Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
553
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Hoelzel.

Hoe lz e l ,,( Hicronymus). S. H. Andrea,in den gegenwärtigen Zusätzen.

— — (^ ), ein geschickter Blumenmaler,gieng um i75o. von Berlin nach Wien , wo er sichzur katholischen Religion wandte, und nach einigerZeit starb, zJicolai.

Hoelzer, (Gottlob August), geb. zu Dresden ,7/j/,. stndirkc einige Jahre bey dem Ingenieur-Akademie-Direktor Forchheim Mathematik undAlgeber, und bereitete sich zugleich zur Civilbau-kunst vor, die er alsdann weiter unter dem Bau-direktor Locke fortsetzte. Liebe und Eifer zum prak-tischen Theil der Baukunst trieb ihn sogar an, dasMaurer-Handwerk zünftig zu lernen. Hieraufward er Schüler des Oberlandbaumeisters Krub-sacius, wo ihm dann sein Fleiß und ein erlangtesPrämium seiner Talente in Kurzem die Stelle einesUntcrlehrers bey der Akademie erwarben. Nachherwurde er als Condükkeur bey dem großen Häuptrbane des neuen Kurfürst! Land-und Steuerhausesangestellt, und noch wahrend dieses Baues zumwirklichen Mirgliede der Akademie der Künste, 1776.zum Hofbaumeister und vor oder nachher auch zumProfessor ernannt. In dieser Eigenschaft lebte ernoch i 8 o 5 . Auf der Dresdner -Kunstausstellungdieses letzter» Jahrs befanden sich mehrere Arbeitenvon seinen Schülern. Meu se ls Archiv l V. 102.Unter die vielen sowohl von ihm angegebnen alsauch errichteten Bauten gehört das Grast. Vitz-lhumsche Palais^ in Dresden . Mensel 11 . Zuseinen zahlreiche»altern Schülern zähltman: Adam,Gotsch, Heber, Hirt, Honig, Klinzky, Noos,Schönheit, Steglich, Tangermann, u.s.f. Beller.

Hoeilig, (Joh. Heinrich), ein Schreiner zuAugsburg , verfertigte ein Modell von einemSchlosse tlliätesu) mit Allein was daran und-dabey, sowohl an Zimmern als an Geräthe u. s.w.erfordert wird, auf das Zierlichste und Richtigste,nach dem verjüngten Maaßstabe. Dieser Einfallkostete den Angeber an die sono. Gulden. Die Be-schreibung davon ist gedruckt, von Sterken S. 117.

Hoening, (I. L.), ein Kupferstecher zuNürnberg » Von ihm kennt man zwey, um 1710.gearbeitete Bildnisse Carls X!I. von Schweden unddes Rechtsgelehrten Arnold Vinnius .

Hoepfner, ( ). Name eines sonst unbe-

kannten Malers, nach welchem Sysang das Bild-niß des Arztes L- C- Pezolt gestochen hat.

* Hoeremans. S. Horemans.

Hoerenken, (Hyde), gebürtig aus Preussen;ward 1609 zum Capital» zu Fuß und Ingenieurangenommen. Er arbeitete an den Fortifikationenum Berlin und Spandau , und sonst in der Mark.Nicolen.

Hoerle. S. C. A. Donerr.

Hoerling, (Johann Friedrich), GefchichtsrMaler, ein Deutscher von Geburt, von dem unsaber nichts Anders bekannt ist, als daß er 1786.zu Stockholm im O9. Jahr seines Alters verstorbensey, und den Namen eines Mitglieds der Akademiezu Florenz trug, was auf frühere Studien in Italien deutet. Mensel Miecell. XXX. 072.

Hoeruian von und zu Gurrenberg,(I ) So heißt in einem Verzeichnisse meines sei.Vaters ein Kupferstecher, von welchem dort eineRuhe in Egypten nach Barozio, und eine Bauern-gcsellschaft nach Teniers angeführt sind.

H 0 erner, ( ), ein Geschichts - und Land-

schaftsmaler, wird in der Bwkiierischen Kunst-sammlung zu Nürnberg angeführt.

