Holzma n n.
Anweisung im Zeichnen gab, und sich überdies mitder Kunst boschäftigte, mit Hvlzstöcken seine ra-dirten Blatter zu Überdrucken, auf Art des Hugode Carpr und Zanerri; gab auch verschiedeneBlatter auf die englische Art des Arthur pondheraus. Schon in 1774. konnte er 126. zahlen.Einige Vierzig gab er dann unter dem Titel.- Ab-drücke in Helldunkel , nach verschiedner Mei-ster Zeichnungen, welche zeigen, wie weit er esin dieser schweren Kunst gebracht habe." So weitKeller(75—76.) in seiner kauderwelschen Sprache,um 178g. Von ihm, als Maler, heißt es beyMeuse ! II. lalso um dieselbe Zeit): „Seit 12—16-Jahren beschäftigt er sich fast allein mit Portrait-malen , meistens im Profil und in Wasserfarben.Wahrend demBayerschenErbfvlgekrieg (1778--79.)malte er die meisten nach Dresden gekommenenStaabsoffiziere, theils für sie selbst, theils fürihre Freunde und Freundinnen. Ueberhaupt hater bereits 2000. Bildnisse verfertigt." AIs Kupfer-stecher kennt man von ihm, neben dem schon imLcx. bemerkten.- Acht Landschaften nach I. G.Wagner 1767—68. ILIsnaZeris Llsstorals «leDro8tie avsc la lllanoberis cirs st 1e jsrstinlies Hbeillss, nach Pfunds Zeichnung 1770. Denmit seinen Kindern spielenden Vater, eine H. Mag-dalena, und den zerbrochenen Krug, nach einer Geß-necsche Idylle, alle drey nachSchenau (1778). ZweenKöpfe (eben so wie seine Geburt Christi) im Rcm-brandtschen Geschmacke, nach Dietrich; IsllAr^ooä ia 8ouricisre, 1s joueur <le Vislls, und isNusicien, nach Ebendemselben und Klengel. Danilin neuern Tagen, nachdem er, wie es scheint, dasMalen wieder aufgegeben, das Bildniß des großenKurfürsten August I nach Luc. Cranach dem Mngern(1796.), welches sehr gerühmt wurde; ein alle-gorisches Blatt auf die Entbindung der PrinzessinCarolina Mathiida von Sachsen (1797) Fernerhieß es von ihm wieder um 180/,. im Msusel-sch e n Archive III. 169—71. die Liebe zur Kunsthabe ihn bewogen, seine nach und nach herausge-gebenen Kunstblätter, welche mit Stöcken, zeich-nungsähnlich, nach den Originalzcichnungen ge-druckt waren, noch einmal durchzufeilen, und siein Aquatinta zu übersetzen, u. s. f. Hierauf folgtdann das wirkliche Verzeichuiß aller dieser (26.)Blatter (mit beygesetzten Preisen von lauter 8. oder16. Gr.) wovon die beyden letzten: Die nützlicheKaufmannschaft, nach seinem eignen Gemälde,und ein Kur-Sächflscher Husar, ebenfalls von ihmselbst nach dem Leben gemalt, betitelt sind. Undendlich liest man in Kunftnachrichren aus Dres-den in gedachtem Archive II. 1. 198. und 2. 179.(somit aus der allerneuesten Zeit) von dem 67. jähn-gen Manne : „Einer unsrer geschicktesten Künstler,der Maler Holzmann, ein Mann von feinem Ge-fühl, halt es für seine Schuldigkeit, sich der soangenehmen Pflicht der Dankbarkeit gegen einenMann zu entledigen, der schon seit Zo. Jahren imGrabe ruht. Um nämlich seinem ehemaligen Lehrer,Dietrich, ein Denkmal zu stiften, giebt er unterdem Titel: Andenken an seinen Freund undLehrer, 19. Blätter, nach dessen Zeichnungen inZeichnungsmanier, nebst Beschreibungen derselbenund einigen Anekdoten heraus, die seinen Charakterschildern, und ihn der Nachwelt empfehlen." Frey-lich scheint uns der größere Theil davon, mit demoben bemerkten Hefte der 20. Bl. Eines und dasselbezu seyn. Der Preis des neuern, welches DietrichsBrustbild an der Spitze führt, ist zu 6. Thlr. Säch-sisch angesetzt. Lauf. den winklerschen Katalog,wo ein 20. seiner Blätter beschrieben und gewürdigtsind, und besonders sein St. Hieronym in derWüste, und die büßende Magdalena (hier heißtes, nach Pericrs und Schenau's Zeichnung , a laEanguine, in A. Pond's Geschmack — dann einPaar Landschaften nach Wagner von schönem Hell-dunkel-Effekt — wieder sein schon oben angeführterHausvater auf dem Kanape', von seinen Kindernumgeben: „Also wird gesegnet der Mann", u.s. f.in Tuschmanier und weiß aüfgehöht — der ebenfallsvorangezogene zerbrochene Krug, nach Cchenau,
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leicht geätzt und lavirt— ferner seine von der Liebegekrönte Schäferin (la Verite tonte nue rubrizirt)sehr schön in punklirter Manier, vorzüglich gerühmtwerden. „ Dieser Künstler" (heißt es bey Keller1. „besaß eine vortrefiicheKunstbibliothek, unddarin, neben Andern,, die Originalzeichnungei,,nach welchen der bekannte kecueil lies Uarbresuntigues, czui se trouvent ä Oresüe (17ZZ.)gestochen worden.
