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445 . 46Z. und Bcm.rn I. »5/. Nach ihm hat C.Faucci das Büdniß von Eajetan Pratcfi, und I.Papiui dasjenige des Kapuziners S. Joseph vonLconesta gestochen.
Hugmer, ( ). Nach einem sonst unbe-
kannten Künstler dieses Namens hat A. Billettedas Bildnis; des rasenden Ligrüstcn, Joh. Boncher's,Pfarrers zu Paris um i58o. gestochen. Ilkftc.
* Hugnr'u. S. Grrve.
Hug 0 r, ( ). Nach einem sonst unbekann-
ten Maler dieses Namens hat Balechou das Bildlichdes Präsidenten Christoph Paul Herrn von Robiergestochen.
* Hugrenburg oder Huchtenbulg,(Johann van), einer der größten Schlachtenmaleraller Zeiten. Sein Bruder 'Jacob vermochte ihnun> ibö/. nach Rom zu kommen, wo er acht Jahreblieb, und alsdann nach Paris gieng. Hier unter-richtete ihn van der Meisten in mehr als einemGeheimnisse seiner Kunst, und seine Arbeiren wur-den von Liebhabern bereits sehr geschätzt. Alsdannkehrte er nach Holland zurück. Bald alle großenCabinette dort und in Deutschland besitzen vonseinen Gemälden, da er nämlich sehr leicht arbei-tete, und dadurch sowohl als durch den Malcrey-Haiidel ein ansehnliches Vermögen gewann. Seingewöhnlicher Aufenthalt war im Haag; kurz vorseinem Tod aber kehrte er nach Amsterdam zurück.Sein bey Basan (löst. ssc.) bloß um 4 i- Jahr zufrühe angegebenes Todesjahr geht vielleicht seinenBruder Jacob an. Dieser Künstler war (wieDescamps bemerkt) sehr liebenswürdig, geistreichund wohl unterrichtet, und die Lebhaftigkeit seinesGenie gieng jn seine W.rke über. Von seinen,theils mit der Nadel und dem Grabstichel, theilsin Schwarzkuust gefertigten Blättern , von welchenBarrsch (V. Ho,—Zu) 4 ksi aufzahlt, beschreibtund würdigt, sagt dieser bewahrte Kunstlichter:„Alle bis auf 7. sind mit einer festen Nadel imGeschmacke von Audrans Schule, theils nach vander Meisten, theils nach seinen eignen Gemälden,wahrend seines Aufenthalts in Frankreich geatztworden. Ihr Verdienst ist entschieden. Nochmerkwürdiger und weit seltener aber sind von ihmsieben (vielleicht mehr) geschabte Blatter. DieGeschicklichkcit, mit welcher der Künstler darin auchdas kleinste Detail ausgedrückt hat, und die Vol-lendung des Ganzen, mit einer geschickten Zeich-nung und pikanter Wirkung vereint, machen ausdenselben wahre Meisterstücke in dieser Gattung;allein wie gesagt, dieselben sind, in guten Drückenzumal, von äussersterSeltcnhcit." Ob es also nichtetwa mehr sogenannt deutsch - patriotisch alsgründlich gesprochen seyn dürfte, wenn es in einerBiographie von G. Ph. Rügender« (Meuse !Arch. I. 86.) heißt: „Die Schwarzkuiistblattereines Hugrenburg, so schön sie auch immer seynmögen, halten denen des Rügendes doch beyWeitem nicht das Gegengewicht; und gleichwohltragt man im gewöhnlichen Kunsihandel kein Be-denken , für ein Blatt von dem erstem 2—Z. und,nach Beschaffenheit des Abdruckes, 4 — 5 . Rthlr.zu fodern, wo man sich für den beßkcn, vielleichtviermal größern und schönern Nugendas, mir i.bis höchstens 2. Gulden gerne begnügt." AuchRost (VI. 2bi.) meynt: Diese geschabten Blätterunsers Künstlers seyen (zwar eben wegen derSchwierigkeit, gute Abdrücke zu finden) nicht sehrgeschätzt. Und hierin dürste wohl auch der ganzeKnote des obigen Widerspruchs liegen. SeineArbeiten sind bald mit seinem Namen, bald bloßmit Ist. 6. bezeichnet. Unter den geschabten nenntBarrsch besonders die Mutter mir den beydenKindern vor dem Gasthofc sitzend, wo eben ei»Kürassier angehalten wird: Ein prächtiges Stück.Von den geatzten stellt ein Heft von 7. Bl. Militär-scenen, mit unten gesetzten lateinischen und hollän-dischen Versen, nach seiner eignen Erfindung — 10.andre dann verschiedene Gegenstände aus der Kriegs-geschichte Ludwig XIV. n. f. f. nach van der Meu-
H n l k.