Hoeroldt, (I. G.), Kurfürstlich-SächsischerMinenrath, und bey der Meißner-Porzellan-Fabrikangestellt. Von ihm kennt man, nach seiner eignenErfindung, 5 . leicht und geistreich auf weihenGrundgeätzte Blatter, welche sowohl menschliche Figuren

Hofmann SA)

aksGeflügel» Baume und Pflanzen, alles in chine-sischem Geschmack, in großer Mannigfaltigkeitdarstellen, und von 1726. datirt sind,

Hoere, (Matthäus), geb. zu St. Blasien imSchwarzwald 17ZJ lernte bey Christian einemBildhauer zu Riedlingen . Er arbeitete um 1776.in Holz, Stein und Marmor, und zeichnete da-neben schöne Architektur. Mensel I.

Hsesoinkel, (E- van). Von einem sonstunbekannten Kupferstecher dieses Namens werdenirgendwo ^.Landschaften nach Hans Bol angeführt.

* Ho er, (Gerarb'. Sein Vater hieß Moses .Brandes (Lä. 8eo.) setzt sein Todesjahr (vielleichtrichtiger als das Lexikon) in 172Z. Der winkler»sehe Katalog führt zwey schön geätzte Blätter:Amynt, welcher der Lbestylis aufs neue seine Liebebezeugt, und Damöt, welcher in Gegenwart derAmaryllis Galatheen eine Blume reicht, an welchelediglich mit 6. Unet bezeichnet sind Dann hatN. Rhein nach ihm Venus und Adonis (ein schönesBlatt) geschabt; eben so I. Broedelct Ccphalusund Prokrls; sodann P. A. Kilian einen Ueber-schritt, und B. Picard die Blatter zu van derMarks Bibel gestochen. Die Bildnisse von vanGunst, meist von holländischen Gelehrten, sindwahrscheinlich nach Gerard Hoet dem Sohn. M'nL-/e»' et Avancier.

* Hofer, (Andreas). Nach P.Deckers Zeich-nung kennt man von ihm zwey Blätter: lralu.« und8uecn8, und nach Jer. Wachsmuth viere: Jagerund Jägerinnen.

Hofland, (T-), ein neuerer englischer Künst-ler. Nach seinen Zeichnungen hat I. Bluck 180H.sechs Aussichten von Derbyshire (der englischenSchweiz ) in Farben gedruckt gestochen, welche sehxgerühmt wurden.

Hoflttann oder Hoffmrnn, (AnselmFranz), geb. zu Mainz 1708. malte Architekturenauffrischen Kalk, die wegen der gnren Ordonnanzund sinnreichen Einfälle ihm einen nicht unbedeu-tenden Namen erwarben. Er wohnte lange Jahrezu Frankfurt am Mayn, und starb daselbst 1782.H. S- Hüsgen zJ. A. S. Z6s.

— — (Elias), ein Maler zu Frankfurt amMayn; ließ 1288. nach seinem Riß View Stadtsamt ihrem Gebiet in Kupfer stechen, wofür er einGeschenk erhielt. H, G- Hüsgen S. 20.

* — — (E. Conrad), dessen im Lex unterdem Art. von Samuel gedacht wird, hat nachG. Flink ein Frauenzimmerportrait gestochen.

— — (Georg). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Gcschichtsmaler, der um rdoo. ge-arbeitet habe.

— — (Georg Andreas), geb. zu Burgberg-heim im Bayreuthischen 176s Ein Taubstummer;lernte zu Leipzig das Bilduißmalen aus eignemGenie, und copirte sehr geschickt nach Oelfarb-Gemälden, unter Anleitung des Professors Casa-nova in Dresden . So z. B. vortreflich die Nachtdes Correggio . Seine Bildnisse waren ihrer Aehn-lichkeit und Vollendung wegen sehr beliebt. DieserKünstler (oder dann sein unten folgender Bruder,Joh Ulrich), ist ohne Zweifel derselbe, der in derZeitschrift Ucr/r» 1799 - l 67. u ll r6f. ein nochin 1799. zu Rom lebender taubstummer Maler heißt,von welchem auf der Berliner-Ausstellung desselbeüJahrs Copien der fünf Schöpfunqs-Momente,dann der Schule von Athen, des Parnasses, undPauli Befreyung, alle nach den Urbildern vonRaphacl zu sehen waren. Reller.

— — (G-W.) So nennt Meus l II. ohneWeiteres, .einen Miniaturmaler zu Berlin um 1789.

----- (Hans). Nach einer seiner Zeich-nungen , von welchen eine Menge in dem berühm-ten Praunischen Kabinette aufbehalten werden, hakDbbb