* Holzmann oder Hüls mann, (Johann).W. Hollar hat nach ihm den Kopf einer jungenFrau, die einen lachenden Greis ansieht, und einUngenannter Landschaften gestochen. Dann führtder winklersche Katalog ein von ihm selbst schöngeätztes seltenes Blatt an, welches einen Zigeuner-marsch in einer beholzeten Landschaft vorstellt, undmit f. HulLmann bezeichnet ist.
. -- — ( ). So heißt auch ein Kupferstecher
in Dresden , der nm 180Z. für Buchhändler gear-beitet hat.
Holz meyer, (P>), ein künstlicher Form-schneider, wird für einen Schweizer gehalten, dender bekannte Buchdrucker Lhoucnciser nach Berlin gebracht. Er schnitt die Stöcke zu desselben His-torik plautarum llervl. 1678. Mcolai. S. denArtikel P. Hille.
H 0 ma „ n, (Johann Baptist), der bekannte(lange der berühmteste) deutsche Landkarten-Ver-leger, war aus Schwaben gebürtig, und starb zuNürnberg 172h 60. Jahre alt. An seinem zahl-reichen Atlas (der hier und dort noch heut zu Tagebrauchbarer, als seine breit'ausgeschrieenen Nach-folger sind) hatte der unermüdete Mann selbst mitdem Grabstichel gearbeitet. hJ. Bibl. d. Sch. W>.I. 2Z8.
— — ( ). Wahrscheinlich nach einem an-
dern Künstler dieses Namens bat I. von Sandrarkdas Bildniß des Arztes G. Thomasius, und einUngenannter dasjenige von Doroth. Sophia Tho,masin, geb. Wagner gestochen.
Homburg, (Jakob), ein Maler aus demEllaß, von dem man auch einige um 1772. geätzteBlätter von Bettlern und Bettlerinnen kennt. In178s. war er blind. Dieser wenig bekannteKünstler ist ohne Zweifel derselbe, vo» welchem derWinklersche Katalog einen alten Juden im Fau-teuil, der in einem Buche liest, vorstellt; unten dieVerse:
Ich aller ehrlicher SchniulSitze hier auf meinem Stuhl,
Ohr in meinem Bück,
Daß mir glucke der Betrug.
Anroö //owür-i'Z inv. üel. et so.
Home, (R.), ein englischer Künstler, nachwelchem I. R. Smith ein schönes Schwarzkunst-Blatt: ^ütnr et^aciiA üs Voltaire gestochen hat.
Homer » s. Der Dichter. Nach Archilochussoll derselbe auch die Malerey und Sculpkur geübthaben.
H 0 mmel, ( ). Don einem jungen Künst-
ler dieses Namens sah man in dem Salon zu Berlin 1806. einige Arbeit, welche auf Luthern Bezughatte, untstsich vorlheilhaft ausgezeichnet haben soll.Tübing. Morgeiibl. 1807. S. 56 .
* Hondekoerer, (Egidius). Die Land-
schaften von I. Londerseel gestochen, deren dasLex. gedenkt, sind nach ihm, nicht nach seinemSohne Gisberr, wie es dort gemeynt zu seynscheint. Dieselben sind mit historischen Figurenftaffirt. So z. B. Jakob mit seiner Heerde; derProphet, den die Löwin frißt; Tobias mit demEngel, und St. Johann Baptist« in der Wüste;meist große Blätter, u-
* — — (Gisbert), Egidius Sohn, dessen