen wir das einzelne Bildniß desArztes A. C- Thibesius, nach M. Tyroffs'Zeichnung.

* Hoehn, ( ), hieß Johann, 'derselbe

hat von 1640—91. sehr viele Denkmünzen ge-schnitten. Vermuthlich waren ihrer zwey, Vaterund Sohn, gleichen Namens, da sich auf einigendieser Münzen das Beywort junior findet. Dieältern dieser mit ^ok. Iloeün bezeichneten Arbeitenwerden für sehr mittelmäßig gehalten, da hingegendie schon im Lex. bemerkte Schaumünze auf denFeldmarschall von Derflinger von Roehler als einsehr schönes Stück angeführt wird.

Hoejus, (Franz), ein Amsterdamer-Kunst-Verleger um 1619—27.

Hseile, (Maria Cathcrina), s. in den gegen-wärtigen Zusätzen den Art. Joh. Gottl. prestels,ihres Ehegatten,