len — wieder 6. andre Landschaften — in. Studiennach verwundeten Schlachtpferdcii/Undnoch 10. ver-mischte Bataillcnsiücke vor, von welche» der MarschLudwig XlV. über Pontneuf eines der merkwür-digsten genannt wird, und zweye gemeinschaftlichmit Baudouins (von diesem die Landschaft) ge-stochen sind. Rost dann (I. 0. 2ZZ) hält von densieben erstgenannten (geätzten) Militärsccnen, be-sonders den Pferdemarkt, und bann ein zweytesBlatt (wahrscheinlich das, welches bey Barrschzum Titel führt: ?uZnr> dsrmkmoruni et 6aklo-rum in Italill, für besondre Meisterstücke. Dannspricht erstrer noch von einem in 172Z. zu Haagerschienenen großen Folioband von militärischenActionen, mit Erklärungen von M. I. Dumont,wo es auf dem Titelblatt heisse: äspemteg et^ravess etc. par 1e b'isiir A)
Allein Barrsch der das Werk von Dumoirt (odervielmehr zwey verschiedene) genauer, mit: lsti-itolrsmilitaire cln strlnse Lugsne, und: HstaMssA8FN6S8 par le Urince Dudens cle 8svc>^srubrizirt, behauptet, daß die darin (in letzten»ausdrücklich) unserm Künstler zugeschriebenen Blat-ter zuverläßig nicht seine Arbeit sind. Bey welcherGelegenheit wir noch erwähnen : Daß dieser Prinz,der seine Feldschlachren und Belagerungen aller-dings von Hugrenburg malen ließ, ihm zu diesemBehufe selbst die Plane davon mit eigenhändigenBemerkungen zugesandt habe. kssach ihm gestochendann finden wir einzig bey HAnkier ein von H.Eland geätztes Blatt: Halte äs Vv^a^urs
vsnt uns t'or^s,
Huguenrn, ( ). So nennt pigam'ol,
ohne Weiteres, einen Bildhauer, der um i 56 v.zu Paris gearbeitet habe.
Hugueno! de Lucrabel, (Mademois.)Und so heißt eine uns sonst unbekannte Künstlerin,die um 1781. nach ihrer eignen Erfindung die vicrJahrszeiten in Schwarzkunst geschabt hat. Mc.
Hu klier-, ( l'). So hieß in neuern Tage»ein Bildhauer zu Paris (der sich jedoch immanaclr äss fteaux-^rts von r8oZ. nicht mehrfindet). Von ihm, Meziereü und Daujon, wurdenseinerzeit die Löwen, dieVasen und andre Zier-athendes Unlersatzcs verfertigt, welche Joh. GonjonsBrunnen des Jnnocens zu Paris , nach dessen jetzi-ger Ansicht schmücken. Lau dorr Anna!. IV. 97.
Hurn, tMadame), wurde um i8oZ. unter diebessern Bildnißmaler zu Paris gezahlt. Frorrllo III.62),. r8uZ.
Hur«, ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein Feldschlachtenmalcr.
Hur« mann, ( ), ein holländischer Zim-
mermeister, arbeitete in Rußland , wo er zu Cron-stadt die Schleußt am Eanal baute. Er starbdaselbst 1769. Merisel MkeceU. XI. 27b.
Hukenberger, (Sebastian), ein Bildniß-maler; arbeitete um r 65 o. im Haag. Marperger.
Hulberg, ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein Künstler, der nach M. HondekoeterGeflügel gestochen habe.
Hu lere, (I) Und so wieder einer, der imX VII. Jahrh» Bildnisse in England gestochen hat.
Hulrn, ( ). Nach einem sonst unbekannten
Künstler dieses Namens hat Ph. le Bas ein Blattgestochen, das die Freudenfeste der Stadt. Paris (1745.) bey Anlaß der Vermählung des Dauphinsmit der spanischen Jnfantin verstellt.
Hu! k, ( ). So heißt ein neuerer uns bis-
her unbekannter Künstler, der um r 8 c> 4 - kür dasZinses lrsn^ai«; (XXIX. et XXXII. i zwey Blat-ter : Halts äs Eavallerz von Wouwermanns, undlEa^s äs 8oksvel'mgsn. ssc. VUe von va» derVcldt, beyde nach Swebachs Zeichnung gestochenhat (vielleicht dasselbe, das sich in Landons l'ax-